Um die Klimaänderungen einzudämmen, erfordere es keine Einschränkungen in der Mobilität – das sagte Wolfgang Maus beim Mittwochstreff der Senioren-Union. Was es stattdessen zu tun gilt, erläuterte er in einem interessanten und gut verständlichen Vortrag.

Der Klimawandel ist maßgeblich auf den Ausstoß von Treibgasen zurückzuführen. Er bedroht Menschheit und Natur. Klimaschutz ist also Menschheitsaufgabe. Nimmt die Politik, nimmt die Große Koalition, die wissenschaftlichen Erkenntnisse ernst?

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Die CDU Senioren Union hat im Rahmen ihres Mittwochstreffs den Dipl.-Ing. Wolfgang Maus zum Thema „Mobilität und Energie bedeuten Wohlstand“ eingeladen.

Der Vorsitzende Manfred Klein stellte Wolfgang Maus vor und erläuterte dessen Aufgabengebiet in Forschung und Entwicklung von Hochtemperatur-Reaktortechnik. Wolfgang Maus verantwortete bei Interatom das Geschäftsfeld Automobiltechnik. 1986 übernahm er bis 2012 den Vorsitz in der Geschäftsführung von Emitec (Emissionstechnik). In dieser Zeit wuchs die Firma von 3 Mitarbeitern auf international 1.000. Nach seinem Ruhestand ist er weiter beratend tätig.

Wolfgang Maus  beklagte, dass in der Politik zu wenig Naturwissenschaftler tätig seien. Er erläuterte die Verpflichtungen zum Pariser Klimaabkommen, dem die BRD beitrat. Die deutsche Klimapolitik wirke wegen unzureichender Ansätze nicht. Die Entwicklung nachhaltiger Energien  müsse insbesondere auch in wind- und sonnenreichen Regionen gefördert werden. Dort kostet heute der „grüne“ Strom weniger als 2 ct/kWh.

Um die Klimaänderungen einzudämmen, erfordere es keine Einschränkungen in der Mobilität. Um unseren Wohlstand zu erhalten und die Erfüllung des Pariser Abkommens zu erreichen, erfordere es daher bedarfsgerecht verfügbare nachhaltige Energien und Mobilität.

e-Fuels sind unabdingbar

Für die mehr als 45 Millionen Automobile der Bestandsflotte sind auch aus sozialen Gesichtspunkten flüssige synthetische CO2-neutrale Kraftstoffe (e-Fuels) unabdingbar. Entgegen der Meinung linksgerichteter Parteien hat der Verbrennungsmotor mit e-Fuels bewiesen, dass er klimagerecht sein kann. Für Batterie- und Brennstoffzellen-betriebene Fahrzeuge steht der Beweis aus, bis 2050 die CO2-Ziele als kumuliert bilanzierte CO2-Fußabdrücke erreichen zu können. Daher müsse Deutschland und die EU zwingend die Entwicklung synthetischer Kraftstoffe vorantreiben. Wege dazu zeichnete er auf.

In der anschließenden Diskussion hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, Antwort auf ihre vielfältigen Fragen zu erhalten. Wolfgang Maus bedankte sich für ihre Aufmerksamkeit und kündigte an, seinen Vortrag in den nächsten Tagen auch vor CDU/CSU- und SPD-Bundestagsabgeordneten der Koalition in Berlin zu halten. Anhaltender Beifall  der Besucher folgte. Sie hatten einen hochaktuellen und interessanten, vor allem verständlichen Vortrag gehört.

Manfred Klein griff noch einmal den Gedanken von Herrn Maus auf, dass die Politik nur dann Erfolg  mit ihren klimapolitischen Maßnahmen haben wird, wenn sie Vertrauen in eine verlässliche Politik zurückgewinnt. Es muss endlich wieder Politik für die Menschen gemacht werden!

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1 Kommentar

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  1. Sehr geehrter Herr Maus ,wie Sie sicher wissen ,ist mein Mann am 27.8 2017 verstorben .
    Wir waren vor einigen Jahren bei einem runden Geburtstag bei Ihnen zu Hause ,mit unserem Espada
    Nun ziehe ich zu meinem Sohn nach Hamburg .Bei der vielen Räumerei habe die ich noch ein Treckerbuch gefunden .Ich würde es Ihnen gern zusenden ,habe aber nur -von meinem Mann -ihre alte Firmenanschrift.
    Vielleicht erreicht Sie ja diese Mail

    Alles Gute für Sie und die Familie
    Mfg Brigitte Bockelmann