Ein Spezial-Einsatz-Kommando der Polizei hat am Sonntag eine Wohnung in Gronau gestürmt. Dabei wurde ein Mann vorläufig festgenommen. Er stand unter dem Verdacht, eine Frau festgehalten und missbraucht zu haben. 

Wie die Polizei jetzt berichtet war die Einsatzstelle am Sonntag gegen 13 Uhr alarmiert worden. In Gronau hatten Zeugen eine 45-jährige Frau angetroffen, die einen völlig verwirrten Eindruck gemacht haben soll.

Als die Polizei vor Ort eintraf berichtete die Frau, sie sei von einem Mann in einer Wohnung  über längere Zeit in einer Wohnung festgehalten und möglicherweise Opfer von einem Sexualdelikt geworden. Der Mann befinde sich noch in der Wohnung und verfüge über Schusswaffen.

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Daraufhin entschied sich die Kreispolizei, den Mann durch ein Spezial-Kommando (SEK) festnehmen zu lassen. Fotos zeigen eine Gruppe schwerbewaffneter Polizisten, die unter anderem eine Kettensäge und einen Hund mit sich führten.

Auch die Kreispolizei war mit zahlreichen Beamten vor Ort. Sie waren mit Schutzwesten und Maschinenpistolen ausgerüstet. Nach Angaben von Anwohnern wurde das ganze Viertel um die Robert-Schumann-Straße herum während des Einsatzes abgesperrt.

Gegen 16:40 Uhr, so die Polizei, sei das Kommando schlagartig in die Wohnung eingedrungen. Zeugen berichten von einem lauten Knall.

In der Wohnung stieß das Kommando auf einen 43-jährigen Bergisch Gladbacher, der sich ohne Widerstand habe festnehmen lassen, berichtet die Polizei. In der Wohnung seien zwei geladene „PTB-Waffen” gefunden worden. Dabei handelt es sich um Gas- oder Schreckschusswaffen.

Bis in die Nacht habe die Kriminalpolizei mehrere Zeugen und den Tatverdächtigen vernommen. Dabei habe sich herausgestellt, dass der Tatverdächtige und das Opfer in einer Beziehung standen.

Ein konkreter Tatverdacht habe sich dagegen nicht ergeben. Daher wurde der Mann noch in der Nacht entlassen. Allerdings dauern die Ermittlungen weiter an.


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