Schulterspezialisten gestalteten gemeinsam ein Bürgerforum: Dres. Ulrich Thelen, Andreas Schmidt, Peter Berberich, Gereon Schiffer, Markus Schubert und Hubertus Reichling.

Schulterprobleme stehen an dritter Stelle aller orthopädischen Erkrankungen. Entsprechend groß war das Interesse am Bürgerforum Schulterschmerzen. Betroffene profitieren ab sofort vom neu gegründeten Schulter- und Ellenbogenzentrum.

„Unsere Schulterpatienten haben im Alltag oft schon Schmerzen, wenn sie sich kämmen wollen. Und den Sicherheitsgurt im Auto anlegen, das kann für viele Patienten zu einer echten Herausforderung werden.“ Hubertus Reichling, ärztlicher Leiter der Reha Marienberg, weiß zu berichten, dass Probleme mit der Schulter an dritter Stelle aller orthopädischen Erkrankungen stehen.

Etwa 50 Besucher hatten sich am Freitag zum Bürgerforum Schulterschmerz in den Lehrsaal der Krankenpflegeschule am Vinzenz Pallotti Hospital eingefunden, um sich bei den Experten der GFO Kliniken Rhein-Berg über die Ursachen, Diagnostik und Therapie von Schultererkrankungen zu informieren.

„Wir müssen den Menschen genau zuhören, bevor wir sie untersuchen. Nur so können wir gut diagnostizieren und therapieren.“ Und oft schon könne die konservative Therapie, also die Gabe von Medikamenten, krankengymnastische Übungen, Muskelaufbautraining oder auch Cortisonspritzen das Mittel der Wahl sein. „Die Aufgabe der Behandler ist es, den Hauptknackpunkt zu finden, der für die Schmerzen verantwortlich ist.“ Und dass dies oft keine leichte Aufgabe ist, zeigten die Fachleute anschaulich in ihren Referaten.

Schmerzen in der Schulter, dem beweglichsten Gelenk des Körpers, können viele Ursachen haben. Daher müsse vor der Behandlung unbedingt eine klare Diagnose stehen. „Wir operieren nicht gleich. Die große Kunst ist es herauszufinden, ob überhaupt eine OP erforderlich ist. Erst dann legen wir fest mit welcher Methode operiert wird“, ergänzt Dr. Gereon Schiffer, Chefarzt der Unfallchirurgie, Handchirurgie und Orthopädie am VPH Bensberg.

Von Dr. Andreas Schmidt, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie am Standort Marien-Krankenhaus, werden über Möglichkeiten der konservativen Behandlung berichtet, wenn eine Operation zu viele Risiken birgt oder nicht gewünscht ist.

Das neu gegründeten Schulter- und Ellenbogenzentrum setzt ganz auf die Erfahrung der behandelnden Ärzte. „Wir sind ein gutes Team mit gleicher Denke und gleichen Strukturen.“ Dr. Ulrich Thelen ist anzumerken, dass er sich schon seit Jahren für die Schulterchirurgie begeistert. „Vor 20 Jahren haben wir den Verschleiß in der Schulter einfach hingenommen.“ Heute könne man viel machen, konservativ und operativ. Und das sei sehr gut für den Patienten, denn Schmerzen machen mürbe und sollten auf Dauer nicht hingenommen werden.

„Eine gründliche Untersuchung deckt die zugrunde liegende Erkrankung der Schulter in vielen Fällen auf, die Bildgebung bestätigt uns dann nur noch die Diagnose und klärt Details“. Damit die klinische Untersuchung in der notwendigen Sorgfalt durchgeführt werden kann, wird den Patienten in der Sprechstunde mehr Zeit eingeräumt.

„Ist eine Sehne gerissen, so kann sie fast immer arthroskopisch, das heißt in Schlüssellochtechnik, genäht werden. Die ganze Operation dauert dann je nach Aufwand etwa eine Stunde“, klärt Dr. Markus Schubert über die Behandlungsoptionen von Sehnenverletzungen auf. Und die Nachbehandlung sei abhängig davon ist, wie viel genäht werden musste. „Sechs Wochen ruhig lagern kann notwendig sein.“

Muss die Schulter aber durch ein neues Gelenk ersetzt werden, weil sie zum Beispiel kompliziert gebrochen oder durch eine rheumatische oder arthrotische Veränderung zerstört ist, so ist nach dem Krankenhausaufenthalte meist eine intensive orthopädische Rehabilitation erforderlich. „Die Implantate werden immer besser, die Prothesen kleiner, ein Wechsel einfacher. Unsere Patienten profitieren sehr von den neuen Prothesentypen“, berichtet Dr. Ulrich Thelen.

Unabhängig von ihrer Ursache können Schulterschmerzen den Alltag der Patienten deutlich beeinträchtigen. Beweglichkeit verbessern und Schmerz lindern, das sind die beiden Hebel, an dem die Ärzte ansetzen, um so die Lebensqualität ihrer Patienten zurückzugewinnen.

Am Ende einer spannenden Veranstaltung waren sich die Mediziner und Besucher einig darüber, dass sich mit der Gründung des neuen Schulter- und Ellenbogenzentrums unter der Leitung von Dr. Ulrich Thelen und Dr. Markus Schubert die Versorgung der Schulterpatienten in Rhein-Berg weiter verbessern wird.

PR-Berater (Deutsche Akademie für Public Relations)

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