Ein Armband mit QR-Code als Eintrittskarte: Lorent IT-Chef Maximilian Lorent demonstriert den „LOLA CoronaPass". Foto: Stadt Bergisch Gladbach

Getestete, Geimpfte und Genesene können ab sofort ein Armbändchen mit QR-Code vorzeigen, um in ein Geschäft eingelassen zu werden. Später vielleicht auch in die Außengastronomie oder ins Theater. Dahinter steckt das Pilotprojekt „LOLA CoronaPass“, mit dem die Stadt Bergisch Gladbach den Wirrwarr von Test- und Impfzertifikaten beseitigen und Bürger:innen sowie dem Einzelhandel das Leben in der Pandemie einfacher machen will.

Ab sofort bekommt kann man sich in Bergisch Gladbach in vielen Testzentren ein fälschungssicheres Armband anlegen lassen, mit einem QR Code. Mit einem Handy (und einer QR-App) kann dieser Code ausgelesen werden – und somit nachweisen, dass und wann man negativ getestet worden ist.

Wer zweimal geimpft worden oder von einer Corona-Infektion genesen ist kann sich an einer der Ausgabestationen im Stadtgebiet ebenfalls kostenlos ein Armbändchen aushändigen lassen, das dann für sieben Tage gültig ist.

Das System kann jede Einzelhändler:in nutzen, eine Anmeldung oder eigene App ist nicht erforderlich. Notwendig ist lediglich ein Smartphone, das QR-Codes lesen kann. Apple-Geräte machen das direkt mit der Kamera, für Android-Geräte ist eine QR-Code-App erforderlich.

Die Technik: Der LOLA CoronaPass ist Web-basiert und funktioniert ohne App. Er besteht aus einem fälschungssicheren Armband mit laufender Nummer und QR-Code. Der Code wird im Testzentrum bzw. in der Ausgabestelle vergeben und weist das Testergebnis bzw. den Impf-/Genesungstatus aus. Der Pass ist nach einem Test 24 Stunden gültig, die Laufzeit für Geimpfte/Genesene beträgt (zunächst) nur sieben Tage, aus Sicherheitsgründen. Das Armband lässt sich nur mit einer Schere vom Handgelenk lösen.

„Wir waren auf der Suche nach einem möglichst einfachen System, das auf eine hohe Akzeptanz tritt und den Wiedereinstieg in ein Stück Normalität während der Pandemie erleichtert“, sagte Thore Eggert, Stadtkämmerer und Dezernent für Digitalisierung bei der Vorstellung in der RheinBerg Galerie.

Thore Eggert zeigt sein Armband vor. Mit einer QR-App können Sie das Ergebnis prüfen: Sein Test ist abgelaufen. Aber das Armband kann mit einem frischen Test wiederverwendet werden

Die LOLA-Armbändchen sind bereits jetzt bei 14 der 39 Teststellen in Bergisch Gladbach erhältlich, stündlich kommen weitere hinzu.

Allerdings sind nicht alle Teststellen in der Lage, auch an Geimpfte und Getestete die Armbändchen auszugeben, dazu richtet die Stadt bei Kooperationspartnern im ganzen Stadtgebiet Ausgabestellen ein. Die erste befindet sich in der RheinBerg Galerie, im Testzentrum im Erdgeschoss. Weitere Ausgabestellen zunächst in Bensberg und Refrath, in den Filialen der Kreissparkasse, sollen rasch folgen.

Alle Testzentren, die den LOLA CoronaPass ausgeben, und die gesonderten Ausgabestellen finden Sie hier. Die Website wird laufend aktualisiert.

Im Einzelhandel, so berichtet Eggert, stoße der LOLA-Pass auf große Zustimmung, die ersten Geschäfte haben das System bereits getestet. Sie sind durch das grüne Plakat der Stadt im Schaufenster zu erkennen.

Eggert geht davon aus, dass sich das System rasch bei vielen Geschäften durchsetzen wird. Allerdings könne es bei größeren Filialunternehmen etwas dauern, bis das Verfahren intern genehmigt ist. Das bestätigte Bettina Wisniewski, die CenterManagerin der RheinBerg Galerie.

Datenschutz: Bei der Aushändigung des Bändchens muss der Personalausweis vorgezeigt werden, es werden aber keine persönlichen Daten erfasst oder gar mit dem QR Code verknüpft.

Eggert versteht das Angebot an den Einzelhandel als Testlauf – für bessere Zeiten, wenn bei niedriger Inzidenz weitere Öffnungen möglich werden, zum Beispiel in der Außengastronomie und in der Kultur.

Grundsätzlich verfolgt die Stadt mit dem Projekt die bekannte Strategie, starke Anreize zu setzen, sich häufig testen zu lassen – um so symptomatische Corona-Fälle zu entdecken und die Pandemie zurückzudrängen. Dass dabei der Handel und später weitere Branchen unterstützt werden sei ein willkommener Nebeneffekt.

Alltag im Handel: Vor dem Eintritt müssen Zertifikate geprüft, Adressen notiert werden. Das Plakat weist bei Leder Bremer bereits auf die Alternative hin

In teilnehmenden Geschäften muss man nur das Armbändchen scannen – durch die Einlasskontrolle oder mit dem eigenen Handy. Unter den aktuellen Corona-Regeln (Click, Test & Meet) ist zudem eine Terminvereinbarung unter Angabe der Adresse zur Kontaktverfolgung notwendig. Das kann vorab über eine Website, vor Ort auf Papier oder eine weitere App geschehen. Viele Geschäfte setzen dafür die Luca-App ein.

In Geschäften, die das System nicht nutzen erhält man nach wie vor mit einem Test-, Impf- oder Genesungsnachweis auf Papier Zugang.

Alle Geschäfte, die zur Zeit mit dem Modell „Click, Test & Meet“ geöffnet sind finden Sie.

Das ganze System ist für die Bürger:innen, die Unternehmen und auch die Testzentren kostenlos. Die Stadt Bergisch Gladbach zahlt nur die Materialkosten für die Armbändchen von 50 Cent pro Stück.

Dabei profitiert die Stadt von ihrer gescheiterten Bewerbung für als NRW-Modellkommune für Öffnungsprojekte. Im Vorfeld der Bewerbung hatte die Stadt bereits mit der Wuppertaler Firma Lorent IT kooperiert, auf der Suche nach technischen Lösungen.

Nachdem die Bewerbung gescheitert war habe die Stadt nach Einzelschritten gesucht, die sie in eigener Verantwortung umsetzen kann – und war gemeinsam mit Lorent IT auf die Armbändchen gekommen. Das Unternehmen hat das Produkt weiter entwickelt und erprobt es jetzt in Bergisch Gladbach in Form eines Pilotprojektes. Daher zahlt die Stadt für die Entwicklung nichts.

Maximilian Lorent von Lorent IT hat „LOLA“ entwickelt, in Kooperation mit dem städtischen Digitalisierungsbeauftragten Marcel Böttcher und Dezernent Thore Eggert

Unternehmenschef Maximilian Lorent betont, dass das System völlig offen sei; der LOLA-Pass könne auch jetzt schon vom Einzelhandel in den Nachbarstädten ohne weitere Voraussetzungen akzeptiert werden, weitere Kommunen können das System übernehmen und auch andere Anbieter oder große Testzentren können es über eine offene Schnittstelle einbinden.

Im Gegensatz zu dem bekannten und umfassenderen Tübinger Corona-Armband konzentriere sich der LOLA-Pass auf eine einzige Lösung für eine einzige Anwendung, den Nachweis eines gültigen Tests bzw. Impfpasses. Damit würde ein großer Berg von Datenschutzproblemen ausgeklammert.

Dezernent Eggert bestätigt, dass das System sowohl der Kreisverwaltung als auch den anderen Kommunen im Kreis vorgestellt worden ist, bislang ohne Resonanz. Dennoch sei die Stadt ebenso wie die Firma Lorent IT für jede Kooperation aufgeschlossen. „Und auch in Bergisch Gladbach ist jede Teststation, jeder Filialist, der noch nicht mitmacht, jede Gaststätte oder Kultureinrichtung, die demnächst wieder öffnen darf, herzlich eingeladen, sich unserem System anzuschließen,“ betont Eggert. 

In den vergangenen Wochen hatten Lorent IT, die Krefelder Werbeagentur Lohmann and Friends, sowie die Stadt Bergisch Gladbach in Gestalt des Digitalisierungsbeauftragen Marcel Böttcher sowie Krisenstabsleiter Jörg Köhler das LOLA-Armbändchen im gegenseitigen Austauschs fortentwickelt und getestet. Die Fachhochschule für Wirtschaft (FHDW) begleitet das Projekt wissenschaftlich.

Weitere Informationen für Einzelhandel und Testzentren gibt es auf der Website der Stadt.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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40 Kommentare

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  1. Der Mehrwert durch ein Testband erschliesst sich mit überhaupt nicht.
    Ob nun ein Zettel kontrolliert wird oder ein QR Code ist nicht wirklich ein Unterschied.
    Statt Energie in solche Modellprojekte zu verschwenden, sollten wir lieber nach Möglichkeiten der effizienten Kontaktnachverfolgung suchen. Eine Pandemie, als Ursache für die jetzige Situation wird damit nicht besiegt.

  2. Einkaufen mit Maske und Abstand ist sicher!
    Wie kann man das dann noch sicherer mache? mit einem Testband..?
    Gefühlte Sicherheit steigt natürlich mit solchen Maßnahmen, sie ist aber nur wegen der permanenten Panikmache vorher tief gefallen.

  3. Beim iPhone reicht die Kamera, ansonsten geht es mit jeder QR-App.

  4. Die neue Coronaschutzverordnung NRW mit der gefährlichen , wissenschaftlich absolut nicht begründbaren verdoppelten Gültigkeitsdauer von Schnelltests auf 48 Stunden steht nicht nur im Widerspruch zur Bundesnotbremse, sondern auch zu dem, was wir schon vor vielen Monaten von Virologen gelernt haben: Schnelltests sagen nur etwas zur Infektiosität zum Zeitpunkt des Schnelltests aus. Schon wenige Stunden später – vielleicht schon 8 Stunden später! – kann jemand, der ein negatives Schnelltestergebnis hatte, ansteckend geworden sein. Seit ca. 2 Monaten wissen wir außerdem aufgrund neuer wissenschaftlicher Studien, dass Schnelltests in den ersten Tagen des Ansteckend-Seins sehr häufig keine Infektion anzeigen, es also ein falsch negatives Testergebnis gibt.

    Es ist zum wiederholten Mal so, dass die Landesregierung NRW Regelungen beschließt, die die Gesundheit der Bevölkerung gefährden.

    Der gesunde Menschenverstand gebietet, dass wir alle Schnelltestergebnisse nur maximal 24 Stunden benutzen! Die Bevölkerung NRWs muss sich zum wiederholten Mal ihre eigenen, sinnvollen strengeren Coronaregeln auferlegen: Laschet und Co. tun das nicht.

  5. Wir haben noch mal nachgefragt, es gibt eine Änderung der Sachlage: wie sich jetzt herausstellt gilt die Verlängerung der Gültigkeit von 24 auf 48 Stunden erst dann, wenn die Bundesnotbremse außer Kraft gesetzt ist. Da steht die NRW-Coronaschutzverordnung im Widerspruch zur Bundesnotbremse.

    Sobald die Bundesnotbremse (voraussichtlich Freitag) offiziell außer Kraft ist wird die neue Laufzeit auch vom Lola Coronapass ausgewiesen, sagt die Stadtverwaltung.

    Mehr Details gibt es im Liveblog: https://bit.ly/3byJHFS

  6. @Drucker, ich habe den Kommentar leider nicht gelesen. Um was ging es denn innhaltlich?

  7. Sehr geehrter „Drucker“, wenn Sie selbst Journalist sind / waren ist es um so weniger nachvollziehbar, dass Sie für Ihre Belehrungen die Anonymität wählen. Sie haben hier allerdings nicht den Status eines Volontärsvaters.

    Den gönnerhaften Vorwurf der „einen oder anderen Unprofessionalität“ weisen wir zurück. Wir veröffentlichen Pressemitteilungen Dritter nicht „nahezu unredigiert“, wir veröffentlichen sie. Das gehört zum Konzept des Bürgerportals, den lokalen Akteuren eine Plattform mit großer Reichweite zu bieten. Und zwar immer mit dem gekennzeichnet. Im Gegensatz zu den Regionalzeitungen, die regelmäßig Pressemitteilungen Dritter nahezu unredigiert veröffentlicht – allerdings unter dem Namen oder Kürzel der Redakteure.

    Wir laden Sie gerne zu einem unserer BürgerClubs ein und können gerne über Qualitätsjournalismus diskutieren. Aber offen.

  8. „Und es ist nun mal so, dass Meinungsäußerungen, hinter denen eine konkrete Person steht, mehr Wert [sic!] ist als anonyme Aussagen.“ – Das ist ein Irrtum. Der Wert eines Kommentars bemisst sich allein danach, wieweit er zutrifft. Und seien Sie versichert: Hinter jeder Äußerung steht eine konkrete Person.

    Und sobald Sie als Redakteur(in) Tatsachenbehauptungen aufstellen oder Werturteile abgeben, moderieren Sie nicht mehr, sondern kommentieren.

    Einem kleinen Regionalportal wird man die eine oder andere Unprofessionalität nachsehen können, etwa dass Pressemitteilungen Dritter nahezu unredigiert veröffentlicht werden (was bei einem Publikumsmedium mit ausreichendem „Standing“ eigentlich ein Kündigungsgrund ist, jedenfalls habe ich das seinerzeit von meinem ersten Chefredakteur so gelernt). Dennoch ist auch an solche Portale ein Mindestanspruch zu stellen, was die Redlichkeit des kommunkativen Handelns betrifft. Und dazu gehört nun einmal, dass man keine Kommentare löscht, nur um hinsichtlich der eigenen Ansichten und Äußerungen eine kognitive Dissonanz zu vermeiden.

    Als Redakteur(in) ist man nicht qua Amt im „god mode“, sondern in erster Linie der Leserschaft verpflichtet. Über die Jahre ist es mir gelungen, das etlichen Volontären und Volontärinnen zu vermitteln, aber der/die eine oder andere muss das wohl erst in der Berufspraxis lernen.

  9. Sehr geehrter Herr Drucker, wie gesagt ziehen wir die Grenzen bei anonymen Kommentaren enger, manchmal vielleicht auch zu eng. Das könnte im Fall von „Kevin“ der Fall gewesen sein. Das ist immer eine Ermessenserscheinung.

    Die Redaktion gibt hier keine Kommentare ab, sondern moderiert, unter dieser Funktionsbezeichnung. Wenn einzelne Mitglieder der Redaktion ihre persönliche Meinung äußern, machen sie das unter ihrem Namen und in eigener Verantwortung.

    Die Tatsache, dass im Telemediengesetzt vorgesehen ist, die Nutzung und Bezahlung auch unter Pseudonym möglich zu machen hat, mit dieser Debatte nichts zu tun. Sie können unsere Angebote nutzen, Sie könnten dafür sogar bezahlen, ohne ihren echten Namen angeben zu müssen.

    Wenn Sie aber anonym kommentieren wollen, müssen Sie dabei unsere Maßstäbe und Entscheidungen akzeptieren. Und es ist nun mal so, dass Meinungsäußerungen, hinter denen eine konkrete Person steht, mehr Wert ist als anonyme Aussagen.

  10. @Redaktion: Genau das traf in diesem Fall allerdings nicht zu. Wäre der Beitrag von „Kevin“ unter Ihre Löschkriterien gefallen, hätten Sie ihn gleich gelöscht. Sie haben es aber vorgezogen, darauf (recht herablassend) zu antworten. Mein Beitrag hat Sie anschließend darauf aufmerksam gemacht, dass „Kevin“ nicht gar so Unrecht hatte, und die Schlüssigkeit Ihrer Argumentation in Zweifel gezogen. Genügt das schon?

    Keiner der Kommentare war beleidigend, unsinnig oder enthielt Schmähkritik. Wären sie noch zu lesen, könnte sich jeder davon überzeugen. Aber das haben Sie ja verhindert.

    Und was die Anonymität betrifft: Das Gruppenpseudonym „Redaktion“ verfolgt ja nun auch nicht gerade das Ziel, mit seinem Namen für die eigenen Äußerungen einzustehen. Im übrigen hat das Recht des Nutzers auf Anonymität oder Pseudonymität Gesetzesrang (§ 13 Abs. 6 Telemediengesetz). Der Hinweis auf Pseudonymität eines Nutzers ist also ungeeignet dazu, seine Äußerungen pauschal zu entwerten.

  11. Sehr geehrter Herr Deister, wir hatten unsere Grundsätze gerade im vorhergehenden Kommentar erläutert, Sie finden unsere redaktionelle Grundhaltung auch im Impressum (s. Navigation ganz oben).

    Worauf stützt sich Ihr Eindruck willkürlicher Zensur? Wir betreiben natürlich keine Zensur, sondern das Gegenteil: wir bieten eine Plattform für den Austausch von Meinungen an, die von denjenigen genutzt werden kann, die sich an die Grundregeln halten. Die sind schnell aufgezählt: Recht und Gesetz, Respekt und Anstand. Und inzwischen muss man leider auch ausdrücklich sagen: die Einsicht, dass man Fakten nicht einfach erfinden kann.

  12. Um dem Eindruck willkürlicher Zensur, den offensichtlich so manche Kommentarleser und -schreiber haben, entgegenzutreten, wäre es sinnvoll, dass die Redaktion klare Regeln festlegt und gut sichtbar veröffentlicht: Regeln, bei deren Einhaltung der regelkonforme Kommentar in jedem Fall veröffentlicht und auch nicht gelöscht wird.

  13. Sehr geehrte(r) Herr/Frau Drucker, natürlich werden hier Kommentare gelöscht, im Moment zwischen 20 und 50 pro Tag. Vor allem solche, die aus der Anonymität heraus Beleidigungen, Schmähkritik und Unsinn enthalten. Das Kommentarfeld dient der inhaltlichen Auseinandersetzung und wird daher im Rahmen unserer Verantwortung moderiert. Wer sachlich argumentiert, Respekt zeigt und sich an die Fakten hält hat gute Chancen, hier ein offenes Forum zu finden.

  14. Ach, hier werden Diskussionsbeiträge gelöscht, wenn die Redaktion sich argumentativ nicht mehr zu helfen weiß? Wo ist denn der Hinweis von „Kevin“ samt Reaktionen geblieben?

  15. Wenn man einen weiteren Test macht wird der Code neu aktiviert, das Armband kann also weiter verwendet werden. Das gleiche gilt auch bei Geimpften: die müssten (aktueller Stand) nach sieben Tagen erneut mit ihrem Impfausweis in die Ausgabestelle gehen, dann wird die Laufzeit um weitere sieben Tage verlängert. Diese Frist könnte in der nächsten Zeit aber verlängert werden; zunächst soll abgewartet werden, ob es nicht doch Fälschungsversuche geben wird.

  16. Was meinen Sie, Redaktion, mit Ihrem Satz „Das Armband lässt sich immer wieder aufladen“? Sie schreiben doch, dass das Armband nach Ablauf der 24-stündigen Gültigkeit des Tests bzw. Ablauf der 7 Tage bei Geimpften zerschnitten werden muss, d.h., es ist dann zerstört und es wird ein neues Plastikarmband benötigt.

  17. Hallo, ich verstehe die ganze Aufregung nicht, schon gar keinen Shitstorm. Für den teilnehmenden Handel ist es eine klare Vereinfachung, und dies sollte im Vordergrund stehen. Schließlich waren und sind die dort schon genug gebeutelt. Dito bei künftigen Restaurantbesuchen ect. Wenn es dort die Abläufe beschleunigt, dann nützt das auch jedem potentiellen Kunden. Also uns allen die mal wieder raus wollen. Plastik Müll, ok, das ist ein grundsätzliches Argument. Der fällt aber auch bei jedem Test an, immer wieder. Mit dem Armband nur 1 x die Woche. Demnächst vlt auch länger. Ich weis nicht ob die Wasserfest sind, aber ich gehe mal davon aus, dass man damit auch duschen kann. Zugegeben, nicht schick so ein Teil für 7 Tage zu tragen, aber ist das ein Problem? Mittel zum Zweck halt. Ich bin noch nicht geimpft und gehe 1..2 Mal die Woche zum testen. Ergebnis bekomme ich binnen 30 Minuten aufs Handy, reicht mir derweil. Aber den Persi muss man im Zweifel zusätzlich vorzeitigen. Corona Warn App könnte (Stand heute) meinen QR Code vom Corona Point Bensberg übrigens nicht lesen. Technischer Support meint vlt wären die nicht an das System angeschlossen. Mehr fiel der Dame vom techn. Support dazu nicht ein. Die App ist aber so oder so mMn kein Aushängeschild. Menschen ohne Handy hilft das Band in jedem Fall, davon haben wir allein 4 zwischen 80zig und 90zig in der Familie. Mir geht vieles in der Corona Zeit auf den Keks, zum Teil gehörig. Die Kommunikation zwischen Politik und Bürger ist teilweise eine große Katastrophe. Aber hier sollten wir der Sache doch mal eine Chance geben. Und sei es für andere. Mir ist eine städtische Verwaltung die was macht, etwas ausprobiert, sich traut allemal lieber als etliches was aus Berlin kommt. Bleibt locker. Schönen Feiertag!

  18. Sehr geehrter Herr Niemann, was ist das eine, was das andere? Ein Handy mit der App kann von einer Person, die geimpft oder getestet ist, an eine andere Person weitergegeben werden. Das Corona-Bändchen ist am Körper befestigt, kann nur mit einer Schere gelöst werden und wird dabei zerstört.

  19. @Redaktion. Sie sagen „aber da ein Handy nicht personenbezogen ist“ kann dann die Corona Warn-up auch nicht genutzt werden. Was für das Eine gültig ist, ist für das Andere nicht mehr gültig?

  20. Frau Britz,
    zunächst einmal danke für ihren vollen Namen, wenn es denn der ihrige ist.

    Vielleicht hätten Sie mal besser bei Wikipedia geguckt oder im Lexikon nachgeschlagen, ehe sie ihre Zeilen hier veröffentlichen, die sehr viel weniger gesund sind als die „Entwicklung“, der sie Einhalt gebieten wollen. Ein „Narrativ“ ist eine Erzählung, was sie für ihren Unmut missbrauchen, ihre „Gesundheit beweisen“ zu müssen. Wie arg muss man denn missverstehen können, wenn sie diese Bandgeschichte nicht kapieren?

  21. Sehr geehrter Herr E., grundsätzlich geht es auch mit der Corona-Warn-App, aber da ein Handy nicht personengebunden ist muss zusätzlich der Personalausweis kontrolliert werden. Das wird perspektivisch dann wichtig, wenn die Außengastronomie wieder öffnet, wieder Veranstaltungen stattfinden und viele Personen in kurzer Zeit kontrolliert werden müssen. Faktisch ersetzt das System derzeit nicht die CWA, sondern einen große Bandbreite von Zetteln, Ausweisen und Impfpässen. Zudem hat nach wie vor nicht jede(r) ein Smartphone. Das Armband lässt sich immer wieder neu aufladen.

  22. Ich kann nicht erkennen, dass dieses Armband irgendeinen Vorteil für Getestete, die im Besitz eines Smartphones sind, bringt. Das Ergebnis eines Schnelltests kann seit dem 3. Mai für 48 Stunden in der Corona-Warn-App gespeichert werden und so im Geschäft vorgezeigt werden. Pro Schnelltest, der mit dem Armband nachgewiesen wird, wird ein Armband aus Plastik benötigt, das nur durch Zerstörung durch Zerschneiden abgenommen und damit nicht wiederverwendet werden kann. Zusätzlichen Plastikmüll für ein Armband, das Smartphonebesitzer mit Corona-Warn-App überhaupt nicht brauchen, halte ich für keine intelligente Lösung.

  23. Sehr geehrte Frau Geller, zu den technischen Details sollten Sie sich im Zweifelsfall bei der Stadtverwaltung (oder der Kreisverwaltung) erkundigen.

    Grundsätzlich kann das Armband in ganzen Kreis oder auch bundesweit genutzt werden, wenn der/die Geschäftsinhaberin es akzeptiert. Dafür müssen sie über das System informiert sein, daher wird sich der Einsatz wohl erst einmal auf die Stadt Bergisch Gladbach beschränken.

    Die Stadt hatte dem Kreis und den anderen Städten im Kreis eine Kooperation angeboten, bislang ohne Resonanz.

    Geimpfte müssen in den Ausgabestellen ihre beiden Impfungen nachweisen, per Impfausweis oder einer Bescheinigung des Impfzentrums oder der Arztpraxis.

    Ansprechpartner zu allen Fragen bei der Stadt finden Sie in dem Link, ganz unten im Beitrag.

  24. Soll das Band nur in Bergisch Gladbach genutzt werden oder im ganzen RB Kreis?
    2. Wie werden die Impfungen im IZ und Praxen nach der 2. Impfung eingetragen. Bei den Impfungen im IZ bekommt jeder Impfling so wieso Impfling einen pers. OR Code. Aber wie soll der auf das Armband gespeichert werden?
    Ich arbeite im IZ und werde sicher dazu befragt werden.

  25. Sehr geehrte Frau Britz, was wollen Sie uns mit dem Begriff „Narrativ“ unterstellen?

    Das Corona-Armband soll nicht beweisen, dass eine Person gesund ist – sondern dass von ihr beim Besuch eines Geschäfts sehr wahrscheinlich keine Infektionsgefahr ausgeht.

    Niemand „muss“, es ist ein freiwilliges Angebot und eine weitere Option zum Nachweis auf Papier.

    Das ist auch nicht „vollkommen irre“, sondern angemessen, sinnvoll und vernünftig, wenn es darum geht, weitere Infektionen zu verhindern und Anreize zu mehr Tests zu schaffen. Davon profitieren wir alle, weil so die Einschränkungen des täglichen Lebens schneller beendet werden können.

  26. Man müsste mal über das grundlegende Narrativ – alle Menschen seien krank und müssten ab sofort das Gegenteil beweisen – nachdenken. Wieso muss man seine Gesundheit mit Test, App & Co beweisen? Das ist vollommen irre und führt uns in eine Zukunft, in der Gesundheitstechnologien als Eintrittskarte in jeden Winkel der Gesellschaft dienen. Bitte stoppt das! Diese Entwicklung ist nicht gesund!

  27. Wenn ich das richtig verstehe, ist der Prozeß beim Schnelltest so. Ich zeige meinen Personalausweis vor, meine Daten werden händisch in eine Papierliste eingetragen. Dann wird der Test gemacht. Beim negativen Befund wird ein Dokument ausgestellt, damit ich für 24 Stunden in Geschäften einkaufen kann. Neu ist jetzt, dass ich ein Band mit einem QR-Code bekomme, der zentral auf einem Server gespeichert wird. Bis jetzt vorzeigen des Dokuments, jetzt scannen des QR-Codes.

  28. Es gibt sicher tausend Gründe, die gegen solch ein Armband sprechen. Es gibt aber auch tausend Gründe, die gegen Autos, Wohnen in der Stadt, Leben auf dem Land, Essen von Gemüse und/oder Fleisch, Tragen von Lederschuhen ……. usw. sprechen.
    Für das, was es gedacht ist, ist dieses Plastikarmbändchen die beste kurzfristige Lösung, die mir zu dem Thema Lockerungen bisher untergekommen ist. Bis zum EU-weiten Angebot wollen wir diesmal sicher nicht warten. Oder?
    Dickes Lob und Dankeschön an die Entwickler (super Arbeit!) und das unbürokratische (irres Tempo!) Handeln der Stadt BGl!

  29. Hatten wir nicht genug Gelegenheit, über alle möglichen Auswirkungen des Virus‘ zu schwadronieren, gab es nicht aus allen Richtungen Meldungen, die die Wahrheit für sich reklamierten, mussten wir uns nicht gerade hier mit den Leistungen eines unfähigen Landrats herumschlagen?

    Nun wird eine Erleichterung für Viele angeboten – für 7 Tage – und ausdrücklich als Modellversuch angekündigt. Was passiert? Das Bändchen wird negiert, 7 Tage sind zu kurz, man müsste ja sogar damit duschen, weil man es nicht rückwärts reguliert abnehmen kann. Eine Dame beschwert sich, weil sie ob ihrer Augenprobleme die Hinweisschilder nicht lesen kann. Geht sie vollkommen alleine durch die Welt, hat sie niemanden, der sie auf diese Schilder aufmerksam machen kann, wie kommt sie sonst an gedruckte Informationen?

    Herr S. (leidiges Pseudonym), gehen sie zu Amazon, haben wir an dieser Stelle einen Meckerer weniger; Nikra (leidiges Pseudonym), wollen sie sich nicht zum Mond schießen lassen, wenn sie es hier nicht mehr aushalten? Alex C. (leidiges Pseudonym), duschen sie jeden Tag und können sich nicht mal 7 Tage nur (?) waschen?

  30. Luca App, Bändchen für 7 Tage, ich glaube es wird Zeit ganz zu Amazon und Co. zu wechseln.
    Eigentlich schade für den Einzelhandel.
    Was ist mit der Corona App damit könnte man doch auch einchecken ? Ist die jetzt abgeschafft?

  31. Ihre Annahmen sind falsch. Das Armband ist eine Option. Nach wie vor können die Geschäfte auch Impf- und Test-Bescheinigungen auf Papier akzeptieren. Wie sie es wollen. Der Nachweis eines Tests oder einer vollständigen Impfung ist für den Besuch eines Geschäfts gesetzlich vorgeschrieben, mit Abstand und Maske hat das nichts zu tun.

  32. In der neuen Welt muss man seine Gesundheit beweisen. Per test oder Impfung von dem Virus, der nun unserer ganzes Alltags Leben von im Griff hat.
    In Gl also demnächst nur noch mit Plastik Band und Geschäft. Oder grünen Haken in der imof app.
    Wieso hat das bislang eigentlich auch mit Abstand und Maske geklappt???

  33. Liebe Frau Ali, das ist ein guter Punkt. Sehen Sie eine Möglichkeit, das inklusiver zu gestalten?

  34. Welchen Sinn soll dieses Armband für Geimpfte haben? Wenn sie es nicht Tag und Nacht tragen und damit duschen und baden wollen, um es wenigstens 7 Tage lang zu benutzen, müssen sie genau wie Ungeimpfte, die einen tagesaktuellen Test damit beweisen wollen, für jeden Tag, an dem sie es nutzen wollen, ein neues Armband besorgen! Den Aufwand spare ich mir, indem ich direkt im Geschäft meinen Personalausweis zusammen mit meinem gelben Impfbuch vorlege!

  35. Läden „ sind durch das grüne Plakat der Stadt im Schaufenster zu erkennen.“
    Schon wieder eine Regelung die mich, Kundin mit Sehbeeinträchtigung (blind), nicht mitnimmt.
    Das ganzen letzten Jahr war und ist Einkaufen in Bergisch Gladbach für mich kaum möglich. Und mit Plakat im Schaufenster bringt mich das auch nicht weiter!

  36. Ein wirklich tolles Projekt.
    Ich habe es direkt gerade ausprobiert und war begeistert: einfach schnell Impfpass vorgelegt, Armbändchen bekommen und konnte danach alle meine Termine erledigen.
    Das Armband trägt sich sehr gut und erinnert tatsächlich an einen All-Inclusive-Urlaub. Ich kann mir durchaus vorstellen, es einige Tage lang zu tragen.

    Ein Hinweis an die Redaktion: bei mir hat auch unter Android das scannen des Armbands ohne zusätzliche App problemlos geklappt. Vielleicht klappt es nur auf älteren Android-Geräten nicht.

  37. Sehr geehrter Herr C., es handelt sich um ein Pilotprojekt, bei dem getestet wird, was sinnvoll ist. Die Laufzeit für Geimpft, wie beschrieben, ist aus Sicherheitsgründen auf zunächst sieben Tage begrenzt, kann aber jederzeit verlängert werden. Geimpfte müssen das Armband nicht Tag und Nacht tragen, sondern nur, solange sie es wollen. Wenn man es abnehmen könnte, wäre dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet.

  38. Das LOLA-Armband ist auf jeden Fall besser als die Datenkrake LUCA-App. Aber für Geimpfte ist es nicht sehr anwendungsfreundlich:

    1) Warum nur eine Gültigkeitsdauer von 7 Tagen? Warum nicht bis zum Ablauf von 6 Monaten nach der zweiten Impfung?

    2) Das Armband kann nicht abgelegt werden, ohne es zu zerstören (mit Schere durchschneiden). Geimpfte müssen das Armband also bis zum Ablauf der Gültigkeit ununterbrochen tragen, zur Zeit also 7 Tage lang, wenn sie die Gültigkeitsdauer ausnutzen wollen – Tag und Nacht, damit duschen und baden. Das ist Murks!