Andreas Ebert

Die Mitgliederzahl des SPD-Ortsvereins ist seit Jahresbeginn um mehr als zehn Prozent  auf 460 geklettert. Rund 50 von ihnen diskutierten am Donnerstag mit großem Ernst über das Für und Wider einer großen Koalition.

Die SPD sei nicht zerrissen – sondern jedes einzelne Mitglied sei hin und her gerissen, fasste Jochen Zieriacks, die Stimmungslage zusammen.

Das bestätigten viele der Teilnehmer, von denen viele das Wort ergriffen – in einer Debatte, die von großem  gegenseitigen Respekt geprägt war. Die folgenden Fotos von Thomas Merkenich spiegeln die Stimmung.

Am Ende gab es kein klares Stimmungsbild. Andreas Ebert, der Ortsvereinsvorsitzende, lobte die respektvolle Debatte. Egal wie der Mitgliederentscheid ausgehe, die SPD werde an der Basis gestärkt weiter machen und ihre Erneuerung voran treiben. 

Marcel Kreutz appellierte, genau damit vor Ort anzufangen und sich für die Kommunalwahl 2020 neu aufzustellen. 

Marcel Kreutz

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3 Kommentare

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  1. Bravo und Respekt für diesen ernsthaften Diskurs, der AUSNAHMSWEISE VON UNTEN NACH OBEN verläuft. Sonst wird in unserer alle-4 Jahre- Kreuzchendemokratie immer von oben nach unten durchreguliert. Oben nach unten bedeutet Schutz des Industrie-und Geldkapitals statt Armutsbekämpfung. Gerade letzteres wäre die beste Prophylaxe gegen Nationalismus, Rassismus und AfD.

  2. Herr Havermann,

    Wechselbad, nicht -band

    Darüber hinaus haben CDU, AfD, FDP und 1/3 der Sonstigen (Sind ja nicht nur linke Parteien) ca. 58%, ich schließe eher daraus, dass die Bürger eigentlich eine konservativ-liberale Regierung wollen anstatt eine GroKo.

  3. Mit Verlaub, wenn jemand hin und her gerissen ist, nennt man das nicht zusammenfassend „zerrissen“? Und das kann man verstehen, weil das Wechselband der Gefühle, das vor allem der ehemalige Vorsitzende bereitet hat, nur schwer zu ertragen ist. Trotzdem ist die SPD als zweitstärkste Partei aus der Bundestagswahl hervorgegangen. Diesem Votum der Bevölkerung muss sie Rechnung tragen, weil in Deutschland nach einem Ablehnen der GroKo weitere Stabilität verloren geht, die Politikverdrossenheit in der Bevölkerung noch größer wird, die Verlässlichkeit Deutschlands mindestens in Europa weiteren Schaden erleidet und die Aufforderung bestimmter Teile der SPD, in dieselbe einzutreten, um die GroKo zu verhindern, eine äußerst populistische Aktion ist, die man der SPD nicht zugetraut hätte. Eine Folge davon scheint ihre rasante Talfahrt auf Werte zu sein, die bald auch die AFD erreichen könnte, was bei Neuwahlen durchaus im Bereich des Möglichen liegt.