So soll die Altenberger- Dom-Straße künftig aussehen. Visualisierung: Stadt GL

In der letzten Sitzung vor der Kommunalwahl haben die Mitglieder des Ausschusses für Mobilität und Verkehr noch einmal alles gegeben. Für Fahrradstraßen und für Parkplätze, für und gegen die Umgestaltung der Altenberger-Dom-Straße. Noch einmal setzten sich SPD und Grüne mit Hilfe der FWG durch. Doch trotz einiger Anleihen aus dem Wahlkampf gab es auch ein paar einstimmige Beschlüsse.

Wie immer fassen wir die wichtigsten Debatten und Beschlüsse aus der Ausschussarbeit des Stadtrats kurz und knapp zusammen. Neben der Altenberger-Dom-Straße und Fahrradstraßen ging es auch um die S 11, die Fußgängerzone in Gladbach und um den Bahndamm.

+ Anzeige +

Zu Beginn der Sitzung verabschiedete sich der Ausschussvorsitzende Josef Cramer (Grüne), der bei der Neuwahl des Stadtrats am 14. September nicht mehr antritt. Er bedankte sich bei Verwaltung und Ausschuss für die gute Zusammenarbeit – und freute sich besonders darüber, dass alle Beschlüsse zum Ausbau der S 11 im Ausschuss im Konsens gefallen sei. Was man allerdings nicht bei allen Themen behaupten kann.

Knappe, aber klare Mehrheit für Altenberger-Dom-Straße

Die Umgestaltung der Altenberger-Dom-Straße hat den Ausschuss für Mobilität und Verkehr (AMV) die gesamte Legislaturperiode begleitet, hier waren erste Entwürfe diskutiert und verworfen, Bürgerbeteiligungen ausgewertet und Varianten diskutiert worden. Immer mit einer klaren Positionierung: Verwaltung, Grüne und SPD wollen eine grundsätzliche Umgestaltung mit Verbesserungen für den Rad- und Fußverkehr, die CDU stemmt sich dagegen – aus Sorge um die Parkplätze und um den Einzelhandel.

An diesem Dienstag lag die finale Entwurfsplanung für den zentralen Abschnitt zwischen Kempener und Leverkusener Straße zur Entscheidung auf dem Tisch. Für die Verwaltung, für SPD, Grüne und auch FWG ein wichtiger Meilenstein vor der Kommunalwahl – und einer möglichen Änderung der Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat und im Ausschuss.

Mehr zum Thema

Stadt zeigt, wie die Altenberger-Dom-Straße aussehen soll

Im Vorfeld der Informationsveranstaltung über den Ausbau der Verkehrsachse quer durch Schildgen hat die Stadtverwaltung die Informationen über den Planungsstand auf ihrer Website aktualisiert. Zudem zeigte sie erstmals Animationen und Videos, wie sich der Verkehr heute staut und in Zukunft fließen könnte.

Die CDU hatte einen letzten Versuch gestartet, den Beschluss noch zu verhindern – per Vertagung. Dazu griff sie ein Beschwerde bei der Kommunalaufsicht auf, die laut CDU von einem Bürger eingereicht worden war. Wie dieser Beschwerdeführer geht die CDU davon aus, dass die Veränderungen der Straße so weitreichend sind, dass ein formales Planfeststellungsverfahren erforderlich gewesen wäre. Was die Stadtverwaltung nicht durchgeführt hatte, und bislang auch nie Thema war.

Korrekturhinweis der Redaktion: In einer ersten Version hatte wir geschrieben, die CDU selbst habe die Beschwerde eingelegt; dem widersprach sie. Wir haben den Text entsprechend geändert.

In aller Eile hatte das Rechtsamt der Stadt eine Stellungnahme erarbeitet, trug der zuständige Beigeordnete Ragnar Migenda im Ausschuss vor. Er greife der Entscheidung der Kommunalaufsicht beim Kreis zwar nicht vor – aber die Beschwerde der CDU habe keine Aussicht auf Erfolg.

Eine weitere Verzögerung, so Migenda, könne zudem die finanzielle Förderung durch das Land gefährden. Einen Verweis auf den laufenden Wahlkampf kann sich der Beigeordnete nicht verkneifen: Wer so vehement fordere, ins Machen zu kommen, sollte der Verwaltung nicht immer wieder Knüppel zwischen die Beine werfen. Auch nicht, wenn es darum gehe, das „Primat für das Auto“ zugunsten des Rad- und Fußverkehrs aufzuweichen.

SPD und Grüne bemängelten zwar ein paar Details, wo ihnen das Konzept nicht weit genug gehe, stellten sich aber klar hinter den Beschluss als guten Kompromiss. Auch die FWG pflichtete ihnen bei.

Für die CDU hielt Lutz Schade dagegen. Es sei die schlechteste Lösung, wenn jetzt auf einer rechtlich unsicheren Basis etwas beschlossen werde, was später zurückgenommen werden müssen. So eine wichtige Entscheidung dürfe man nicht auf den letzten Metern vor der Wahl treffen.

Für den Vertagungsantrag der CDU kann sie nur die FDP gewinnen. Für den Beschluss in der Sache, also für die Entwurfsplanung, stimmt mit Grünen, SPD, FWG und AfD eine deutliche Mehrheit. Damit kann die Verwaltung die Ausschreibung des Umbaus vorbereiten.

Alle Infos im Ratsinformationssystem, alle Beiträge zum Thema

Der S 11-Ausbau – und die Sperrzeiten

Per Mitteilungsvorlage hatte die Verwaltung mitgeteilt, dass es – lange bevor es zum tatsächlichen Bau eines zweiten S-Bahn-Gleises kommen kann – auf der Strecke zwischen Bergisch Gladbach und Köln drei Ausfallzeiten von insgesamt sechs Monaten kommen wird: vom 14. bis 24.11.2025, vom 10.4. bis 3.7.2026 sowie vom 9.7. bis 15.10.2027.

Die Ausschussmitglieder akzeptierten gezwungenermaßen, dass die Stadtverwaltung an diesen Entscheidungen der Bahn nichts ändern kann, alle Fraktionen drängten aber darauf, dass die Stadt wenigstens dafür sorge, dass der Ersatzverkehr vernünftig organisiert und gut ausgeschildert werde.

Gespräche mit go.Rheinland, Wupsi, RVK und Bahn laufen zwar mit genau diesem Ziel, betonte die Verwaltung, Aber auch hier habe die Stadt keine wirklichen Hebel.

Hinzu komme, dass es im Busbahnhof am S-Bahnhof zu wenig Platz für die Gelenkbusse gebe, die eingesetzt werden sollen. Daher überlegten Wupsi und RVK derzeit gemeinsam, ob ein Teil des regulären Busverkehrs verlegt oder angepasst werden könne, um mehr Raum zu schaffen. Die relativ kurze Sperrzeit im Herbst werde daher ein Testlauf für die monatelangen Sperrungen in 2026 und 2027 dienen.

Die Bahn, bekräftigte Migenda, arbeite intensiv an dem S 11-Ausbau, der für Bergisch Gladbach so wichtig sei. Daher helfe jetzt nicht viel mehr als die Gegebenheiten zu optimieren, die Zähne zusammenbeißen und zu hoffen, dass das zweite Gleis in zehn Jahren wirklich fertig wird.

Die Brücke an der Britanniahütte

Wichtiger und wohl größter Baustein der Anpassungen der Stadt rund um den S 11-Ausbau ist die Brücke, die künftig den Bahnübergang Tannenbergstraße ersetzen und die Britanniahütte mit der Kalkstraße verbindet. Für das gigantische Bauwerk liegt jetzt eine Machbarkeitsstudie vor, die immerhin belege, dass die Brücke technisch funktionieren und auch der Anschluss an die Kalkstraße möglich sei.

Mehr zum Thema

Eine Brücke wird kommen

In ungewohnter Einmütigkeit hat der Verkehrsausschuss dem Bau einer Auto-Brücke in der Innenstadt zugestimmt. Sie soll an der Britanniahütte gut acht Meter in die Höhe steigen, die S-Bahn queren und nach zwei scharfen Kurven an der Kalkstraße enden. Langfristig soll sie die Schließung des Bahnübergangs Tannenberg ausgleichen – und kurzfristig sicherstellen, dass der S-Bahn-Ausbau nicht ins Stocken kommt.

Einstimmig beauftragte der Ausschuss die Verwaltung, die ersten Planskizzen nun weiter auszuarbeiten.

Alle Details im Ratsinfosystem

Gleis 19 und der alte Bahndamm

In diesem Zusammenhang verwies Migenda auf das sogenannte „Gleis 19″, der Abzweig von der Tannenbergstrecke auf den alten Bahndamm. Dieses Gleis sei zwar jetzt auch formal von der Bahn stillgelegt worden – bleibe aber wichtiger Bestandteil der Planung.

Denn der alte Bahndamm, so Migenda, werde zur Entlastung der parallel verlaufenden Bensberger Straße gebraucht. Und zwar nicht nur als Radweg, sondern für einen künftigen Pendelverkehr – entweder auf der Schiene oder in einer Form des autonomen Fahrens.

Fahrradstraße Friesenstraße

Der Umbau von einzelnen Straßenzügen zu Fahrradstraßen, die zusammen Radrouten und irgendwann auch ein Radwegenetz bilden, ist im AMV ein Dauerbrenner – und ein andauerndes Streitthema. Konkret stand die Vorplanung für die Friesenstraße in Refrath an – die nach einer Bürgerbeteiligung grundsätzlich entschieden war.

Nun legte die Verwaltung vier Varianten vor – und präferierte selbst eine Variante, bei der alle rund 26 Stellplätze im öffentlichen Raum wegfallen würden.

Jörg Laschet von der FWG widersprach. Die Bürgerbeteiligung habe doch eigentlich für die Variante 3 gesprochen, bei der immerhin einige Stellplätze erhalten blieben. Wenn dann noch Platz für einen Behindertenparkplatz und eine Ladezone wäre, sei das doch ein guter Kompromiss. Dem schlossen sich SPD und Grüne an.

Die CDU erneuerte dagegen ihre grundsätzliche Kritik an Fahrradstraßen in Bereichen, in denen das Zusammenspiel von Rad- und Autoverkehr schon lange gut funktioniere. So etwas könne man nicht gegen den Willen der Anwohnerschaft beschließen, zumal nicht jeder auf seinem Grundstück Platz für sein Auto habe.

Migenda zeigte sich frustriert, dass es in dieser Frage immer wieder erbitterte Kämpfe gebe, so könne Bergisch Gladbach seine Defizite in der Radinfrastruktur nicht aufholen. Während andere Städte davon eilten, herrsche hier Stillstand.

Der Ausschuss, argumentierten die Grünen, könne sich eben nicht nur an der Anwohnerschaft orientieren, sondern müsse die gesamte Stadt im Auge haben.

Die CDU hielt dagegen – früher seien die Debatten im Verkehrsausschuss immer sachorientiert geführt worden, das sei in den vergangenen fünf Jahren verloren gegangen. Schnell gelange man zu Vorstellungen, die man einfach nur durchsetzen wolle.

Für die Variante 3 stimmten Grüne, SPD, FWG und auch die FDP. Dagegen nur die CDU und AfD.

Alle Infos zur Planung der Friesensstraße im Ratsinfosystem

Eine Laterne für den Schulweg

Geeint stellte sich der Ausschuss dann jedoch an die Seite des 13-jährigen Schülers Jonas, der seit Jahren darum kämpft, dass ein kleiner Verbindungsweg zwischen dem Weizenfeld und der Engelsfuhr in Hebborn eine Straßenlaterne erhält. Weil das eine viel genutzte Abkürzung zur GGS Hebborn oder in Gegenrichtung zum Schulzentrum Kleefeld ist – aber in der dunklen Jahreszeit zu dunkel sei.

Die Verwaltung hatte das abgelehnt. Weil zu teuer. Zudem könnten die Schüler:innen ja unten rum gehen, das sei nur wenige hundert Meter weiter.

Dagegen, so argumentierten die Grünen, spreche doch die Lebenserfahrung. Zudem müssten ja nicht teure kabelgebundene Laternen installiert werden – es reiche ja auch eine solarbetriebene Version, die inzwischen selbst für monatelange Dunkelflauten genügend Energie speichern könnte.

Ein Vorschlag, den der Ausschuss einstimmig billigte.

Ein Dutzend Anträge

Es folgte ein knappes Dutzend von Anträgen aus allen Fraktionen (mit Ausnahme von AfD und FDP), die sich vor allem mit der kleinteiligen Verbesserung der Verkehrssicherheit befassten. Viele der Themen bearbeitet die Verwaltung ohnehin bereits, andere will sie prüfen. Zur Schlebuscher Straße hatten CDU und SPD/Grüne fast gleichlautende Anträge gestellt, bestanden aber auf Abstimmung beider Anträge – und einigten sich nach kurzem Geplänkel darauf, auch dem jeweils anderen Antrag zuzustimmen.

Was läuft in der Fußgängerzone

Interessant wurde es noch einmal zum Schluss der gut dreistündigen Sitzung, als mehrere Fragen aufkamen, was eigentlich mit dem schadhaften Pflaster in der Fußgängerzone los sei.

Der Beigeordnete Migenda stellte klar, dass es sich bei der Vergrößerung der Baumscheiben an einzelnen Stellen in der Fußgängerzone nur darum gehe, ganz konkrete Gefahrenstellen zu beseitigen. Bekanntermaßen hatten Baumwurzeln das ohnehin schadhafte Pflaster angehoben und Stolperfallen produziert.

Punktuell sei das Pflaster entfernt und den Bäumen mehr Platz verschafft worden, die Ecken der neuen Flächen sollen durch Findlinge begrenzt werden. Mit den Marktbeschickern stehe man in Kontakt, damit sie die Fußgängerzone auch weiterhin als Ausweichfläche nutzen können.

Angesprochen auf den Rechtsstreit über die Haftung der Firma, die das Pflaster (offenbar) fehlerhaft verlegt hatte, versuchte Migenda den Ball flach zu halten. Zwar gebe es ein Gutachten, dass die Position der Stadt stärke, zudem sei demnächst mit einem Urteil zu rechnen. Was das aber für die Fußgängerzone in der Innenstadt insgesamt bedeute, solle man aber nicht im Wahlkampf diskutieren – sondern dem neuen Bürgermeister und neuen Stadtrat überlassen.

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

42

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Warum wohl wird die CDU (mir und sehr vielen Menschen in GL geht’s genau so) als Gegnerin aller Fahrradstraßen angeprangert? Weil zum großen Teil dieses Thema nur bis zur Nasenspitze bzw. zum eigenen Vorteil gedacht wird. Die z.Zt. im Gespräch sich befindenden Pläne in dieser Richtung, Fahrradstraßen einzurichten, wo seit Jahrzehnten kein Bedarf besteht, wo es nie Probleme aller 3 Gruppen im Verkehr gab, wo Eigentümer kleiner Grundstück ihr Auto Gott weiß wo abstellen müssen und damit dort neue Probleme schaffen und damit nur für im Vergleich weniger Befürworter und den Grünen mit Herrn Migenda an der Spitze deren Träume zu erfüllen. So werden keine Autos von der Straße geholt, so wird man nicht der Probleme Herr, da sollte eine “Ertüchtigung “(O-Ton Schmickler vor ein paar Jahren in Verbindung mit der Frankenforster Str. für die Anbindung zur Autobahn über den Bahndamm) z.B.des ÖPNV in erheblichem Maße Besseres schaffen.

    1. Durch Parkverbote werden schon Autos von der Straße geholt. Das ist genau der Sinn. Und wenn Sie ihr Auto direkt vor Ihren Haus auf öffentlichen Grund abstellen wollen – denken Sie da vielleicht nur bis zur Nasenspitze bzw. zum eigenen Vorteil?

    2. @Havermann, “wo Eigentümer kleiner Grundstück ihr Auto Gott weiß wo abstellen müssen” Ein kleines Stück zu Fuß gehen schadet keinem, im Gegenteil, tut der Motorik gut und man stolpert nicht mehr so schnell.

      “Neue Probleme” sehen Sie kommen, welche denn? Wenn diese netten Anwohner und Sie sich künftig wie alle Anderen einen Stellplatz mieten müssen, so können sie sich alle miteinander doch zumindest noch über die vielen Jahre “kostenloses Parken” in der Vergangenheit ins Fäustchen lachen.

    3. „wo es nie Probleme aller 3 Gruppen im Verkehr gab“ – Beim Blick über das Lenkrad des durchsetzungsfähigsten Verkehrsmittels mag das so scheinen.

    4. Die Besitzer kleiner Grundstücke können sich gern im Bauamt den Infozettel zum Thema Parkplätze abholen: jedes EFH hat 2 Parkplätze auf dem Grundstück anzulegen, wenn es eine Einliegerwohnung hat, dann 3 Parkplätze.
      Warum sollten Einzelpersonen ihre Autos an ihrem Wohnort im öffentlichen Raum in den Weg stellen und somit den anderen Nutzer Platz wegnehmen anstatt ihr Eigentum auf ihr Grundstück zu stellen?

    5. Es gibt auch eine ganze Reihe von Eigentümern größerer Grundstücke an den betroffenen Straßen (Siegenstraße, Hasenweg). Wer beschwert sich am lautesten über den Wegfall von Parkplätzen im öffentlichen Raum?

  2. “…dass das zweite Gleis in zehn Jahren wirklich fertig wird. ”
    das ist wirklich lustig. :-)
    man nimmt alles hin für die nächsten 10 Jahre und nimmt in Kauf, dass jedes Jahr nun ein paar Monat keine S-BAHN fährt.

    ist es das, was sich alle Bahnfahrer seit jahren erwarten??

  3. Wenn ich den bekloppten Schwachsinn des Verkehrsausschusses lese, weiss ich dass die Stadt Bergisch Gladbach keine Ahnung über die Verkehrssituation der Bürger hat. Hier wird nur Parteiorientiert beschlossen.

  4. Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Parkplätze im öffentlichen Raum, dieses unsägliche Verhalten kennen wir ja bereits aus der Laurentiussstrasse wo ein ehem Ratsherr meinte Ansprüche zu stellen! Wir kommen in GL nicht weiter, der Kandidat der CDU propagiert aber ein „Machen“, „Haben Sie nicht genug rot gesehen?“ und ein 100 Tage Sofortprogramm. Was jetzt nun???

  5. Wer sichere Schul-, Rad- und Gehwege, eine faire und sichere Neuverteilung der Verkehrsräume und damit eine echte freie Wahl der Verkehrsmittel sucht ist bei der CDU sehr schlecht aufgehoben.

    Erneut zeigten sich gestern die Positionen im Verkehrsausschuss. Jede Fahrradstraße (ob Herkenfelder Weg oder Friesenstraße) wurde (wie schon zurückliegend Siegenstraße und Hasenweg) als “sinnlos” in Frage gestellt. Der Umbau der ABD-Str. ein weiteres Mal versucht zu (verzögern) vertagen.

    Viel warme Worte zum Radverkehr, von Partei, der Fraktion, vom Bürgermeisterkandidaten sind im Wahlkampf zu lesen. Auch existiert eigentlich ein mitgetragener Beschluss zum Radverkehrsnetz und zahlreichen (inkl. der o.g.) konkret benannten Fahrradstraßen. Aber bei den Diskussionen erkennt man fast ausschließlich Ablehnung, Blockade und Bedenken vor allem, wenn es um den Verlust von Parkplätzen geht.

    Nun heißt es den eingeschlagenen Pfad zügig fortzusetzen und in Umsetzung zu kommen. Mit den bereits beschlossenen Fahrrad- und Fußverkehr-freundlichen Umbauten, den Radrouten zwischen den Stadtteilen, den Radpendlerrouten und der Sanierung im Bestand. Selbst hier wurde zuletzt am Beispiel der Dr.-Robert-Koch-Straße eine Beschlussvorlage ohne jede Argumentation von der CDU nicht mitgetragen. Unverständlich.

    Meine feste Überzeugung: Nur mit rot-grün und Marcel Kreutz wird die Stadt einmal die hinteren Plätze im Fahrrad-Klimatest verlassen können.

    1. Lieber Michael Funcke,
      als CDU Mitglied und Fahrradfahrerin möchte ich- was die Ausgestaltung der F2 Route von Köln nach Bensberg betrifft- bemerken, dass es nicht nur Gespräche mit den Anwohnern gab sondern auch mit vielen anderen Bürgerinnen und Bürgern , die im Stadtteil Refrath wohnen. Uns bzw mir ist ein konstruktiver Austausch sehr wichtig und es geht dabei nicht nur um den Erhalt der Parkplätze sondern auch um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Bei der Siegenstrasse ( unterer Teil) ist die Planung der städtischen Verwaltung davon ausgegangen, dass die KVB ihren Ideen zustimmt, was dann nicht erfolgte.
      Wieso dies nicht im Vorfeld erfolgte ist fraglich.
      Das die Planung durch Wohngebiete mit viel Diskussion und Widerstand verbunden ist musste doch im Vorfeld klar gewesen sein. Mit welcher inneren Einstellung kann ich einfach über die Köpfe der Menschen entscheiden?
      Herzliche Grüße
      Brigitta Opiela

  6. Dass Herr Migenda eine wer weiß wievielte Diskussion über die Fußgängerzone in Alt-Gladbach nicht im Wahlkampf haben will, wird Ausdruck seiner Angst sein, die Grünen könnten noch mehr Stimmen verlieren als ohnehin. Seit vielen Jahren stolpern und fallen viele Menschen dort wie es jetzt auch schon in der Schlossstraße begonnen hat. Ebenso lange tut die Stadt nichts, jedenfalls nicht Wesentliches, um die Zone stolperfrei zu machen. Man hat nur die Hoffnung, dass sich nach der Wahl etwas tut.

  7. Zum Thema Altenberger-Dom-Straße.
    Es ist nicht richtig, dass die CDU eine Aufsichtsbeschwerde bei der Kommunalaufsicht eingereicht hat. Diese wurde durch Dritte eingereicht und die CDU hat darum gebeten, dass solange es keine Entscheidung durch die Kommunalaufsicht gibt, dass dieser Punkt vertagt werden soll. Dem haben sich die anderen Parteien entgegengestellt und einer Planung, die nun möglicherweise nicht mehr rechtssicher ist, zugestimmt. Zwar hat die Rechtsabteilung der Stadt in einer Stellungnahme geäußert, dass alles Rechtskonform ist, muss aber auch auf die Entscheidung der Kommunalaufsicht warten.
    Oliver Renneberg, Mitglied der CDU Fraktion und des Ausschusses für Mobilität und Verkehr (AMV)

    1. Und dass die CDU jeden Strohhalm ergreift, der eine Verzögerung verspricht, ist auch nicht richtig?

    2. Ich war bei der Sitzung nicht dabei, aber so steht es oben im Text: „ Die CDU hatte einen letzten Versuch gestartet, den Beschluss noch zu verhindern – per Aufsichtsbeschwerde bei der Kommunalaufsicht. Nach ihrer Ansicht sind die Veränderungen so weitreichend, dass ein formales Planfeststellungsverfahren erforderlich gewesen wäre.“
      Aber selbst wenn die CDU wie Sie sagen die Beschwerde nicht selbst eingereicht hat, können Sie wohl kaum leugnen, dass es gefundenes Fressen war.

      1. Sehr geehrte Frau Schichtl, dass mit der Kommunalaufsicht war nicht die CDU! Die Pressemitteilung ist leider schlichtweg falsch. Es mag jeder frei entscheiden, ob er gegen anderes Wissen etwas entscheidet. Hier war es die Entscheidung von den anderen Parteien die Planung weiter durchzuführen. Es wurde Demokratisch abgestimmt und die CDU war hier unterlegen. Wie die Aufsichtsstelle dann entscheidet weiß keiner. Vielleicht muss alles neu geplant werden, vielleicht ist alles so in Ordnung. Das wird sich dann herausstellen.
        Oliver Renneberg, Mitglied der CDU Fraktion und des Ausschusses für Mobilität und Verkehr (AMV)

      2. Das ändert nichts an der Grundaussage: Die CDU versucht seit Jahren mit allen nur denkbaren Prüf- und Verfahrensanträgen, den Umbau zu verzögern. Jetzt greift sie als letzten Strohhalm zum angeblich nötigen Planfeststellungsverfahren – obwohl so etwas bei vergleichbaren Projekten noch nie gemacht wurde, auch nicht unter CDU-Ägide.

        Das ist umso ärgerlicher, als nie irgendwelche Alternativvorschläge von den CDU-Vertretern kommen. Einfach nur stumpfe Ablehnung, oft ohne jedes Argument. Selbst dem AfD-Vertreter ist diese Verzögerungstaktik inzwischen zu blöd.

        Es ist unstrittig, dass die AD-Straße sanierungsbedürftig ist.
        Es ist ebenso unstrittig, dass die Ist-Situation nicht den gültigen Vorschriften entspricht.
        Eine Sanierung muss daher zwingend mit einer Umgestaltung einhergehen.
        Was soll also diese destruktive Blockadehaltung?

  8. Wie unverantwortlich krass Herr Migenda die Situation der Anrainer der Friesenstraße beurteilt, zeugt von einiger Verachtung der dort seit vielen Jahren lebenden Menschen. Noch nie gab es dort Unfälle zwischen Radfahrern und dem MIV. Trotzdem soll es eine Fahrradstr. sein, um Migendas Wünsche zu erfüllen. Wo sollen die Autos von Menschen mit kleinen Grundstücken hin, was ist mit einer Fahrradstr. erreicht, außer ausdrücklich gegen Anrainer-Positionen zu agieren, Migendas Vorsatz zu befriedigen, aus GL eine Fahrradstraße zu machen. Soll sie dann seinen Namen tragen, andere unsinnig geplante Radstraßen vielleicht auch? Was treibt den Mann? Wider die Bevölkerung zu planen ist überaus konterproduktiv, und irgendwann, hoffentlich bald, fällt Herrn Migenda seine Fahrradeinseitigkeit auf die Füße.

    1. Besuchen Sie mal Köln mit den Fahrradspuren auf den Ringen und den vielen Ein- und Ausfallstraßen mit Vorfahrt für Radfahrer. Da können Sie erleben, was es für eine neue Qualität die Verkehrsführung und die Aufenthaltsqualität hat, wenn Fahrräder genug Raum bekommen, anstatt das Auto überall zu bevorzugen.

  9. Frau Schichtl, wären Sie von den Überschüssen eines Einzelhandelsladen auf der ADS abhängig, fiele Ihr Kommentar sicher anders aus. Aber in die Angst der Einzelhändler können Sie sich nicht versetzen. “Zukunftsängstliche Einzelhändler”. Bloß nicht über den Tellerrand hinaus schauen, die eigenen Bedürfnisse könnten hintan geraten. Als vor Jahren mit der Verlegung eines großen Rohres durch den Wald Richtung Leverkusen begonnen wurde, hätte man darauf eine Straße anlegen können! Das haben die Grünen verhindert. Die Probleme, die die ADS nach dem Umbau bekommen wird, dürften schlimmer werden als der jetzige Zustand. Lesen Sie mal den Kommentar von Frau Opiela. Das ist eine Einstellung, wie sie alle Verkehrsteilnehmer und die Anrainer beinhaltet. Sie schauen nur auf Ihre eigenen Wünsche.

  10. Komödie deluxe!
    Anderes fällt mir da langsam nicht mehr ein.
    Der Bürgermeisterkandidat der CDU beklagt, dass das in den Haushalt eingestellte Budget für die Sanierung der Verkehrswege nur zu einem kleinen Teil aufgebraucht würde und das müsse doch schneller gehen.
    Gleichzeitig ist es federführend die CDU, die seit Jahren jeden Stein in den Weg legt, alle Hebel in Bewegung setzt und in jeder Suppe verzweifelt nach einem Haar sucht.

    Ernsthaft?
    Nach 4 Jahren fällt Euch ein, dass es für die ADB angeblich ein Planfeststellungsverfahren hätte geben müssen?
    Ich bin keine Juristin. Wenn das tatsächlich so ist, dass das nötig gewesen wäre und damit die ganze Planung für die Katz ist, dann habe ich Fragen:
    Warum ist das sonst niemanden aufgefallen?
    Warum meldet ihr euch erst jetzt damit? Eine frühzeitige Meldung hätte dann eine Menge Geld gespart.

    Ich habe aber eher den Eindruck, dass das der letzte Strohhalm ist, nach dem gegriffen wird, um den Umbau zu verhindern.
    Freie Wahl des Verkehrsmittels statt Bevormundung fordert ihr. Für eine freie Wahl braucht es aber faire, gleichgestellte Bedingungen.
    Sobald auch nur ein Parkplatz in „Gefahr“ ist, ist alles andere zweitrangig.
    Fahrradrouten? Beschlossen – ja, aber Umsetzen? Nur wenn es gar nicht anders geht und auch nur wenn dabei keine Parkplätze entfallen.
    Steht doch wenigstens dazu, dass euch Parkplätze wichtiger sind als sichere Wege für alle.
    Steht dazu, dass euch einige zukunftsängstliche Händler in Schildgen wichtiger sind als sichere Schulwege für viele Kinder und Jugendliche.
    Steht doch dazu, dass ihr Radfahren immer noch als Hobby und Freizeitgestaltung betrachtet und nicht als echtes Verkehrsmittel.
    Dann hätte man als Wähler wenigstens die freie Wahl.

    1. Wie Herr Renneberg darstellt, geht es um die Beschwerde eines Dritten. Diese ist nicht von der CDU gestellt worde (@Redaktion: Bitte mal den Satz etwas unmissverständlicher formulieren…).
      Wir verhindern nichts! Es geht, darum, dass das mit Sinn und Verstand passiert. Wo ist die Planung nur einer Fahhradstraße, die so breit ist, dass einseitig noch gepaarkt werden kann oder wo Parkbuchten bestehen bleiben können. Überplant werden Straßen, die (dann) zu schmal sind – wo sind denn da die geforderten “fairen, gleichgestellten Bedingungen”.
      Fahrradfahren mag für diejenigen, die mit Anzug auf der Arbeit erscheinen ein Hobby sein, aber da gibt es ha auch noch den ÖPNV als Alternativvariante mit Dach…
      Und bitte nicht die Sicherheit der Schüler in den Ring, und schon gar nicht gegen die CDU, werfen: Hier kam gestern (@Redaktion) der pragmatische Vorschlag mit einer Solarzelle auf der Lampe von der CDU, damit nicht die Beschlussvorlage (https://mandatsinfo.bergischgladbach.de/bi/getfile.asp?id=588783&type=do) an Geld und Nanogramm CO2 für die Kabelproduktion scheiterte.

      1. Sie wollen erklären, dass es unfair ist, wenn die Möglichkeit private PKW im öffentlichen Raum kostenlos abzustellen entfällt/eingeschränkt wird, damit nicht motorisierte VerkehrsteilnehmerInnen auch sichere Wege bekommen?
        Dass die Fahrradstraßen nach der Planung nicht mehr breit genug für Parkbuchten sind, liegt an der Breite der vorhandenen Straßen.
        Sollen wir Grundstücke/Vorgärten enteignen, damit genug Platz für öffentlichen Parkraum da ist? Ich fände das nicht gut und hätte Verständnis für jeden, der sich dagegen wehrt.
        Aber Ihre Lösung ist dann, keine Fahrradstraße zu machen, damit auch ja kein Parkplatz wegfällt.
        Finde ich auch nicht gut.

        Ich freue mich, dass eine Lösung für die Straßenlaterne gefunden wurde, warum geht das nicht auch an anderer Stelle?

        Es gibt einen Kompromiss für die ADB – nach zähem Ringen, Ideen, die verworfen wurden, Gesprächen auf vielen Ebenen. Aber das ist der CDU (und auch der FDP) anscheinend immer noch nicht genug.
        Die ADB kann nicht so bleiben wie sie ist, das ist rechtlich nicht möglich, aber das will eine Gruppe nicht einsehen.
        Und es geht bei der ADB sehr wohl um die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen und ich mache insbesondere der CDU und den Händlern den Vorwurf, dass ihnen das egal ist.
        Besonders für Kinder und Jugendliche ist das Fahrrad (neben dem ÖPNV) eine wichtige Möglichkeit selbstbestimmt und ohne Elterntaxi mobil zu sein. Ab 10 Jahren (das ist Ende der 4. Klasse) MUSS ein Kind auf der Fahrbahn fahren, wenn kein Radweg vorhanden ist. Auf der ADB ist das höchst gefährlich – trotz Tempo 30.
        Die ADB ist keine private Zubringerstraße für die Geschäftsleute – sie ist das Herzstück unseres Ortsteils und sollte von allen gleichermaßen sicher genutzt werden können.
        Und ja, ich habe den Eindruck, dass manche Anzugträger Radfahren als Hobby abtun. Es ist aber nur eine andere Form der Mobilität, die ich nach Aussage von Herrn Felsch frei wählen können soll. Das kann ich aber nicht, wenn ich keine sicheren Wege innerhalb der Stadt habe sondern nur „im Grünen“ fahren kann.
        Und dass die CDU nichts verhindert ist sicher nicht ernst gemeint…

      2. Dann hat die CDU also gegen die Maßnahmen für die ADB gestimmt. Man beachte, dass Herr Reiländer hierzu eine andere Begründung als Herr Renneberg abgibt. Nun kann sich jeder überlegen, welche Begründung wohl ausschlaggebend war.

  11. S11 Ersatzverkehr: Gelenkbusse hin oder her. Das größere Problem wird sein, dass der Ersatzverkehr, wenn er jede Haltestelle der S 11 zwischen GL und Mülheim bedienen soll, im Berufsverkehr schätzungsweise 45 min bis Mülheim unterwegs sein wird, im Vergleich zu den 13 min, die die S 11 braucht.

    1. Das ist bei Ersatzverkehr leider immer so. Die Busse müssen nicht jede Haltestelle anfahren, sie können z.B. in Dellbrück auf der BGL-Straße halten – aber im Stau stehen sie trotzdem.

      Umso wichtiger, mehrgleisig zu fahren: Neben den S11-Ersatzbussen muss es auch Zubringerbusse zur Straßenbahn nach Thielenbruch und (häufiger) nach Refrath geben. Und die Radwege zu diesen beiden Haltestellen sollten ausgebaut werden.

      (Das Wortspiel war nicht mal beabsichtigt, fällt mir jetzt erst auf.;-)

    2. Man könnte den Ersatzverkehr aufteilen: Zum einen -wie bisher auch- von Busbahnhof über Duckterath, Dellbrück, Holweide nach Mülheim. Und als schnelle und entlastende Linie eine Nonstopverbindung , aber mit Halte/Wendepunkt im Bereich Ex-Marktkauf/Jakobstraße mit Wendespur über den Parkplatz. Linienführung über Hermann-Löns- oder Handstraße auf die Bergisch Gladbacher Straße. Schneller durch Entfall der 3 Haltepunkte und entlastend für Busbahnhof, Kirmeskreisel, Kalk-, Dechant-Müller-, Haupt- und Mülheimer Straße.

      1. Ist m.E. gar nicht nötig. Die Busse müssen ja nicht direkt am Bahnhof Dellbrück bzw. Holweide halten, sondern ein paar hundert Meter weiter südlich an der Bergisch Gladbacher Straße. Dann ist der Zeitverlust durch die Stops minimal.

  12. Nun hat der Rat, politisch massiv angetrieben durch die Verwaltung (Migenda), also den vollständigen Um/Neubau der Altenberger-Dom-Str beschlossen. Die Umbaumaßnahmen werden derart umfangreich sein, dass die Bauphase eine extreme Belastung für den Ort wird. Dass es danach bestenfalls nur noch ein paar Parkplätze für Kunden mit Pkw geben wird, wird wahrscheinlich nicht mehr schlimm sein. Der Einzelhandel wird schon die Bauphase nicht überstehen. Ich hoffe inständig, dass ich mich täusche, aber gestern ist durch die Grünen, die SPD und die freien Wähler der endgültige Niedergang des Nahversorgungszentrums Schildgen beschlossen worden.

  13. Friesenstrasse- Fahrradstraße Route F2

    Ich lade jeden Interessierten ein diese geplante Route bis zur Gartenstrasse mit dem Fahrrad aktuell zu befahren.
    Und ja, es gibt durchaus mehrere Wege von Köln mit dem Fahrrad nach Bensberg zu kommen- je nachdem aus welcher Richtung man kommt und wo man hin möchte. Ich selbst wechsle auch immer die Routen- mal über die Saaler Straße, mal über die Broicher Straße, mal über die geplante F2 Route von Refrath kommend- zurück meist über die Kölner Straße.
    Überall gibt es Gefahrenpunkte und Verbesserungsmöglichkeiten für Fahrradfahrende.
    Zurück zur F2 Route.
    Aktuell ist die Querung Vürfelser Kaule – Wickenpfädchen für Große und Kleine gefährlich- kein abgesengter Bordstein- zu Hauptverkehrszeiten nur bei roter Ampelschaltung der KVB sicher möglich, weshalb aktuell viele Schülerinnen und Schüler die Querung vom Vürfels ( sehr befahrende Autostraße) kommend nehmen. Weiter oben die Querung Waldgürtel über Frankenforsterstrasse ( Opel Gieraths) .
    Hier fahren die meisten bis zur Kreuzung Klausmann ( entgegengesetzte Fahrbahn) um über die Ampel sicher auf die Kaule zu kommen.
    Ich begrüße grundsätzlich sichere Fahrradwege auch um das Umsteigen vom Auto aufs Fahrrad zu ermöglichen bzw. zu erleichtern. Mir ist allerdings das Konzept der Umgestaltung dieser F2 Route nicht schlüssig und man fängt an den falschen Stellen an.
    Ich würde es begrüßen, wenn man sich grundsätzlich nochmals Gedanken zur angedachten Umgestaltung dieser F2 Route macht. Was macht aktuell Sinn und was nicht.
    Herzliche Grüße
    Brigitta Opiela
    Herzliche

    1. Was wären denn die “richtigen Stellen”, an denen angefangen werden sollte?
      Die Querung der Vürfelser Kaule wird im Zuge des Umbaus der Haltestelle Refrath (2028?) sicherer gestaltet. Soll bis dahin nichts passieren, soll der Rest der F2-Route 4 Jahre lang warten?

      Ich habe den Eindruck, dass jede Fahrrad-Maßnahme aus Sicht der CDU “die falsche” ist. Egal wo angepackt werden soll, jedesmal heißt es “Radverkehr ja – aber doch nicht hier!” Alternativvorschläge: Fehlanzeige. Gleichzeitig fordert ihr Bürgermeisterkandidat, Straßen und Radwege müssten schneller saniert und gebaut werden.

      (Unabhängig von dieser Kritik: Danke, dass Sie sich der Diskussion stellen!)

      1. Lieber Herr Kleinert,
        danke für ihren Kommentar.
        Die Umgestaltung der KVB Haltestelle Refrath wird nicht vor 2030 passieren.
        Wir als CDU sind für eine sichere und fahrradfreundliche F2 Route. Aber es stellt sich doch nach vielen Bürgerbeteiligungen die Frage ob es immer einer Umgestaltung zu einer Fahrradstraße bedarf mit Betrachtung der einzelnen Abschnitte und im Hinblick auf die Unfallstatistik.
        In diesem Punkt sind wir wahrscheinlich unterschiedlicher Ansicht, was ja legitim ist.
        Ich grüße sie herzlich
        Brigitta Opiela

      2. Herr @Kleinert, muss ich mich wieder einschalten? Sie kennen doch unsere (meine) Alternativvorschläge. Fehlanzeige ist, dass sie nicht aufgegriffen werden.
        Es geht darum, dass Radroute nicht automatisch gleich eine Fahrradstraße ist. Da, wo das seit Jahrzehnten funktioniert, ändern doch ein paar Schilder und ein paar Eimer Farbe nichts! Die Bewohner äußern ihre Betroffenheit, wenn gar kein Parkplatz mehr da ist. Für die Friesenstraße mussten wir zweimal nachfragen, wie viele Parkplätze im Bestand sind. Da war unklar, wie viele denn überhaupt wegkommen. Und anderswo musste auch darauf hingewiesen werden, dass da ein Behindertenparkplatz bei der Planung nicht einfach entfallen oder auf das dahinterliegende Grundstück verbannt werden darf.
        Ich war ja mit Herrn Felsch an Ihrer Tür. Er hätte Ihre Priorisierung mitgenommen… Es geht um Pragmatismus statt nur um Insellösungen und Leuchtturmprojekte. Lassen Sie uns eine gemeinsame Liste machen! Bis dahin bleibt es bei der langen Liste unserer Sanierungsvorschläge und ganzheitlichen Lösungen statt sich auf ein paar Meter teuren Neubau zu konzentrieren. Ich habe gestern im Ausschuss nochmal deutlich gesagt, dass die Planungen bei Fahrradstraßen wie auch Radrouten die anliegenden Querungen mitdenken müssen. Ich warte z. B. seit knapp fünf Jahren darauf, dass die RadPendlerRoute (Parallelweg Bahndamm) die Saaler Straße direkt an der Unterführung ampelgestützt und ohne Zick-Zack überquert. Und Sie wissen schon: Wer hat’s geschrieben…

      3. Hallo Frau Opiela, das wusste ich nicht, dass es erst nach 2030 geschehen soll. Also umso wichtiger, nicht darauf zu warten und mit anderen Abschnitten der Route anzufangen!

        Hallo Herr Reiländer, nein, ich kenne Ihre Alternativvorschläge nicht. Bei einer Fahrradstraße geht es nicht um “Schilder und ein paar Eimer Farbe”, sondern um mehr Platz, damit Rad- und Autoverkehr sich gut und sicher begegnen können. Das ist auf diesen Straßen bisher nicht der Fall, und ich sehe nicht, wie sich das ohne Wegfall von Parkplätzen ändern ließe (da keine Stellplätze markiert sind, lässt sich keine genaue Anzahl angeben).

        Mit dem beschlossenen Radverkehrsnetz existiert bereits eine gemeinsame Liste, in die viel Arbeit und Anregungen zahlreicher Bürger:innen geflossen sind. Es ist nicht perfekt, aber kommt der von Ihnen geforderten “ganzheitlichen Lösung” zumindest nahe. Warum Sie angesichts dessen von “Insellösungen” und “ein paar Meter teuren Neubau” (wo??) sprechen, ist mir unbegreiflich.
        Querungen gehören zu den wichtigsten Problemstellen und müssen mitgedacht werden, da stimme ich Ihnen voll zu. Das geschieht bei der F-Routen ja auch. Über die Ecke Bahndammweg/ Saaler Straße könnten wir lange diskutieren…ich halte eine Ampelquerung direkt hinter dem Tunnel für extrem ungünstig und habe schon vor Längerem eine sicherere (und billigere) Variante vorgeschlagen.

    2. “Aktuell ist die Querung Vürfelser Kaule – Wickenpfädchen für Große und Kleine gefährlich- kein abgesengter (sic!) Bordstein”
      Nicht direkt da, wo man rauskommt. Aber in umittelbarer Nähe ist der Bordstein sehr wohl abgesenkt.

  14. Die Aussage, dass die Stadt keinen Einfluss auf die Bauarbeiten und die Sperrzeiten hat, ist so nicht ganz korrekt. Es ist halt nur nicht einfach bzw. nicht auf direktem Weg möglich.

    Dass die Gelenkbusse keinen Platz haben, stimmt so ebenfalls nicht. Das geht schon wenn man möchte und für flexible Lösungen bereit ist, z. B. indem man die Belegung der Bussteige ändert oder die Fläche am nordöstlichen Ende nutzt. Aber wenn man immer nur Gründe sucht weshalb etwas nicht geht…

    Den Ersatzverkehr wie er aktuell nach einem Wissensstand geplant ist, kann man sich vermutlich auch getrost sparen. Die meisten Pendler werden auf die Linie 451/452 bzw. 1 ausweichen und dort für Überlastung sorgen. Die Linie 1 ist ja jetzt schon an der Kapazitätsgrenze. Vielleicht sollte man da auch die KVB aktiv einbinden.

    Es ist echt ein Trauerspiel, dass die Stadt das so hinnimmt. Stellwerk lassen sich übrigens auch im laufenden Betrieb ersetzen, insbesondere ein so kleines wie in diesem konkreten Fall. Das braucht dann eine Sperrung für maximal ein paar Nächte, nicht Monate. Können andere europäische Bahnunternehmen übrigens auch.

  15. Ist mit den Ausfallzeiten der S 11 “zwischen Bergisch Gladbach und Köln” Köln-Dellbrück gemeint? Wird der Schienenersatzverkehr (SEV) vom Busbahnhof Bergisch Gladbach zum S-Bahnhof Dellbrück und umgekehrt fahren? Wird die S 11 im Takt von Köln bis Dellbrück fahren?