In den vergangenen drei Tagen sind 40 weitere Corona-Fälle im Kreis RheinBerg bekannt geworden. 19 der betroffenen Personen kommen aus Bergisch Gladbach. Zum ersten Mal wird auch eine Zahl für die Betroffenen genannt, wie bereits wieder gesund sind.

Darüber wurden zwei Persoenn aus Burscheid, eine aus Kürten, fünf aus Leichlingen, zwei aus Odenthal, drei aus Overath, sechs aus Rösrath und zwei aus Wermelskirchen positiv getestet, teilte die Kreisverwaltung am Montagabend mit.

Wie immer werden alle bekannten Kontaktpersonen kontaktiert und entsprechend unter häusliche Quarantäne gesetzt. Gemeinschaftseinrichtungen sind nach derzeitigem Kenntnisstand erneut nicht betroffen.

Insgesamt gibt es nun 135 bestätigte Corona-Fälle im Kreisgebiet. Sie verteilen sich wie folgt:

  • Bergisch Gladbach (51),
  • Burscheid (4),
  • Kürten (6),
  • Leichlingen (13),
  • Odenthal (3),
  • Overath (18),
  • Rösrath (18),
  • Wermelskirchen (22).

Seit heute werden auch genesene Fälle mitgeteilt: Inzwischen gelten 20 Personen die an Corona erkrankt waren als genesen.

Lagezentrum des Gesundheitsamtes eingerichtet

Das vergangene Wochenende hatte die Kreisverwaltung auch für einen technischen Systemwechsel genutzt. Das Gesundheitsamt arbeitet jetzt datenbankgestützt, wodurch Verfahren optimiert werden können.

Darüber hinaus wurde ein Lagezentrum eingerichtet, als Organisationseinheit innerhalb des Gesundheitsamtes, welche die derzeitige besondere Lage zentral beobachtet, die Informationen bündelt und bewertet sowie die Lagemeldungen an die Fachgremien weitergibt.

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Im Lagezentrum arbeiten rund 180 Mitarbeitende aus dem Personal der Kreisverwaltung in einem Drei-Schichten-Modell. Es wird  in fünf Teams mit zehn Mitarbeitenden pro Schicht gearbeitet.

Eine Arbeitsgruppe informiert Personen, deren Tests positiv ausgefallen sind und erkundigt sich telefonisch täglich nach ihrem Gesundheitszustand. Die Gruppe ermittelt und informiert darüber hinaus weitere Kontaktpersonen und leitet entsprechende Quarantänemaßnahmen ein.

Ein weiteres Team informiert Personen, deren Tests negativ ausgefallen sind. Auch bei dieser Personengruppe werden Quarantänemaßnahmen eingeleitet und der Gesundheitszustand telefonisch im Blick behalten.

Ein Team wurde gebildet für besondere auch rechtliche Fragestellungen. Ein wichtiger Arbeitsbereich umfasst die zentrale Dateneingabe.

Und schließlich bildet das Bürgertelefon ein Team, welches die Fragen zu gesundheitlich-medizinischen Aspekten beantwortet, sowie weitere Informationshotlines wie die Ärztehotline betreut.

Bürgertelefon

Das Bürgertelefon des Rheinisch-Bergischen Kreises ist für medizinisch-gesundheitliche Fragen rund um das Corona-Virus unter der Woche von 8 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 02202 131313 erreichbar. 

Hygienemaßnahmen beachten

Generell gilt, um sich vor einer Ansteckung zu schützen, die allgemeinen Hygienemaßnahmen zu beachten. Dazu zählen beispielsweise das häufige und ausgiebige Waschen der Hände. Hygienisches Niesen und Husten ist wichtig, beispielsweise in ein Einweg-Taschentuch und wenn ein solches nicht greifbar ist, in die Armbeuge und danach sich gründlich die Hände zu waschen. Ansammlungen von Menschenmassen sollten gemieden werden.

In eigener Sache: Verlässliche, verständliche und aktuelle Informationen sind in dieser Lage wichtiger denn je. Unsere Informationen sind kostenlos, erfordern aber viel Arbeit. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einem Monatsbeitrag ab 5 Euro.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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7 Kommentare

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  1. Korrekt. Wir konzentrieren uns im Moment darauf, schnell und akkurat zu berichten. Den einen oder anderen Tippfehler nehmen wir dabei in Kauf. Einen falschen Genus und einen Formatierungsfehler haben wir behoben, wenn Sie weitere Fehler entdecken, können Sie uns das gerne mitteilen.

    Oder besser noch: Sie unterstützen unsere Arbeit durch einen freiwilligen Beitrag; wenn das mehr machen, können wir uns mehr Personal leisten.

    https://in-gl.de/unterstuetzen/

  2. Natürlich ist die Dunkelziffer hoch, viele Erkrankte haben ja keine oder nur geringe Symptome. Und darum ist die Kontaktreduzierung so wichtig, auch und gerade beim Einkauf. Die deutschen Behörden haben umfassend gehandelt, die Bevölkerung zieht in weiten Teilen mit. Ob das reicht, wird man sehen – die Zahlen werden von denjenigen, die sich damit auskennen, sehr genau beobachtet und fließen in das weitere Vorgehen ein. Fatalismus hilft wenig. Eine gute Einordnung der Zahlen gibt es zum Beispiel im Deutschlandfunk:

    https://www.deutschlandfunk.de/zahlen-zu-corona-die-fieberkurven.2897.de.html?dram:article_id=472799

  3. Ich denke die Dunkelziffer ist enorm hoch. Wenn man Krank ist und alle Symptome zeigt wird man trotzdem nicht getestet wenn man nicht in einem Risikogebiet gewesen ist oder konkret sagen kann das man Kontakt mit einem positiv getesteten hat. Jedem logisch denkenden Mensch sollte bewusst sein, dass es möglich ist sich auch bei einem Einkauf anstecken zu können. Für mich hat das System versagt und wer sich die zahlen anschaut sieht das wir ende April italienische Verhältnisse haben werden.

  4. Ich bin im Lebensmittelbereich tätig. Ich habe Angst um unsere Gesundheit, weil nicht viele Kunden Rücksicht nehmen. Sie lehnen sich auf die Theke, die nur aus Glas besteht, und wollen genau das was am weitesten von uns weg ist. Das heißt näher am Kunden dran. Also keine zwei Meter Abstand. Dann ständig die Händewaschen, nach jedem Kunden, ist ja alles schön und gut, macht unsere Hände aber völlig kaputt. Handschuhe vertragen wir nicht. Dann müssen wir unsere Risikogruppe, ältere Menschen, darauf hinweisen, daßs sie uns anrufen sollen und bestellen. Wir fahren dann gerne und bringen denen das nach Hause. Wird es angenommen? Nein.
    Was kann man dagegen machen? Vielleicht kann mir da einer helfen

  5. Ich finde wenn sich die Anzahl der infizierten steigt das man auf jeden Fall eine vorerst evtl eine Woche eine Ausgangsspeere anordnet denn somit sieht man ob es rückgängig mit den Zahlen geht oder nicht.

    Ein Kontaktverbot bringt kaum was, ich seh fast täglich wie sich die Jugend auf den Spielplatz abends treffen und denken sich nen scheiß.
    Ich bin Pate über zwei Spielplätzen und wie gesagt bekomme ich das immer so mit

  6. Heute war auf den Wegen im Königsforst mehr los als auf dem Konrad-Adenauer-Platz.
    Und das ist auch gut so.
    Da bin ich ganz bei Herrn Laschet, die menschliche Lunge braucht frische Luft, die Heizperiode ist noch nicht zu Ende.

    Eine Ausgangssperre ist ohnehin kaum durchzusetzen geschweige denn zu überprüfen.
    Was sollen alle die Hundehalter machen?

    Glücklicherweise waren heute im Königsforst keine Asis unterwegs (Kampfjogger, die prustend und schnaubend in geringem Abstand an Spaziergängern vorbeiziehen). Alle waren rücksichtsvoll, wo der Weg eng wurde, hat man Abstand gehalten.

    Ich bin froh, dass ich die Möglichkeit habe (arbeiten darf ich derzeit nicht), mich aufs Rad zu setzen und ein, zwei Stunden im Wald die Lunge freizupusten und meine Abwehrkräfte zu stärken.