Der Deutsche Gewerkschaftsbund erinnert zum 34. Mal in Bergisch Gladbach mit einer Mahnwache und einem Schweigemarsch an die Reichspogromnacht und deren Opfer. Der DGB positioniert sich wie jedes Jahr gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit – und für Toleranz und Menschenwürde.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung des DGB-Netzwerks Rhein-Berg

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Seit 34 Jahren erinnert eine Mahnwache in Bergisch Gladbach an die Reichspogromnacht vom 9. November 1938. Auf Befehl der Nationalsozialisten wurden in Deutschland lebende Jüdinnen und Juden gedemütigt, verhaftet, misshandelt und getötet.

Infolge der von der SA und SS begangenen Ausschreitungen starben Hunderte Menschen; mehr als die Hälfte aller Synagogen in Deutschland wurden zerstört oder stark beschädigt. Über tausend Geschäfte wurden geplündert und zerstört. Mehr als 30.000 Jüdinnen und Juden wurden in Konzentrationslager verschleppt.

„Die bestürzenden Recherche des Medienhauses Correctiv über ein Geheimtreffen von AfD-Politikern, Rechtsextremisten und Unternehmern, die im Januar 2024 ans Licht kamen, erinnern an das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte“, sagt Damian Warias, Gewerkschaftssekretär der DGB-Region Köln-Bonn.

„Wer politische und ethnische Säuberungen in unserem Land fordert, tritt unsere Verfassung, die Freiheit und die Grundrechte jedes Einzelnen mit Füßen. Dieses braune Gedankengut reicht weit in die AfD hinein. Wir lassen uns unsere Demokratie nicht kaputtmachen! Der DGB und seine Gewerkschaften sind solidarisch mit allen Menschen in Deutschland – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Weltanschauung. Wir gehören zusammen!“, fügt Warias hinzu.

Patrick Graf, Sprecher des DGB-Netzwerks Rhein-Berg, betont: „Angriffe auf Minderheiten und diskriminierendes Verhalten sind derzeit ein beunruhigendes Signal für den Zustand unserer Gesellschaft. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, uns gegen diese Entwicklungen zu stellen und die Werte der Solidarität, Toleranz und Menschenwürde zu verteidigen. Deshalb ist die Mahnwache gerade jetzt ein wichtiger Ort der Erinnerung und des Widerstandes.“

Die Mahnwache findet am Samstag, 9. November, von 11 bis 12 Uhr auf dem Gelände der Kirche St. Joseph, Lerbacher Weg 2, statt. Im Anschluss ist ein Schweigemarsch zur Gedenktafel am ehemaligen Stellawerk geplant.

Programm

Grußworte: Anna Maria Scheerer, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Bergisch Gladbach, Redouan Tollih, Integrationsrat der Stadt Bergisch Gladbach

Redebeiträge: Gila Matuszak, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), Evelyn Illgen, „Omas gegen Rechts“-Gruppe Köln, Patrick Graf, DGB Rhein-Berg

Musik: Friedrich Kullmann & Geo Schaller 

Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Bergisch Gladbach wird durch das DGB-Netzwerk Rhein-Berg in der Region Köln-Bonn vertreten. Website: koeln-bonn.dgb.de

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