Foto: Thomas Merkenich

Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums soll die Impfung von Kindern im Laufe der kommenden Woche starten. In erster Linie sollen die Kinder-Ärzt:innen Angebote bereit stellen, aber auch der Kreis steht in der Pflicht.

Die Impfung von Kindern zwischen fünf und elf Jahren startet in Nordrhein-Westfalen Ende kommender Woche, teilt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) mit. Damit die Impfungen möglichst kindgerecht verlaufen und um dem besonderen medizinischen Beratungsbedarf der Eltern zu entsprechen, werde der Schwerpunkt der Kinderimpfungen in den Praxen der Kinder- und Jugendmediziner:innen liegen, Hausärzt:innen ergänzen das Angebot.

Zusätzlich kündigt das MAGS an, dass die Kreise spezielle Angebote für die Impfung der Fünf- bis Elfjährigen schaffen. Diese Angebote werden dezentral vor Ort organisiert und sollen am Freitag, den 17. Dezember starten.

Der Kreis hat bislang drei stationäre Impfstellen in Overath, Rösrath und Burscheid eingerichtet, weitere sind geplant. Ob diese auch für die Impfung der Kinder eingesetzt werden können ist offen.

.„Es ist eine sehr gute Nachricht, dass wir jetzt auch für Kinder von fünf bis elf Jahren eine Impfung anbieten und damit auch sie bestmöglich vor einer Corona-Infektion schützen können,“ sagt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Da die Coronaschutzimpfung für viele Eltern ein sensibles Thema sei werde es in den kommunalen Impfstellen ausreichend Beratungsmöglichkeiten durch Ärzt:innen geben.

Eltern, die ihre Kinder impfen lassen möchten, können sich daher entweder an die niedergelassenen Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte wenden oder die kommunalen Impfangebote ihres Kreises oder ihrer kreisfreien Stadt wahrnehmen. Um die Planbarkeit für die Eltern zu erhöhen, werden bei den kommunalen Impfstellen mindestens die Hälfte der Kinderimpfungen mit Termin vergeben.

Impfungen für Kinder – die Fakten

Dieses nordrhein-westfälische Impfangebot richtet sich an alle Kinder zwischen fünf und elf Jahren. Die Kinder sollen im Abstand von drei Wochen die zweite Impfung erhalten. Booster-Impfungen sind für unter 18-Jährige hingegen derzeit nicht vorgesehen.

Für die Kinderimpfungen wird nur der Biontech-Kinderimpfstoff eingesetzt, der sich von der Handhabung und Dosierung von dem regulären Impfstoff unterscheidet. In die Impfung der Kinder müssen die Sorgeberechtigten einwilligen. 

Der Bund stellt bundesweit zunächst 2,4 Millionen Impfdosen für die Impfungen der Kinder zur Verfügung. Eine Verteilung auf die Bundesländer erfolgt nach dem Anteil der Kinder in der Altersgruppe. Die Bestellungen der Ärzte und Kommunen mussten bis gestern erfolgen.

Die Zuteilung der Impfstoffmengen auf den Großhandel durch den Bund wird nach dem Eingang der Bestellungen bis Donnerstag, den 9. Dezember, vorgenommen. Erst im Anschluss können Apotheken und Leistungserbringer durch den Großhandel über die jeweiligen Auslieferungsmengen informiert werden.

Eine Empfehlung der Ständigen Impfkomission (STIKO) für Kinder zwischen fünf und elf Jahren wird in wenigen Tagen erwartet. Das Impfangebot der Kreise und kreisfreien Städte steht für alle Kinder zwischen fünf und elf Jahren zur Verfügung stehen. Die Entscheidung über die Impfung treffen die Ärztinnen und Ärzte gemeinsam mit den Sorgeberechtigten in eigener Verantwortung.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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