Für die Kreuzung zur Kempener Straße legt die FWG einen Änderungsantrag vor. Foto: Thomas Merkenich

Auch die angepassten Pläne der Stadt für die Umgestaltung der Altenberger-Dom-Straße stoßen beim Bürgerverein für Schildgen & Katterbach auf Ablehnung. Alle Denkanstöße, die der Verein gegeben hatte, seien erfolglos geblieben. Von einem Umbau der Straße würde nur der Radverkehr profitieren, zum Nachteil von Einzelhandel und Fußgängern.

Wir dokumentieren eine Mitteilung des Bürgervereins für Schildgen & Katterbach e.V.

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Der Bürgerverein für Schildgen & Katterbach e.V. beschäftigt sich seit zweieinhalb Jahren intensiv mit der Planung der Stadt Bergisch Gladbach zur Umgestaltung der Altenberger-Dom-Straße. Es wurden viele Gespräche mit kommunalen Politikern und der Verwaltung geführt und diverse Denkanstöße gegeben – erfolglos!

Mitglieder des Bürgervereins stellen sich die Frage, wie die Stadt kostenintensive Beschlüsse zu weiteren Planungen treffen kann, ohne dass bisher Grundlagen geklärt wurden. Weder die Eigentumsverhältnisse der anliegenden Grundstücke, noch die Frage nach Ersatzparkplätzen wurden bisher weitergedacht.

Die Folgen für den Einzelhandel im Herzen des Ortsteils wurden von Seiten der Stadt bisher nicht diskutiert. Die Situation und vor allem Sicherheit für Fußgänger würde sich nach allen derzeitigen Denkansätzen der Stadtverwaltung erheblich verschlechtern. Für andere Verkehrsteilnehmer, mit Ausnahme der Radfahrer, ergeben sich keine spürbaren Verbesserungen.

Hinweis der Redaktion: Der nächste Planungsschritt für die Altenberger-Dom-Straße steht in der Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr am 9. April auf der Tagesordnung, dafür hat die Verwaltung eine Beschlussvorlage vorbereitet.

Und all das unter dem Argument: „Verbesserung der Aufenthaltsqualität“. Dies ist für den Bürgerverein überhaupt nicht erkenn- und nachvollziehbar.

Deshalb fordert der Bürgerverein, dass vor der Weiterführung der Planung und Beauftragung von Planungsbüros auf Kosten der Steuerbürger, zunächst alle grundlegenden Fragen geklärt und auf Machbarkeit geprüft werden.

Der Bürgerverein wurde im September 2021 mit dem Ziel gegründet, die Interessen der Einwohner Schildgens und Katterbachs gegenüber den zuständigen Behörden, Institutionen, Interessenverbänden und Medien zu fördern. Kontakt: info@bv-schildgen-katterbach.de

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  1. Man kann nur feststellen: Wie fast immer! Wie fast immer ignoriert die Stadt Willen und Wünsche der Bevölkerung, wie fast immer werden Pläne geschrieben, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen, wie fast immer meint ein Herr Migenda, seine Hausuafgaben gemacht zu haben, wie fast immer stimmt das nicht.

    Wann werden die Stadtverwalter und deren Chefs jemals begreifen, dass ein Planen oder Handeln gegen die Ortansässigen vertane Zeit ist. Statt Bürgerinnen und Bürger schon gleich am Anfang mitzunehmen, stellt man Pläne vor, die aussagen, dass die Anrainer blöd sind, nicht rechnen können und verwaltungshörig sind. Was besonders abstößt ist die wohl spektakuläre Absicht, Grundstückseigentümer, die nicht verkaufen wollen, zu enteignen. Wenn das nicht das Ziel des letzten PLans ist, hätte man den erst gar nicht aufzustellen brauchen.

    Bergisch Gladbach ist verbaut, hat 50 Jahre daran nichts verbessert und will nun – ausgerechnet zugunsten von Radfahrern – mit der Brechstange Probleme lösen. Heute war im KSTA zu lesen, dass der motorisierte Individualverkehr noch mindestens 20 Jahre vorherrschen wird. Vielleicht hilft das der Stadt, endlich den Gesamtverkehr, also auch Fußgänger und Automobile, zu betrachten.

    1. “Heute war im KSTA zu lesen, dass der motorisierte Individualverkehr noch mindestens 20 Jahre vorherrschen wird”
      Bei der Trägheit / Uneinsichtigkeit der Bevölkerung muss man JETZT damit anfangen, damit es in 20 Jahren sein wird.
      Wie geht es übrigens mit Ihrem Projekt, Ihre Wohnstraße für den PKW-Durchgangsverkehr sperren zu lassen, voran? Konnten Sie diejenigen, die dort täglich durchfahren, auf Anhieb überzeugen?

    2. Also für den Autofahrer ist doch alles gemacht worden. Wenn ich die 500 m zur Altenberger Dom Straße hochfahre, finde ich mehr als genug Parkplätze. Wenn ich Fahrrad fahre, werde ich in lustige “Schutzstreifen” gedrängt, die Autofahrer zum Anlass nehmen ohne Abstand zu überholen. Wenn ich zu Fuß am besten mit Kinderwagen komme, knallen in 80 cm Entfernung die Autos an der Leverkusener Straße an mir vorbei. Und oben angekommen steht in Zweifel ein Experte so beschissen, dass man mit Kinderwagen kaum vorbeikommt, weil man direkt vor dem Geschäft stehen muss. Wenn die Altenrepublik dass so weiter haben möchte, dann können die Geschäfte auf mich weiterhin verzichten. Und der Bürgerverein besteht aus einem Versicherungsmakler, einem Steuerberater und einem Rechtsanwalt. Die haben kein Interesse an Laufkundschaft. Der Rest der Geschäfte anscheinend auch nicht.

    3. „Wie fast immer ignoriert die Stadt Willen und Wünsche der Bevölkerung“ – Was Sie da ansprechen ist der Wille eines Teils der Bevölkerung. Weder ist „die Bevölkerung“ homogen noch sind es ihre Wünsche.

    4. Hallo Rolf Havermann, was sind Wunsch und Wille der Bevölkerung? Ich finde es löblich, dass nun – wie Sie es formulieren “mit der Brechstange” – die Verkehrssituation für Radfahrer und Fußgänger verbessert wird. Damit wird mein Wunsch erfüllt. Ich bin auch ortsansässig, d.h. Bergisch Gladbacher Bürgerin. Oder wen zählen Sie zu den Ortsansässigen.

    5. Eine Brechstange wäre in der Tat kontraproduktiv, da bin ich mit Herrn Havermann einig. Teermaschinen zu Schaffung huckelfreier, breiter, rotgefärbter Wege, Fahrspuren und Straßenübergängen sowie Bohrer zum Setzen von Pollern zum Freihalten derselben dürften es aber durchaus sein. Das, so behaupte ich hier mal genau so forsch wie Herr H., ist der Wille eines beträchtlichen Teils der Bevölkerung.