75.000 zusätzliche Impfdosen für die Über-80-Jährigen, ein Starttermin für die Impfung der Über-70-Jährigen und ein kleiner Einstieg in die Impfungen durch niedergelassene Ärzte: Das Land hat seinen Impffahrplan in einigen Punkten erweitert.

Nach wie vor kommt die Impfkampagne nicht richtig in Schwung, bislang haben in NRW nur 8,5 Prozent der Einwohner:innen eine Erstimpfung erhalten. Genau Angaben, wie weit der Rheinisch-Bergische Kreis bislang gekommen ist, sind weder beim Land noch beim Kreis noch bei der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein zu erhalten.

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Mit einem inzwischen 11. Impferlass steuert die Landesregierung jetzt nach, teilte sie am Montag mit. Bereits Ende vergangener Woche hatte das Land für die Impfung der über 80-Jährigen weitere 75.000 zusätzliche Impfdosen für Erstimpfungen zur Verfügung gestellt.

Dafür sollen „umgehend“ zusätzliche Termine über die Buchungsplattformen der Kassenärztlichen Vereinigungen zur Verfügung gestellt werden. Da gibt es also etwas Hoffnung für die Über-80-Jährigen, die nach wie vor keinen Termin erhalten haben. Wie viele das noch sind, auch darüber gibt es keine Informationen.

Hier können Sie sich anmelden, täglich von 8 bis 22 Uhr:

Online: Direkter Link zur Anmeldung 
www.116117.de (Übersicht mit weiteren Infos)
Telefonisch: 0800 116 117 01 (für Personen aus dem Rheinland) 

Gleichzeitig wird bei neu vereinbarten Terminen der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfungen bei den Impfstoffen der Firmen Moderna und Biontech auf sechs Wochen ausgeweitet, was weiteren Spielraum eröffnet.

Angebote für die Über-70-Jährigen

Die Impfung der Über-70-Jährigen soll Anfang April starten, kündigt das Ministerium weiter an. Auch ihnen soll dann „ein Impfangebot unterbreitet werden”.

Dabei will das Ministerium Konsquenzen aus dem Chaos beim Anmeldeverfahren der Ü80 ziehen: Die Terminvergabe an die rund 1,6 Millionen Personen in dieser Altergruppe soll „stufenweise“ erfolgen. Das Vorgehen werde noch ausgehandelt; wahrscheinlich werden die Termine jahrgangsweise von oben nach unten verteilt.

Allerdings ist dafür erneut die KVNO zuständig. Und die setzt weiterhin auf ihr eigenes, selbst programmiertes Buchungssystem. Das habe hervorragend funktioniert, hatte die KVNO auf Anfrage erklärt, daher halte man daran fest. Die KV Westfalen geht dagegen einen anderen Weg und hat eine Telekom-Tochter damit beauftragt.

Termine für Pflegegrade 4 und 5 – durch die Hausärzte

Neu hinzugekommen ist gerade die Gruppe der bettlägerigen Personen, die einen Pflegegrad 4 oder 5 haben, zuhause gepflegt werden und nicht in ein Impfzentrum kommen können. Sie können ab sofort „in der eigenen Häuslichkeit“ geimpft werden – und dabei auch bis zu zwei pflegende Angehörige mitimpfen lassen.

Für die Organisation dieser Impfungen zuständig sind die niedergelassenen Hausärzte. Sie sollen die Personen an die zuständigen Impfzentren melden, die entweder mobile Impfteams losschicken. Alternativ können die Hausärzte aber auch die Impfstoffe aus den Impfzentren beziehen und – erstmals – selbst impfen, teilt das Gesundheitsministerium mit.

Über diese Möglichkeiten sollen die Kreis die Ärzteschaft informieren. Wie weit der Kreis Rhein-Berg dabei schon ist, blieb offen, eine entsprechende Anfrage wurde bislang nicht beantwortet.

Härtefälle sollen in Arztpraxen geimpft werden

Auch grundsätzlich, so das Ministerium, sollen sich demnächst auch Personen mit Vorerkrankungen in Arztpraxen impfen lassen können. Darüber verhandeln die Länder jedoch noch mit dem Bund. In Einzelfällen können sich Menschen mit Härtefällen, bei denen aufgrund einer besonderen Erkrankungssituation eine sofortige Impfung angezeigt ist, bereits jetzt in den Impfzentren ein Angebot erhalten.

Angebote für Menschen mit Behinderte und ihre Betreuer:innen

In den (teil-)stationären Einrichtungen der Eingliederungshilfe und in Werkstätten für Menschen mit Behinderung läuft die Impfung derzeit mit dem Impfstoff der Firma Moderna an. Dies gilt sowohl für Impfungen der Beschäftigten als auch der Mitarbeiter:innen beziehungsweise Bewohner:innen. Hier seien die Kreis für die Organisation verantwortlich.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Als Single Ü70 sitze ich seit Monaten in der Isolation. Obrigkeitshörig verhalte ich mich loyal (Vernünftig !!??) wunschgemäß nach Vorgaben Bund, Land, KVNO. Wenn ich damit “meinen Job” mache, erwarte ich die auch von unseren Politikern das die Ihren Job machen . Herausgekommen ist ein Organisationsversagen auf ganzer Linie. Abgesehen von den Berliner Chaoten sollte sich das NRW Gesundheitsministerium mal ein Beispiel an der Terminvergabe in Bayern und Baden Würtemberg ( In BW werden schon ü70 geimpft) nehmen. Ich habe die Nase voll und steige aus. Fahre nach Ostern zum Radfahren nach Mallorca.

  2. #Angebote für die Über-70-Jährigen
    Mir ist es abolut unverständlich wie die KVNO wieder an diesem Chaos der Buchung von Impfterminen festhalten kann. Wir können doch nicht, wie bei den Ü80, den gleichen Fehler wieder machen… Hier fehlt doch wirklich das Verständnis… wieso wird nicht wie bei der Einbestellung zur Mammographie, ein Kettenbrief mit dem jeweiligen Termin an die betreffenden Person per Post geschickt. Es ist doch alles so einfach, wenn man einfach mal über die “Sache” nachdenkt, aber das scheint wohl nicht Aufgabe der KVNO zu sein…. leider.