Aus einer Metallplatte haben Carmen Dietrich und Gregor Merten zwei Kunstwerke geformt, die für Bergisch Gladbachs Partnerschaften in Israel und Palästina stehen. Am Freitag wurde die Stele mit den Symbolen der abrahamitischen Religionen auf dem Beit-Jala-Platz feierlich enthüllt. Das Gegenstück, ein Engel, wurde in einem Corso quer durch die Stadt getragen und steht nun auf dem Ganey-Tikva-Platz. Eine Fotoreportage.

Mehr als 200 Personen, darunter sehr viele Kita-Kinder und Schüler:innen, haben sich am Freitag an der Enthüllung der Engel der Kulturen beteiligt. Das Kunstprojekt soll den interkulturellen und interreligiösen Austausch unterstützen, als deutliches Zeichen für den Wunsch nach Frieden, Solidarität und Erhalt der Demokratie.

Schon 2008 war die Aktion „Engel der Kulturen“ durch die Burscheider Künstler:innen Carmen Dietrich und Gregor Merten initiiert und inzwischen in vielen Städten in Deutschland umgesetzt worden.

In Kooperation mit der Stadt Bergisch Gladbach, dem Städtepartnerschaftsverein Bergisch Gladbach – Bei Jala e.V. und dem Städtepartnerschaftsverein Ganey Tikva – Bergisch Gladbach kam sie jetzt auch nach Bergisch Gladbach. Auf Anregung von Roswitha und Erich Bethe, die das Projekt über ihre Stiftung auch finanziert haben.

Die Aktion „Engel der Kulturen“ ist eine von sechs Veranstaltungen, die der Bergisch Gladbach – Beit Jala e.V. und der Städtepartnerschaft Ganey Tikva – Bergisch Gladbach e.V. mit Unterstützung der Stadt für 2022 geplant haben. Sie feiern in diesem Brückenjahr ein Jahrzehnt Städtepartnerschaft: 2011 wurde die Partnerschaft mit Beit Jala gegründet, zwei Jahre später folgte Ganey Tikva.

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Aus einer Metallplatte haben die Künstlerinnen einen Kreis heraus geschnitten, dabei aber die Symbole der abrahamitischen Religionen – Stern, Kreuz, Halbmond – am Rand stehen gelassen. Das herausgeschnittene Stück formt einen Engel. Mehr zum Konzept erfahren sie hier.

Die Stele wurde auf dem Beit-Jala-Platz aufgestellt, dem grünen Vorplatz und Spielplatz zwischen Hauptstraße, Dechant-Müller-Straße und dem neuen Bauprojekt „Quartier 13″ auf dem ehemaligen Steinbüchel-Gelände.

Bürgermeister Frank Stein.

Bürgermeister Frank Stein wies besonders auf die Beteiligung von Roswitha und Erich Bethe hin: „Ein großer Dank gilt der Bethe-Stiftung, mit deren finanzieller Unterstützung dieses tolle Projekt erst umgesetzt werden konnte.“

Das Projekt war durch den ehemaligen Bürgermeister Lutz Urbach, begleitet worden. „Die beiden Skulpturen ergänzen einander – die eine ist der anderen entnommen – und lassen so eine imaginäre Brücke zwischen dem Beit Jala- und Ganey Tikva-Platz entstehen“, sagte er.

Ex-Bürgermeister Lutz Urbach am Ganey-Tikva-Platz

Urbach hatte in seiner Amtszeit heftige Auseinandersetzungen mit einem konkurrierenden Ganey Tikva-Verein durchstehen müssen. Nach dem Ende seiner Amtszeit hatte er den Vorsitz des Städtepartnerschaft Ganey Tikva e.V. übernommen, der aus dem älteren Ganey Tikva Freudeskreis hervorgegangen war.

Nach der Enthüllung der ersten Skulptur auf dem Beit Jala-Platz wurde der zweite Teil der Skulptur durch die Innenstadt zum Ganey Tikva-Platz in Hebborn hinter der evangelischen Kirche zum Heilsbrunnen geschoben und dort aufgestellt.

Das weitere Programm

Wanderer zwischen den Welten: Veranstaltungsreihe der Städtepartnerschafts-Jubiläen mit Beit Jala und Ganey Tikva

Donnerstag 16. Juni, 18 Uhr
Ratssaal Bensberg
Israelis und Palästinenser im Dialog: Mutige Brückenbauer vor Ort packen es an! Gespräch mit Rami Elhanan (Israeli) und Bassam Aramin (Palästinenser)

Samstag 20. August, 15 – ca. 20 Uhr
Kirche zum Heilsbrunnen
Yuval Ben-Ami: Von einem, der auszog, das Fürchten zu verlernen. Als Reiseleiter unterwegs in Israel und Palästina
Anmeldung per Mail: susanne.schloesser@ganey-tikva-verein.gl

Sonntag 11. September, ab 11 Uhr
Stadt- und Kulturfest Bergisch Gladbach
Die beiden Partnerschaftsvereine Beit Jala und Ganey Tikva gemeinsam am Stand
der Städtepartnerschaften „Gläbbisch in aller Welt“

Dienstag 13. September, 19 Uhr
Kulturkirche St. Engelbert
Wir begegneten uns als Feinde, die miteinander reden wollten – Lesung aus „Apeirogon“ von Colum McCann
Mit Achim Dehmel und Heinz D. Haun (Lesung) sowie Anmar Barakat (Musik auf dem Qanun)

Dienstag 27. September, 19.30 Uhr
Kirche zum Heilsbrunnen
Johannes Zang: Von Ausgangssperre bis Zugvögel
Ein Abend mit Geschichten, Bildern und Gespräch

Weitere Infos im Flyer zur Veranstaltungsreihe



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Thomas Merkenich

ist der Fotograf des Bürgerportals. Mittlerweile wohnt er „im schönen Kürten" und liebt das Bergische Land. Aber das sieht man seinen Fotos ja auch an. Mehr Infos auf seiner Website www.thomasmerkenich-fotografie.de, mehr Foto im Bildershop: https://www.pictrs.com/thomasmerkenich-fotografie

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