Im Luther-Jahr hat die Kirche Zum Heilsbrunnen 29 Thesen zur Reformation der eigenen Gemeinde gesammelt und ausgehängt. Diese Thesen werden nun an drei Abenden gebündelt diskutiert. 

Im Folgenden finden Sie die Termine und die jeweiligen Thesen. Alle Termine sind öffentlich, Gäste sind herzlich willkommen.

1. Diskussionsabend: Thesen zu einer Reformation der Ökumene

Mittwoch, 19. Juli, 19.30 Uhr

Überfällige Einheit: Die Einheit der Kirchen ist überfällig. Eine geteilte Kirche ist eine Sünde an Gott. Jesus wollte, dass wir alle eins sind (Joh 17,11.21). Es kann keine Heimkehr zur römischen Kirche sein und auch keine Protestantisierung aller Kirchen. Wir sollten uns auf den Weg machen zu einem Neuanfang der Kirche als gnadenhaftem Wirken Gottes.

Ökumenische Fortentwicklung der Kirche(n): Alle Beschlüsse der verschiedenen Konfessionen sollten eingehend daraufhin geprüft werden, wie die anderen Konfessionen dazu stehen. Es sollte überhaupt mehr Beschlüsse geben, die für viele, vielleicht alle Konfessionen gelten. So würde das gegenseitige Verständnis wachsen und die weltweite Kirche besser zueinander finden.

Das Geheimnis Gottes bewahren: Christus ist das Geheimnis Gottes (Kolosser 2,2), das allen Menschen offenbar wird (Epheser 3,6). Wir sollten in konfessioneller Partnerschaft dieses Geheimnis nur so weit beschreiben wie dies unbedingt notwendig ist. Die theologischen „Präzisierungen“ haben viel Streit und konfessionelle Spaltung mit sich gebracht.

Kirche der Freiheit aufgrund der Erlösung: Es ist nicht gut, dass die Evangelische Kirche sich als „Kirche der Freiheit“ bezeichnet. Das macht einen falschen Eindruck und ist gegenüber der römischen Kirche eine falsche Abgrenzung. 2. Korinther 3,17 spricht von der Freiheit von Sünde, die Christus den Glaubenden verschafft.

Eine demütige Kirche: Wie Christus (Matthäus 11,29) soll die Kirche demütig sein (1. Petrus 3,8). Sie tut das, was sie Christus tun sieht, und er tut, was er den Vater tun sieht. Auch als einzelne werden wir demütig, wenn wir mit Christus unterwegs sind (Galanter 5,22-24; Römer 12,3).

Weltweite Kirche: Die Kirche ist in Wahrheit eine einzige Kirche, eine überkonfessionelle Weltkirche, und sie sollte sich als solche begreifen.

2. Diskussionsabend: Thesen zu einer Reformation der Theologie

Mittwoch, 2. August, 19.30 Uhr

Theologie und Glaube: Die Theologieprofessoren der letzten drei Jahrhunderte glaubten, die Vorgänge rund um Jesus besser verstehen zu können als dies die Evangelisten und Apostel taten. Die Theologie soll wieder die Worte und Absicht der biblischen Autoren ehren und die Prediger entsprechend lehren, damit die Vollmacht Jesu auch heute zur Geltung kommt (Matthäus 16,16).

Eine demütige Kirche: Wie Christus (Matthäus 11,29) soll die Kirche demütig sein (1. Petrus 3,8). Sie tut das, was sie Christus tun sieht, und er tut, was er den Vater tun sieht. Auch als einzelne werden wir demütig, wenn wir mit Christus unterwegs sind (Galanter 5,22-24; Römer 12,3).

Vollmacht Gottes: Mit allen Aposteln hat die Kirche die Vollmacht, den Glauben an Jesus Christus überall bekannt zu machen (2. Korinther 5,20). Christen sollten sich nicht schämen, zu Christus zu gehören (Römer 1,16). Was Christen gut tut, werden Sie auch ihren geliebten Mitmenschen anbieten. Authentische Weitergabe des Glaubens geschieht aus Liebe zu Gott und zum Nächsten.

Suchende Kirche: Die Kirche muss eine „suchende“ Kirche sein. Sie muss wie ihr Hirte Jesus denen nachgehen, die sich abgewendet haben. Die Identität der Kirche ist aber nicht Party oder Kultur, sondern das Evangelium. Wir brauchen Orte der Begegnung, um das Evangelium für Suchende angemessen zur Sprache bringen zu können und mit ihnen Wege zu Christus zu gehen (Lukas 24,13ff).

Identität in Christus: Statt die Menschen in ihrer Unsicherheit zu bestärken und den Glauben klein zu machen, hat Kirche den Auftrag, vor den Menschen eine Identität in Christus zu bezeugen und ihnen zu ermöglichen. Dann prägt Liebe und Barmherzigkeit das Leben eines Christen in Christus.

Gnade verstehen: Die Predigt sagt Gottes Gnade allen zu, die sich Gott anvertrauen (Römer 10,9). Die Kirche soll Gottes Gnade widerspiegeln und dazu ermutigen, dass alle Gläubigen die Gnade Gottes persönlich anzunehmen (2. Korinther 3,18f).

3. Diskussionsabend: Thesen zu einer Reformation der Kirche

Mittwoch, 16. August, 19.30 Uhr

Gute Taten: Die Christen sollten mehr gute Taten tun, statt vieler Worte. Viele Christen bleiben im Hören des Wortes stehen. Sie sind aber berufen, Quelle seiner Gnade zu werden. »Wer an mich glaubt, von dessen Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen.« (Johannes 7,39)

Bedürftige helfen: Die Kirche sollte alle Menschen unterstützen, die bedürftig sind. Diese Hilfe ist immer Zeichen des angebrochenen Gottesreichs, sollte als Gabe Gottes gegeben und angenommen werden. Diakonie ist eine Veranschaulichung der Liebe Gottes und damit mehr als Nächstenliebe. Die Nächstenliebe ist nicht zu trennen von der Gottesliebe.

Offene Kirche: Der Kirchraum soll täglich von morgens früh bis abends offen sein, damit Betende in ihm Anbetung und Ruhe finden können. Dazu soll die Kirche gepflegt, ruhig und mit meditativem Licht versehen sein. Die Gläubigen allerdings sollen die Kirche auch mehr zum Beten nutzen.

Beten vor dem Gottesdienst: Die Gottesdienstbesucher sollen sich zu den Gottesdiensten frühzeitig einfinden und in der Stille auf den Gottesdienst vorbereiten. Zum Gottesdienst zu spät zu kommen ist respektlos gegenüber Gottes Dienst an den Menschen und unhöflich gegenüber den Gottesdienstgestaltern und den Mitfeiernden. Die erste und wichtigste Aufgabe der Kirche ist das Gebet (1. Timotheus 2,1).

Suchende Kirche: Die Kirche muss eine „suchende“ Kirche sein. Sie muss wie ihr Hirte Jesus denen nachgehen, die sich abgewendet haben. Die Identität der Kirche ist aber nicht Party oder Kultur, sondern das Evangelium. Wir brauchen Orte der Begegnung, um das Evangelium für Suchende angemessen zur Sprache bringen zu können und mit ihnen Wege zu Christus zu gehen (Lukas 24,13ff).

Kontakt

Kirche Zum Heilsbrunnen
Im Kleefeld 36, Hebborn
Pfarrer Achim J. Dehmel
Mail: dehmel(at)heilsbrunnen.de

Heilsbrunnen

Die Kirche zum Heilsbrunnen ist der Mittelpunkt des vierten Pfarrbezirkes der Evangelischen Kirchengemeinde Bergisch Gladbach und zuständig für BGL-Hebborn, Nussbaum, Voiswinkel, Eikamp, das Scherfbachtal und die Ortschaften dazwischen.

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