Foto: Helga Niekammer

Angesichts der starken Schneefälle erinnert der Abfallwirtschaftsbetrieb Bergisch Gladbach an die Räum- und Streupflichten der Straßenanlieger und das grundsätzliche Verbot der Verwendung von Streusalz.

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Dieses Verbot regelt die Straßenreinigungssatzung. Denn durch Streusalz werden Bäume und Sträucher massiv geschädigt. Spritzwasser und salzhaltige Abwässer führen zur Ablagerung von Chloriden in Blättern, Blüten und Trieben. Die Pflanzen können dann irgendwann kein Wasser mehr aufnehmen und verdursten. Salz schädigt zudem die Pfoten von Tieren und greift Schuhe, Kleidung und Betonpflaster an.

Die Verwendung von Salz ist daher nur in Ausnahmesituationen, wie bei Eisregen und auf besonders gefährlichen Stellen, z.B. Treppen, Rampen oder Gefällestrecken zulässig. Deshalb sollte lediglich abstumpfende Streumittel wie Splitt oder Sand verwendet werden.

Glätte durch Schnee und Eis auf Gehwegen muss unverzüglich nach Ende des Schneefalls oder Auftreten der Glättebildung beseitigt werden. Diese Pflicht haben die Straßenanlieger werktags in der Zeit von 07:00 bis 20:00 Uhr. Nachts gefallener Schnee und entstandene Glätte müssen bis zum folgenden Morgen um 07:00 Uhr (sonn- und feiertags bis 09:00 Uhr) beseitigt werden.

Die Gehwege – oder Gehbahnen in Straßen ohne Gehweg – sollen dabei in einer Breite von 1,5 m geräumt und gestreut werden.

Ausführliche Informationen erhält die Webseite des Abfallwirtschaftsbetriebes.

Weitere Beiträge zum Thema:

Endlich Schnee. Szenen aus Hummelsbroich

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  1. Danke für diese klaren Hinweise – und mehr als notwendig, wenn ich mir die Gehwege aktuell ansehe: Vor mehr als jedem zweiten Haus wird Salz gestreut. Und das ohne jede Not: kein Gefälle, kein Eis, keine Ausnahmesituation. Oftmals wird das Salz haufenweise rausgehauen, als gäbe es kein Morgen mehr…
    Nicht nur als Hundehalter kriege ich das Kotzen bei so etwas! Die Umwelt ist den Bewohnern auch egal.
    Der Handel macht das Spielchen zu gerne mit: Sowohl in Baumärkten (Obi) als auch beim Supermarkt (Edeka Hetzenegger) gibt es tonnenweise Salz, aber nicht einen lumpigen Sack Granulat oder Sand.
    Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn die Stadt hier konsequent Ordnungsgelder verhängen würde.

    1. @ die Stadt und Ordnungsgelder verhängen _ gegen wen, gegen sich selbst?
      :-)
      &
      Hetzenegger ist doch in SAND

      sorry der lag so rum ..

  2. Eigentlich lächerlich und unverschämt, weil die Stadt sich selber nicht dran hält. Bei uns an der Bushaltestelle räumt und streut die Stadt, direkt hinter dem Gehweg und der Haltestelle stehen viele Bäume. Es gibt weder ein Gefälle, noch Stufen oder sonstige Gefahrenstelle. Aber wenn die Stadt dort streut, hat man das Salz fast einen halben Zentimeter dick auf dem Bürgersteig liegen. Da sage ich prima, anderen das verbieten, was man selber darf…Schwachsinnig, aber typisch Gladbach

    1. Dem kann ich zustimmen – bis auf den letzten Halbsatz, denn das ist in den meisten anderen Kommunen exakt genauso.

  3. Schön wäre es, wenn die Damen und Herren statt guter Ratschläge zu geben mal selbst zur Tat schritten. Ich komme gerade mit dem Rad aus Köln, dort sind alle Radwege vorbildlich vom Schnee befreit. Am Ortseinfahrtsschild Refrath wird man dann von einer vereisten Buckelpiste begrüßt. Stadtreinigung findet auch nicht mehr statt, auf der Mühlheimer Straße und an vielen anderen Stellen liegen noch immer die Böller von Silvester herum.

    In diesem Sinne, Danke für nichts :(

    1. Vor 50 Jahren war ich in der Logistik LKW Branche tätig.
      Vor dem Winter im Rheinland fürchtete man sich.
      Fast überall bekam man ordentlich Split unter die Gummis :-)
      bis auf : -(
      Das Rheinland. Sobald in Frankfurt eine Schneeflocke fiel, wurden im Rheinland die Straßen gepöckelt
      Ergebnis bei Frost ” spiegelglatt, ungemein gefährlich und schwierig zu befahren.”

      Vielen Dank an den Schneeschieberfahrer, der gestern, nachdem ich den Bürgersteig freigeschaufelt hatte, durchraste und mir den Schnee von der Straße im hohem Bogen auf den frei geschaufelten Bürgsteig schleuderte.

      Den jungfräulich weißen Schnee vom Bürgersteig hatte ich ordnungsgemäß unserem Vorgarten abgelagert.

      Die graue Salzpampe, die ich jetzt wegschaufeln durfte, war hingegen ür mich Sondermüll.
      Wohin damit ?
      In den Garten ganz gewiss nicht !

  4. Warum werden eigentlich so viele Nebenstraßen nicht geräumt? Die sind teilweise spiegelglatt.

    Interessanterweise sind die privaten Fußwege in diesem Bereichen von den Anwohner gut geräumt worden! Ein schöner schwarz/weiß-Kontrast

    1. Für viele Straßen zahlen die Anwohner keine Winterdienstgebühr. Damit ist dann auch geklärt, warum diese nicht geräumt sind. Die Regelung dazu finden Sie hier: file:///C:/Users/Barbara/Downloads/strassenreinigungssatzung-2021.pdf

  5. Als gewerblicher Winterdienstleister bin ich für die Sicherheit für viele Bewohner von Mehrfamilienhäusern verantwortlich. Auf Gehwegen bietet Granulat nur sehr bedingt Halt und bei erneutem Schneefall besteht gar keine Wirkung mehr. Die Anwohner beklagen sich ausserdem, dass sich das Granulat im Treppenhaus verteilt bzw. in die Wolhnungen getragen wird. – Bin sehr verunsichert.

    1. Eins gast du vergessen, die Stadt streut ja selber Tonnen von Salz und ich meine jetzt nicht auf der Straße, sondern einige Bushaltestellen oder Fußwege an Ampeln sind regelrecht zugesalzen.

  6. Ist mir gestern hier in Bensberg auch aufgefallen. Ein 3 Mann Trupp mit viel Streugut auf dem LKW. Jeder einen Eimer voll und dann auf zum verteilen.

  7. Und die Stadt darf Salz ohne Ende streuen, oder was ist in den weißen Körnern, die sie überall hin werfen ????? Habs gesehen :-(

    1. ja stimmt genau !! Sollen sich doch selber dran halten. bei uns an der Bushaltestelle liegt immer wenn es schneit gast einen halben Zentimeter dickes Salz….von der Stadt !!