Eine Petition für den Erhalt des Ponyhofs Sonnenhof am Rande von Moitzfeld hat in kürzester Zeit fast 8000 Unterschriften gesammelt; damit wird Bürgermeister Urbach aufgefordert, eine Schließung zu verhindern. Die Stadt prüft den Sachverhalt. 

In der Petition beschreibt Marion Hintermaier den Ponyhof Sonnenscheinals Idylle mit langer Tradition. Dieses Paradies für Mensch und Pferd sei jetzt jedoch in Gefahr, aufgrund von „Beschwerden eines vor kurzer Zeit direkt neben den Ponyhof gezogenen Nachbarn”.

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Die Stadtverwaltung habe angekündigt, „dass der gesamte Ponyhof bereits innerhalb der nächsten Wochen geschlossen und die Nutzung für immer verboten wird”. Unter Androhung einer sofortigen Vollziehung und von Zwangsgeld, so die emotionale Petition.

Die Stadtverwaltung betont dagegen auf Nachfrage, dass der Sachverhalt noch geprüft werde und eine Anhörung laufe. Daher könne die Bauaufsicht nur vorläufig Stellung beziehen. Demnach liegt der Sachverhalt etwas anders. 

Der Reitplatz des Ponyhofs liege im Außenbereich des Stadtgebiets und sei eigentlich gar nicht genehmigungsfähig. Vor 19 Jahren hätten Betreiber und Stadt eine Vereinbarung getroffen: Die Stadt duldet den Betrieb, unter Auflagen und Bedingungen. 

So darf der Reitplatz  in der Mittagspause, nach 18:30 Uhr und an Sonn- und Feiertagen nicht genutzt werden. Schon damals war festgelegt, dass Nachbarbeschwerden aufgrund vermeidbarer Belästigungen zu einem „ordnungsbehördliche Verfahren zur Beseitigung des Reitplatzes” führen würden. 

Genau an diesem Punkt steht das Verfahren nun.

Laut Stadt gibt es zwei Jahren Beschwerden, weil sich der Ponyhof nicht an die Auflagen hält, in den ausgeschlossenen Zeiten Veranstaltungen anbietet und ordentlich Staub aufwirbelt. Daraufhin sei Sabine Hoff, die Betreiberin des Hofs, mehrmals schriftlich aufgefordert worden, sich an die Auflagen zu halten.

Offenbar ohne Erfolg, denn am 29. August verschickte die Stadt ein Anhörungsschreiben. Darin schildert die Bauaufsicht die Beschwerden und bittet um Stellungnahme. Dafür sei der Betreiberin ein Monat Zeit eingeräumt worden, sich zu äußern.

Eine Ordnungsverfügung, das betont die Stadtverwaltung, sei bisher nicht ergangen.

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16 Kommentare

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  1. Hier wäre doch mal eine Aufgabe für den Stadtrat. Aber leider hat ein Ponyhof nicht die Lobby eines Tütenabfüllers. Das Wohl der Bürger und unserer Kinder scheint zweitrangig zu sein. Der Stadtrat erweist sich immer mehr zum traurigen lästigen Anhängsel. Aber wir haben sie ja gewählt. Das nächste mal überlegter ankreuzen.

    Günther Humbach

  2. Bitte bleiben Sie in dieser Debatte sachlich, unterlassen Sie persönliche Angriff und stehen Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen. Hier wurde zuletzt ein Kommentar unter einem fremden Namen veröffentlicht, um diese Person gezielt zu diskreditieren – solche Methoden weisen wir scharf zurück. Halten Sie sich bitte an die Regeln des guten Anstands, sonst müssen wir die Kommentarfunktion hier ganz deaktivieren. Redaktion Bürgerportal

  3. Ich habe auf dem Ponyhof letztes Jahr ein Praktikum gemacht und viele Reitstunden und andere Aktivitäten dort geleitet. Der Kontakt mit Frau Hoff war immer sehr eng und ihr war es ganz besonders wichtig, dass die Regelungen mit Nachbarn streng eingehalten werden. Sie als „unverschämte Person, die sich alles unter den Nagel reißt“ ist sehr unsachlich und für mich nicht nachzuvollziehen. Der Hof ist in der Umgebung absolut einzigartig in seinem Konzept und es gibt so viele Kinder, die ihre Freizeit und Ferien gerne bei uns verbringen und erfahren was Verantwortung und Tierliebe wirklich bedeuten.
    Lieber Nachbar, ich weiß, dass der Ponyhof kompromissbereit ist. Bitte seien Sie es auch und verbauen den Kindern hier nicht Ihre Möglichkeit Ihre Zeit weitrhin sinnvoll in der Natur mit den Ponys zu verbringen.

    Hinweis der Redaktion: Dieser Kommentar bezieht sich (in Teilen) auf einen Kommentar, der inzwischen gelöscht wurde. Weil es eine Fälschung war: ein Unbekannter hatte im Namen eines Anwohners gepostet und ihm Dinge in den Mund gelegt. Das sind Methoden, die wir scharf zurückweisen. Daher die Mahnung an alle Beteiligten in dieser Auseinandersetzung: Bleiben Sie sachlich, unterlassen Sie persönliche Angriffe, sonst müssen wir die Kommentarfunktion hier ganz deaktivieren.

  4. Meine Große reitet schon seit 3 Jahren an diesem Hof. Die Kleine und ich haben dieses Jahr angefangen. Wir gehen super gerne dahin, sei es auch nur um die Ponys zu putzen und zu knuddeln oder auch mal nach dem Rechten zu schauen.

    Die Ruhezeiten (ich kann nur für die 3 Jahre sprechen) MO-SA 12.30-15.00 und nach 18.30 sowie die Nicht-Nutzung des Reitplatzes an Sonn- und Feiertagen, wurden immer stets eingehalten.

    Wenn wir da sind vergessen wir den ganzen Stress der Großstadt und genießen die Ruhe bei den Ponys. Wo sollen wir wieder neue Kraft tanken, wenn unsere Tankstelle (Ponyhof Sonnenschein) zu gemacht wird?

    Das Angebot mit den Ponys bei Wind und Wetter draußen zu sein ist unbezahlbar und schützenswert. Meine Kinder und ich wissen das zu schätzen und hoffen auf noch mehr Zustimmen bei unserer online Petition:
    https://www.change.org/p/b%C3%BCrgermeister-jetzt-gemeinsam-ein-paradies-retten-ponyhof-sonnenschein

    Es ist eine gute Sache! Nicht NUR für Kinder auch für uns Erwachsene.

  5. Ich bin die Initiatorin der Unterschriftenaktion und Online-Petition „Rettet den Ponyhof Sonnenschein“ und wir kämpfen für den Erhalt des Ponyhof. Das Paradies für unsere Kinder und Tiere darf nicht sterben! Schließung ist keine Lösung und wir setzen uns für ein freundliches und friedliches Miteinander im gewachsenen und idyllischen Umfeld des Ponyhofs ein. Es gehört auch dazu, dass die Nutzungszeiten für den Reitplatz von uns eingehalten werden und der Platz gewässert wird, das kann ich bestätigen.

    Es muss und kann eine Lösung gefunden werden, die allen Interessen gerecht wird. Unsere Petition ist gelebte Demokratie und bestärkt uns, dass wir mit bereits 11.000 Unterstützern einen positiven Dialog in Gang bringen können.

    Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Stimme:
    https://www.change.org/p/bürgermeister-jetzt-gemeinsam-ein-paradies-retten-ponyhof-sonnenschein

  6. Sehr geehrter Herr XY, sind Sie der Nachbar?
    Sie schreiben ja nicht so sachlich, also mit viel Emotionen „DIESE unverschämte Frau“ Außerdem kann man Google entnehmen das sie mal eine Ausbildung als Kinderpfleger absolviert haben.. ganz so kinderlieb scheinen sie wohl nicht zu sein, wenn sie Kindern ihre Freude nehmen. Haben Sie denn selbst Kinder? Haben Sie eine Genehmigung für Ihren Anbau? „wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen“?

    Hinweis der Redaktion: Dieser Kommentar bezieht sich (in Teilen) auf einen Kommentar, der inzwischen gelöscht wurde. Weil es eine Fälschung war: ein Unbekannter hatte im Namen eines Anwohners gepostet und ihm Dinge in den Mund gelegt. Das sind Methoden, die wir scharf zurückweisen. Daher die Mahnung an alle Beteiligten in dieser Auseinandersetzung: Bleiben Sie sachlich, unterlassen Sie persönliche Angriffe, sonst müssen wir die Kommentarfunktion hier ganz deaktivieren.

  7. Ich finde es eine schade das der Hof Geschossen werden soll! Grade für Kinder ist der Umgang mit Tieren sehr wichtig. Ich finde es schön das Kinder auf dem Hof von Natur und Ponys umgeben sind da die meisten kids dieser Generation nur noch elektronische Geräte kennen!

  8. Die Frage ist hier doch vielmehr, was einen Menschen dazu bewegt, sich der Existenz eines Reiterhofes voll bewusst zu sein und trotz allem einen Umzug zu vollziehen. Erst recht in der heutigen Welt, in der sich solche Rückzugsorte eher seltener zu finden wissen, sollte man seine Prioritäten umorientieren. Die Kinder (und auch die „Großen“) finden hier einen Ort um sich frei zu fühlen und einen vertrauensvollen Umgang mit den Tieren näher gebracht zu bekommen. Bei uns sind alle Daumen gedrückt!

  9. Das vorherige Kommentar zeugt von ungemeiner Arroganz. Wie kann behauptet werden, dass erst mit der Schließung des Ponyhofes Frieden einkehren kann?
    Frieden (und eine glückliche, unbeschwerte Zeit für Kinder und Ponys!) gab es, bevor ein neuer Nachbar einzog und begann, sich über Kinder und Tiere zu beschweren.

    Und woher wissen Sie was mit den Pferden passiert? Kennen Sie sich in diesem Thema aus? Tiere, die aus schlechter Haltung gerettet wurden, oder bereits in Rente sind und ihr Alter auf den Wiesen des Ponyhofs Sonnenschein genießen, haben kaum Chancen in gute Hände weitervermittelt zu werden.

    Ich hoffe sehr, dass all dieser bürokratische Irrsinn aufhört und die Stadt dem Ponyhof endlich positive Unterstützung zukommen lässt. Die Betreiber streben nach keinerlei Reichtum (das wird mit einem Ponyhof kaum funktionieren) sondern arbeiten mit Herz für eine gute Sache (und das schon seit Jahrzehnten). Eine Sache, die es sich zu unterstützen lohnt.

    Hier ist die aktuelle Petition:
    https://www.change.org/p/b%C3%BCrgermeister-jetzt-gemeinsam-ein-paradies-retten-ponyhof-sonnenschein

    Hinweis der Redaktion: Dieser Kommentar bezieht sich (in Teilen) auf einen Kommentar, der inzwischen gelöscht wurde. Weil es eine Fälschung war: ein Unbekannter hatte im Namen eines Anwohners gepostet und ihm Dinge in den Mund gelegt. Das sind Methoden, die wir scharf zurückweisen. Daher die Mahnung an alle Beteiligten in dieser Auseinandersetzung: Bleiben Sie sachlich, unterlassen Sie persönliche Angriffe, sonst müssen wir die Kommentarfunktion hier ganz deaktivieren.

  10. Ich finde es einfach nur schade. die Kinder auf dem Hof bekommen vermittelt, dass ein Pferd ein Partner ist und kein Sportgerät, das man sich nicht einfach nur draufsetzen kann und das so viel mehr dazu gehört als nur reiten. es ist so traurig das sowas jetzt geschlossen wird.. auf diesem Hof geht es eben nicht nur um Geld sondern darum den Kindern einen verantwortungsvollen und tiergerechten Umgang mit Pferden zu vermitteln und vor allem auch sicheres und feines reiten. Das alles in der Natur und bei jedem Wetter. So etwas sollte von allen Seiten gefördert werden und nichts anderes.

  11. Lieber Anwohner, immer schön anonym bleiben.
    Wenn aber bekannt wird, dass SIE der Herr/ die Frau „Anwohner“ sind und in der Strasse Z Hausnummer Y wohnen,
    dann schaut ganz Bergisch Gladbach mal auf Ihr Grundstück, in Ihren Garten und unter Ihre Erde und sucht mit Ihnen die Baugenehmigungen…und siehe da…es gibt auch eine andere Seite der Geschichte.
    Das was Sie machen ist der Zeitgeist: Selbst im Glashaus sitzen, aber Anonym in Online Portalen zu versuchen, die Stimmung anzuheizen…Und wie es fast alle erahnen: Sind es nicht die Ponys, dann ist es ein Hahn in Nachbarschaft, ein Tennisplatz im Wald, ungeklärte Abwassereinleitungen in Waldgebiete, ein Haus hinter einer Reithalle,
    Motorradfahrer im Wald, Schwarzarbeiten am Nachbarhaus, Rasenmähen in der Mittagsruhe oder ein Oberjäger als König der überall im Bereich Großhohn/Kleinhohn Gelände aufkauft zum Teil 8fach über dem Gebot, alle Wege und Wälder umzäumt
    und weswegen alle Reiter und Pferdefreunde gemeinsam betroffen sind. Meiner Nachbarin wurde der Neubau eines klitzekleinen Reitplatzes untersagt, auf Betreiben von dem Oberjäger der im Landschaftsschutzgebiet tagsüber einfach Vögel abschiesst, mit einer Sondergehmigung! Das sind dann die weiteren Themen für die oder gegen die sich Bürger zusätzlich engagieren sollten.

  12. Es gibt auch eine andere Seite zu dieser Geschichte:
    In den vergangenen Jahren wuchs die Anzahl der Ponys und die Aktivitäten des Ponyhofs wurden auf umliegende Wiesen und in den Wald ausgeweitet z.T. ohne entsprechende Genehmigungen der Eigentümer. Auf den Wiesen wurden Unterstände gebaut, zum Teil im Landschaftsschutz- und Naturschutzgebiet. Reitausflüge fanden und finden u.a. im umliegenden Wald auf Trampelfaden oder einfach quer durch statt. Auf zu Beginn freundliche Hinweise, daß das Reiten im Wald nur auf forstwirtschaftlichen und landwirtschaftlichen Wegen erlaubt sei wurde nicht reagiert bzw. es wurde ignoriert.
    Somit hat der Ponyhof Sonnenschein den anwohnenden Pferdefreunden und Reitern in der umliegenden Nachbarschaft leider einen Bärendienst erwiesen.

  13. Völlig richtig, dass die Stadt endlich durchgreift! Es kann doch nicht sein, dass Bauherren seit Jahrzehnten rumstehende Bäume (Kaule in Bensberg) akzeptieren muss und Leute, die sich vor kurzem bewußt für das Wohnen in Moitzfeld entschieden haben Geräuschbelästigungen durch Tiere und Menschen hinnehmen müssen. Hoffentlich fordern diese Leute auch bald das Abholzen der Wälder rund um GL, das zubetonieren von Grünflächen und die maßlose Ausweitung von möglichst lauten Gewerbeflächen (Stichwort „Arbeitsplätze schaffen“). Es wäre doch gelacht, wenn man es nicht schaffen könnte GL endlich in eine richtige Großstadt zu verwandeln. Ironie Ende — Übrigens: Die Stadtverwaltung hat gar keine andere Wahl, sich an gesetzliche oder sonstige Vorgaben zu halten, denn sonst wird sie in anderen Fällen unglaubwürdig. Möge Herr Ubach mit dem ihm eigenen Fingerspitzengefühl versuchen die Neubürger davon zu überzeugen, dass die Ponys und deren Hof kein Nachteil, sondern eine Bereicherung seines Wohnumfeldes sind.

  14. alles schöne muss kaputt gemacht werden ,und das eine einzige person viel macht haben sollte pfui22233

  15. Das hört man leider immer wieder, dass ein neu hinzugezogener Nachbar ein lange bestehendes und intaktes nachbarschaftliches Miteinander durch Beschwerden zu zerstören versucht, weil ihm irgendetwas nicht passt. Krähende Hähne, Ritterfestspiele, Glockenläuten, Biergarten etc. – der Beispiele gibt es reichlich, die zunächst Stadtverwaltungen und später Gerichte beschäftigt haben.
    Vielleicht hätte sich der neue Nachbar über das Umfeld besser informieren sollen, bevor er dorthin zog, um nun zur Durchsetzung seines Ego und seiner höchstpersönlichen Interessen Unfrieden zu stiften.
    Wie ignorant muss man eigentlich sein, nicht einschätzen zu können, dass es neben einem Ponyhof nicht so leise sein kann und muss wie in der Einöde.
    Man kann nur hoffen, dass Herr Bürgermeister Urbach und die zuständigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung sich nicht auf die Seite eines einzelnen Mitbürgers zum Nachteil des Ponyhofs stellen, der Menschen und Tieren zugute kommt.
    Übrigens: Ich wohne wie viele andere Nachbarn in der City von Bergisch Gladbach, habe gerade Stadtfest und Stadtlauf geräuschvoll miterleben dürfen, ganz zu schweigen von der lärmenden Kirmes zweimal im Jahr, dem Karnevalsumzug, zwei täglich ab 7.00 Uhr läutenden Kirchenglocken und einem um diese Zeit Gassi geführten Hund, der ununterbrochen bellt. Käme ich auf die abstruse Idee, wegen Unterlassung Stadtverwaltung und Bürgermeister zu belästigen, glaube ich kaum, dass ich damit Erfolg haben würde.