Der Axel-und-Sabine-Becker-Friedenspreis ist bei einer Feierstunde im großen Ratsaal aus der Taufe gehoben worden. Er setzt dem 15-jährigen Jubiläum der Partnerschaft mit der Stadt Beit Jala in Palästina ein Glanzlicht auf – und würdigt das Lebenswerk der beiden Namensgeber.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Städtepartnerschaftsvereins Bergisch Gladbach-Beit Jala

Bei einer Taufe geht‘s meist gesellig zu. So auch bei der Matinee, zu der der Städtepartnerschaftsverein Bergisch Gladbach-Beit Jala und die Stadt am vergangenen Sonntag ins Rathaus eingeladen hatten. Anlass war der Axel-und-Sabine-Becker-Friedenspreis, der in einer Feierstunde im großen Ratsaal aus der Taufe gehoben wurde und dem 15-jährigen Jubiläum der Partnerschaft ein Glanzlicht aufsetzte. 

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Als Täufling fungierte die 25 mal fünf Zentimeter große Preisskulptur, eine stilisierte Brücke mit Olivenbaum auf einem mattschimmernden Olivenholzblock. Rund 70 „Patinnen“ und „Paten“ waren zur Enthüllung gekommen – Mitbegründer, Wegbegleiter, Familie, Freunde und natürlich die Namensgeber, Axel und Sabine Becker. 

Brigitta Opiela. Fotos: Beit Jala e.V.

Die stv. Bürgermeisterin Brigitta Opiela umriss in ihrer Grußbotschaft den Kern der Auszeichnung:

„Mit der Initialisierung des Axel- und Sabine-Becker-Friedenspreises entsteht eine bedeutsame Tradition: Der Preis wird künftig als Wanderpokal an außerordentliche Persönlichkeiten weitergegeben, die sich im Geiste der Beckers um Friedensstiftung und Verständigung zwischen Menschen verdient gemacht haben.“

Grußwort von Brigitta Opiela im Wortlaut

Liebes Ehepaar Sabine und Axel Becker,
lieber Stephan Dekker und lieber Jörg Bärschneider als die Vorsitzenden des Vereins Städtepartnerschaft Bergisch Gladbach – Beit Jala,
lieber Heinz D. Haun als ehemaliger Vorsitzender des Vereins,
werte Anwesende,

vielen Dank, dass ich bei Ihnen sein darf, hier im Historischen Rathaus der Stadt Bergisch Gladbach, zu einem besonderen Anlass: Wir feiern die Initialisierung des Axel- und Sabine-Becker-Friedenspreises.

In dieser Feierstunde stehen Axel und Sabine Becker im Mittelpunkt. Lange vor der offiziellen Begründung der Städtepartnerschaft zwischen Bergisch Gladbach und Beit Jala im Jahr 2011 haben Sie beide sich unermüdlich in beiden Städten, vor allem aber in Beit Jala, engagiert. Damit haben Sie den Grundstein für die städtepartnerschaftliche Verbindung gelegt. Wir würdigen Sie als zwei Menschen, deren beharrliches Engagement Ihren Mut, Ihr Herz und Ihre Ausdauer zeigt, die weit über Bergisch Gladbach und Beit Jala hinaus wirkt.

Sie stehen für eine Haltung, die Frieden als alltägliche Praxis begreift: Frieden entsteht durch persönliche Begegnungen, durch den unerschütterlichen Einsatz für Menschenrechte und durch den Blick, der Horizonte öffnet – für andere Kulturen und für andere Lebenswirklichkeiten. Ihr Wirken beweist, dass Verantwortung nicht in Worten, sondern in konkretem Handeln sichtbar wird: in Begegnungen, in Dialog, in der Bereitschaft, Brücken zu bauen, wo Grenzen sind.

Die Städtepartnerschaft Bergisch Gladbach – Beit Jala trägt wesentlich Ihre Handschrift. Viele Menschen haben Sie zusammengebracht, Projekte inspiriert und eine Atmosphäre des Vertrauens geschaffen, in der Werte wie Freiheit und Würde gelebte Realität wurden.

Mit dem Leitmotiv Ihres Vereins „Freiheit, Würde, Zukunft für die Menschen in Palästina“ verbinden sich Mut und Menschlichkeit zu einer klaren Botschaft: Frieden gelingt dort, wo sich Menschen in Würde begegnen und gemeinsam an einer besseren Zukunft arbeiten.

Lieber Herr Becker, Ihre Lebensleistung und die Ihrer Frau ist eine beständige Einladung für uns alle: uns zu fragen, wie wir gemeinsam mehr Verständigung schaffen, Dialogräume eröffnen und Verantwortung in konkrete Projekte übertragen können. Ihr Vorbild fordert uns auf, achtsam und zugleich entschlossen neue Wege zu gehen – stets mit dem Ziel, Frieden sichtbar zu machen.

Mit der Initialisierung des Axel- und Sabine-Becker-Friedenspreises entsteht eine bedeutsame Tradition: Der Preis wird künftig als Wanderpokal an außerordentliche Persönlichkeiten weitergegeben, die sich im Geiste der Beckers um Friedensstiftung und Verständigung zwischen Menschen verdient gemacht haben.

Mir gefällt diese Idee sehr: Die Würdigung durch den Axel- und Sabine-Becker-Friedenspreis gilt als bleibende Auszeichnung, die Verleihung selbst auf Zeit, als fortlaufende Tradition. An dieser Stelle: Herzlichen Dank an die Initiatoren aus dem Beit-Jala-Verein!

Möge der künftige erste Preisträger, Daoud Nassar vom Tent of Nations in Bethlehem, in seinem Tun das fortführen, was die Eheleute Becker angestoßen haben.

Ich wünsche dem Axel- und Sabine-Becker-Friedenspreis eine erfolgreiche Zukunft mit würdigen Preisträgerinnen und Preisträgern.

Wenn Sie möchten, setze ich den Text auch noch in eine druckreife Redefassung mit etwas stärkerer Gliederung und besserer Sprechbarkeit.

Die Politikerin weiß, wovon sie spricht: Bei mehrfachen Reisen konnte sie sich von der Situation im sog. „Heiligen Land“ ein Bild machen.  

Frieden beginnt im Kleinen

Stephan Dekker (rechts) mit Axel Becker, Jörg Bärschneider und Gerald Karich. Foto: Beit Jala e.V.

Für den Vereinsvorsitzenden Stephan Dekker machte die aktuelle Preisstiftung sichtbar, worum es von Anfang an gegangen sei:

„Um den festen Glauben daran, dass Begegnung stärker ist als Abgrenzung, dass Zuhören wichtiger ist als vorschnelles Urteilen – und dass Frieden im Kleinen beginnt, zwischen Menschen.“

Grußwort von Stephan Dekker im Wortlaut

Sehr geehrte Frau stellvertretende Bürgermeisterin, liebe Bibi Opiela,
sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder unseres Vereins,
meine lieben Vorstandskolleginnen und -kollegen,
lieber Holger Faust-Peters, liebe Gäste,

ich freue mich, Euch und Sie alle hier im Ratssaal des Historischen Rathauses in Bergisch Gladbach begrüßen zu dürfen.

Heute ist ein besonderer Moment für unseren Städtepartnerschaftsverein Bergisch Gladbach – Beit Jala e.V.. Und vor allem ist es auch für mich ein ganz persönlicher und bewegender Moment.

Liebe Sabine Becker, lieber Axel Becker,

es ist mir eine große Freude und auch eine große Ehre, euch heute hier begrüßen zu dürfen – dich, lieber Axel, als langjährigen Vorsitzenden unseres Vereins, als Motor und Initiator unserer Städtepartnerschaft und als einen Menschen, der über viele Jahre hinweg gezeigt hat, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen und Brücken zu bauen.

Was wir heute mit der Einführung des Axel-und-Sabine-Becker-Friedenspreises sichtbar machen wollen, hat vor vielen Jahren mit einer Haltung begonnen: nämlich mit dem festen Glauben daran, dass Begegnung stärker ist als Abgrenzung, dass Zuhören wichtiger ist als vorschnelles Urteilen – und dass Frieden im Kleinen beginnt, zwischen Menschen.

Und wir haben das immer wieder genau in diesem Kleinen auch geschafft. Ich erinnere da an das Rollstuhlbasketballspiel mit Menschen mit Behinderung aus Palästina und Israel hier in Bergisch Gladbach, an den bewegenden Kondolenzbesuch von Orna Ben Ami und ihrem Mann Oded aus unserer israelischen Partnerstadt Ganey Tikva in Beit Jala nach dem Unfalltod des Sohnes des damaligen Übergangsbürgermeisters von Beit Jala, Williem Ashaheer, oder an unsere mehrfachen Teilnahmen am Peace Festival in Beit Jala mit vielen Jugendlichen aus unserer schönen Stadt.

Du, lieber Axel, hast gemeinsam mit deiner lieben Frau Sabine genau das vorgelebt. Mit Beharrlichkeit – ich erinnere nur daran, wie vielen Bürgermeistern und Verantwortlichen du diese Städtepartnerschaft schmackhaft machen musstest –, mit Überzeugung und mit einem beeindruckenden persönlichen Einsatz, mit dem ihr diese Partnerschaft mit Beit Jala nicht nur initiiert, sondern auch mit Leben gefüllt habt.

Dass dieser Preis heute euren Namen trägt, ist deshalb weit mehr als eine Ehrung.

Er ist Ausdruck von Dankbarkeit – und zugleich Auftrag an uns alle, diesen Weg weiterzugehen.

Lieber Axel, wir freuen uns sehr, dass du heute hier bist. Herzlich willkommen!

Ein Anspruch, den der Verein immer schon durch konkrete Taten untermauerte. Zum Beispiel durch Bürgerreisen nach Beit Jala, sportliche Begegnungen von Menschen aus Palästina und Israel hier an der Strunde oder die Teilnahme von Jugendlichen am Peace Festival in der Partnerstadt.

„Immer war es Axel, der das Anliegen mit Beit Jala weiterschob, ein begnadeter Netzwerker“, würdigte Laudator Jörg Bärschneider die beiden Pioniere. „Axel der Antreiber nach außen mit ständig neuen Ideen, immensem Arbeitspensum und einem klaren Ziel. Sabine nach innen, zugewandt, gedankenreich, mit leisem Humor, mit dem sie das Vereinsgeschehen unnachahmlich kommentierte.“

Wechselvolles Leben mit klarem Wegweiser 

Jörg Bärschneiders Rückblick machte den überaus wechselvollen Lebensweg der beiden deutlich: düstere Kriegseindrücke und Fluchterfahrung in jungen Jahren, Pfarrdienst und engagierte Sozialarbeit in Chile zur Zeit des Sturzes der Allende-Regierung, Axel als Pfarrer in Köln und Bergisch Gladbach und Sabine im Lehrerberuf an der IGP, dann schließlich der erste Besuch beider in Beit Jala Anfang der 2000er-Jahre.

Laudatio von Jörg Bärschneider im Wortlaut

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Opiela,
liebe Gäste, liebe Sabine, lieber Axel,

mit großer Freude begrüße auch ich Sie und Euch zur Stiftung des Axel-und-Sabine-Becker-Friedenspreises durch unseren Verein.

Der Preis ist die bundesweit erste Auszeichnung für bürgerschaftliches Engagement im Rahmen einer Städtepartnerschaft.

Sie werden vielleicht sagen: Es gibt doch schon Dutzende Friedenspreise auf der Welt – den Aachener Friedenspreis, den Friedensnobelpreis und neuerdings den unsäglichen FIFA-Friedenspreis für den US-Präsidenten!

Und jetzt auch noch den Friedenspreis der Städtepartnerschaft Bergisch Gladbach – Beit Jala?

Gut gemeint, aber was soll das?

Ich möchte zwei Antworten geben: Die erste betrifft die Namensgeber – Axel und Sabine Becker.

Die zweite Antwort betrifft den Preis selbst.

Bei der ersten Antwort, die zu den Namensgebern, kann ich mich kurz halten. Jede und jeder Anwesende hier kennt die beiden, oft schon jahrzehntelang. Und alle wissen, dass wir nur deshalb die Städtepartnerschaft mit Beit Jala haben, weil Ihr beide – lieber Axel, liebe Sabine – den Grundstein gelegt und sie zum Erfolg geführt habt. Weil Ihr immer der Motor wart. Ganz einfach.

Die Geschichte hier zu erzählen, würde zu weit führen.

Nur so viel: Die Städtepartnerschaft zwischen Bergisch Gladbach und Beit Jala war kein Selbstläufer. Viele Schritte führten dorthin, manche Hürden mussten genommen werden.

2003 fing es mit dem Freundeskreis „Bürger für Beit Jala“ an, es folgten sieben Jahre später der Ratsbeschluss zur Aufnahme der Städtepartnerschaft, die Vereinsgründung und schließlich die Besiegelung der Partnerschaft im Jahr 2011 – erst im Rathaus Bensberg, dann im Rathaus Beit Jala, beide Male angeführt durch die damaligen Bürgermeister Lutz Urbach und Raji Zeidan.

Dazwischen lagen Reisen interessierter Bürger von der Strunde nach Beit Jala, kleinere und größere Veranstaltungen. Immer mehr Mitstreiter kamen dazu, unterstützt und angespornt von vielen engagierten Menschen in Rat und Verwaltung, von Freundinnen und Freunden des Vereins. Man kann es rückblickend als Bürgerinitiative bezeichnen, die den Weg von Bergisch Gladbach nach Beit Jala ebnete.

Und die Reise ging ja bekanntlich weiter: 2013 folgte die Erweiterung zur bundesweit zweiten trilateralen Partnerschaft – nach Köln – Bethlehem – Tel Aviv – mit der israelischen Kommune Ganey Tikva.

Immer war es Axel, der das Anliegen mit Beit Jala weiterschob, ein begnadeter Netzwerker. Axel der Antreiber nach außen mit ständig neuen Ideen und einem klaren Ziel. Sabine nach innen, zugewandt, gedankenreich, mit leisem Humor, mit dem sie das Vereinsgeschehen unnachahmlich kommentierte.

Und beide führten stets ein offenes Haus, einen offenen Garten, immer ansprechbar. Euer Zuhause war gleichsam das Clubheim des Beit-Jala-Vereins.

Die Beckers, ein Orbit mit durchaus unterschiedlichen Charakteren, die sich aber wunderbar zum Gesamtwerk fügten. Das wurde in dem großen Interview klar, das Ihr beide uns Anfang 2020 anlässlich von Axels Rückzug aus dem aktiven Vorsitz gegeben habt.

Dabei wurde ein roter Faden durch Euer bewegtes Leben sichtbar – Lebenslinien, die viele Abschnitte und Stationen zum Großen und Ganzen zusammenfügen:

  • düstere Kriegseindrücke und Fluchterfahrung in Euren jungen Jahren
  • Pfarrdienst und engagierte Sozialarbeit in Chile in den 1970er Jahren zur Zeit des Sturzes der Allende-Regierung
  • dann schließlich die Ankunft im sogenannten „Heiligen Land“ Anfang der 2000er-Jahre

So wechselvoll Eure Biografie ist: Der Einsatz für Menschenrechte, für persönliche Begegnungen und einen weiten Horizont ging Eurem tatkräftigen Leben immer als Wegweiser voraus.

Dass christliche Überzeugungen dabei eine wesentliche Rolle spielen, habt Ihr nie vor Euch hergetragen. Aber Ihr hattet sie. Du, Axel, hast mir einmal einige der Dich prägenden theologischen Persönlichkeiten genannt: Dietrich BonhoefferHannah ArendtDorothee Sölle. Und in Beit Jala Pfarrer Jadallah Shihadeh.

Auf die Frage, was es im Zusammenhang mit Deinem Engagement für Beit Jala eigentlich bedeute, Christ zu sein, hast Du geantwortet: „Tatkräftiges Handeln und zugleich Besinnung auf die Fundamente der eigenen Überzeugung, auf den Glauben. Um Standhalten oder Flüchten, um Meditation oder Aktion.“

Jetzt komme ich zum zweiten Punkt: An wen soll der Preis künftig gehen? Was wollen wir damit sagen?

Der Preis ehrt Persönlichkeiten und Initiativen,

die sich für einen gerechten Frieden in Nahost stark machen, ganz gleich, wo sie leben – in Beit JalaPalästinaIsraelBergisch Gladbach oder anderswo.

Der Preis geht an Menschen,

die inmitten von Unfrieden, Bedrohung und Entrechtung nicht aufgeben,
die uns auf unseren Begegnungsreisen ins sogenannte Heilige Land tief beeindrucken, die uns in ihre Arbeit, ihren Alltag, ihr Denken und Bangen mitnehmen und beispielgebend sind,
die für Hoffnung auf ein friedliches Miteinander stehen.

Kurzum, der Preis soll an Menschen gehen, die dafür stehen, dass Städtepartnerschaft nicht nur etwas für reiselustige Bildungsbürger ist, sondern neue Horizonte öffnet, Begegnungen ermöglicht, die man nie vergisst und die einen am liebsten auch aktiv werden lassen.

Und bevor Sie sich fragen, ob das nicht alles vielleicht zu hoch greift – wo gibt es denn solche Lichtgestalten?

Da antworte ich: Wir haben auffallend viele herausragende Menschen im sogenannten Heiligen Land kennengelernt. Dort, so scheint es mir, wo die Bedrohung von Leben und Alltag durch Gewalt und Unrecht allgegenwärtig ist, bestehen tragischerweise auch besonders förderliche Bedingungen für starke Charaktere:

Menschen wie die Autorinnen Sumaya Farhat Naser (Palästina) und Lizzie Doron (Israel), Praktiker wie Mohammed Fararje (AH) und Burkhard Schunkert von Life Gate, Menschenrechtsgruppierungen wie die Combatants for Peaceund der Parents Circle.

An starken Frauen und Männern herrscht also kein Mangel!

Wir hatten alle Genannten auch schon hier in GL, vor vollen Sälen!

Und zu diesen Menschen, die aktiv und mit schier übermenschlichem Einsatz für ein friedliches Miteinander in Nahost arbeiten, gehört auch unser erster Preisträger:

Daoud Nassar vom Tent of Nations in Bethlehem!

Die meisten von Ihnen kennen ihn. Wir haben ihn oft bei unseren Begegnungsreisen in Bethlehem besucht, und er uns schon des Öfteren hier in Bergisch Gladbach. Ein Mann, der aus seiner immerzu bedrohten Familienfarm ein internationales Friedensprojekt gemacht hat mit der berühmten Devise: „Wir weigern uns, Feinde zu sein!“

Daoud Nassar bekommt den Axel-und-Sabine-Becker-Friedenspreis am 18. Mai im Laurentiushaus des Katholischen Bildungswerks überreicht. Dazu sind Sie jetzt schon herzlich eingeladen.

Nähere Infos gehen Ihnen noch zu.

Der Preis, ein Wanderpreis, ist übrigens mit 1.000 Euro aus unserer Vereinskasse dotiert.

Zum Schluss noch eine kleine Erinnerung, wie das war, als wir Axel in einer Vorstandsrunde im Januar fragten, ob er mit dieser Namensgebung für unseren Preis überhaupt einverstanden ist. Die Antwort – ein typischer Axel:

„Ja gut. Aber diesen Preis stellt man sich nicht einfach in die Vitrine. Der muss gelebt werden.“

Das sei Dir hiermit versprochen, lieber Axel!

Und jetzt heben wir den Friedenspreis aus der Taufe.

„So wechselvoll eure Biografie ist: Der Einsatz für Menschenrechte, für persönliche Begegnungen und einen weiten Horizont ging Eurem tatkräftigen Leben immer als Wegweiser voraus.“

Weiter Bogen persönlich gewidmeter Musikstücke

Namensgeber Axel Becker unterstrich, dass sich dieser Preis im Tun bewähren müsse. Er sei dafür bestimmt. „als Zeichen der Hoffnung andere, nicht nur künftige Preisträgerinnen und Preisträger zu ermutigen, immer wieder auch kleine Schritte zur Verständigung und des Brückenbaus zu unternehmen.“ Er dankte den Gästen, den Mitstreitern und ausdrücklich dem Musiker Holger Faust-Peters

Holger Faust-Peters. Foto: Beit Jala e.V.

Der verlieh der Matinee mit seinem eindrucksvollen Cellospiel eine ganz besondere Note. Holger Faust-Peters und Axel Becker sind sich nicht nur durch die Vorliebe für das Streichinstrument verbunden, der Musiker war auch bereits zweimal in Beit Jala.

Eine ferne Reise, die er auch im weiten Bogen persönlich gewidmeter Musikstücke erklingen ließ: durch die 2. Cellosuite von Johann Sebastian Bach, die durch Mercedes Sosa berühmt gewordene Friedens- und Freiheitshymne für Lateinamerika, zwei Lieder vom Friedenszug des „March of Hope“ und schließlich mit der heiteren Überleitung „Just Doodling“ zum ungezwungenen Gedankenaustausch der Gäste. 

Der neue Preis geht jetzt auf Reisen 

Mit dem neuen Preis geht nun die bundesweit erste Auszeichnung für bürgerschaftliches Engagement im Rahmen einer Städtepartnerschaft auf Reisen. Sie ist mit 1.000 Euro aus der Vereinskasse dotiert.

Erster Preisträger ist Daoud Nassar vom internationalen Friedensprojekt „Zelt der Nationen“ (Tent of Nations) in Bethlehem. Die Preisverleihung ist für den 18. Mai im Laurentiushaus des Katholischen Bildungswerks vorgesehen. 

 

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