Mira Bormann (Kita Kradepohl), Manfred Habrunner (Bürger für uns Pänz), Birgit Bischoff (Förderverein Musikschule), Harald Augustin (Lions Club), Franz Wingen (Lions Club), Andreas Madaus (Lions Club, Barbara Rothmann, Friedrich Herweg (Musikschule), Ulla Baum und Kinder der Kita

Die Kindertagesstätte Kradepohl ist der größte Kindergarten in Bergisch Gladbach. Auf Grund ihres Einzugsgebietes im sozialen Brennpunkt des Stadtteils Gronau, haben viele Kinder in der Kindertagesstätte einen Migrationshintergrund und sprechen zunächst mit Eintritt in die Betreuungseinrichtung kaum oder nur schlecht Deutsch.

Für die Kita hat Integration und ein respektvolles Miteinander höchste Priorität. Deshalb bietet sich die Musik als verbindendes Medium an, denn beim gemeinsame Singen, Tanzen und Musizieren ist die unterschiedliche Herkunft der einzelnen Kinder kein Hindernis, sondern bildet eine bunte Vielfalt die die Sprachentwicklung und damit das Selbstbewusstsein der Kinder stärkt und sie auf die Anforderungen in der Schule vorbereitet.

So hat im September ein neues Gemeinschaftsprojekt zwischen Kindergarten und Musikschule begonnen. Beim Pressetermin am Freitag informierten die Beteiligten über die ersten Erfahrungen mit dem Musikprojekt im Kindergarten.

Möglich ist die Kooperation aufgrund der finanziellen Unterstützung durch den Lionsclub Köln-Colonia sowie den Verein „Bürger für uns Pänz“.

Prof. Dr. Franz Wingen (Lionsclub): „Für den Lionsclub Köln -Colonia war es eine große Freude dieses wichtige Projekt, das sowohl die Integration von Kindern aus vielen Ländern im Kindergarten als auch den frühen Kontakt zur Musik fördern wird, unterstützen zu können. Dank des großen persönlichen Einsatzes vieler unserer Lions-Freunde, großzügiger Spenden und des unentgeltlichen Einsatzes unserer hervorragenden Künstlerinnen Eunyee You und Theresia Renelt konnten wir einen Betrag von 5.000 Euro als Anschubfinanzierung übergeben.“

Ebenfalls finanzielle Hilfe gab es von „Bürger für uns Pänz“. Für die Vorsitzende Sylvia Zanders ist das Projekt eine Herzensangelegenheit: „Es ist toll anzuschauen, mit wie viel Spaß und Freude alle Kindern gemeinsam musizieren und singen.“

Freitags wird musiziert

Musikpädagogin Ulla Baum berichtet über das Miteinander von Erzieherinnen und Erziehern jeden Freitagmorgen mit Kindern zwischen drei und fünf Jahren. Die Kinder werden hierfür in Kleingruppen von zwölf Personen aufgeteilt und können 45 Minuten lang mit ihr musizieren.

Zum Projekt gehören neben Singen und Tanzen auch Instrumente spielen, Instrumente kennenlernen oder Instrumente bauen. Aber auch etwas üben und präsentieren oder Notenschrift kennenlernen sind Teil des Projekts.

Musikschule will Kinder in frühen Jahren zur Musik bringen

Für Friedrich Herweg als Leiter der Musikschule ist dieses Gemeinschaftsprojekt ein weiterer Baustein der Integration über Musik: „Die Musikschule macht es sich zur Aufgabe, möglichst viele Kinder in frühen Lebensjahren an die Musik heranzuführen. In Kooperation mit Kitas kann das gewährleistet werden.“

Auch Birgit Bischoff als Vorsitzende des Fördervereins der Musikschule begrüßt dieses Pilotprojekt: „Mit diesem Projekt realisiert die Musikschule ein sehr wertvolles Integrationsinstrument, das in unserer Stadt Schule machen könnte. Der Förderverein übernimmt deshalb nicht nur die vollständige Organisation des Projekts, sondern gewährleistet auch die Finanzierung durch die Akquisition von Sponsorengeldern und Spenden.“

Auch KiTa-Leiterin Mira Bormann beschreibt die Vorzüge der Kooperation: „Wir arbeiten täglich mit Kindern unterschiedlicher Herkunftsländer, ökonomischer Verhältnisse und einer Vielzahl an Sprachen. Musik ist hier ein großer Baustein, da sie alle erreichen kann, unabhängig von Alter oder Sprachkenntnissen. Meinem engagierten Kita-Team und mir als Leitung ist es ein großes Anliegen, allen Kindern die gleichen Chancen und Möglichkeiten auf Bildung über den Kita- Alltag hinaus zu bieten.“

Pressestelle Stadt BGL

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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