Hier soll möglichst ab Juni die neue Freitreppe entstehen. Archivfoto 9/2018

Die Stadtverwaltung hat eine neue Visualisierung der geplanten Freitreppe und der umstrittenen Mauer in Bensbergs Mitte veröffentlicht. Sie zeigt, was etwas Grün und einige Details ausmachen können. Vergleichen Sie selbst. 

In den Unterlagen für die Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima, Infrastruktur und Verkehr hatte die Stadtverwaltung zunächst nur eine Skizze vorgelegt, die keine Werbewirkung für das geplante Projekt im Rahmen des Umbaus der Schlossstraße entfalten konnte:

Hinweis: Sie können jedes Foto mit einem Klick groß stellen und dann durch die Illustrationen gehen

Die 60 Meter lange und bis zu drei Meter hohe Betonmauer auf der linken Seite, die nach dem Willen von Architekten, Verwaltung und Rat nicht begrünt werden soll, stand ohnehin in der Kritik; die erhielt durch diese Illustration neue Nahrung.

Am Mittwoch sprang die CDU in die Bresche: Vize-Fraktionschef Lennart Höring erläuterte, warum diese Mauer mit einer hochwertigen Ausstattung auch ohne direkte Begrünung ein städtebaulicher Gewinn für Bensberg sei. Eine Begrünung der Mauer sei auch deshalb nicht notwendig, weil der (durch Planänderungen) deutlich größere Bereich am Hang jenseits der Mauer begrünt werde. Die Fläche ist zu erkennen, vorstellen kann man es sich aber nicht.

Da konnte nun wiederum die Stadtverwaltung aushelfen, am späten Abend verschickte sie eine neue Visualisierung:

Jetzt sind die grauen Flächen aufgefüllt; die Wand und Treppe erscheinen nicht mehr grau in grau, sondern im braungrauen Ton des Bensberger Erzes. Vor der Mauer stehen nun ein Baum und eine lange Bank, dahinter erstreckt sich eine grüne Fläche mit angedeuteten Bäumen, die bis unter den modernen Anbau des Goethe-Hauses reicht.

Links ist der Ansatz der Treppe zu erkennen, der im ersten Bauabschnitt mit angelegt werden und später hinauf zur Kadettenstraße führen soll.

Diese Visualisierung ist mit mehreren Variante bereits im (nichtöffentlichen) interfraktionellen Arbeitskreis den Ratsmitgliedern und Vertretern von Bürgern und Händlern vorgestellt worden – und seither auf Basis der Vorschläge aus dem Kreis noch einmal überarbeitet worden, teilt die Stadtverwaltung jetzt mit.

Zur Erinnerung: So sah der Entwurf des Investors Centerscape 2016 aus


Ein Entwurf für die Marktgalerie von 2013 – mit der deutlich höheren Mauer:

Der Zustand vor der Entkernung des alten Löwencenters im Sommer 2018 (Google Maps):

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Redaktion

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5 Kommentare

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  1. Wenn die Stadt mit ständig neuen Bildern der Bevölkerung den Blick auf die tatsächlichen Gegebenheiten verstellt, hat sie was zu verbergen. Wie Kollege Schulze schon schrieb, dienen die zuletzt gezeigten Grünanteile lediglich der Verschleierung, wie Mauer und Hintergrund tatsächlich aussehen. Die „Wiese“, die sich da auftut, wird höchstens halb so breit werden können und dies in einem steilen Gelände. Sämtliche Bäume im Hintergrund dienen ebenfalls nur der Begrünung der Illustration und existieren überhaupt nicht. Dieses Vorgehen der Stadt, mal wieder die Bürger in Unkenntnis zu lassen, kann man konsequent nennen, weil so etwas seit langen Jahren übliche Praxis ist. Wie die wiederholten Trixereien (FNP) im Hinblick auf bald anstehende Kommunalwahlen von der Bensberger Bevölkerung honoriert wird, darf man gespannt sein.

  2. Die bisherigen Unterlagen der Stadt haben sicherlich kein realistisches Bild von der zukünftigen Gestaltung des Treppenbereiches erlaubt.

    Die nun im Beitrag gezeigte „Neue Visualisierung“ ist dabei allerdings auch noch nicht hilfreich, da sie die vorliegende Planung stark beschönigt:

    So viel Grün, wie hier eingezeichnet wurde, ist nicht erreichbar. Die Böschung unterhalb des Goethehauses erscheint als flache Wiese. Hinter den Gebäuden des Marktplatzes wird Wald dargestellt, wo bereits heute Gebäude stehen. Die Helikopterperspektive verzerrt die Darstellung und vergrößert die Grünfläche in unrealistischer Weise.

    Es ist zu hoffen, dass die nächste Version der Visualisierung/das nächste Bild die zukünftige Realität zeigt, insbesondere aus dem Blickwinkel der Personen, die sich auf der Schlossstraße und der Treppe befinden. Aus deren Perspektive wäre ein Blick auf die Grünflächen nach derzeitiger Planung aufgrund der Mauer kaum möglich.

    Eine Entscheidung der Politik über die Gestaltung dieses Treppenbereiches sollte auf der Grundlage eines realistischen Bildes getroffen werden.

    Technisch ist das gut machbar.

  3. Bildchen malen….fast kann man den Eindruck gewinnen, der RBN haette doch die Patenschaft übernommen, so gruen, aber …..

  4. Eine solche Betonmauer lädt doch nur Sprayer dazu ein ihre Schmierereien zu hinterlassen.

  5. Tarnen und täuschen … immer wieder eine neue Version zur Treppe … über welche Version soll denn nun letztendlich entschieden werden?