Das Schülerzeitungsteam von „School Inside“ dreht ein Tutorial. Fotos: Gymnasium Herkenrath

Heute sind die jüngeren Jahrgänge der weiterführenden Schulen in den Präsenzunterrich zurück gekehrt. Dazu passend hatte die Stadt Bergsich Gladbach Schnelltests für alle bereitgestellt. Damit die Tests reibungslos funktionieren hat am Gymnasium Herkenrath die ganze Schulgemeinschaft rasch mit angepackt. Ein Erfahrungsbericht.

Am heutigen Montag hat nach der dreimonatigen Distanzphase nicht nur der Präsenzunterricht für die jüngeren Jahrgänge begonnen, es gab auch die erste Schnelltestrunde. Die Stadt Bergisch Gladbach hatte – unterstützt durch die Feuerwehr – noch am vergangenen Freitag im Eiltempo die Schnelltests an die Schulen ausgeliefert.

Damit nun alle sicher und mit einem guten Gefühl in Trichter und Sammelröhrchen spucken können, packte am Gymnasium Herkenrath die gesamte Schulgemeinde mit an.

Die Schulleitung stemmte in der Vorbereitung den Hauptteil des Planungsmarathons, machte sich mit den Testkits vertraut, klärte Details und kommunizierte mit Eltern und Schülervertretung zeitnah in E-Mails und Teams, wo alles rund um das Testangebot und den Schulstart einfach und verständlich erklärt wurde.

Anna Lieth und Fynn Trojan von Schülerzeitung und SV, Schulleiter Dieter Müller und Pflegschaftsvorsitzende Angela Meurer.

„Wir haben den Test einmal ausprobiert. Insgesamt geht es wirklich schnell und es ist nicht kompliziert“, wurde in einer Elternmail versichert. Unterstützend agierte unermüdlich auch die Pflegschaftsvorsitzende, Angela Meurer, die speziell den Austausch mit der Elternschaft begleitete.

Klar geregelt, hygienisch und möglichst angstfrei – so sollte der erste Testtag laufen. In den jüngeren Jahrgängen fanden in der ersten Stunde zunächst die Begrüßung und Schritt für Schritt die Erklärungen zu Hygiene und Testung statt. Erst in der zweiten Stunde wurde dann getestet.

„Beim ersten Mal wollten wir mehr Zeit investieren, gerade bei den jüngeren Schülern ist das sicher hilfreich und bringt Ruhe in die bestimmt auch aufregende Angelegenheit“, erklärte Dieter Müller, Schulleiter des Gymnasiums.

Lehrerin Anke Schwebach zeigt wie es gemacht werden muss: In den Behälter spucken, auf den Test auftropfen, abwarten.

In vielen Klassen unterstützen dann Referendare freiwillig als zweite Lehrperson die Testung, bei der die Hygienevorgaben besonders streng gehandhabt wurden: Neben dem Dauerlüften galt es, die Maske nur für den Spuckvorgang abzunehmen, geduldig 15 Minuten auf das Ergebnis zu warten und das Testkit sicher zu entsorgen – Händewaschen und Tische wischen inklusive.

Für alle 5. Klässler gab es hinterher sogar Gummibärchen in hygienischen Einzelpackungen. „Alle Kleinen werden belohnt, wenn der Ablauf gut geklappt hat“, sagt Romina Matthes, stellvertretende Schulleiterin. „Insgesamt ist es uns wichtig, dass bei der Aktion kein Kind stigmatisiert wird – unabhängig, ob man einen Selbsttest machen möchte, nicht machen möchte und welches Ergebnis ein Test hat.“

Insgesamt war die Resonanz der Schülerschaft positiv, die große Mehrheit beteiligte sich an der Aktion. Sicher viele mit einem mulmigen Gefühl, aber auch mit ein bisschen naturwissenschaftlicher Neugier auf das Verfahren. 

Um 11.30 Uhr war der erste Testtag dann abgeschlossen, große Erleichterung kam auf: Nur ein Test war positiv. Für diesen Fall war auch vorgesorgt: Wer positiv getestet wurde, blieb mit seinem mulmigen Gefühl nicht allein. Die Lehrkraft begleitete die Kinder in einen speziell vorbereiteten Raum, wo eine Beratungslehrerin oder erfahrene Lehrkraft die Wartezeit mit dem einen oder anderen beruhigenden und erklärenden Wort überbrücken half, bis zur Abholung durch die Eltern.

Am Dienstag kommt die „andere Hälfte“ der im Wechselmodell unterrichteten Klassen. Damit auch in Zukunft alles glatt geht, drehte die Online-Schülerzeitung noch schnell ein Tutorial nach dem Motto „Für Schüler – von Schülern“. In dem Erklärvideo zeigen die Jugendlichen, wie der Test in der Schule durchzuführen ist, inklusive Maskenhandling und Müllhandhabung.

Herr Müller resümierte den ersten Schnelltesttag: „Unabhängig von politischen und organisatorischen Dimensionen – stehen für uns die Schüler/innen und ihr Wohlergehen im Mittelpunkt. Es hat alles super geklappt, dank des Kollegiums und der Mithilfe aller Beteiligten der Schulgemeinde“.

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1 Kommentar

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  1. Die Bewertung „große Erleichterung kam auf: Nur ein Test war positiv.“ finde ich interessant:
    Sofern sich die durch den positiven Schnelltest entdeckte Infektion durch einen PCR-Test bestätigt, bedeutet das umgerechnet auf die rund 1.000 Schülerinnen und Schüler in Herkenrath bereits einen rechnerischen Inzidenzwert von beachtlichen 100.
    Hoffentlich kommen dann am Dienstag, wenn auch die andere Hälfte der Klassenstufen 5 bis 9 getestet wird, bei den Schnelltests keine weiteren Fälle mehr dazu.