Das neue Außengelände der Kita Wilde Wiese. Fotos: Julia Schümann/fotografie-jw.de

Kletter- und Tunnel-Landschaft, Wasser-Matschanlage und ein neuer U3-Bereich: Die Kita Wilde Wiese hat ein neu gestaltetes Außengelände bekommen. Entstanden ist der naturnahe Spielbereich in einer „Sozialen Aktion“ in Gemeinschaftsarbeit von Eltern und Gartenbau-Profis.

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Wo sonst die Kinder ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen, fuhren wochenlang die Radlader und die Gartengestalter, schraubten, sägten und hämmerten: Die integrative Kindertagesstätte Wilde Wiese in Bergisch Gladbach hat ein neues Außengelände bekommen.

Das Besondere daran: Auf dem 3.500 Quadratmeter großen Außengelände der Kita im Bergisch Gladbacher Stadtteil Hebborn ist im besten Wortsinne ein neuer Naturspielraum entstanden. Mit ökologisch-nachhaltigen Spielgeräten und einer Spielumgebung, bei der die Verbindung zur Natur im Vordergrund steht. Und das alles im laufenden Kita-Betrieb.

„Unser großes Außengelände war schon immer ein besonderer Teil der Identität der Wilden Wiese. Die Verbundenheit zur Natur steckt schließlich schon im Namen unserer Kita“, sagt Leiterin Sylke Bloek. „Wir haben das Gelände in den vergangenen Jahren immer wieder erweitert, neue Sträucher gepflanzt, Beete angelegt oder Spielgeräte gebaut und instandgesetzt. Jetzt war es nach vielen Jahren aber an der Zeit, etwas ganz Neues zu erschaffen.“

Dass die Wahl auf die Profis der Firma Nuas fiel, die sich auf die naturnahe Gestaltung von Kita-Außengeländen spezialisiert hat, war dabei kein Zufall. Das große Tipi-Zelt im Garten der Wilden Wiese ist ebenfalls in Gemeinschaftsarbeit des Kita-Teams mit Nuas entstanden. Das Konzept für das neue Außengelände entsprach genau den Ideen und Vorstellungen des Kita-Teams.

Das Außengelände ist in gemeinschaftlicher Arbeit von Eltern und Gartenbau-Profis entstanden.

„Wir wollten, dass die Kinder Platz haben, um sich zu bewegen. Aber auch viele Möglichkeiten haben, Naturerfahrungen zu machen. Und das nicht in einem starren, vorgefertigten Umfeld“, betont Sylke Bloek. „Das Nuas-Konzept hat uns schon begeistert, als wir es nur auf Papier gesehen haben: Anordnung, Vielseitigkeit, die Tatsache, dass die Kinder ihre Spielumgebung selbst gestalten und verändern können – das war genau das, was wir wollten. Zudem verarbeitet Nuas vorwiegend Materialien aus dem Bergischen Land.“

Eine weitere Besonderheit: Das Außengelände ist als „Soziale Aktion“ in gemeinschaftlicher Arbeit von Eltern und den Gartenbau-Profis entstanden. Das sparte der Kita zum einen Kosten ein. Noch viel wichtiger aber ist die enge Verbindung, die auf diese Weise entstand. „Die Eltern erschaffen mit ihren eigenen Händen etwas für ihre Kinder. Wenn man selbst mit angepackt, merkt man erst, wieviel Arbeit hinter so einem Projekt steckt. Aber wenn man dann das Ergebnis sieht – und die Freude der eigenen Kinder beim Spielen auf dem neuen Gelände – macht einen das um so zufriedener“, stellt Sylke Bloek fest.

Über die Wilde Wiese

Naturverbunden war die Wilde Wiese schon seit Ihrer Eröffnung im April 1991 mit ihrem großen, hügeligen und abwechslungsreichen Außengelände. Im „wilden Garten“ befinden sich neben dem alten Baumbestand zahlreiche Sträucher, Hecken und Beete. Die Natur zu erkunden gehört für die Kinder der Wilden Wiese zum Kita-Alltag.

Anspruch der integrativen Kindertagesstätte ist es, eine kindgerechte, naturverbundene und kreativitätsfördernde Umgebung zu schaffen. Behinderte und nichtbehinderte Kinder, gleich welcher Staatsangehörigkeit, Konfession oder sozialen Schicht sie angehören, sollen sich hier rundum wohl und geborgen fühlen. Derzeit besuchen 76 Kinder in vier Gruppen die Wilde Wiese.

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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1 Kommentar

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  1. Super Aktion! Super Kindergarten! So kann eine gute Kinderbetreuung aussehen.
    Die meistens Kitas verfügen ja leider nicht über so viel Außenfläche. Da müssen die Kinder auf Asphaltflächen spielen.