Elf Jahre und elf Tage beträgt die Amtszeit von Lutz Urbach als Bürgermeister von Bergisch Gladbach. Wenige Tage vor dem Ende lässt er die Jahre im einem ausführlichen Video-Interview Revue passieren, zieht eine Bilanz der Erfolge und Misserfolge und berichtet, wie er sich seine berufliche Zukunft bei einer „alten Liebe“ vorstellt.

Interview: Georg Watzlawek. Video: Joshua Murat. Fotos: Thomas Merkenich

Die große Bühne, das stellt Lutz Urbach gleich zu Beginn des #WortWechsels mit Georg Watzlawek klar, werde er „definitiv nicht” vermissen. Statt dessen freue er sich darauf, nach dem „Endes dieses Lebensabschnitts“ nicht mehr im Scheinwerferlicht der Aufmerksamkeit zu stehen und ein Stück weiter weg von der Politik arbeiten zu können, sagt Urbach beim Interview auf der Bühne des Bergischen Löwen.

Am 31. Oktober geht die Amtszeit des CDU-Verwaltungschefs zu Ende, der zweimal mit absoluter Mehrheit gewählt wurde, bei der Kommunalwahl im September aber nicht noch einmal angetreten war.

Dass nun nicht Christian Buchen (CDU), sondern Frank Stein (Grüne, FDP, SPD) seinen Schreibtisch im Rathaus übernimmt, ist für Urbach kein Problem: „Wir hatten zwei sehr respektable Kandidaten, und ich habe immer gesagt: Einer von beiden wird’s werden – und das ist gut für unsere Stadt.”

Urbach räumt ein, dass die Niederlage der CDU auch „ein Stück weit eine Bewertung dessen ist, was in den Jahren zuvor passierte“. Zum Beispiel die Verabschiedung des Flächennutzungsplans: ein Thema, „das nicht trivial war“.

Sie können das Interview im Video oben anschauen, es hier in Auszügen nachlesen oder es sich komplett als Podcast anhören:

Seine erste Amtszeit (2009 – 2014) versteht auch Urbach, der die meiste Zeit seines Berufslebens in kommunalen Verwaltungen (erst Köln, dann Hennef) gearbeitet hatte, als eine Lehrzeit. Dennoch sei mit der erfolgreichen Rekommunalisierung der Belkaw ein wichtiges Thema erledigt und mit dem Vorkaufsrecht für das Zanders-Areal ein wichtiger Pflock eingeschlagen worden.

Das sind die Themen des Interviews im Video (mit Zeitangaben):
1:40 Herausragend: Flüchtlinge
2:30 CDU-Niederlage
4:50 Erste Amtszeit, eine Lehrzeit
6:20 Zweite Wahl, gutes Zeugnis
7:10 Was ein Bürgermeister gestaltet
10:10 FNP zündet die ganze Bude an
13:40 Straßen, Kitas, Schulen: zu spät?
18:00 Was bei der Kinderbetreuung wichtig ist
19:20 Zu viel gespart?
22:30 Sparzwang – bis nichts mehr geht
23.30 Appell zur Sparsamkeit
25:50 Wo kleine Beträge viel bewirken
27:00 Personalnot der Verwaltung
28:50 Alternativen für das Stadthaus?
34:00 Manchmal hilft ein wenig Mut
35:00 Was wird aus Zanders?
40:00 Klimaschutz verschlafen?
41:20 Zu wenig Geld für die Straßen
44:40 Bensbergs Bäume
48:00 Partikularinteressen vs Gemeinwohl
49:00 Bürgerbeteiligung
50:00 Frankenwald und Feuerwehr
51:20 Sensationell, die Stadt
53:20 Corona: Bevölkerung zieht mit
55:30 Wie die Stadt helfen kann
56:20 Wie geht es für Urbach weiter?

Die zweite Amtszeit wurde zunächst von einer alles beherrschenden Aufgabe geprägt – der Unterbringung der Flüchtlinge – die Urbach auch heute noch als das herausragende Thema seiner gesamten Amtszeit beurteilt.

Das Ereignis, an das er sich besonders intensiv erinnere, sei der Besuch von Bundespräsident Joachim Gauck gewesen, der sich über die Bewältigung der Flüchtlingskrise in Bergisch Gladbach informiert hatte.

FNP: „Du zündest Dir die ganze Bude an”

Es gab aber ein echtes Gestaltungsprojekt, dem sich Urbach und die Verwaltung in den folgenden Jahren widmeten, trotz einschlägiger Warnungen. Ein Amtskollege habe ihn früh gewarnt: „Du kannst alles machen, aber mach nie einen Flächennutzungsplan – Du zündest Dir die ganze Bude an.“

Und tatsächlich, „wenn ich irgendwo mit meinem Fiesta am Straßenrand gehalten und dann auch noch einen Plan in der Hand hatte, da gründet sich eine Bürgerinitiative.“ Aber Kommunalpolitik sei eben nicht nur das Einweihen von Kindertagesstätten, sondern auch das Bearbeiten von schwierigen Themen – und da habe der FNP eindeutig dazu gezählt.

Der hohe Aufwand für den FNP habe sich gelohnt, der scheidende Rat hinterlasse damit seinem Nachfolger „Optionen für die Zukunft“. Ob diese genutzt werden, dafür trügen nun andere die Verantwortung.

Die Gestaltungsmacht eines Bürgermeisters redet Urbach dennoch ein wenig klein: Man gestalte vor allem, indem man „Vorschläge macht und in die politischen Gremien einbringt“. Seine Erfahrung sei es, bei großen, schweren Themen einen hohen Aufwand in die Kommunikation zu stecken, um breite Mehrheiten zu organisieren.

Als Person gestalte der Bürgermeister „sehr viel in sehr kleinen Dingen“. Die großen Dinge seien der Politik vorbehalten. Der Umgang der Politik sei in Bergisch Gladbach „alles in allem sehr anständig“ gewesen – was nicht selbstverständlich sei.

Schulen und Kita: viel, aber nicht schnell genug?

Bei den Aktiva hält sich der Bürgermeister zugute, dass in seiner Amtszeit über 100 Millionen Euro in die Sanierung der Schulen geflossen sei. Mit dem Neu- und Ausbau der Schulen und Kitas hätte man wahrscheinlich früher beginnen sollen – aber das wäre kaum möglich gewesen, weist Urbach Kritik zurück. Entscheidungen wie die über den Neubau der GGS Bensberg seien schon vor Jahren getroffen worden; jetzt müsse man die Entscheidungen treffen, die weit in die Zukunft reichen.

Bei den Kitas sei die Stadt relativ weit: wenn die bereits beschlossenen Einrichtungen fertig sind, sei nach dem aktuellen Stand der Bedarf zu 100 Prozent gedeckt. Erst durch die Ausweisung neuer Wohngebiete entstünden neue Bedarfe – daran müsse man schon jetzt denken. Schwieriger sei die OGS-Versorgung, da seien alle leichten Maßnahmen längst umgesetzt, alle verfügbaren Flächen ausgenutzt.

Ein Plädoyer für die Spardisziplin

Die Tatsache, dass der städtische Haushalt drei Jahre lang einen kräftigen Überschuss gemacht habe, soll „nicht zu Leichtsinn verführen”, betont Urbach. Das strukturelle Defizit, die Lücke zwischen regelmäßigen Einnahmen und notwendigen Ausgaben, liege nach wie vor bei 20 Millionen Euro.

Bei der Planung der Finanzen könne eine Kommune nur auf Sicht fahren, die Steuereinnahmen gehen rauf und runter, ungeplante Ausgaben kommen hinzu – daher sei die rigide Sparpolitik der vergangenen Jahre richtig gewesen.

Extrem gespart worden sei vor allem in den ersten Urbach-Jahren, nach 2009 – auch auf Kosten des Personals, was zu einer „katastrophalen Unterbesetzung“ geführt habe. Daher habe die Stadt schon vor einigen Jahren gegensteuern und erneut Personal einstellen müssen. Dennoch: aufgrund des Fachkräftemangels seien ständig 100, zuletzt sogar 120 Stellen nicht besetzt. Vor allem in den technischen Bereichen und in sozialen Berufen.

Viele Millionen für Belkaw und Zanders

Trotz hoher Investitionen, alleine 78 Millionen Euro für den Rückkauf der Belkaw sowie 25,3 Millionen Euro für das Zanders-Areal „haben wir Schulden abgebaut – das ist ein Erfolg“, sagt Urbach. Allerdings, zum Stichtag 31.12.2019 lag die Gesamtverschuldung der Stadt bei 189 Millionen Euro, zehn Jahre zuvor waren es 120 Millionen.

Trotz aller Sparsamkeit im Bereich der freiwilligen Leistungen, so Urbach, könne man „das Abstreifen der Fesseln auch mal ein wenig genießen“. Darauf entfallen zwar nur drei Prozent der Ausgaben, aber da habe man manchmal über Beträge von 10.000 Euro stundenlang diskutieren müssen, wenn es um Jugend, Senioren oder Kultur ging.

Interview mit Lutz Urbach zum Ende seiner Amtszeit als Bürgermeister der Stadt Bergisch Gladbach

Für das Stadthaus am S-Bahnhof

Die Pläne für das Stadthaus am S-Bahnhof verteidigt Urbach, auch wenn die Kosten immer weiter steigen und der Zeitplan aus dem Ruder gelaufen ist. Kann die Stadt solche komplexen Projekte überhaupt noch steuern? „Mit externer Unterstützung kann das gelingen“, sagt Urbach, „und es muss auch gelingen.“ In die marode Substanz der alten Stadthäuser im laufenden Betrieb zweistellige Millionenbeträge zu stecken, um am Ende dennoch alte Gebäude zu haben, „ist Quatsch”.

Die Alternative „Zweckbau auf dem Zanders-Areal“ sei ebenfalls keine Alternative, weil man für einen Zweckbau ohne entsprechenden Wettbewerb keine Städtebauförderung bekomme. Man können zwar alles in die Tonne werfen und komplett neu anfangen – das würde er aber nicht machen, sagt der scheidende Bürgermeister.

Ein „Schlichtbau“ am S-Bahnhof sei für den Standort, erst recht nach dem Ausbau des Bahnhofs und des S11-Taktes, nicht angemessen.

Zwar wolle er seinem Nachfolger und dem neuen Stadtrat nicht reinreden, sagt Urbach, aber dennoch ist seine Empfehlung eindeutig: „Manchmal hilft auch ein bisschen Mut“ – für eine ansprechende und nachhaltige Lösung.

Die Kostenexplosion führt Urbach auf den komplizierten Planungs- und Ausschreibungsprozess zurück, an dessen Anfang immer nur eine grobe Schätzung stehen könne. Und auf weitere Wünsche und städtebauliche Elemente („die man sich gönnt”) sowie auf die allgemeinen Baukostensteigerungen. (Details dazu bei Minute 32:20)

(K)eine Zukunft für Zanders

Mit der Standortsicherung der Papierfabrik Zanders hatte sich der Bürgermeister in den vergangenen Jahren immer wieder intensiv beschäftigt, einen langfristigen Pachtvertrag für das Grundstück, das ja längst der Stadt gehört, ist immer noch nicht unterzeichnet – weil es Zweifel an der Überlebensfähigkeit des Unternehmens gibt.

Wirklich optimistisch ist Urbach nicht. Er habe gelernt, dass Papier heutzutage auf „Anlagen einer ganz anderen Größenordnung“ produziert werde, mit einer höheren Effizienz. Zanders sei ein geschichtlich entstandener Standort, bei dem die Produkte immer wieder hin und her transportiert werden müssen.

Er selbst habe „in den elf Jahren immer wieder dazu beigetragen, dass Zanders noch produziert“, bilanziert Urbach. „Aber ich glaube, dass es immer schwieriger wird.“

Im Gegensatz zu den Bergisch Gladbachern zähle für einen Investor nicht die Geschichte oder die Bedeutung für die Stadt. „Wir verstehen sofort, wie prägend die Papierindustrie für unsere Stadt ist. Ein Investor möchte in der Regel Geld verdienen.”

Die These, dass die Zukunft von Zanders alles andere als sicher ist, beantwortet Urbach knapp mit „Ja“. Wie jeder private Vermieter habe die Stadt versucht, einen Bonitätsnachweis zu bekommen, bevor sie einen Pachtvertrag über zehn plus fünf Jahre unterschreibt. „Diese Unterlagen liegen bis heute nicht vor“, bedauert Urbach.

Wurde der Klimaschutz verschlafen?

Kritik, die Stadtverwaltung habe zu spät realisiert, dass der Klimaschutz auch eine kommunale Aufgabe ist, lässt Urbach so nicht stehen. Vieles sei schon seit langem unbemerkt geschehen. So habe etwa StadtGrün schon vor Jahren begonnen, Flächen neu aufzuforsten.

Beim Thema Verkehr habe es auch am Geld gelegen. Und trotz aller Debatten: die Straßenbreite sei fix, jede Veränderung führe zu Konflikten, wie es der Radstreifen auf der Bensberger Straße eindrucksvoll gezeigt habe.

Urbach sieht aber auch, dass das gesamte Klima-Thema in den vergangenen zwölf bis 18 Monaten „viel stärker ins Bewusstsein geraten ist – und das ist gut und richtig“. Jetzt komme eine weitere Phase, in der die Kommune das Thema verstärkt in den Blick nehmen müsse.

Dass bei der Planung der Fußgängerzone in Gladbach und bei der Schlossstraße in Bensberg das Thema „Begrünung“ keine Rolle gespielt hat, habe nichts mit einer Verweigerungshaltung der Verwaltung oder des Stadtrats zu tun. Sondern damit, dass diese Pläne das Ergebnis von Wettbewerben sind. Wenn man heute so einen Wettbewerb durchführen würde, würde man die Kriterien wahrscheinlich anders ausrichten.

Bei der Schlossstraße und der Diskussion werde allerdings verkannt, dass die beschattete Fläche durch das Fällen und Neupflanzen „um ein vielfaches größer wird, als es die jetzt dort stehenden Bäume jemals schaffen können“. Diese Dinge habe die Stadt im Blick, aber es den Bürgern zu erklären sei „eine kommunikative Herausforderung“.

Partikularinteressen versus Allgemeinwohl

Ob sich in der Gesellschaft die Haltung, eigene Interessen (sei es beim Flächenutzungsplan, sei es beim Wegfall von Parkplätzen zugunsten von Radwegen) über das Allgemeinwohl zu setzen, immer mehr breit macht, das kann Urbach zwar nicht belegen – „aber das ist meine Wahrnehmung. Das mag auch einfach daran liegen, dass ich über die Jahre an dieser Stelle im negativen Sinne empfindlicher geworden bin.“

Auch hier könne man nur versuchen, über eine bessere Kommunikation Kompromisse zu finden. Wie das gerade bei der Planung für die neue Nutzung des Zanders-Areals versucht werde. Allerdings gebe es Menschen, „bei denen können Sie 27 Jahre Bürgerbeteiligung machen – die werden ihre Argumente nie ändern.”

„Der Frankenwald ist nicht in Bergisch Gladbach“, kritisiert Urbach die Debatte über den Standort der neuen Feuerwache Süd in Frankenforst, „und dort will auch niemand etwas bauen, um Geld zu verdienen.“ Da sei der Punkt erreicht, wo man sagen müsse, „jetzt geht Gemeinwohl wirklich vor Partikularinteressen.”

In der Rückschau: Die Flüchtlinge

Mit dem zeitlichen Abstand, so Urbach, könne man bei der Unterbringung der Flüchtlinge ab 2016 zum Glück sagen, „es hat doch alles gut funktioniert“. Aber auch bei diesem Thema habe man die Sorgen und Befürchtungen der Menschen ernst nehmen müssen. Zum Beispiel, wenn auf dem Nachbargründstück plötzlich eine Unterkunft für 400 Menschen errichtet werden soll.

Bei den Informationsveranstaltungen habe sich häufig dasselbe Muster gezeigt: Erst wurden Sorgen geäußert, doch nach einer halben Stunde sei regelmäßig die Stimmung gekippt, und die Leute hätten gefragt, wie sie helfen können: „Das fand ich sensationell, wie unsere Stadt damit umgegangen ist.“

Wenn die Unterkünfte dann eröffnet wurden, so beobachtete Urbach, hätten sich die Befürchtungen meist aufgelöst, weil sie durch Erfahrungen ersetzt wurden. „Und die waren überwiegend positiv.“ Im Zusammenspiel von Ehrenamt und Hauptamt (inklusive DRK) habe man „die Situation wirklich gut bewältigt“.

Zurück zu einer „alten Liebe”

Am Ende des Interviews steht die Frage, wie es mit Lutz Urbach nach dem Ende seiner Amtszeit beruflich weiter geht. Zwar habe er nach 11 Jahren als Bürgermeister und insgesamt 34 Jahren im öffentlichen Dienst einen guten Pensionsanspruch, aber er wolle nicht nur zu Hause rumsitzen.

Sondern sich in einer Organisation einbringen, die er seit Beginn seines Berufslebens gut kennt, bei der er in den 90er Jahren Bundesjugendvorsitzender war: Bei der KOMBA, der Fachgewerkschaft für Beamte und Beschäftigte der Kommunen. Der geschäftsführende Landesvorstand habe ihn gefragt, ob er nicht für eine hauptamtliche Tätigkeit in diesem Gremium kandidieren wolle.

Die sechs Wünsche des „Altbürgermeisters”

Das wolle er, sagt Urbach. Und er freut sich ganz offenbar darauf, zu dieser „alten Liebe“ zurückzukehren. Immerhin erfülle dieser Job alle fünf Kriterien, die er dafür aufgestellt hatte: „Ich will selten einen Anzug tragen, ich will weiter weg von Politik, ich fahr nicht nach Düsseldorf, ich will sonntags frei haben und ich brauche eine Gemeinwohlorientierung.“

Eine sechste Bedingung sei ohnehin nicht verhandelbar gewesen: „Dass ich hier in Bergisch Gladbach wohnen bleibe.“ Und das künftig als „Altbürgermeister“.

Redaktion

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17 Kommentare

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  1. Lieber Herr Brehm, Ihr Kommentar und das Einschreiten der Redaktion, zeigt wer hier ein Problem hat. Auf Inhalte gehe ich nicht ein, weil keine Inhalte erkennbar sind. Und da haben wir auch direkt eine Schnittstelle zu Ihnen und den Ausführungen des “Alt” BM…

  2. Ich gebe den Herren Theuerkauf und Wittig völlig recht. Hier sind ein paar Leute unterwegs die sich einen Zeitvertreib eingerichtet haben alles besser zu wissen. Insbesondere kenne ich das auch aus dem realen Leben ohne Internet. (…)

    +++ Hinweis der Redaktion +++ Unser Kommentarfeld ist dazu da, dass Leser:innen ihre Meinung zu den Sachthemen abgeben. Aber nicht, um andere Kommentatoren oder gar Nachbarn zu beurteilen und persönlich herabzuwerten. Daher haben wir diesen Beitrag bearbeitet und den Teil mit den persönlichen Beurteilungen gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  3. Gegen Polemik ist kein Kommentar gefeit. Allerdings, Herr Wittig, sollte ein wenig Stil dabei sein und, Herr Theuerkauf, falscher Sachbezug wird auch nicht helfen.

  4. Naja, ganz Unrecht hat Herr Wittig nicht. Herr Eschbach ist sowas von unfassbar schlau, dass er jedes Thema besserwisserisch kommentiert. Das kann man schon als penetrant bezeichnen. Vielleicht hatte er mal was zu sagen im Beruf, aber jetzt eben nicht mehr – und das tut weh.Bei Herrn Havermann ist es ja nicht viel besser. Die BIs haben immer Recht. Gewerbe kann sich ja verduften. Und Wohngebiete brauchen wir auch nicht. Dann wird wohnen eben immer teurer.

  5. Sehr geehrter Herr Wittig, Lothar Eschbach und Rolf Havermann sind Leser des Bürgerportals und nutzen unser Angebot, Ihre Meinung zu äußern. Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden, im Gegenteil. Ihnen steht es frei, auch Ihre Meinung beizutragen. Allerdings nicht in Form von persönlichen Angriffen („Hooligans“), sondern einer möglichst sachlichen inhaltlichen Auseinandersetzung. Ihnen steht es aber auch genauso frei, die Kommentare zu ignorieren.

  6. Es ist penetrant. Sehr penetrant. Was haben Lothar Eschbach und Rolf Havermann eigentlich mit Politik zu tun? Garnichts außer reinbrüllen wie Hooligans beim FC spiel. Beides unerträglich.

  7. Es gibt so viele originelle Sätze und recht eigenwillige Sichtweisen in dem Interview, da kann man nur feststellen, nichts verschlafen, nicht rechtzeitig wach geworden.

    Aber ist ja auch nicht so schlimm….es gibt ja eine „alte Liebe“….. “Einer von beiden wird’s werden, und das ist gut für unsere Stadt“. Das es Frank Stein geworden ist, da bin ich einig mit Lutz Urbach, das ist gut für unsere Stadt.

  8. Was die Lehren anbelangt, die jede Partei aus einem Wahlergebnis ziehen sollte, scheint die CDU, wenn man hier die Äußerungen Herrn Hillebrand liest, vollkommen unbelehrbar zu sein. Der FNP erfährt in seiner Bedeutung unterschiedliche Beurteilungen, geschenkt. Wenn aber laut Hüllenbach die Proteste der Bürger nicht gerechtfertigt waren, warum hat man dann die Ausweisung von Genwerbe- und Wohnbaugebieten um fast 50% reduziert – nach den Protesten der Bevölkerung? Natürlich wurde nichts gegen den Umweltschutz getan – dafür aber, wenn überhaupt, nichts merkbares, im Gegenteil, die Schadstoffausstöße steigen immer weiter, was man bis vor zwei/drei Jahren nicht mal gemessen hat.

    Ihr letzter Satz, Herr Hillebrand, schlägt dem Fass den Boden aus. Politik und Verwaltung nennen Notwendigkeiten, und die Bevölkerung hat sich daran zu orientieren, Mr. Orwell?

    Was Lutz Urbach angeht, so war er sicher durch die CDU, seiner Partei, eingeengt. Seine Person ist m.E. nicht angreifbar, seine politischen Entscheidungen manchmal schon. Gleichwohl bin ich überzeugt, dass er, so es die Gegebenheiten zuließen, nach bestem Wissen und Gewissen gearbeitet hat. Der Rest ist Politik, und die ist grundsätzlich diskutabel.

  9. Ob der Ton unverschämt erscheint oder nicht, sei dahingestellt. Die Einlassung von Herrn Hillebrand zeigt m. E., warum die CDU bei der Wahl so abgestraft wurde und nicht mehr den Bürgermeister stellt. “Die Wünsche der Bürger müssen sich an der Notwendigkeit orientieren.” Den Satz finde ich besonders originell.

  10. Der Beurteilung von Herr Hillebrand schließe ich mich an. Verwundert bin ich über die Vorstellungen der Entscheidungskraft eines Bürgermeisters . Sicherlich hätte er ohne Querelen, welche zwangsläufig in einem Rat vorkommen, einiges anders entschieden. Ich finde er hat vieles angestoßen und auf den Weg gebracht.

  11. Guten Abend Herr Mack, ich war, bis zu meinem 35. Lebensjahr Mitglied der JU und bin seitdem Mitglied in der CDU, dies nur zu Ihrer Kenntnis und auf die anderen Ausführungen ihrerseits ein dreifach Gläbbisch Alaaf

  12. Ein neues Format, also ein Experiment. Ich guck/höre mir das gerade an, weil es mich wirklich interessiert. Aber nach 12 Minuten bin ich mit den Ohren fixiert auf dieses Hintergrundgeräusch. Ist das Musik? Oder waren das Handwerber im Löwen? *kicher* Es nervt und jetzt, wo ich weiß, was mich nervt, kann ich es nicht mehr ignorieren. Muss man das bei einem Gespräch machen?

  13. Also jetzt bin ich aber platt. War nicht Paschalis Lüders selbst so ein großer BM Urbach Fan? Man hat sich hier offenbar irgendwann mal verstritten. Der Versicherungsmann mit der “Kölschstimme” ist egal wo in Sachen Politik immer mit seinem Kommentar und der unverschämten Art präsent. Ist Lüders nicht langjähriges Mitglied der Jungen Union gewesen und dann dort rausgeflogen?

  14. Wenn ich den Kommentar von Herrn Peter Hillebrand lese weiß ich nicht so recht ob ich lachen oder weinen soll. Der Grad der Arroganz ist das Maß Ignoranz. Peter Hillebrand nebst einem großen Teil der Bergisch Gladbacher CDU haben nichts verstanden. Das ist schon sehr besorgniserregend, wie fahrlässig wir Bürger und Wähler von Peter Hillebrand stellvertretend für die CDU hier vorgeführt werden.

  15. Für das Protokoll: Auf das Format und den Drehort hatte Lutz Urbach keinen Einfluss.

  16. Da muss ich Herrn Hildebrand in allen Punkten massivst widersprechen und als Beisitzer der CDU sollte er mehr Informationen haben und differenzierter beurteilen. Die Arroganz auch noch zu haben, dass sich ja der Bürger als ewiger Nörgler aufstellt und sich nur an die Notwendigkeiten orientieren sollte, sind das Spiegelbild der GLer CDU, zumindest einem Teil davon und dem scheidenden Bürgermeister kann man keine Loblieder nachsingen. Ein wenig Demut und Unterstatement stände ihm besser, als staatsmännisch die Bühne im Löwen zu nutzen. Mit seinem positiven Fazit steht er, außerhalb seines Innercircles, ganz alleine da mit diesem Fazit. 11 Jahre, die GL nicht mal im Ansatz aufgestellt hat.

    Apropos Notwendigkeiten: Darf ich meine Abgaben ebenfalls anpassen oder wäre das dem Beisitzer nicht Recht???

  17. Lutz Urbach hat als Bürgermeister hervorragend über 11 Jahre gearbeitet. Der Flächennutzungsplan ist für die Zukunft der Stadt von entscheidender Bedeutung.
    Die Proteste von Bürgern waren zum überwiegenden Teil nicht gerechtfertigt. Auch für den Umweltschutz wurde in den letzten Jahren viel verbessert. Radwege sind wichtig. Aber Bergisch Gladbach ist keine Radfahrerstadt wie Münster aufgrund der Lage. Die Wünsche der Bürger müssen sich an der Notwendigkeit orientieren.