Ganey Tikva Verein Gründung Urbach

Vor drei Jahren hatte der damalige Bürgermeister Lutz Urbach dem Ganey Tikva-Verein das Mandat für die Betreuung der Partnerschaft mit der Stadt in Israel nach einem längeren Streit entzogen. Die Lücke war zunächst von einem informellen Freundeskreis gefüllt worden. Doch jetzt wurde ein neuer Verein gegründet, mit vielen bekannten Gesichtern im Vorstand – und Altbürgermeister Urbach an der Spitze.

Die Entwicklung der Städtefreundschaft Bergisch Gladbachs mit dem israelischen Ganey Tikva werde „von einem neuen Meilenstein gekennzeichnet“, heißt es in einer Pressemitteilung: Am 10. Juni sei als Nachfolger des „Freundeskreises Ganey Tikva an der Kirche zum Heilsbrunnen“ ein neuer Verein unter dem Namen „Städtepartnerschaft Ganey Tikva – Bergisch Gladbach e.V.“ ins Leben gerufen worden.

Die Gründungsmitglieder hatten eine Satzung aufgestellt und einen achtköpfigen Vorstand sowie zwei Rechnungsprüfer gewählt:

  • 1. Vorsitzender: Lutz Urbach
  • 2. Vorsitzender: Michael Zalfen
  • Schatzmeister: Helmut Raßfeld
  • Beisitzer: Achim Dehmel, Stephan Dekker, Jeanette Koschmieder, Susanne Schlösser, Tanja Urbach
  • Rechnungsprüfer: Klaus Farber, Peter Schlösser

Urbachs Nachfolger im Amt des Bürgermeisters, Frank Stein, sei im Vorfeld über die Absicht der Vereinsgründung informiert worden. Er begrüß die Übergabe des Staffelstabs vom Freundeskreis an den neuen Verein, so die Pressemitteilung.

Nach einem langen und erbitterten Streit hatte Urbach im Sommer 2018 dem damaligen Ganey Tikva-Verein das Mandat für die Betreuung der Partnerschaft entzogen. Dieser Verein ist unter dem Namen „Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Ganey Tikva – Bergisch Gladbach e. V.“ unter Führung von Petra Hemming und Axel Bolte weiterhin aktiv.

Die Differenzen gegenüber dem Freundeskreis Ganey Tikva und dem Beit Jala Verein (der sich um die Partnerschaft mit der Stadt in Palästina kümmert) hatten sich weiter vertieft.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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29 Kommentare

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  1. Bergisch Glad(Ur)bach zwischen Moses und Mohammed?
    N. B. dies ist kein „Non-paper“, sondern Tacheles zur Behandlung des Themas Städtepartnerschaften in unserer Stadt.
    Als für internationale Schulbeziehungen zuständiger Lehrer am Albertus Magnus Gymnasium, Bensberg, hatte ich vor ca. 10 Jahren versucht, eine Partnerschaft mit einer Stadt in Andalusien zu initiieren.
    Der Wunsch und die beträchtlichen Mühen in Spanien und wie hier fielen bei der damaligen Stadtspitze aber der Nicht(be)achtung anheim, ebenso wie mein Hinweis, daß europäische Städtepartnerschaften m.E. wichtiger seien, als die hier anscheinend angestrebte Vermittlerposition zwischen zwei Städten in der Levante.
    Denn der Primat der religiös geprägten, dominanten Identitäten dort inklusive der fest damit verbundenen territorialen Ansprüche seit ca. 3000 Jahren versprächen kaum Erfolg für die Mühen und lohnten somit auch nicht den finanziellen Aufwand seitens unserer Stadt.
    Dennoch scheint das Motto „Wenn’s nicht mehr geht, noch einmal“ hier gültig zu sein. Ende offen?!
    Es bleibt also abzuwarten, inwieweit die „hochkarätige“ Mitgliederschaft der „Neuauflage“ des Dreiecksverhältnisses dieses Mal Wunder bewirken wird.
    Eine rege Reisetätigkeit wird es aber wohl sicherlich geben.
    Es ist aber zu bezweifeln, daß auch diese Städtepartnerschaftsaktion unter geringer Anteilnahme der Bevölkerung sowie gemobbter interessierter Bürger verbleichen und beerdigt werden wird, denn andere, nahe und ferne Interessen haben eben den Primat.
    Und, da bin ich sicher, die Chemie wird diesmal stimmen, weil der Leiter des Interkulturalitätlabors gewisse, einschlägige Erfahrungen zu haben scheint, zumindest was die Akzeptanz und die Verbreitung grenzüberschreitender, unbegründeter, weil unbegründbarer Aussagen angeht.
    Robert Peters, ehemaliger Lehrer am AMG Bensberg

  2. Typisch für diese Stadt. Hier wird sich nie etwas ändern. Eine tiefe Provinz!!! Ein proisraelischer Verein, wo kein einziger Jude dabei ist… Was soll das???

  3. Ach Herr Santillan, wenn wir Sie nicht hätten. Danke für Ihr Verständnis, aber bitte nicht weiter so!

  4. @Rolf Havermann
    Meine Kommentare scheinen ihnen zu lang zu sein, aber verschleiern tue dabei nichts, sondern sage hier klar meine Meinung und vertrete einen dezidierten Standpunkt. Das muss man nicht mögen, aber man muss auch nicht mich mögen. „Everybody Darling“ machen schon genug andere! Nicht mein Ding!

    Bei ihrem Kommentar zum Thema wird allerdings deutlich, dass sie keine Ahnung haben, worüber hier diskutiert wird, denn sie können nicht mal mehr die Akteure unterscheiden und auseinanderhalten. Das passiert anderen auch und so ist der Gang des Lebens.

  5. „Freundeskreis Ganey Tikva“, „Städtepartnerschaft dto. – Bergisch Gladbach“, ich habe den Eindruck, in den Kommentaren zum Artikel wird das schon mal verwechselt oder ich verwechsele das.

    Aus meiner Erinnerung fühlte damals sich der „Freundeskreis“ angegangen und ging selbst so weit, darin „Anti-Israel-Semitissmus zu sehen (das Wort erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit). Ich habe einige Kommentare zu den Problemen dieses Konflikts in diesem Forum, auch von „Verfolgungswahn“ des „Freundeskreise“, geschrieben. Nach meiner Auffassung konnte Bürgermeister Urbach damals nichts anderes tun als der üblen Geschichte ein Ende zu setzen und dem „Freundeskreis“ die Erlaubnis, GL zu vertreten, entzog.

    Wenn man sich für einen Verein interessiert, der die Verbindung zwischen Deutschen und Juden stärken soll, erkundigt man sich danach und erwartet nicht, dass ein solcher Verein jeden Interessenten aufsucht!

    Zu Herrn Santillan möchte ich anführen, dass man seine Kommentare sehr genau und mit Bedacht lesen sollte, weil er gut verschleiern kann. Außerdem strafen sie den Leser mit ungebührlicher Länge!

  6. Herr Santillan,
    Sie müssen vorsichtig sein, mit dem, was Sie schreiben. Für mich ist das schon üble Nachrede. Ich fordere Sie auf, Ihre Behauptungen zu unterlassen. Sie sind unwahr, aus dem Zusammenhang gerissen und werden geäußert, um das Ansehen des Freundeskreises Ganey Tikva bewusst zu schädigen.

    Zum Hintergrund: Die christliche Einrichtung Lifegate für Menschen mit Behinderung in Beit Jala möchte ein Grundstück im Westjordanland erwerben und benötigt dazu erhebliche Spenden (500 Euro für einen Quadratmeter). Da allgemein bekannt ist, dass es in diesem Landstrich häufig Probleme mit Grundstückseigentum gibt (mangelhafte Katastereinträge, Bau von israelischen Sicherungseinrichtungen etc.) hat Lifegate bestätigt, dass das Land in einer Art „Tabu-Zone“ liegt und für immer und unverbrüchlich Lifegate gehören wird. Jede Spenderin und jeder Spender darf also sicher sein, dass die Spende auch bei Lifegate in Form eines Grundstücksanteils bleibt.

    Die Nähe des Freundeskreises zu Lifegate ist darin begründet, dass der Leiter der Einrichtung mit Israelis, Palästinensern, Deutschen und Amerikanern zusammenarbeitet und sein Projekt mehrfach in Bergisch Gladbach vorgestellt hat. (Eine Delegation von Lifegate war auch schon bei Lizy Delaricha, Bürgermeisterin von Ganey Tikva.) Zuletzt gab es eine Spendenverdopplungsaktion mit der Bethe-Stiftung, die vom Freundeskreis Ganey Tikva und dem Beit Jala Verein initiiert worden war. Was wir alle wollen: Benachteiligten Menschen mit Behinderung in Beit Jala helfen und eine gute Arbeit von Lifegate unterstützen. Machen Sie das bitte nicht schlecht!

  7. Kommentare, die persönliche Beleidigungen enthalten, werden von uns nicht frei gegeben.

  8. Ich wünsche dem neuen Verein nochmals allen erdenklich Segen, um die beiden Städte zueinander zu bringen. Alles, was wir Israel oder Menschen in Israel tun, wird den Israelis und auch uns zum Segen. Das ist eine biblische Zusage des Gottes Israels, der diese Volk und Land hütet wie seinen Augapfel.

    Von den Machtkämpfen in Bergisch Gladbach um Köpfe und Ideologien habe ich keine Kenntnis.
    Ich war zwei mal in dem Land und war tief beeindruckt vom Zusammenleben der Menschen und ihrer Kultur.

  9. Interessant, was @Mario Joberg hier zitiert.

    Offenbar enthält sich die Stadtspitze bisher jeglicher Kritik an der POLITISCHEN Aktivitäten des von M. Joberg zitierten Städtepartnerschaftsvereins, während andere Vereine mit dieser Begründung bestraft werden, wenn sie sich öffentlich gegen Antisemitismus positionieren!

    Dieser Widerspruch macht nachdenklich, denn es verstärkt den Eindruck, dass hier zweierlei Maß angelegt wird. Auf der einen Seite ist Kritik an Israel erlaubt oder durch die Stadt geduldetet, während Widerstand gegen „Antisemitismus“ kritisch beäugt, sanktioniert und sogar „verboten“ wird.

    An dieser Stelle möchte ich einen anderen aktuellen Newsletter ins Spiel bringen, der ähnliche verwirrende Aussagen gegen Israel trifft. Nur kam dieser Newsletter direkt vom „Freundeskreis Ganey Tikva“. In einem Aufruf zum Landkauf für ein „Stück Heiliges Land“ des „Freundeskreis“ von Anfang April heißt es wörtlich, was man mit dem Landkauf erreichen will „Damit wäre auch das neue Grundstück vor möglichen israelischen Maßnahmen sicher; …“ Offenbar setzt der „Freundeskreis“ nicht auf Verständnis für die Menschen in Israel, sondern auf Diffamierungen, die gegen den Staat Israel gerichtet ist.

    Der Aufruf steht wohl im Zusammenhang zu der auch in Israel sehr umstrittene Kampagne Ländereien um die israelischen Siedlungsgebiete herum zu kaufen. Allerdings ist dabei das Land in den Zonen A und B ausgeschlossen. Da Beit Jala in Zone A liegt ist die Stadt faktisch nicht davon betroffen, denn tatsächlich besteht in den palästinensischen Autonomiegebiete dieser Zonen A/B sogar das Verbot Land an „Juden“ zu verkaufen. Ein solcher Landverkauf an Juden ist durch die palästinensische Autonomiebehörde mit drakonischen Strafen bewehrt. Die dort geltende Rechtslage verbietet es also auch deutschen Juden oder Israelis in Deutschland dieses Land zu erwerben, denn es darf nicht an sie verkauft werden. Für was macht der „Freundeskreis“ in seiner letzten Newsletter da eigentlich Werbung, wenn sich nicht mal diese Gruppen daran beteiligen dürfen?

    Der „Freundeskreis GT“ macht hiermit offenkundig politische Stimmung gegen Israel. Was hat das mit „Freundschaft und Partnerschaft“ zu tun, von denen die Familie Schlösser hier unten berichtet? Mir erschließt sich das nicht …..

    Tatsächlich hat die dahinterstehende Absicht von Lifegate in Beit Jala neues Land zu kaufen nichts mit der aktuellen Landkaufkampagne zu tun, so wie es der Freundeskreis es aber darzustellen versucht hat. Das gute und wichtige Projekt Lifegate hatte schon sehr lange die Absicht dieses Grundstück für ihre humanitären Projekte zu kaufen und hat nun die
    Gelegenheit dazu bekommen und benötige Spenden. (siehe Homepage Lifegate)

    Ich bin regelrecht schockiert, wie hier das Projekt Lifegate vom „Freundeskreis“ für antiisraelische Propaganda missbraucht wurde. Und der jetzige Verein tritt die Nachfolge des „Freundeskreis“ an. Upppsss…, was da wohl noch kommen wird?

  10. Ich denke, die Antwort von Frau Schlösser ist eindeutig zu interpretieren. Keine Juden im neuen Verein. Die fühlen sich nämlich beim GTV zu Hause.

  11. @Redaktion
    Ich beziehe mich in meinem Kommentar auf die BDS-Kampagne insgesamt, die als antisemitisch eingestuft wird, und auch Bergisch Gladbach erreicht hat.

    Mit „die Antisemiten“ ist im übertragenen der Antisemitismus im Allgemeinen gemeint. Das ist tatsächlich etwas unscharf und lässt Raum für Spekulationen. Das war nicht meine Absicht- Ich nenne keine Personen, da ich auch keine einzige relevante Person als Antisemit im Auge habe oder diesen Vorwurf erhebe.

    Anscheinend aber haben sie hier eine bestimmte Person oder mehrere im Sinn, die ich aber nicht gemeint habe. Deshalb stelle ich eine Gegenfrage. Wenn meinen sie oder suchen sie auch mit dem „Nanomikroskop“?
    An dieser Stelle möchte ich deutlich machen, dass ich keinen der beteiligten Akteure als Antisemit einstufen würde oder als solche bezeichnet habe.

    Allerdings gibt es an verschiedenen Stellen antisemitischen Äußerungen und Muster, die auch von den Medien bedient werden. Vielleicht hilft dieser aktuelle Text aus der Bundeszentrale für politische Bildung ihre Frage zu beantworten: https://www.bpb.de/…/das-bild-des-juden-in-den… / Vielleicht bringt der etwas Licht ins Dunkle.

  12. Die beiden angenehm sachlichen Erläuterungen von Susanne und Peter Schlösser beschreiben erhellend klar wie gehaltvoll konkret Sinn und Zweck von Städtepartnerschaften bzw. Bürgervereinen, die sich entsprechend engagieren.

    Da geht es, wenn ich’s recht verstehe, weit abseits von furiosen Selbstinszenierungen auf politischen Schaumwogen, um das Element des möglichst vielfältigen wie unmittelbar menschlichen, nicht zuletzt ideologisch entkrampften oder auch entgifteten Austausches, um ein Kennenlernen, um Lernen durch Kennen, um das Organisieren von Begegnung, das In-Gang-Bringen und -Halten von Kontakten etc.

    Und das war, von außen betrachtet, jahre- oder sogar jahrzehntelang das eigentlich doch dankbare Geschäft auch des „alten” Ganey Tikva-Vereins (in guter und der Sache im besten Sinne förderlicher Kooperation wohl auch mit dem Beit Jala-Verein).

    Bis dann (man könnte fast sagen: Leider ganz im Ungeist der Zeit) die Stunde der Selbsterhitzten schlug; da wurde es sozusagen psychologisch und die Sache war bald gelaufen …
    Es sind wohl auch nicht wenige Mitglieder angesichts des plötzlich tobenden Spiegelfurors einiger ausgetreten.

    Wen immer es davon abgesehen drängt, einen Verein o.Ä. zur Verteidigung Bergisch Gladbachs gegen den seiner Auffassung nach überall drohenden bzw. bereits aktiven oder gar herrschenden Antisemitismus zu gründen – Der Weg wäre jederzeit frei.

    Vielleicht teilen sich die zwei nun existierenden Ganey Tikva-Vereine ja auch die Arbeit:
    Der neue (alte) setzt die jahre- oder eben sogar jahrzehntelang fruchtbar gewesene Aktivität der Städtepartnerschaft in uneitel stetem Wirken fort;
    und der alte (neue) bietet denen die offenbar begehrte Bühne großer politischer Deklamation, denen das vielleicht zu langweilig sein mag …

  13. Zur Bitte der Redaktion an Herrn Santillan, seine Vorwürfe zu konkretisieren: Die von Herrn Santillan erhobenen Vorwürfe werden konkret, wenn Sie die webside des mit dem Logo der Stadt Bergisch Gladbach werbenden Beit Jala e.V. öffnen. Hier findet sich ein Sammelsurium an Stereotypen im Hedwig-Courths-Maler-Sülzstil, mit dem die Palästinenser zu reinen Opfern und die Israelis zu üblen Besatzerburschen stilisiert werden. Unter anderem: „Petition an die Kanzlerin“ vom 18.06.2020, die mit dem verzweifelten Ausspruch „I can´t breathe“ des sterbenden George Floyd beginnt, der in die angebliche Lage der Palästinenser kontextualisiert und zur Stimmungsmache gegen Israel und alle, die es gut mit diesem Staat meinen, manipulativ umfunktionalisiert wird. Nach einer Reihe von Halbwahrheiten und Desinformationen gipfelt die Petition in der Anmaßung, dass, da unser Land mit der Ermordung von 6 Millionen Juden schwerste Schuld auf sich geladen habe, nunmehr Verantwortung für die übernehmen müssten, die durch die Gründung des Staates Israel Land verloren hätten und weiter verlieren würden. Das ist eine typische Selbstermächtigung deutscher Antisemiten, über die man sich in Israel herzlich freut. Weiter ganz frisch der Newsletter 5/2021 vom 08.06.2021, wo herzzerreißend über einen Großbrand des tent of nations, einer protestantischen Einrichtung einer Familie Nasser, mit der Vernichtung von 1.500 Olivenbäumen berichtet wird, um sodann unvermittelt zu den Repressionen und Übergriffen der israelischen Besatzungsmacht überzugehen mit der sich anschließenden Versicherung: Dennoch wollen wir niemennden vorverurteilen. Die Ermittlungen laufen noch. Die Ursache des Brandes ist bislang nicht geklärt.“ Der Rest ist wieder theatralisches Geseier mit dem Ziel, die hartherzigen Israelis in die Ecke zu stellen, wo die Herren Haun und Konsorten sie haben wollen. Es wäre schön, wenn sich der neue Bürgermeister einmal mit der Seite des Beit Jala e.V. beschäftigen würde, will er sich nicht wie sein Vorgänger dem Vorwurf einer Voreingenommenheit gegen den Ganey Tikva Verein aussetzen, mit dem erfreulicherweise viele Jüdinnen und Juden sich identifizieren können und Mitglied sind.

  14. Städtepartnerschaften wurden und werden begründet, um Bürgerinnen und Bürger, sprich Menschen aus den beteiligten Städten einander näher zu bringen und zusammenzuführen. Daraus folgt, dass sich Bergisch Gladbacher Städtepartnerschaftsvereine vordergründig für die Menschen aus Bergisch Gladbach und die Menschen aus der jeweiligen Partnerstadt eingerichtet haben. Das gilt auch für den neu gegründeten Städtepartnerschaftsverein Ganey Tikva – Bergisch Gladbach.

    Ein treffendes Beispiel hierfür ist der bestehende enge Kontakt zwischen dem Otto Hahn Gymnasium in Refrath und der HaRishonim Junior High School in Ganey Tikva. Seit der Begründung der Städtepartnerschaft im Jahre 2013 sind bisher sieben Begegnungen mit jeweils rund 25 Schülerinnen und Schülern nebst Begleitpersonen zustande gekommen. Alleine diese Aktivitäten haben rund 175 Bergisch Gladbacher Kinder nebst ihren Familien mit rund 175 Kindern nebst Familien aus Ganey Tikva zusammengeführt und es ihnen ermöglicht, das Leben der anderen unmittelbar und direkt zu erfahren. Gibt es einen besseren Weg?

    Coronabedingt gab es im vergangen und diesem Jahr eine Zwangspause. Beide Schulen scharren aber bereits mit den Füßen, um endlich wieder einander besuchen zu dürfen. Und beide Schulen dürfen sich der Unterstützung des neu gegründeten Vereins sicher sein.

    Vielleicht fruchten ja die aktuellen Bemühungen, im kommenden Jahr den Austausch zwischen zwei weiteren Schulen starten zu können.

  15. Der „Städtepartnerschaft Ganey Tikva – Bergisch Gladbach e.V.“ wurde gegründet, um die Freundschaft mit unserer israelischen Partnerstadt im Einvernehmen mit den beiden Stadtverwaltungen zu pflegen.

    Zu Frau Petrovas Anliegen zitiere ich die Satzung des Vereins:
    Zweck des Vereins ist die Förderung internationaler Gesinnung, der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens (§ 52 Abs. 2 Nr. 13 Abgabenordnung). Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch:
    – persönliches bürgerschaftliches Engagement. Das Wissen um lokale, historische, soziale, kulturelle, sportliche, politische und wirtschaftliche Strukturen der beiden Partnerstädte Ganey Tikva und Bergisch Gladbach soll vermittelt werden, z.B. durch Lesungen, Konzerte, Ausstellungen.
    – gegenseitiges Kennenlernen. Durch Verständigung, Solidarität und Zusammenarbeit sollen Vorurteile zwischen den Menschen in Ganey Tikva und Bergisch Gladbach – gleich welcher Religion und Volkszugehörigkeit – abgebaut werden.
    Die Städtepartnerschaft soll Freundschaften zwischen den Menschen in Ganey Tikva und Bergisch Gladbach vermitteln, z.B. durch den Austausch von Schüler- und Sportlergruppen.

    Herrn Kamenskys Frage beantwortet die Satzung ebenfalls:
    Mitglied des Vereins kann jede natürliche Person werden, die voll geschäftsfähig ist oder die das vierzehnte Lebensjahr vollendet hat und über die Zustimmung ihres/ihrer gesetzlichen Vertreters/-in zum Beitritt verfügt, sowie jede juristische Person. Die Mitglieder müssen bereit sein, die Ziele des Vereins zu unterstützen.

    Über Namen, Herkunft und Religionszugehörigkeit unserer Mitglieder geben wir keine Auskunft.

  16. @Tomas Santillan: Bitte konkretisieren Sie Ihre Vorwürfe: Wo und bei wem beobachten sie eine „offene antisemitische Kampagne“? Wer sind „die Antisemiten in dieser Stadt“? Welche Medien „verbreiten antisemitische Muster“?

  17. @Nicolai K.

    Leider ist das kein Neuanfang, sondern eigentlich eine weitere Eskalation in dem Konflikt, statt wirklich einen Versuch der Versöhnung zu unternehmen.

    @Redaktion
    Man kann sich auch die Augen und Ohren zuhalten, wenn man etwas nicht wahrnehmen will.

    Um „Gleichschaltung“ im historischen Sinne geht es hier wohl nicht, sondern um den Versuch eine langjährige und gute bürgerschaftliche Partnerschaftsarbeit mit Israel kaputt zu machen, um Amigowirtschaft, Verfilzung und Klüngel zu etablieren. Das kann man schon sinngemäß mit „Gleichschaltung“ vergleichen, wobei ich den Begriff so auch nicht nutzen würde.

    Der Schaden, der hier angerichtet wird, ist groß und ich frage mich, warum man nicht versucht „Brücken zu bauen“, statt diese mit Gewalt einzureißen.

    Die Antisemiten in dieser Stadt reiben sich die Hände und haben genau das erreicht, was sie seit Jahren durch Desinformation, Lügen und Diffamierung beabsichtigt haben. Am Ende stellen sich die Verantwortlichen für diese Kampagne als Opfer von „aggressive Diffamierungsversuche seitens pro-israelischer Aktivisten“ dar und die Medien greifen verbreiten dieses antisemitischen Muster auch kräftig weiter und stelle diejenigen, die sich gegen Antisemitismus zur Wehr setzen als „Täter“ dar.

  18. Was macht der Verein um jüdisches Leben in der Stadt Bergisch Gladbach zu fördern? Ich bin Jüdin und ich möchte es gerne wissen.

  19. Gibt es auch Juden in diesem Verein? Bitte die Frage beantworten!
    Ein Verein dieser Art ohne Juden ist Nonsense.

  20. Der Neuanfang der Beziehungen zur Stadt Ganey Tikva ist grossartig.
    Möge er ein Segen für die Bürger beider Städte werden.
    Shalom und Toda raba!
    (hebräisch, und heißt: Friede sei mit euch, Vielen Dank!)

  21. Den Bock zum Gärtner machen!

    Ein neuer „Bergischer Klüngelverein“ erblickt das Licht der Welt. Bekannte Politiker und Verwaltungsmitarbeiter, deren Freunde und Angehörige nutzen die Gunst der Stunde und machen die Verfilzung nun amtlich.

    Offenbar ist es Ziel dieser neuen Gruppierung, die aus den üblichen Verdächtigen bestehend, das schon bestehende langjährige, erfolgreiche und bürgerschaftliche Engagement zu verdrängen, statt nach einer Aussöhnung und Verständigung zu suchen.

    Tatsächlich wird mit dem ehemaligen Bürgermeister der Bock zum Gärtner gemacht, denn er ist maßgeblich für die Konflikte und die Verfilzung verantwortlich, die zu dem oben angedeuteten Streit geführt haben.

    Auch diesem Jahr können wir eine weitere Ausbreitung antisemitischer Aktivitäten in dieser Stadt beobachten.

    Diese neue Vereinsgründung richtet sich im Kern gegen den lange bestehenden „Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Ganey Tikva – Bergisch Gladbach e. V.“, der sich explizit der Freundschaft mit Israel verbunden fühlt und gegen jede Form von Antisemitismus angeht.

    Akuter Antisemitismus ist ein sensibles Thema und wir sollten aufmerksam beobachten, wer hier tatsächlich zündelt und sich aktiv an der Ausbreitung antisemitischer Vorurteile beteiligt. Dabei ist eine Zusammenarbeit der demokratischen Kräfte dringend notwendig. Doch leider erleben wir in in dieser Stadt Ausgrenzung und Abgrenzung, statt Zusammenarbeit und Frieden!

    Wir beobachten eine immer stärker werdende antiisraelische und antisemitische Kampagne, die seit Jahren versucht Israel zu delegitimieren und Menschen jüdischen Glaubens zu diffamieren. Leider konnte die Stadt Bergisch Gladbach sich nicht dazu durchringen ein klares Signal gegen diese BDS-Kampagne zu setzen und hat einen Antrag dazu im Stadtrat abgelehnt. Diese Ablehnung und der „Streit der Vereine“ spielt den Antisemiten in die Hände.

    Während NRW-Land- und Bundestag diese BDS-Kampagne klar als antisemitisch einstufen, gibt es mitten unter uns in Bergisch Gladbach Aktivitäten diese BDS-Kampagne zu verstärken. Diejenigen, die sich dagegen wehren, so wie der lange bestehenden „Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Ganey Tikva – Bergisch Gladbach e. V.“, werden öffentlich angegriffen und leider auch in den Medien diffamiert.

    Ich habe den Eindruck, dass die Stadtverwaltung dieses entweder nicht wahrnimmt oder ganz bewusst in Kauf nimmt. Mit dieser Vereinsgründung wird der Konflikt weiterhin und ganz bewusst angeheizt und befeuert. Man fragt sich, was die Damen und Herren „Persönlichkeiten“ dabei denken!

    Warum wird nicht versucht die bestehenden Aktivitäten für ein Städtepartnerschaft mit Israel zusammenzuführen und auszusöhnen? Offenbar steckt da mehr dahinter. Leider wird niemand darüber berichten, denn es handelt sich um ein Minenfeld als Lügen, Unterstellungen und Eifersüchteleien … und die Stadt ist mittendrin und mischt mit!

  22. An Redaktion:
    Sie haben natürlich Recht – der Verein wurde nicht aufgelöst, das steht auch im Text. Vollkommen richtig und mein Fehler – gemeint hatte ich so etwas wie „Zuständigkeit entzogen“. Und dass Gleichschaltung diese Bedeutung besitzt, ist mir sehr bewusst. Natürlich kann man die Vorfälle damals und heute nicht vergleichen, dennoch wirkt es eben so als ob ein missliebiger Verein, der nicht so ist wie man ihn gerne hätte, entmachtet wird und dafür etwas Passendes an die entsprechende Stelle gesetzt wird.
    Freundliche Grüße, David Seldner

  23. Brücken – der Völkerverständigung die aufgebaut werden sollten – werden von Akteuren mit ungeheurem Egoismus wieder eingerissen!

    Diese Brücken Einreisser verhöhnen mit unsäglichem Aktionismus die Menschen – die sich um die Städtepartnerschaft zwischen Bergisch Gladbach und Ganei Tikva wirklich verdient gemacht haben!

    Und Bergisch Gladbach verliert an Ansehen in der ganzen Welt – weil es bei dieser Posse nur um Eitelkeiten gewisser Akteure geht!

  24. Sehr geehrter Herr Seldner, wie Sie wahrscheinlich wissen hat der Begriff Gleichschaltung eine sehr eindeutige historische Bedeutung und und steht für „die erzwungene Eingliederung aller sozialen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Kräfte in die einheitliche Organisation einer Diktatur, die sie ideologisch vereinnahmt und kontrolliert“ (Zitat Wikipedia).

    Eine solche Entwicklung können wir in Bergisch Gladbach nicht erkennen.

    Zudem gehen Sie von einer falschen Annahme aus: der alte Ganey Tikva Verein wurde nicht aufgelöst. Durch wen auch? Das steht auch im Text.

  25. Klingt für mich nach etwas, das man „Gleichschaltung“ nennt. Der bisherige Verein war nicht so, wie es gewünscht war, deshalb wurde er aufgelöst und ein neuer, „passender“ Verein gegründet.

  26. Mich wundert, dass der neue Verein aus so vielen CDU und SPD Funktionären besteht…erscheint mir in Hinterzimmern ausgeklüngelt statt öffentlich gegründet…schade…
    Aber es ist für eine GUTES Ziel der Völkerverständigung und deshalb wünsche und hoffe ich auf gutes Gelingen. Ich selbst war 1968 (…0k, paar Tage her) als Schülervertereter des Hölderlingymnasiums in Köln Mülheim im Rahmen der Städtefreundschaft Köln-Tel Aviv zu einer sehr eindrücklichen Reise von Schülern durch Israel eingeladen.