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Foto: Klaus Hansen

In Zeiten, in denen sich vieles verändert, steht die Kirmes in Bergisch Gladbach für Beständigkeit. Seit 182 Jahren wird sie gefeiert, am 18. Mai wird die nächste Pfingstkirmes eröffnet – als Familienkirmes mit ihren vielen altbekannten Fahrgeschäften. Gleichzeitig feiert der Schaustellerverein einen runden Geburtstag mit einem besonderen Feuerwerk.

Wir veröffentlichen einen Beitrag von Burkhardt Unrau, Geschäftsführer des Schaustellervereins Bergisch Gladbach e.V.

Kulturgut und Brauchtumspflege werden in unserer Heimatstadt seit jeher großgeschrieben. Seit 182 Jahren halten in Bergisch Gladbach alljährlich die Schausteller Einzug. Nach dem tollen Erfolg im letzten Jahr wünschen wir uns alle eine normale Kirmes, so wie immer!

Gerade in dieser schwierigen Zeit, wo sich scheinbar alles auf einmal verändert und nichts mehr so ist, wie es einmal war, ist es von großer Bedeutung, dass die Schausteller mit ihren Kirmessen und Volksfesten für etwas Entspannung, Normalität und Freude sorgen, mit ihrer über 1.200-jährigen Brauchtumskultur!

Nicht nur leuchtende Kinderaugen sondern das Leuchten der Augen aller Menschen ist nach wie vor dringend erforderlich! 182 Jahre Kirmes in Bergisch Gladbach, Auszeit vom Alltag, das bedeutet: Balsam für die Seele!

Und mein persönlicher Appell: wieder mehr Menschlichkeit im Umgang miteinander, weniger Egoismus und dafür mehr Seele!

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Markt, Parkplatz, Busverkehr: Das ändert sich zur Kirmes

Von Samstag, den 18. bis Dienstag, den 21. Mai findet in Bergisch Gladbach auf dem Konrad-Adenauer-Platz und rund um den Bergischen Löwen die Pfingstkirmes statt. Damit Fahrgeschäfte, Buden und Schaustellerfahrzeuge genügend Platz finden, gibt es bereits im Vorfeld einige Änderungen für Wochenmarkt, Parkflächen und Busverkehr.

Doch etwas ist anders: Der Schaustellerverein feiert sein 30-jähriges Jubiläum!

Im Jahre 1994 wurde er gegründet, der Schaustellerverein Bergisch Gladbach e.V.. Burkhardt Unrau und 12 Schausteller unterschrieben am 23. Mai 1994 das Gründungsprotokoll. Heute zählt der Verein 24 Mitglieder, die sich liebevoll um den Erhalt der beiden schönsten und größten Innenstadtkirmessen im Rheinisch Bergischen Kreis bemühen.

Fotos: Klaus Hansen

So sorgen die Schausteller vom 18. bis 21. Mai auf dem Konrad-Adenauer-Platz und rund um den Bergischen Löwen, für die größte und schönste Innenstadtkirmes im Rheinisch-Bergischen Kreis, denn sie haben viel zu bieten:

Ein irres, ultimatives Fahrgefühl: Frisbee – den Kick der Schwerelosigkeit und des Fluges erleben, prickelnd schön und megastark.

Staubige Straße in endlos flirrender Hitze: Route 66 – der wohl berühmteste Auto-Skooter jenseits des Mississippi.

Über Berge und Täler fliegen: Musik-Express heißt das Zauberwort. Ein Fahrgeschäft, das keine Kirmes missen darf.

Sich im Break Dance um die eigene Achse drehen sorgt bei allen Fahrgästen für Spaß pur.

Die Familienachterbahn erwartet die ganze Familie: Ring Renner das Gefühl einer kleinen Achterbahn erleben.

Und auch dabei, die Chaosfabrik, ein Laufgeschäft über drei Etagen, mit riesigem Spaßfaktor.

Eine Runde drehen mit dem Nachbau eines nostalgischen 15m hohen Riesenrads.

Ein kleiner Zug entführt die jüngsten Kirmesgäste in ein Märchenland kindlicher Phantasie – die Schweinchenbahn. Weiter geht`s auf Kinderkarussell, Babyflug und Barockflieger.

Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Süßwaren-, Imbiss- und Getränkestände bieten kleine Verschnaufpausen und kulinarische Leckereien. Spiel, Spaß und Verlosung machen den bunten Reigen komplett.

Feuerwerk der Superlative

Für eine optimale Auswahl und Platzierung aller Kirmesgeschäfte sorgen wie gewohnt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt Bergisch Gladbach. Denn die Kirmes ist für alle da. Hier begegnen sich Groß und Klein, Jung und Alt, ausländische und deutsche Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Kirmessamstag, den 18. Mai, um 12.00 Uhr wird die diesjährige Pfingstkirmes mit der offiziellen Begrüßung durch Bürgermeister Frank Stein, Landrat Stephan Santelmann,  Kreisdechant Norbert Hörter und Burkhardt Unrau, unter Glockengeläut und mit Bierfassanstich auf dem Konrad-Adenauer-Platz eröffnet.

Der Schaustellerverein Bergisch Gladbach e.V. lädt alle Kirmesfreunde aus der gesamten Stadt Bergisch Gladbach, aber auch aus der näheren Umgebung, herzlich ein, bei der Eröffnung dabei zu sein.

Ein besonderer Leckerbissen für die Kinder: auch dieses Jahr haben die Schausteller kostenlos Fahrchips zur Verfügung gestellt, die nach der Eröffnung verteilt werden.

Am letzten Kirmestag, Dienstag den 21. Mai, ist es dann soweit, die Schausteller verabschieden sich mit einem farbenprächtigen Feuerwerk der Superlative, schöner und länger als sonst. Das ist ein Geschenk an alle Gladbacher, zum 30-jährigen Jubiläum des Schaustellerverein Bergisch Gladbach e.V.. Die Schausteller bedanken sich für die Gastfreundschaft, und auch St. Laurentius freut sich schon auf ein Wiedersehen im August zu seiner Laurentiuskirmes.

ist Kirmes-Fan seit Kindesbeinen und seit 20 Jahren ehrenamtlicher Geschäftsführerdes Schausstellerverbandes Bergisch Gladbach. Ein Portät über ihn finden Sie hier: https://in-gl.de/?p=81279

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  1. Die Kirmes ist in Bergisch Gladbach nun mal Kultur und Tradition. Und gemessen an dem Besucher nun mal Platz 1 oder 2. Bergisch Gladbach ist bekannt für die Kirmes und den Stadtlauf. Karneval zähle ich nicht dazu weil es ein sehr ausgedehtes Event ist.
    Andere Events wie Bergische Bautage, Messen oder selbst der Wochenmarkt sind bei weitem nicht so stark besucht. :) Und das sollte man den Menschen zugestehen.

    Und das Dinge in zeitlicher Reihenfolge passieren bedeutet nicht das sie zusammenhängen. Korrelation ist nicht Kausalität.
    Wenn ein Baum kurz vor der Kirmes gefällt wird heißt es nicht das der Baum Wegen der Kirmes gefällt wird.
    Zumal ich es für sehr unwahrscheinlich halte, dass es so etwas wie die Schaustellerlobby gibt die mit hohen Geldern die Verwaltung besticht. Das ist Quatsch.

    Manche Dinge der Kritik waren in der Vergangenheit aber wirklich berechtigt. Gerade wenn Tiere 12 Stunden am Tag bei praller Sonne im Kreis laufen müssen und dabei Kinder tragen müssen.
    Das ist eine enorme psychische und physische Belastung für ein Ponny. So eine Kritik ist berechtigt !
    Es ist ja auch im Karneval und bei Demonstrationen der Fall. Da laufen Pferde bei einer Demo mit und plötzlich wirft jemand ein Böller nach Ihnen und sie Rasten aus. Solche Vorfälle gab es.

    Gerade wenn es ums Thema Tiere geht und deren Wohl ist Kritik oft berechtigt. In anderen Ländern gibt es Stierkämpfe. Und jeder der diese Tierquälerei kritisiert ist der Buhmann. Common
    Tierwohl sollten immer bei Kirmessen und Zirkus berücksichtigt werden. Sofern es sich um echte Tiere handelt. Das hat nichts mit grün oder “linksgrün-versifft” zu tun.
    Aber da hat sich ja einiges Getan.

    1. „Korrelation“ würde immer noch einen Zusammenhang beschreiben, korrekt wäre in diesem Fall „Koinzidenz“.

  2. “Familienkirmes” und “Brauchtum” – dass ich nicht lache. Inklusive Tierquälerei “wie früher, wie immer”?
    Und vorher fällen wir schnell noch ein paar alte Bäume, die den Schaustellern nicht ins Konzept passen. Da wünscht man sich fast den nächsten Starkregen, damit ihr euch schön verschluckt an eurer Versiegelei.

    1. Also manchmal frage ich mich, wo wir mittlerweile leben. In welchem Land und Zeit? Das es immer noch so manchen pech beim denkenden gibt der es schafft, alles und wirklich alles aus dem Kontext zu bekommen was er sieht.

      Wenn die Stadtverwaltung einen Baum aus Standfestigkeitsgründen zu fällen hat und diesen ausgerechnet vor Pfingsten fällen muss, hat dies bestimmt nichts mit dem Schaustellerverein zu tun. Sondern wohl eher damit, wie es auch in dem Artikel (wenn man den Artikel dann auch richtig gelesen und auch Verstanden hat), heißt um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, dann soll es so sein.
      Und Tierquälerei scheint wohl jetzt auch schon für den ein oder anderen bei einem aus Fieberglas geformten Schweinchen für eine Kinderatracktion zu beginnen. Finde ich sehr amüsant, muss ich zugeben. Welche Grenze kommt als nächtes Luftholen ist schädlich, weil beim Ausatmen Co2 kommt und das ja Umweltschädlich ist.?

      Vielleicht mal ein bisschen weniger durch die grüne Brille gucken und mal mit offenen Augen durchs Leben gehen, als immer nur direkt das schlimmste für unsere Natur zu sehen, und vor allem das gelesene auch versuchen zu verstehen. Das ist das wichtigste.

      Ach ja Falls es zu Polemisch und nicht gejendert ist, tut mir Leid, das ist so gewollt.

    2. Es geht um einen Baum. Der ist sichtbar schwer beschädigt und gründlich untersucht worden. Unter dem Baum steht bei der Kirmes die Schweinchenbahn, direkt davor auf der Platzfläche mehrere gut besuchte Fahrgeschäfte. Da erscheint es einleuchtend, dass die Stadt jede Gefahr für die Besucherinnen und Besucher ausschließt.

      1. Das ist aber jetzt beinahe schon Spielverderberei. Da will sich mal jemand gerecht empören und „denen da oben“ Volkes Stimme so richtig um die Ohren hauen, da kommen Sie mit Fakten …

      2. Es paßt halt so gut, daß die Kastanie gerade jetzt gefällt wird. Mancher könnte denken, dem Kirmesrummel wird sehr untergeordnet. Die Haltestelle “Markt” wird jedes Jahr gefühlt länger verlegt, nun ist auch die Laurentiusstr. eingeschränkt.

      3. Wem passt es „so gut“? Die Haltestelle Markt und die Busspur sind bei jeder Kirmes nach dem Neustart nach der Corona-Pause ab Montagfrüh gesperrt worden. Und genau so lange besteht bereits die Einschränkung für den gegenläufigen Radverkehr auf der Laurentiusstraße.

        Zudem gibt es für den Radverkehr eine relativ gute Alternativroute, über den Radfahrstreifen auf der Odenthaler Straße und die Kombispur an der Schnabelsmühle.

      4. Aber das ist halt die Art der Meinungsäußerung, die nicht weiterhilft. Die spaltet und nicht zur vernünftigen Diskussion führt. Was ist denn die Reaktion auf so einen Beitrag? “Die Klimaspinner glauben, die Kirmes besticht die Stadt, um Bäume fällen zu lassen!”
        Mal davon abgesehen davon, dass die Kirmes sicher nix davon hat, wenn da ein Baum weniger steht (und weniger Schatten auf dem Gelände ist).
        Und dieses “mancher könnte denken” Geraune ist halt auch nicht hilfreich. Ja, für die Kirmes wird einiges möglich gemacht. Ist halt eine Veranstaltung, die viele mögen, andere nicht so toll finden. So ist es nunmal.