Der neue Tisch mit Freunden anderer Tische und dem Rheinischen Präsidium. (Foto: privat)

„Round Tables“ entstanden Anfang des letzten Jahrhunderts im englischen Clubleben. Fabian Bohnen und Sebastian Haeger haben das Konzept dieser Service-Clubs jetzt nach Bergisch Gladbach geholt. Sie wollen vor Ort Hilfe leisten und haben auch schon ein erstes, großes Projekt.

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Unter dem Namen „Round Table“ (RT) versammeln sich junge Männer zwischen 18 und 40 Jahren, die mitten im Leben stehen und ihren Horizont erweitern wollen. Sie wollen anpacken, helfen und der Gesellschaft etwas zurückgeben, weil es ihnen selbst gut geht.

„Dabei hat die ehrenamtliche Hilfe vor Ort Priorität“, sagt Sebastian Haeger, einer der beiden Gründungsväter vom „Round Table 215“ in Bergisch Gladbach. Bei Round Table werden Projekte wie Warnwesten für Kitas, Verkehrserziehung an Grundschulen, Spielplatzbau, Benefizfußball, Konzerte und internationale Projekte wie eine Weihnachtspäckchen-Aktion bewältigt.

Die Hilfe der Tabler, meist junge Unternehmer, besteht sehr selten darin, einen Scheck einzutüten oder im Anzug Spenden zu sammeln. Sie lieben es härter, authentischer – sie packen mit an. „Wir überlegen, wie wir etwas selber machen können. Wer hat einen Bagger, wer Material, wer Zeit? Und dann geht’s los, auch mal in Gummistiefeln“, beschreibt Fabian Bohnen – der zweite Gründungsvater – das Tun.

Solche Do-it-yourself-Aktionen schmieden zusammen. Sie erweitern den Horizont der Tabler, die im Berufsleben oft nicht Hammer, Spaten oder Säge schwingen.

Fürs erste Projekt werden beim Stadtfest Trikots verlost

Ausgebrütet werden neue Projekte an den zwei bis drei Tischabenden im Monat. Da geht es ganz ungezwungen zu. „Es soll ja auch Spaß machen! Außerdem steht der Austausch der verschiedensten Jobs und Branchen im Fokus, Menschen die man anders vielleicht nie kennengelernt hätte“, wirft Haeger ein.

An den Tischabenden werden auch neue Mitglieder aufgenommen. Zehn begeisterte Aspiranten gibt es schon, die ab sofort das Bergische unsicher machen wollen. Beruflich ist der Tisch so unterschiedlich, wie er nur sein kann. IT, Ingenieurwesen, Handwerk, Gesundheitswesen, Judikative, QM und Unterhaltungsindustrie: Am Tisch finden schon jetzt aufregende Diskussionen statt.

Der Tisch möchte künftig unter anderem das Heilpädagogische Kinderheim in Bergisch Gladbach Bensberg unterstützen. In diesem Heim werden komplex traumatisierten, bindungsgestörten Kindern mit professioneller Hilfe verbesserte Bedingungen zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit geboten.

Um Geld für dieses Ankerprojekt zu generieren, wird der Tisch gemeinsam beim Bergisch Gladbacher Stadtfest am 09. September 2018 signierte Trikots von Bayer 04 Leverkusen und auch dem 1. FC Köln verlosen. Bestimmt können die Jungs von RT 215 dort auch potentielle Interessenten für ihren Tisch ansprechen.

Interessenten nehmen gerne mit den Herren vom Round Table 215 Bergisch Gladbach Kontakt auf unter info@rt-gl.de auf.

Hintergrund zum „Round Table“

„Round Table“ (RT) zählt zu den ServiceClubs, auch Wohltätigkeits-Clubs genannt, und wurde 1927 in England gegründet.

Es ist eine neutrale Vereinigung – weder religiös noch politisch gebunden – von jungen Männern zwischen 18 und 40 Jahren. Die Idee dazu entstand im englischen Clubleben. Ansässige selbstständige „Tische“ unterschiedlicher Branchen organisieren sich, um Gutes zu tun. Mit 40 ist dann Schluss, um auch immer wieder neue Aspiranten aufzunehmen.

In Deutschland existieren 240 Tische mit rund 3600 Mitgliedern. International sind es 35 000 Männer in 70 Ländern.

Es gibt Round Tables auch in Köln und Bonn.

Der Round Table 215 Bergisch Gladbach wurde am 11. Juni 2018 von Fabian Bohnen und Sebastian Haeger gegründet, beide vormals Round Table 181 Köln.

Der Tischabend beginnt mit einem gemeinsamen Essen. Er beinhaltet oft einen Vortrag, auch von einem Gastreferenten.

Es gibt Treffen auf nationaler und internationaler Ebene. Nachbartische arbeiten oft gemeinsam an Service-Projekten.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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