Die Qualitätsoffensive im ÖPNV der Kreisverwaltung zeigt Wirkung: Bei drei in Bergisch Gladbach untersuchten Strecken steigt die Zahl der Passagiere. Vor allem am Wochenende. 

Mit der Qualitätsoffensive im ÖPNV, die mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 umgesetzt wurde, hat der Kreis einen Paradigmenwechsel vorgenommen. Aus einem nachfrageorientierten ÖPNV wurde ein angebotsorientierter Verkehr, der mehr Menschen in die Busse locken soll.

Nach der ersten Evaluierung der Fahrgastzahlen auf Linien in der Region, folgt nun eine erste Auswertung der Strecken von 437, 439 sowie 451/452, die in Bergisch Gladbach verkehren.

Dabei wurden die Verbesserungen, die zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 erfolgten, unter die Lupe genommen. Die Fahrgäste der einzelnen Linien wurden über einen längeren Zeitraum gezählt sowie die Anzahl der Ein- und Aussteiger an den Haltestellen erfasst.

Die Ergebnisse im Detail

Auf der Linie 437, von Bergisch Gladbach S-Bahnhof zum Kombibad nach Paffrath, verdoppelte sich die Nachfrage an Samstagen durch das verbesserte Angebot auf einen durchgängigen 60-Minuten-Takt bis 20 Uhr.

In 2018 stiegen an einem Betriebstag durchschnittlich 278 Fahrgäste ein, im Jahr zuvor waren es lediglich 158. Unter der Woche war dagegen ein leichter Rückgang festzustellen, was möglicherweise daran liegt, dass andere Linien genutzt werden. Dennoch sieht der Kreis die Entwicklung positiv und wird das Angebot so fortführen.

Ebenfalls auf einen durchgängigen 60-Minuten-Takt von 6 bis 21 Uhr an Werktagen und bis 20 Uhr an Samstagen wurde das Angebot der Linie 439 von Bergisch Gladbach S-Bahnhof nach Margaretenhöhe ausgeweitet.

Dadurch ist eine Steigerung der Passagierzahlen von 4 Prozent gegenüber 2017 festzustellen. Es hat sich gezeigt, dass die Anbindung an die Haltestelle Markt für die Fahrgäste der 439 die größte Bedeutung hat. Über den gesamten Tag ergibt sich eine leichte Fahrgastzunahme, teilweise hat die Nutzung je nach Uhrzeit aber auch abgenommen.

An Samstagen ist mehr als eine Verdreifachung der Zahlen auf 167 Mitfahrerinnen und Mitfahrer festzustellen. Besonders gut werden die Fahrten am Nachmittag und Abend angenommen, die erstmals angeboten wurden. Aufgrund dieser positiven Ergebnisse soll das Angebot in der bewährten Form beibehalten werden.

Leichte Zuwächse gibt es auch auf den Linien 451 und 452 vom Bergisch Gladbacher S-Bahnhof nach Refrath, sodass sich die Ausweitung des Angebots auch hier bewährt hat. An Sonntagen und Feiertagen wird das Angebot auf beiden Linien zum Fahrplanwechsel in Dezember 2019 weiter ausgebaut.

Sukzessive werden weitere Linien, deren Qualität verbessert wurde, auf ihre Fahrgastresonanz überprüft. Auch die schon evaluierten Strecken werden weiter beobachtet, um bei Bedarf noch an Stellenschrauben für weitere Verbesserungen zu drehen.

RBK

Rheinisch-Bergischer Kreis

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1 Kommentar

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  1. diese nüchterne bilanzierung hat eines nicht: reale zahlen!
    was für ein aufwand für vier prozent innerhalb von 3 jahren!
    wenn man die übliche wachstumsrate (2% wupsi-weit in den letzten jahren, jahresberichte werden seit 2017 nicht mehr veröffentlicht) rausrechnet… die natürlich keiner erwähnt, ist der unterschied marginal.

    und mal ehrlich: ein 60min. takt ist ein witz.
    dann lieber das fahrrad nutzen!

    was leider immer noch nicht verbessert wird,: die online zugriffe auf die Wupsi.App erfasst nciht alle fahrten, weil nciht alle subs angeschlossen sind.