Überrascht wurden Grundschüler:innen und deren Eltern, als sie am Montagnachmittag den Nachhause-Weg von der Concordia-Schule über die Altenberger-Dom-Straße nehmen wollten. Der Durchgang vom Concordiaweg zur Straße war ohne weitere Vorwarnung verboten worden. Nun organisiert die Schulleitung eine Notlösung.

Die Neuplanung der Baustelle im nördlichen Bereich der Altenberger-Dom-Straße zieht Kreise. Am Montag meldeten sich Eltern von Kindern, deren Weg aus der Grundschule am Concordiaweg in Schildgen am Nachmittag versperrt war.

Mit Blick auf die geplanten Arbeiten am Fußweg war dort während der Schulzeit ein Schild aufgestellt worden: „Durchgang verboten“. Für Fußgänger.

Die Baustelle ist abgesperrt. Und damit auch der Zugang zum Concordia-Weg. Foto: Privat

Für alle, die das ernst nahmen, ein Problem: Der einzige mögliche (Um-)weg führt hinten herum über den Fahner Weg. Für viele der Grundschüler:innen eine zusätzliche Laufzeit von zehn Minuten oder mehr. Zudem müssen sie zwei Ampelkreuzungen meistern, die viel befahrene Altenberger-Dom-Straße kreuzen und dieser über ein langes Stück folgen.

Betroffene Eltern kritisierten vor allem, dass es von der Stadtverwaltung keinerlei Hinweise gegeben habe. Offenbar seien die Kinder bei den Planungen komplett vergessen worden.

Spontan organisierten sich Eltern über einen Messenger-Dienst und holten die Kinder in Grüppchen ab. Zahlreiche Kinder, die gegen 15 Uhr noch nicht abgeholt worden waren, wurden von Schulleiter Manuel Blum am Schild vorbei geleitet. Nachdem er sie auf die grundsätzliche Bedeutung des Schilds hingewiesen und die besonderen Umstände erläutert hatte.

Immer wieder, so berichten Eltern, hätten die Schüler:innen mit der Polizei den bekannten Weg, immerhin Teil der offiziellen Schulwegplanung der Stadt, geübt. Dabei sei ihnen wiederholt gesagt worden, dass sie nur diesen Weg nehmen dürften.

Karte: Open Street Map

Die Notlösung des Schulleiters

Wie der Schulweg in den kommenden Tagen geregelt werden soll und wie lange dieser Umstand anhält, blieb am Montagabend ungeklärt. Auf eine entsprechende Anfrage reagierte am Nachmittag nur noch die Pressestelle, für eine inhaltliche Antwort sei niemand mehr zu erreichen.

Auch der Schulleiter Manuel Blum hatte bis zum Abend keine Absprache mit der Stadt treffen können. Daher organisierte er eine pragmatische Lösung: Er selbst und einige Elternvertreter:innen werden sich am Dienstagmorgen an der Kreuzung der Altenberger-Dom-Straße zur Voiswinkeler Straße sowie zum Fahner Weg postieren und die Kinder sicher zur Schule geleiten.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Was ist aus dieser Stadt geworden? Ich glaube, viele werden mir beipflichten. bei dieser Aussage, ich habe das Gefühl, die Entscheidungsträger dieser Stadt sind „Lichtjahre „von ihren Bürgern entfernt. Mir fehlt eine Profilierung unseres Bürgermeisters, irgendwie ist er überhaupt noch nicht in Erscheinung getreten. Für mich ist es ein nahtloser Übergang zum anderen, ohne sich zu präsentieren und was hier von unserer Stadt als Erfolg verkauft wird (Zanders , Karneval) ist schon spärlich. Mit Gemecker ist natürlich keinem geholfen. Ich hoffe nur, dass kein Kind etwas passiert.

    1. Nein, ich pflichte Ihnen nicht bei, auch wenn die Kommunikation zur Baustelleneinrichtung im aktuellen Fall, wie hier beschrieben, definitiv mangelhaft war.

      Hier bei den Planungen für Schildgen, wie an ganz vielen anderen Stellen in der Stadt – bei Straßen oder Schulbau – war und wird die Bürgerschaft in Informationskampagnen, Workshops, Pressemitteilungen und in Gesprächen vor Ort mitgenommen. Natürlich kann es nicht jedem Recht gemacht werden und gesetzliche Vorgaben müssen final ebenfalls berücksichtigt werden. Leider werden notwendige Kompromisse oft als fehlende Bürgernähe dargestellt, wenn die Folgen die persönlichen Belange und Wünsche negativ beeinflussen.

      Dies kann im Übrigen teils sehr detailliert auf der Homepage der Stadt nachgelesen werden, da es dort – wie auch im Ratsinformationssystem der Stadt – gut dokumentiert ist.

      Beispiel Mobilität: https://www.bergischgladbach.de/mobilitaet.aspx

      1. Guten Morgen- kann es sein das sie ein Entscheidungsträger der Stadt sind? Sie sind so „ engagiert „ , merken Sie nicht das der Abstand zu uns Normalverbraucher immer größer wird, aber sie werden ja jetzt kontern oder ich kann es irgendwo nachlesen. Adios

  2. Ich Frage mich, wo bleibt eigentlich die für diesen Bezirk (Schildgen?) gewählte Vertretung?
    Sollte die hier nicht regelnd, mäßigend, erklärend und deeskalierend tätig werden? Wofür ist die denn überhaupt da?
    Oder freut die sich insgeheim und wartet erst einmal ab?

    1. Wer oder was ist denn”die für diesen Bezirk (Schildgen?) gewählte Vertretung” und von wem wurde sie gewählt?

      1. Ich habe mal nachgeschaut. Also wenn die Concordia-Schule in Schildgen sein sollte, meine ich hier Herrn Harald Henkel, Vorsitzender des CDU Ortsverbands Schildgen – Katterbach (Direktmandat im Wahlbezirk 001)

      2. Grüne, SPD, FWG und AFD beschließen den Umbau der Altenberger-Dom-Straße gegen die Stimmen der CDU. Die für den Bau zuständige, grün geführte Abteilung der Stadtverwaltung versucht das Ganze umzusetzen und ein Vertreter der CDU soll Ihrer Meinung nach jetzt in der Pflicht sein, regelnd, mäßigend und deeskalierend die Situation zu erklären. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Herr Henkel hierfür zuständig oder gar hierzu verpflichtet fühlt oder ist.

    2. Guten Tag Ulla,
      wen meinen Sie den mit “für diesen Bezirk gewählte Vertretung”? Schülervertretung, Elternvertung!?

      Ich sage mal DANKE an die Schulleitung und die Eltern die hier mit pragmatischen Lösungen erstmal die Sicherheit für die Kinder.

      MfG
      Robert Martin Kraus
      stellv. Fraktionsvorsitzender CDU-Fraktion Bergisch Gladbach

  3. Kinder, Kinder! Habt gute Schutzengel (z. B. euren Schulleiter, eure Eltern….)!!!
    Man merkt die Nähe zu Köln! Besch… Baustellenmanager tauschen Tipps?! Schon Grundschulkinder lernen Wichtiges fürs Leben:
    Denke und entscheide selber! Lass Dich nicht vom Weg abbringen von Idioten!

  4. Von welcher Stelle ist denn da wohl versäumt worden die Schule und somit auch die Eltern rechtzeitig darüber zu informieren? Die Baufirma, die bestimmt übersehen hat, dass sich dort eine Schule befindet? Die Stadt die doch nie Fehler macht, aber es versäumt hat Anweisung an die Baufirma weiterzugeben, weil sie die Schule nicht auf dem Schirm hatte?

    Hallo Herr Migenda ist das nicht ihr Projekt “Baustelle Sanierung Altenberg Domstraße”. Sie haben doch bestimmt eine Antwort parat. Aber nicht desto trotz war es am gestrigen Tag für die Schulkinder eine nicht akzeptable und gefährliche Situation.

    Aber auf eins kann man sich wohl doch immer verlassen.”Die Eltern”. Eltern denen das Wohl der Kinder im Vordergrund steht und nicht nur der eigenen Kinder. Die sich organisieren um den Kindern vor Ort bei zu stehen. Vielleicht hat die Stadt sich aber auch nur darauf verlassen und es mit eingeplant. Oder ich als ganz einfacher Bürger verstehe diese Planung mal wieder nicht . Wie schon jemand hier schrieb, da sollte eine Entschuldigung folgen und zwingend eine Lösung gefunden werden.

  5. Und um dem ganzen noch das I-Tüpfelchen aufzusetzen verbietet die Stadtverwaltung das Linksabbiegen in die Voiswinkeler Straße und weist dafür eine Umleitung durch den Fahner Weg aus, also die aufgrund der Sperrung des Concordiawegs einzig übrig gebliebene Straße, die die Grundschüler benutzen müssen, um in die Schule zu gelangen. Ob man wohl nicht gewusst hat, dass man damit unnötig nicht unerhebliches Gefährdungspotenzial für die Grundschüler herbeiführt? Vor dem Hintergrund, dass man kürzlich die Baustelle aus Rücksichtnahme auf die Ruhe- und wohl auch Parkbedürfnisse von Anwohnern des Nittumer Wegs und des Zehntwegs umgeplant hat, dürften Stadtverwaltung und ihre Fachplaner wohl jetzt in Erklärungsnot kommen.

    Aber Hauptsache, es es geht los …

  6. Es zeigt sich erneut, der Verwaltung ist der Ort und seine Bedürfnisse völlig egal. Die haben sich im Vorfeld auch überhaupt nicht für den Ort interessiert. Das einzige das zählt: Rote Farbe auf schwarzem Asphalt.

      1. Dafür ist Ihnen, genau wie der Stadtverwaltung, jeder Kollateralschaden egal. Bekanntes Phänomen. Ideologie geht vor Sicherheit und Pragmatismus.

      2. Selbstverständlich ist die Kommunikation grottig und hätte zwingend vorab stattfinden sollen. Und dennoch sehe ich zumindest keine Alternative als Gehwege zu sperren, die saniert werden und Umwege – über eine andere Fußgängerampel – in Kauf zu nehmen. Zumindest solange der Abschnitt zwischen Voiswinkeler und Concordiaweg nicht fertiggestellt ist.

        Ich wollte vor allem der Polemik den Zahn ziehen, durch die im obigen Kommentar eine haltlose Behauptung aufstellt wird und aufzeigen, dass es sehr wohl andere Gründe als “rote Farbe” und die damit implizierte Radinfrastruktur für den Umbau gibt. Auch die allgemeine Verkehrssicherheit auf den Geh- und Schulwegen.

        Sparen Sie sich doch zukünftig die Ideologie-Keule und haltlose Unterstellungen und bleiben so sachlich und differenziert, wie Sie es von anderen erwarten.

    1. Also grundsätzlich ist Ihr Kommentar am Thema vorbei. Hier geht es um die leider in der Umwegplanung scheinbar völlig vergessenen Grundschüler der Concordia Grundschule. Hier muß umgehend eine Lösung gefunden werden. Ich würde mir auch wünschen, daß hier von Seiten der Stadt eine ordentliche Entschuldigung erfolgt.

      Im Übrigen möchte ich Ihnen als im Ort aufgewachsen und seit Jahrzehnten hier lebend mitteilen, daß ich mich mit meinen Bedürfnissen (nicht unbedingt allen) durchaus wahrgenommen fühle.

      1. Beim Herrn Lehner zählt aber nur die eigene Wahrnehmung und sein Wirken im Bürgerverein….

      2. Liebe/r Frau/Herr Schildgen,
        auch bei Ihnen gilt: stimmt man nicht in den Jubelchor der Radfahrer ein, wird man persönlich diffamiert. Der Bürgerverein hat konkret und bisher als einziger Maßnahmen ergriffen, die der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer im Ort dienen. Ich persönlich finde das eine sehr gute Sache. Musste aber feststellen, dass das hier eher ignoriert worden ist.

    2. Das Einzige, das bei Ihnen zu zählen scheint, ist sich über Verwaltung und Politik zu echauffieren. Egal wo, egal wie, hauptsache Sie haben Ihren Meckersenf dazu gegeben…und behaupten Dinge, die schlichtweg falsch sind!

  7. Alter – was für ein komplettes Systemversagen! Diese Politiker und Stadtangestellten, die das zu verantworten haben,… Großen Dank an Herrn Blum für diese schnelle und sichere Lösung!