Unter dem Motto „Ohne Moos nix los“ rganisierte das Caritas Familienzentrum eine Kinder-Demo durch Odenthal. Foto: Kaspar Müller-Bringmann

Unter dem Motto „Ohne Moos nix los“ hat das Caritas Familienzentrum am Mittwoch eine Kinder-Demo durch Odenthal organisiert. Rund 100 Teilnehmende, darunter 55 Kinder, forderten mehr Geld – um die Kitas im Rheinisch-Bergischen Kreis vor dem finanziellen Kollaps zu retten.

Wie veröffentlichen einen Beitrag der Caritas Rhein-Berg

Die Demonstration startete von der Kita an der Ferdinand-Schäfer-Straße 15 und zog zum Bürgermeisteramt. Dort informierten die Teilnehmenden Bürgermeister Robert Lennerts was aus ihrer Sicht an der KiTa besonders schön und wichtig ist. Lautstark machten sie darauf aufmerksam, dass die Kleinen nicht vergessen werden dürfen. Die Erwachsenen erläuterten, dass die Finanzierung der Kindertagesstätten nach wie vor nicht auskömmlich geregelt ist.

+ Anzeige +

 „Uns droht der finanzielle Kollaps“, warnt Raphaela Hänsch, Sprecherin des Vorstandes der Caritas RheinBerg. „Die stark gestiegenen Ausgaben für Personal, Sachmittel und Energie werden durch die zu gering erhöhten Zuschüsse nicht gedeckt“, erklärt Hänsch. „Wir kämpfen mit einem jährlichen Defizit von einer halben Million Euro, das nicht refinanziert wird.“

„In der Not allein gelassen“

Die Caritas ist Träger von neun Kindertageseinrichtungen im Rheinisch-Bergischen Kreis. „Wir fühlen uns in unserer Not allein gelassen“, so die Sprecherin. “Wiederholt erhalten wir die Antwort, dass mehr Geld einfach nicht da sei. Dabei erfüllen wir eine pflichtige Aufgabe der öffentlichen Hand.“

Organisiert wurde die Kinder-Demo von Renate Otto, Einrichtungsleiterin im Caritas Familienzentrum Odenthal. Ihr und ihrem Team war wichtig, die Kinder sensibel auf die Aktion vorzubereiten: „Die Vorstellung, dass die Kita geschlossen werden könnte, weil es nicht genug Geld gibt, macht den Kindern leider eher Angst“, so Otto. „Den Wunsch, dass die Kita für die Kinder eine wichtige Sache ist und deshalb so schön bleiben soll, wie sie ist, verstehen sie aber sehr gut.“ 

Unter den Demonstranten waren auch viele Eltern und Großeltern. Die Kinder waren zum Teil auf Fahrzeugen unterwegs oder wurden im Bollerwagen, Lastenrad und Kinderwagen transportiert.

Angeschlossen hat sich auch eine Gruppe der „Odenthaler Kobolde“. Mit Warnwesten, Trillerpfeifen und Luftballons setzten sie sich lautstark für den Erhalt und die finanzielle Unterstützung ihrer und anderer Kitas ein.

Mit der Demo wurde die Kampagne „NRW bleib sozial!“ der Freien Wohlfahrtsverbände im Rheinisch-Bergischen Kreis unterstützt. Gefordert werden zum Beispiel grundsätzliche Regelungen zur Finanzierung der Angebote im sozialen Bereich. 

Unter dem Motto "Caritas RheinBerg – Der Mensch zählt" ist der Caritasverband für den Rheinisch-Bergischen Kreis e.V. heute wie vor 50 Jahren bestrebt, seinen Auftrag als Sozialdienst der katholischen Kirche, als Verband der freien Wohlfahrtspflege und als Mitgliederverband zu erfüllen.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.