Das Team des Ernährungsrats in Gründung

Zur Fairen Woche hatte der Ernährungsrat in Gründung auf dem Trotzenburgplatz darüber diskutiert, wie die Ernährungswirtschaft in der Region fair aufgestellt werden sollte. Dabei steht die Bildung im Mittelpunkt.

Die größte Aktionswoche des Fairen Handels hat bundesweit Engagierte und Interessierte zusammengebracht. Auch in Bergisch Gladbach fanden viele unterschiedliche Aktionen für Bürger:innern statt, um für das Thema zu sensibilisieren und aufzuklären.

Als Fair Trade Stadt bringt Bergisch Gladbach viele Initiativen, Vereine und Organisationen hervor, die eine nachhaltige Vision der Zukunft teilen – so auch den Ernährungsrat für das Bergische Land i.G.

Das vierköpfige Kernteam hat sich auf dem so genannten Trotzenburgplatz mit zahlreichen interessierten Bürger:innen über das Thema faire Ernährungswirtschaft ausgetauscht. Die Initiator:innen sammelten Bürgerstimmen zu wichtigen Themen, wie Gemeinschaftsverpflegung, ökologisch und fair erzeugte Lebensmittel, und bezahlbare Ernährungsmöglichkeiten.

Das klare Fazit: es muss etwas passieren und das in vielen Bereichen, aber vor allem in der Ernährungsbildung. „Damit beginnt alles“, kommentierten viele Bürger:innen am Freitag in der Innenstadt.

„In den KITAs und Schulen sollten schon die ganz Kleinen wissen, dass der Apfel nicht aus dem Supermarkt kommt“, sagt Michael Müller von den Bergischen Obstwiesenrettern und Mitinitiator des Ernährungsrat i.G.

Es gibt zahlreiche Streuobstwiesen im Bergischen Land, die für die praktische Ernährungsbildung und zur gesunden Verpflegung zur Verfügung stehen. „Wir müssen nur die Strukturen dafür schaffen.“

Dass Veränderungsbedarf im Bildungssektor besteht, zeigt auch die Studie zur Ernährungsbildung an Schulen und KITAs des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. In der Ergebnispräsentation aus 2019 heißt es u.a.: „Praxiswissen zu Herkunft von und Umgang mit Lebensmitteln oder Informationen zu Esskultur oder regionaler Vielfalt von Essen und Trinken werden eher nicht vermittelt.“

„Doch genau dieses Praxiswissen ist wichtig, um ein gesundheitsförderliches und klimaschonendes Ernährungsverhalten zu entwickeln“, erklärt Dr. Barbara Steinrück. Der Ernährungsrat i.G. wird sich im Bergischen Land für die Ernährungsbildung aller Altersschichten einsetzen und Akteure in dem Bereich miteinander vernetzen.

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3 Kommentare

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  1. @Bollen:

    Den Leuten das Denken abnehmen? Ernährung sollte Teil des Lernstoffes sein und dann wird man alle in die Lage versetzen können, die Inhaltsangaben zu lesen.
    Dass die eigene Esskultur fett macht, sehen die Leute morgens auf der Waage. Und wer es da nicht bemerkt, dem ist auch das Zeichen auf der Verpackung egal.

    @Blüchel:
    Vorsichtig: Wenn die grünen Initiatoren von Ihrem Buch „Der Klimaschwindel“ aus 2007 erfahren, sind Sie ganz schnell außen vor.

  2. Die gesamte BRD steht schlecht da. https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/ernaehrung-bundesregierung-gesundheit-1.5443633
    Vielleicht ändert sich ja was mit der neuen Regierung…?
    Besseres Essen in Schulen und Kitas sollte ganz oben stehen.
    Mich wundert ja, dass Milliarden für oder gegen Covid 19 ausgegeben werden, die Milliardenkosten und das Leid, das Diabetes verursacht, völlig unbeachtet bleiben. Wie schwierig ist es, ein Gesetz zu ratifizieren, das vorschreibt, dass auf jeder Lebensmittelpackung in rot und mindestens 16 Punkt großer Schrift der Zuckergehalt in Prozent angezeigt wird? Kostet nichts und hätte eine große Wirkung!

  3. Sehr geehrte Damen und Herren Kollegen, ein Bergisch Gladbacher Ernährungs-Rat ist m.E. eine ganz wunderbare Sache. Ich habe mich in den letzten Jahren als alter Haudegen im Medizin- und Wissenschaftsjournalismus speziell auch mit dieser Thematik befasst. Ich muss allerdings gleich dazu sagen, dass die neuesten Erkenntnisse auf dem Ernährungssektor keineswegs von den offiziellen Beratungsstellen (Ministerien, Universitäten usw.) zu erwarten sind. Dort heißt es regelmäßig – und das seit Jahrzehnten -, man solle sich ‚ausgewogen‘ ernähren. Da die knapp acht Milliarden Menschen auf unserem Planeten auf absolut identisches Essen und Trinken völlig unterschiedlich reagieren – was heißt dann für Sie und mich ‚ausgewogen‘? Ich will aber jetzt beim ersten Kontakt nicht gleich zu predigen anfangen, sondern zuerst mal artig nachhören, ob eine weitere Stimme im Ernährungskonzert überhaupt gefragt ist. – Mit kollegialen Grüßen verbleibe ich, Ihr Kurt Blüchel (Refrath).