Foto: Helga Niekammer

Kinder und Jugendliche verschiedenster Nationalitäten von 8 bis 16 Jahren haben sich aktiv an kreativen Projekten im interkulturellen Treffpunkt PAULA, dem Begegnungsort für Menschen aus aller Welt. Dort wurden jetzt die Ergebnisse der künstlerischen Arbeiten in einer Wochenendausstellung gezeigt.

Eröffnet wurde die Ausstellung von Bürgermeister Frank Stein am Freitag, 29. November. Er äußerte sich begeistert über die pädagogische Arbeit in der PAULA. Zu den Kindern und Jugendlichen sagte er auch:

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„Eure Kreativität ist wirklich super. Mit tollen Ideen probiert ihr neue Sachen aus, setzt euch beim Besuch im Museum mit Kunst und Kultur auseinander, lasst euch so inspirieren. Und es ist schön zu erfahren, dass Kinder ganz unterschiedlicher Familien, die zum Beispiel aus Syrien, Ukraine, Eritrea, Palästina stammen, sich im Treffpunkt wie zuhause fühlen – nur mit Freunden“.

Gruppenbild der Ausstellung, BM hinten Mitte, Foto: Helga Niekammer

Was die Finanzierung des interkulturellen Treffs betrifft, konnte BM Stein eine positive Nachricht übermitteln. Sie lautet:

„Im Haushalt der Stadt Bergisch Gladbach ist Geld für diese Einrichtung vorgesehen.“

Das Gemeinschaftsbild ist ein Hit

Immer wieder zum Treffpunkt wurde im Verlauf der Vernissage der Tisch mit dem „Gemeinschaftsbild“. Mit Schablonen, in Postkartengröße gefertigt, schnitten Mädchen und Jungen hier aus dem großen Werk „Postkarten“ aus, die beschriftet mit lieben Grüßen auf Reisen gehen können.

Gemeinschaftswerk, Foto: Helga Niekammer

Das große und farbenfrohe Gruppenbild auf Karton entstand unter besonderen Vorgaben: Jeder der Teilnehmenden bekam eine bestimmte Farbe zugeordnet, mit der er nur geometrische Formen, Punkte, Striche… malte und die Form eines Anderen nicht übermalte.

Außerdem wurde während dieser Malaktion nicht gesprochen. Dieser Gestaltungsprozess, schaffte Raum für viele Reflexionsfragen z.B. die Frage, ob es leicht oder schwer fiel „drauf los“ zu pinseln? Und es stellte sich die Frage: „Wie viel Raum nimmt meine Farbe ein?

Kunst als Mittel zu einem erfülltem Leben

„Was ist Kunst“ – fragte auch Kunstpädagogin Carolyn Gates (KREA-Team) zu Beginn ihrer Rede, beantwortete es dann so: „Kunst ist ein Ur-Bedürfnis der Menschheit. Jeder Mensch hat etwas in sich, was er ausdrücken möchte, wie die hier gezeigten Werke auch beweisen“.

Almut Wiedenmann (Krea, Krea-Mobil / Interkultureller Treffpunkt PAULA:  „Positive Erinnerungen an die Jugend sind ein wichtiges Element um als Erwachsener gesund und zufrieden zu leben.”

„Wir setzen uns hier jeden Tag für dieses Ziel ein”, betont auch Paula Schäfer, Leitung der PAULA.

Talentierte Künstler:innen

Theo am Keyboard Foto: Helga Niekammer

In lockerer, geselliger Runde – mit schwirrendem Sprachengewirr und perlendem Sound (Theo, Keyboard) –  startete die ausführliche Betrachtung der Kunstwerke, die Wände und Tische schmückten. Aufmerksam nahmen die Erwachsenen die Arbeiten in Augenschein und erfuhren die Hintergründe zu Porträts, Landschaften, Straßenszenen, Pyramiden, Objekte/Zukunftsvisionen. Viel Lob bekam die 16jährige Arina für ihre Arbeit – für das Porträt von ihrem jüngerem Bruder.

Die 16jährige Arina mit dem Porträt von ihrem jüngerem Bruder Foto: Helga Niekammer

Es gab viel Applaus im Zusammenhang mit den einführenden Worten. Von den Kindern besonders laut für die Feststellung von Paula Schäfer und Almut Wiedenmann: „Liebe Kinder, ihr habt es erst möglich gemacht, das Ziel – Kunst umzusetzen –  zu realisieren. Ohne euren starken Einsatz wären unsere Wände und Tische leer. DANKE!“

PAULA ist ein Ort für Gemeinschaft

Der Interkulturelle Treffpunkt „PAULA“ im Stadtteil Heidkamp, Paulusstr. 5a, 51469 Bergisch Gladbach, steht für lebendigen Austausch, für interkulturelle Begegnung und Integration. Mit kultursensiblen kunsttherapeutischen Angeboten, Kunstwerkstätten, kreativer Medienarbeit und gemeinschaftlichen Freizeitaktivitäten richtet sich der Treffpunkt an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Leitung: Paula Schäfer. Angebote kostenlos!

Foto: Helga Niekammer

Das Projekt ist angegliedert an die Arbeit der sozialen Netzwerke der Stadt Bergisch Gladbach und wird unterstützt durch Förderungen. Unter anderem des kommunalen Integrationszentrums, Paritätischer Wohlfahrtsverband, sowie über das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW.

ist freiberufliche Journalistin (Text und Bild), weitere Berichte und Fotos finden Sie auf bensberg-im-blick.de.

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