Gedenktafel im Begräbniswald Reuterstraße

Immer wieder gab es in den letzten Jahren im städtischen Begräbniswald an der Reuterstraße Nutzerkonflikte zwischen Hundebesitzern, Fahrradfahrern und trauernden Hinterbliebenen. Neue Schilder weisen die Besucher jetzt auf die geltenden Verhaltensregeln hin.

Dies soll nun der Vergangenheit angehören: Fünf neue Hinweisschilder weisen nicht nur wie bisher auf die Existenz der Ruhestätte und die Friedhofsordnung hin, sondern zeigen auch auf einer von Stadtgrafiker Michael Thomys gestalteten Übersicht in roter Schraffur die Ausdehnung der Bestattungsflächen sowie den jeweiligen eigenen Standort.

So können sich Spaziergänger leicht orientieren, ob sie sich im Bereich des Begräbniswaldes befinden. Insbesondere das Fahrradfahren auf den Wegen innerhalb der Bestattungsflächen und das Betreten mit Hunden ist dort verboten; völlig unangebracht ist das freie Umherstreunen der Tiere ohne Leine.

Das Waldgelände zwischen den Stadtteilen Hebborn und Nußbaum beherbergt nicht nur den Begräbniswald, sondern ist auch ein Platz, der gern von Hundehaltern für eine Spazierrunde aufgesucht wird; außerdem befindet sich ein Waldkindergarten in unmittelbarer Nähe.

Die oft beklagte mangelnde Würdigung des Bestattungsortes beruhte nach Einschätzung der städtischen Friedhofsverwaltung in vielen Fällen auf Unkenntnis. Wo in der Vergangenheit Grenzen schwer erkennbar waren, weisen nun die neuen Schilder klar und deutlich auf Bedeutung und Verhaltensregeln hin.

Der Begräbniswald ist nur in einem Teilbereich eingezäunt; die vor vier Jahren in Betrieb genommene Erweiterungsfläche jenseits des Hauptweges soll auch künftig nicht abgesperrt werden und so natürlich wie möglich erhalten bleiben.

Dieser Hauptweg, der die beiden Bereiche teilt, darf wie ein normaler Waldweg mit dem Fahrrad befahren werden, und auch das Ausführen von Hunden ist hier gestattet. Eine entsprechende Markierung mit einer roten Linie macht dies auf den Hinweisschildern deutlich.

Der Appell der Hinweistafeln spricht im Übrigen für sich: „Es handelt sich um einen Ort der Würde, Kultur und Natur. Bitte respektieren Sie die letzte Ruhestätte der Verstorbenen und die Trauer der Hinterbliebenen.“

Die städtische Friedhofsverwaltung bittet alle Nutzer dieses Waldstückes sehr eindringlich um Rücksichtnahme und Pietät, besonders jetzt, wo niemand mehr behaupten kann, er oder sie hätte es nicht gewusst.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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