Dieser Wahlabend steht für einen politischen Erdrutsch in Bergisch Gladbach. Das Rennen um das Bürgermeisteramt wurde schon in der ersten Runde entschieden – und das Ampelbündnis gewinnt im Stadtrat eine absolute Mehrheit. Wir zeichnen den ganzen Wahlabend nach, mit allen Ergebnissen, vielen Einschätzungen und Videos.

Sie finden im folgenden den Verlauf des Abends in umgekehrt chronologischer Reihenfolge, die letzten Beiträge stehen oben.

Redaktion

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11 Kommentare

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  1. Nun ist doch eingetreten, wovor viele Menschen die CDU gewarnt hat: Sie wurde abgewatscht ob 12 Jahren Arbeit gegen die Bevölkerung. Man wollte das dort nicht glauben, versuchte, die frühere Braut SPD kurz nach der Ampelgründung doch zurückzubekommen und buhlte sogar um die Grünen, die längst auf der Erfolgswelle davongeschwommen war. Vielleicht werden nun die alten, schwarzen, eingefahrenen Wege verlassen und eine Erneuerung greift Platz.

    Die Grünen müssen nun beweisen, ob sie all das, was sie 12 Jahre lang angekündigt und angedroht haben, in der Lage sind, in Politik zu verwandeln, die in 1. Linie der Zufriedenheit der Menschen zugute kommt.

    Die SPD wurde ebenfalls bestraft für ihre Wechselspiele und das unausgegorenes Lavieren zusammen mit der CDU bis vor wenigen Montane. Ihr, der SPD, muss bange werden vor der Bundestagswahl, wenn nicht bis dahin erdrutschartiges passiert. Ob Scholz, selbst unter Beschuss, die SPD aus dem Tal der Tränen holen kann, darf bezweifelt werden.

    Die FDP lässt man mit den großen Jungs schwimmen, mehr auch nicht. Interessant, dass Lindner vor 3 Jahren die Ampel ablehnte, die die hiesigen Freien Demokraten sich jetzt trauten. Der auf Lindner wohl wieder zugeschnittene Bundestagswahlkampf wird beim Zustand dieser Partei im Bund kaum über 5% helfen.

    Die FWG als neue Fraktion ohne Partei-Zentralen in D’dorf und Berlin kommt auf Anhieb in den Rat, nur 2 Mandate habe ich bedauert. Nun muss man die Ärmel hochkrempeln und beweisen, was man alles besser kann als die etablierten Parteien.

    Ärger haben mir 3 Sitze für die AFD und 2 Sitze für BGL bereitet. Erstere wünsche ich mir weg aus der Parteienlandschaft, die BGL stört nur den Rat, weil sie wieder versuchen wird, abzukassieren ohne intelligente Beiträge zu liefern.

  2. Einziger, mittelschwerer Wermutstropfen (da lag O. Wuttke mit seiner eher pessimistischen Einschätzung doch richtig):

    Obwohl die Wahlbeteiligung mit 54% immerhin den höchsten Balken aller „Beteiligten“ erreicht hat,

    ist das und gerade auch angesichts der informationsbreiten, vielfältigen, multimedialen etc. Vorwahlbegleitung allein schon des BüPo
    + einem doch dramaturgisch durchaus spannenden, dazu personalisierten Wahlkampf-Szenario,
    finalmente eher übersichtlich …

    Die „Dunkelziffer“ des Wählerwillens liegt also (bei ebenso spannenden) 46% – Und das trotz „Kaiserwetter“ am Wahltag …

    Hoffentlich ist die nun kommend neue Ratsperiode dazu angetan, der Politik zu GL in jeder Hinsicht neuen Schub, neue Dynamik zu geben
    und nicht zuletzt ein neues Kapitel in Sachen mobilisierende Bürgerbeteiligung aufzuschlagen!

    In dem Sinne – Glück auf!

  3. Gut die Ampel hat gewonnen. Herzlichen Glückwunsch. Aber ich weiß nicht ob es ein großartiger Sieg ist, wenn drei Parteien gegen eine gewinnen. Wir haben nun sieben Parteien im Rat und noch mehr werden im Brei rühren. Muss das sein. Wenn man zurück schaut , kann man das Verhalten der FDP schon als Stilbruch sehen. Na, ja,
    lass sie mal machen. Auf die weitere Entwicklung kann man gespannt sein.

  4. Einen ganz besonders herzlichen Glückwunsch an Frank Stein und an die Grünen! Dieser frische Wind wird Bergisch Gladbach guttun.

  5. Ein dickes Kompliment und Dankeschön an die Redaktion von in-gl. Das war eine sehr gute Begleitung eines spannenden Wahlkampfs mit vielen Initiativen und das mit allen medialen Möglichkeiten, unter erschwerten Bedingungen durch Corona. Danke dafür und in diesen Tagen noch ein besonderes Dankeschön dafür, die eigene Meinung und Position so frei und ohne „Zensur“ vertreten zu können, das ist nicht selbstverständlich, leider auch nicht bei uns.

    Den Wahlkämpfern, die ganz besonders unter den Corona-Bedingungen zu leiden hatten, für die auch einen herzlichen Dank, das war schon eine ganz besondere Herausforderung. Glückwunsch an alle diejenigen, die heute gewonnen haben, ganz weit vorne weg Glückwunsch an unseren neuen Bürgermeister Frank Stein. Für die neue Aufgabe wünsche ich viel Erfolg und eine glückliche Hand bei der nun zu leistenden Kärrnerarbeit.

    Der Freien Wählergemeinschaft gratuliere ich als „Newcomer“ im neuen Stadtrat und Wünsche ihr viel Erfolg bei der Arbeit in „Entscheidungsnähe“. Natürlich verbinde ich damit die Hoffnung, dass durch einen Prozess der Bürgerbeteiligung die Politik und die ausführende Verwaltung in unserer Stadt wieder näher an die Bürger rücken.

    Wozu es führen kann, wenn man die Bürgern “verliert“, wenn man seiner Macht sicher ist bei systemkonformen Verhalten, das bildet dieses Wahlergebnis wahrscheinlich ganz gut ab. Die Details dazu kann man morgen studieren.

    Bei all denen, die ihre Ziele heute nicht erreichen konnten möchte ich mich ausdrücklich auch für ihren Einsatz bedanken. Es gebraucht das Engagement aller, wie wir aktuell gerade in unserer Nachbarschaft sehen können, wenn wir in Frieden und Freiheit unsere Zukunft gestalten wollen und es gebraucht dazu auch die kontroverse Diskussion in kommunalen Schlüsselthemen. Nun geht es um zügige Umsetzung in neuer Besetzung, die Themen sind bekannt und stehen in der Agenda.

    Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. (Hermann Hesse)

  6. Donnerwetter:

    Die Schwarze Feste per Ampel „absolut“ geknackt,
    die Schwarze Krone vom Ampelkandidaten im ersten Sturm erobert …

    Der kalkuliert „grüne Kraftriegel“ hat tatsächlich gewirkt!

    Und GL’s Wähler sind ein weiteres Mal für Überraschungen gut!

    Da werden jetzt viele und nicht nur kleine Erwartungen erfüllt werden müssen … Spannend!

    Schön, dass auch die Freie Wählergemeinschaft als (kleine) Fraktion in den Rat zieht und das, was kommt, nun aus nãchster Distanz und von „innen“ aufmerksam beobachten wird.

  7. @ Herr Wuttke

    Das wird sich durch die Briefwahlbezirke ändern. Da liegt die Wahlbeteiligung idR >95%. Diese Verzerrung löst sich am Ende auf.

  8. Fehlt heute Abend, ab 19.30, noch die hochpolemisch wogende „Elefantenrunde“ der Spitzenkandidaten, live aus dem Hauptstadt-(und noch -!- einzigen …)Studio des Bürgerportals …

    Alle haben dann irgendwie doch (und sei es unsichtbar oder spiegelverkehrt) gewonnen und – danken ihren Wählern …

    Der Dank gilt aber schon jetzt dem Bürgerportal für die geleistete Arbeit zum Zwecke einer Steigerung von politischem Wahlinteresse und hoffentlich auch praktischer Wahlbeteiligung …!