In der Turnhalle erläuterten die Planer die Optionen für die Altenberger-Dom-Straße. Foto: Stadt GL

In einer Veranstaltung für beteiligte Interessengruppen hat die Stadtverwaltung Pläne für den hoch umstrittenen Umbau des Geschäftszentrums in Schildgen präsentiert: mit und ohne Parkplätze entlang der Altenberger-Dom-Straße. Die Stadt spricht von einem konstruktiven Einstieg in den Bürgerdialog – der an diesem Samstag mit einer öffentlichen Veranstaltung fortgeführt werden soll.

Die Umgestaltung der Altenberger-Dom-Straße im Bereich zwischen der Kempener Straße und der Leverkusener Straße ist ein heißes Eisen – die Interessengemeinschaft des lokalen Handels wirft der Stadt vor, das Geschäftszentrum zerstören zu wollen. Nun hält die Verwaltung dagegen, mit einem „Bürgerdialog“ in zwei Etappen. Dabei wurden am Mittwochabend in einer geschlossenen Runde konkret Pläne vorgelegt.

+ Anzeige +

 Zur Auftaktveranstaltung seien „zahlreiche Stakeholder aus Schildgen in der Turnhalle der Concordiaschule zusammengekommen, um die ersten Planungsideen zu diskutieren“, teilt die Stadt jetzt mit. Pressevertreter waren nicht eingeladen. Sondern „verschiedene Interessensgruppen, zum Beispiel die IG Schildgen, der ADFC Rhein-Berg oder die Inklusionsbeauftrage der Stadt“.

An drei Stationen seien die Planungen der Stadtverwaltung erläutert und mit 2D-Visualisierungen veranschaulicht worden.  Unterstützt wurde die Stadtverwaltung von dem Planungsbüro MWM aus Aachen, welches die Ideen für Schildgen entworfen hat und der Kommunikationsagentur Brandicx aus Wuppertal. 

So geht es weiter:
Spaziergang und offene Infoveranstaltung
Samstag, 3.2., 14 Uhr
Turnhalle der Concordia-Schule
Concordiaweg 20, Schildgen

Kreuzung zur Kempener Straße

Die erste Station thematisierte den Einmündungsbereich der Kempener Straße. Hier sei zum Beispiel darüber diskutiert worden, wie Radfahrende sicher links in die Kempener Straße abbiegen können. Viele Anregungen, wie Signallichter, Unterführungen oder Fußgängerübergänge seien besprochen und zur weiteren Planung festgehalten worden.

Zwei Varianten für den zentralen Bereich

An der zweiten Station, die den mittleren Bereich darstellte, wurden zwei Varianten diskutiert:

Variante 1: die sogenannte „Mittenflexibilität“. In dieser Variante fallen die Stellplätze am Straßenrand komplett weg. Statt dessen würde es Radwege auf beiden Seiten und einen zusätzlichen Mittelstreifen geben, der zum Abbiegen oder Überholen genutzt werden kann.

Variante 2 enthält Stellplätze auf der westlichen Straßenseite und keinen Mittelstreifen.

Bei der Debatte sei es u.a. um die Anzahl der wegfallenden Stellplätze gegangen, um die Möglichkeit dennoch kurzzeitig am Straßenrand zu halten und um die Möglichkeit, die „Mittenflexibilität“ besser der Öffentlichkeit zu erklären. 

Vor der Kirche

An der dritten Station wurde der Bereich vor der Herz-Jesu-Kirche bis zur Leverkusener Straße diskutiert. Wie kann man auf die Parkplätze einbiegen? Können vor den Ampeln Aufstellbereiche für Radfahrende geschaffen werden? Wie breit sind die Gehwege?

Alle beigetragenen Anmerkungen, so die Stadt, werden im weiteren Planungsprozess mitberücksichtigt und geprüft. „Die Vielfalt der Personen und die konstruktiven Diskussionen haben uns für die weitere Planung enorm weitergebracht. Ich bin zuversichtlich, dass wir dadurch eine Aufwertung des Ortskerns erreichen können“, sagte Ragnar Migenda, Beigeordneter für Stadtentwicklung und Klimaschutz, nach der Veranstaltung.

Spaziergang und Diskussion am Samstag

Der nächste Schritt ist nun ein offener Bürgerdialog für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, an diesem Samstag (3. Februar) um 14 Uhr. Zunächst steht ein halbstündiger Spaziergang auf dem Programm, dann soll die Turnhalle der Concordiaschule für etwa 1,5 Stunden erneut „zum Forum für einen konstruktiven Austausch und für spannende Diskussionen“ werden.

„Wir hoffen, dass wir am Samstag erneut viele Anregungen und Ideen für Schildgens Zentrum mitnehmen können. Die Gedanken der Bürgerinnen und Bürger Schildgens sind wichtig für unsere weiteren Planungen“, sagt Migenda.

Zudem gibt es ebenfalls ab dem 3. Februar die Möglichkeit, sich für 4 Wochen online an der Planung zu beteiligen. Den Link zu der Online-Beteiligung sowie alle Hintergrundinfos zum Projekt sind nachzulesen unter https://www.bergischgladbach.de/altenberger-dom-strasse.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.