Die künftige Wegführung für Fußgänger vor der Herz-Jesu-Kirche ist noch nicht klar. Foto: FWG

Vor einer Entscheidung über den Umbau der Hauptverkehrsstraße in Schildgen sind nach Ansicht der Freien Wählergemeinschaft noch einige wichtige Fragen zu klären. Aktionismus und Schnellschüsse könnten die Funktion des Stadtteils als Nahversorgungszentrum gefährden.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung der FWG

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„Die Basis für weitere Planungen zur Altenberger-Dom-Straße in Schildgen ist derzeit nicht gegeben, deshalb wird die FWG der Verwaltungsvorlage im Ausschuss für Mobilität und Verkehrsflächen nicht zustimmen“, begründet Fraktionsvorsitzender Rainer Röhr die Entscheidung seiner Fraktion.

Die Verwaltung schlägt vor, bereits jetzt die nächste Planungsstufe auf der Basis bisheriger Erkenntnisse einzuleiten. Damit werden nach Auffassung der Freien Wählergemeinschaft Tatsachen geschaffen, die möglicherweise unumkehrbar sind.

Hinweis der Redaktion: Das Thema steht in der Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr am 9. April auf der Tagesordnung, dafür hat die Verwaltung eine Beschlussvorlage vorbereitet.

Sowohl aufgrund der Veranstaltungen mit der Schildgener Bürgerschaft, insbesondere aber die ungelösten Fragen im Zusammenhang mit dem von den Planern „beanspruchten“ Grundbesitz der Anlieger an der Altenberger-Dom-Straße verbieten derzeit Planungsschritte, die auf unsicherer Basis beruhen und schließlich aus dem Stadtsäckel zu finanzieren wären. 

Auch wenn nach mehr als zwei Jahren ungenutzter Zeit jetzt endlich Gespräche zwischen Verwaltung und Anliegern aufgenommen worden sein sollen, bleiben die Ergebnisse unklar. Die Situation in Höhe der Herz-Jesu-Kirche sowie der Abbiegung in die Kempener Straße ist weiter ungeklärt. Davon hängt aber die Gesamtplanung ab.

Klar ist aber auch, dass es eine Kompromisslösung geben muss. Der Straßenraum in Schildgen ist eben nicht beliebig erweiterbar. Alle Verkehrsteilnehmer sollen gleichermaßen zu ihrem Recht kommen. Das erfordert Bereitschaft aller aufeinander zuzugehen. 

Das Einzelhandelskonzept der Stadt macht deutlich, wie wichtig der Erhalt einer funktionierenden Nahversorgungsqualität ist. Gerade weil in den drei Jahren vergangener Planungszeit der Dialog mit den Anliegern der Altenberger-Dom-Straße gar nicht oder nur unzureichend geführt wurde, verbieten sich aber jetzt genauso Aktionismus und möglicherweise teure Schnellschüsse.

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