Beim traditionellen Museumsfest in Bensberg konnten die Gäste das historische Handwerk des Kettenschmiedes, Imkers oder Stellmachers erleben – und beim Obst- und Gartenbauverein Refrath ihr Glück versuchen. 

Der Wetterfrosch kündigte für diesen Sonntag nur Sonnenschein an. An diesem Tag öffnete das Bergische Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe seine Türen für das traditionelle Museumsfest. Die fleißigen Helfer vom Obst- und Gartenbauverein Refrath e.V. hatten zur Teilnahme alles vorbereitet! Kistenweise Gartenblumen gekauft, Samentütchen gefüllt und beschriftet, Wildbienenhotels geschnitzt und das große Glücksrad geölt.

Nach und nach füllte sich das weiträumige Museumsgelände des Bergischen Museums mit Leben. Ab elf Uhr strömten die Besucher mit Kind und Kegel herbei, um dem historischen Handwerk des Kettenschmiedes, des Imkers, des Stellmachers und vielen anderen historischen Berufen bei ihrer schweren Arbeit zuzusehen.

In der Schmiede durften sich die Kleinen ihren eigenen Hammer selbst zusammen setzen. Neugierig schauten Groß und Klein beim Schieferschlagen zu oder durften bei der Erstellung eines Fachwerkhauses eine Wand aus Lehm bauen und sich dabei tüchtig die Finger schmutzig machen. Fast 30 traditionelle Handwerke wurden gezeigt.

Ein besonderes Highlight war Landwirt Michael Lucke, der mit seinen gackernden Hühnern angereist war. Der Nachwuchs durfte sie sogar streicheln, die Eltern erwarben von ihm die frisch gelegten Eier.

Die Kleinen konnten auch filzen, sich als Handwerker schminken lassen oder frische Sommerbowle mit den Früchten aus dem neuen Bauerngarten des Museums mixen. Wer nach so vielen Aktivitäten Hunger verspürte, machte sich über die bergischen Spezialitäten aus der Backstube und vom Grill her. Frisches bergisches Brot war begeht wie eh und je.

In einer Ecke präsentierte sich die Musikschule Bergisch Gladbach mit Harfen- und Gitarrenklängen, ein paar Meter weiter erklang das Mandolinenorchester „Bergesklänge“ aus Overath.

Beim Obst- und Gartenbauverein Refrath e.V. war die Attraktion das große Glücksrad. Für zwei Euro durfte man es dreimal drehen und sein Glück versuchen.

Ein kleiner Junge stand bettelnd vor seiner Mutter: „Mutti, darf ich auch einmal drehen?“ Etwas murrend öffnet diese ihre Geldbörse und zahlte den Einsatz. Wie erstrahlte ihr Gesicht, als der kleine Nachwuchs zwei der Blumen-Hauptpreise gewann, die sie lächelnd entgegen nahm. Der Einsatz hatte sich gelohnt!

Als Trostpreise verteilten die fleißigen Ehrenamtler kleine Samentütchen mit Blumen- oder Pflanzensamen.

Es wurde spät an diesem Nachmittag, aber alle waren glücklich uns zufrieden: Die Aktiven mit ihren Infoständen, Vorführungen und Attraktionen und die vielen Interessierten, die aus Bergisch Gladbach und Umgebung angereist waren.

Christa Rueger

ist u.a. im Vespa-Club, im Obst- und Gartenbauverein Refrath und in der Harmonie Bensberg-Kaule aktiv, wohnt in Gronau und berichtet immer wieder in Wort und Bild.

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