Kreisdirektor Erik Werdel leitet den Krisenstab, Foto: Joachim Rieger

Am Freitag ist die Inzidenz auch in RheinBerg über 50 gestiegen, gleichzeitig hat die Landesregierung neue Regeln für diesen Fall erlassen. Dennoch gelten diese verschärften Regeln im Rheinisch-Bergischen Kreis noch nicht – zuvor muss die Kreisverwaltung eine eigene Verordnung erlassen. Das soll jetzt rasch geschehen.

„Die Regelungen des Landes müssen von uns in einer Allgemeinverfügung übernommen werden: wir müssen per Verordnung feststellen, dass die Gefährdungsstufe 2 erreicht ist“, stellte Birgit Bär, die Sprecherin des Krisenstabes am Samstag auf Anfrage des Bürgerportals klar.

Diese Verordnung werde der Kreis in Kürze feststellen. Dann gelte sie am darauffolgenden Tag. Bis dahin ist die Verfügung weiter in Kraft, die der Kreis am 15.10. veröffentlicht hatte, nachdem die Inzidenz über 35 geklettert war.

Sperrstunde gilt am Samstag noch nicht

Konkret bedeute dies, dass die Sperrstunde von 23 Uhr am heutigen Samstag formell noch nicht in Kraft ist. Allerdings könnten die Gastronomen die Regel natürlich schon jetzt freiwillig umsetzen.

Da die 50er Grenze in Rhein-Berg am Freitagnachmittag überschritten wurde muss der Kreis seine Allgemeinverfügung spätestens am Montag veröffentlichen, mit Wirkung ab Dienstag.

Im Sinne eines einheitlichen Vorgehens will der Kreis zunächst darauf verzichten, über die neue Corona-Schutzverordnung des Landes hinaus zu gehen, teilte der Krisenstab am Samsag mit.

Angesichts der Infektionszahlen spricht der Krisenstab aber einige „dringenden Empfehlungen“ aus:

  • Das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung auch im Schulunterricht am Steh- und Sitzplatz.
  • Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in Sportstätten auch im Freien am Sitzplatz.
  • Verzicht des Ausschanks von Alkohol bei Sportveranstaltungen im Freien und Nachverfolgbarkeit von Besuchern Sitzplatzbezogen. 

Die Regeln für die „Gefährdungsstufe 2″

Formal gilt bei überschreiten der 7-Tages-Inzidenz von 50 in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt die „Gefährdungsstufe 2“. Das heißt laut Angaben der Landesregierung von Freitag:  

  • Bei Veranstaltungen sind innen und außen maximal 100 Personen zulässig; es sei denn, die zuständige Behörde lässt Ausnahmen auf Basis eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzeptes zu.
  • Sperrstunde: Der Betrieb gastronomischer Einrichtungen und der Verkauf alkoholischer Getränke ist von 23 Uhr bis 6 Uhr unzulässig.
  • An Festen aus herausragendem Anlass außerhalb einer Wohnung dürfen höchstens zehn Personen teilnehmen
  • In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch Gruppen von höchstens fünf Personen treffen.
  • Ausnahmen gelten für Angehörige von Familien bzw. Hausständen, hier dürfen maximal zwei Familien zusammenkommen.
  • Bei Beerdigungen gilt keine feste Personenobergrenze, dafür aber wieder generell eine Maskenpflicht. 
  • Für nahe Angehörige gibt es bei Beerdigungen und bei standesamtlichen Trauungen weiterhin eine Ausnahme von der Abstandspflicht.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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3 Kommentare

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  1. Hallo eine Idee
    Lockdown ganz anders, allerdings NUR mit finanzieller Unterstützung des Staates.
    ALLE Geschäfte schließen 2-4 Wochen, dies geht allerdings nur wenn der Staat finanziell die Geschäfte und deren Mitarbeiter unterstützt, klar ist es viel Geld alle in Deutschland finanziell über Wasser zu halten, Gehälter zahlen, Pacht übernehmen.
    Aber wenn keine finanzielle Unterstützung ist, Geschäfte schließen müssen, gibt es zig arbeitslose die dann evtl dauerhaft unterstützt werden müssen.
    Und damit keiner verhungert oder verdurstet, einen lieferservice für Lebensmittel und Co. klingeln und wenn einer aufmacht im Treppenhaus oder vor der Tür hinstellen, so gibt es keinen Kontakt untereinander.
    Nur im äußersten Notfall vor die Tür (Arzt, Tierarzt).
    Krankenhäuser und Pflegeheime können verständlicher Weise nicht schließen, dort dann halt die normalen Sicherheits Vorkehrungen (mundschutz, Handschuhe) und für den arbeitsweg, im Bus, im Taxi ebenfalls mundschutz und Handschuhe, ebenso für Leute die DRINGEND zum Arzt bzw Tierarzt müssen.
    Für die Kinder Betreuung der Pflegeheim und Krankenhaus Mitarbeiter, NUR für diese Arbeitsgruppen, da die leider Arbeiten MÜSSEN denn ohne die geht es nicht, eine Unterkunft (Gemeindehaus oder Turnhallen unteranderem mit Spielzeug) bieten.
    Damit diese auch etwas unterstützung bekommen die Betreuung und essen umsonst.
    Das alles kostet dem Staat zwar eine Menge Geld, aber 2-4 Wochen ist nicht die Welt.
    Und lieber einmal ne Menge Geld bezahlen als 20-50 oder sogar mehr Arbeitslosen evtl 10 bis 30 Jahren monatlich mit Hartz IV zu finanzieren.

  2. Was ist wichtiger unser Leben oder Partys ist doch hier die Frage. Party können wir jeden Tag feiern sobald der Impfstoff da ist aber Tot ist tot.