Im Bürgerclub vorgestellt hat sich Marcel Kreutz, Bürgermeisterkandidat von SPD und Grünen. Er betont seine Nähe zur Stadt und zu den Menschen. Charmant und offen gelingt es ihm, Verbindung zu den Zuschauer:innen herzustellen. Er scheut aber auch nicht davor, zu widersprechen oder zuzugeben, wenn er etwas nicht weiß.

Es ist 19.16 Uhr. In einer Viertelstunde beginnt der Bürgerclub mit Marcel Kreutz, Bürgermeisterkandidat von SPD und Grünen. Der große Tisch in der Redaktion des Bürgerportals ist schon gut gefüllt, auch Kreutz selbst sitzt bereits da und scherzt mit den Zuschauer:innen.

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Der erste Eindruck: weißes Hemd, dunkelblaues Sakko, schelmisches Lächeln.

Um 19.30 Uhr geht es los. Marcel Kreutz lehnt sich in seinem Stuhl zurück, die Hände unter dem Tisch. Die ersten Fragen stellt Chefredakteur Georg Watzlawek. Kreutz beantwortet sie ohne zu zögern, wiederholt die Fragen zu Beginn jeder Antwort – etwa die, wie er sich im Vergleich zu Frank Stein aufzustellen gedenkt: „Ob ich sagen würde, das ist mir zu grün, da würde ich zurückrudern? Nein. Ich würde vielleicht andere Schwerpunkte setzen.“

Seine Schwerpunkte

Welche seine Schwerpunkte sein sollen, das fügt der 37-Jährige auf Nachfrage hinzu: Schulen und Kitabau. Schulwegsicherheit. Und Mobilität.

Bald übergibt Georg Watzlawek das Wort dem Publikum. Gleich auf die erste Frage nach seinen Strategien, um mit der Belastung eines Bürgermeisteramts umzugehen, erwähnt Kreutz, dass er eine starke Familie hinter sich habe („das war eine gemeinsame Entscheidung, ich bewerbe mich hier nicht alleine“) und betont, dass es ihm „sehr wichtig“ sei, das Amt mit seiner Familie zu vereinbaren.

Ein Widerspruch? Oder ein Hinweis darauf, dass er nicht gedenkt, in eine Workaholic-Falle zu geraten, in der man Gefahr läuft auszubrennen?

Der andere kandidat

Alexander Felsch: Kandidat in der Phase des Kennenlernens

Der gemeinsame Kandidat von CDU und FDP für das Bergisch Gladbacher Bürgermeister-Amt stellt sich im Bürgerclub den Fragen der Leser:innen. Alexander Felsch betont seine langjährige Erfahrung in der Kommunalpolitik, aber auch, dass Lösungen für die „jahrzehntelangen Probleme der Stadt“ erst noch erarbeitet werden müssen. Manchmal lohne dabei auch ein Blick über den Stadtrand hinaus.

Die nächsten Zuschauer:innen melden sich. Kreutz schaut die Fragestellenden aufmerksam an, zieht mitunter konzentriert die Augenbrauen zusammen, nickt immer wieder. Er überlegt jetzt häufiger kurz, bevor er spricht, wiederholt auch nicht mehr die Fragen in seinen Antworten.

Gemeinsamkeiten betonen

Vielleicht war er auf die journalistischen Fragen von Georg Watzlawek vorbereitet, Fragen nach seinen Qualifikationen für das Bürgermeisteramt, seinen Schwerpunkten. Die Fragen der Bürger:innen sind oft sehr spezifisch, gehen tief in einzelne Themen rein.

Kreutz betont immer wieder Gemeinsamkeiten: „Zu Ihrem Befund (dass die Straßen in einem sehr schlechten Zustand sind, Anm. d. Red.): 100 Prozent Zustimmung.“ Nachdem er auf diese Weise eine Verbindung zur Fragestellerin hergestellt hat, erklärt er, dass die meisten Straßen nach dem Krieg gebaut worden und nun „alle gleichzeitig hinüber“ seien – und dass die Stadt dieses Problem nur Schritt für Schritt angehen könne.

Er erinnert daran, dass die finanziellen Mittel begrenzt seien. Genau das ist eines seiner Themen: Als Bürgermeister will er sich gegenüber den anderen Ebenen – Land, Bund, Europa – für eine bessere, eine andere Kommunalfinanzierung einsetzen.

Fotos: Hartmut Schneider

Der Finanzreferent

Man merkt, dass er sich bei dem Thema wohlfühlt, er, der Jurist und Finanzreferent. Seine Stimme wird lauter, wenn er darüber spricht, er beugt sich vor, gestikuliert viel. Das wird man auch später bei anderen Themen feststellen, in denen er sich gut auskennt, Klima und Umwelt, Zanders.

Dabei hängt er die Zuschauer:innen aber nicht ab, sondern bleibt immer gut verständlich. Was auch daran liegt, dass er sich nicht in Fachsprache verliert, eher sogar in die Umgangssprache rutscht und sich – vielleicht der sympathischen, bürgernahen Wirkung bewusst, vielleicht auch nicht – korrigiert; etwa wenn er von den vielen Aufgaben spricht, die von Bund und Ländern festgesetzt und dann den Kommunen „zugeschanzt“ werden – „äh, übertragen heißt es, das wird ja aufgezeichnet“. Dann blitzt wieder das schelmische Lächeln in seinem Gesicht auf.

Foto: Hartmut Schneider

Als die Planungen für die Altenberger-Dom-Straße in Schildgen aufkommen, scheint erstmals etwas Unsicherheit bei Kreutz durch. Er dreht den Ehering an seinem Ringfinger, während er zuhört. Notiert sich etwas auf einem Blatt Papier, spielt mit dem Stift.

Als er dran ist mit antworten, erwähnt er als erstes, dass er kürzlich bei der Kidical Mass dabei gewesen sei, die in Schildgen gestartet ist, erzählt von einem Besuch in Katterbach, bei dem er sich umgesehen habe.

Nähe zur Stadt und zu den Menschen

Das macht er viel, Ortsbesuche und Treffen mit Bürger:innen erwähnen. Er zeigt gerne seine Nähe zur Stadt und den Menschen, erzählt auch von seiner Schulzeit am Otto-Hahn-Gymnasium, von seinen Erfahrungen als Radfahrer in Bergisch Gladbach.

Marcel Kreutz weiß sich darzustellen, kommentiert das aber auch selbstironisch, zum Beispiel, als jemand die Radwege in Bergisch Gladbach anspricht: „Ich muss die Gelegenheit nutzen, um einzupflegen, dass ich alle Termine mit dem Fahrrad wahrnehme. Aber ich schweife ein bisschen ab, tut mir leid.“ Spitzbübisches Lächeln.

„Ich versuche so zu sein, wie ich bin.“

Die leichte Unsicherheit, als es bei der Altenberger-Dom-Straße ins Detail geht, kompensiert er mit einem 1:1-Gesprächsangebot im Anschluss an den Abend. Den Worten wird er gleich nach Ende der Diskussion Taten folgen lassen, indem er auf die anwesenden Vertreter:innen von Schildgener Bürgerverein und Interessengemeinschaft zugeht und Telefonnummern austauscht.

Nahbar: Das möchte er sein, das findet er wichtig, auch um das Vertrauen der Menschen zu gewinnen – in ihn und in die Politik insgesamt. „Ich versuche so zu sein, wie ich bin.“

Freundlicher Widerspruch

Dazu gehört auch, schon einmal zuzugeben, dass er etwas nicht weiß. Etwa, was es bedeutet, wenn sich herausstellen würde, dass das Zanders-Gelände stark kontaminiert wäre.

Dazu gehört auch, schon einmal zu widersprechen – aber sehr freundlich. Ein Zuschauer beklagt, dass er immer wieder Flyer von Investoren im Briefkasten hätte, die sein Haus aus den 1930er-Jahren samt großem Grundstück kaufen und dort bauen wollten.

Dem entgegnet Kreutz, dass die innerstädtische Verdichtung im Baugesetzbuch festgehalten sei. „Das ist Bundesrecht, das können wir kaum verhandeln – und die Frage ist doch auch, wollen wir das überhaupt?“ Durch Verdichtung entstehe der meiste Wohnraum. Wünschenswert sei nur, dass dabei auch mehr Wohnraum für Menschen „mit nicht so tiefen Taschen“ entstünde – das sei bei den Investoren, die ihre Flyer in den Briefkasten des Fragensteller werden würde, wohl eher nicht der Fall.

Der Sozialdemokrat

Immer wieder zeigt Kreutz sich klar als Sozialdemokrat. Auch auf die Frage einer Zuschauerin, wie er dazu stehe, dass Begegnungsstätten für Senior:innen ihre Öffnungszeiten reduzieren müssten: „Es geht nicht alles, aber da würde ich mich immer für eine Finanzierung einsetzen.“

Ganz klar ist er auch beim Thema AfD: Eine Zusammenarbeit komme für ihn nicht in Frage. Wenn eine wichtige Entscheidung nur mit AfD-Stimmen durchzukriegen wäre, sei es für ihn eine Option, die Entscheidung zurückzuziehen.

Zur Bundestagswahl stellt das Bürgerportal zusammen mit dem Netzwerk Correctiv.Lokal ein Bürger-Wahlprogramm auf: Die Wählerinnen und Wähler bestimmen, welche Themen und Fragen wichtig sind. Diese Fragen legen wir dann den Kandidat:innen in Rhein-Berg vor. Machen Sie mit!

Auch in Sachen Migration würde er, Stand jetzt, den aktuellen Kurs fortsetzen. Und, da kommt wieder der Finanzreferent ins Spiel, er würde sich gegenüber den übergeordneten Ebenen dafür einsetzen, dass das „auskömmlich finanziert“ würde.

Ehrliche Ansagen

Kreutz erklärt, dass es in den letzten Jahren Sonderzahlungen für die Unterbringung von Flüchtlingen gegeben habe, dieses Jahr aber nicht – „nichts!“ Das sei eine Aufgabe des Bürgermeisters, nach oben zu kommunizieren: Wir brauchen das.

Seine Offenheit in Bezug auf die Finanzierung der Kommune scheint beim Publikum anzukommen. Eine Zuschauerin hatte sich mehr Ehrlichkeit gewünscht, ehrliche Ansagen, was möglich ist, was nicht möglich ist. Marcel Kreutz scheint das zumindest ansatzweise umzusetzen, zumindest an diesem Abend, in dieser Runde.

Man kann ihn sich durchaus vorstellen als Stadtvorsteher. So geht es auch einem Zuschauer, der ihn versehentlich schon als „Herr Bürgermeister“ anspricht. Marcel Kreutz sagt, „das fand ich jetzt nicht so schlecht“ und lacht wieder sein spitzbübisches Lachen.

ist freie Reporterin des Bürgerportals. Geboren 1984, aufgewachsen in Odenthal und Schildgen. Studium in Tübingen, Volontariat in Heidelberg. Nach einem Jahr als freie Korrespondentin in Rio de Janeiro glücklich zurück in Schildgen.

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  1. Zitate von Kreutz:

    „Ob ich sagen würde, das ist mir zu grün, da würde ich zurückrudern? Nein. Ich würde vielleicht andere Schwerpunkte setzen.“

    “Eine Zusammenarbeit mit der AfD kommt für mich nicht in Frage. Wenn eine wichtige Entscheidung nur mit AfD-Stimmen durchzukriegen wäre, ist es für mich eine Option, die Entscheidung zurückzuziehen.”

    Mein Fazit: Wieder so ein Ideologe und Anti-Demokrat! Er will linksgrüne Politik machen, was bereits in Köln krachend gescheitert ist.

    Außerdem will er wichtige Entscheidungen zum Wohle Bergisch Gladbachs lieber nicht (!) treffen, als es mit den Stimmen der AfD zu tun.

    Solche Politiker haben Deutschland abgewirtschaftet. Von daher wähle ich lieber das kleinere Übel, also den Kandidaten Felsch von der CDU.

    1. Welche “wichtigen Entscheidungen” wären das, Ihrer Meinung nach z.B.?

      Wohin soll/würde denn dann die (Traum)Reise der AfD gemeinsam mit dem von Ihnen auserkorenen “kleineren Übel” gehen?

      1. Hallo Ulla, leider kann ich nicht direkt auf Ihren 2. Kommentar antworten. Seltsam… Aber ich hoffe es geht auch so.
        Auch ich als ultraböser Konservativer habe ein Herz für die Umwelt. Daher würde ich dem Vorschlag von Herrn Felsch zustimmen. Was die Finanzierung angeht: Da würde sich bestimmt ein weniger sinnvolles Projekt finden, welches man streichen kann. Vorher könnte man ggf. auch eine Bürgerabstimmung machen.
        Alternativ kann man aber auch über den Vorschlag DER GRÜNEN Claudia Hämmerling nachdenken, Hartz-IV-Empfänger und Rentner zur Kontrolle bzw. zum Einsammeln von Hundekot gegen Bezahlung einzusetzen.
        Diesem Vorschlag würde ich allerdings NICHT zustimmen!

      2. Ralf, den Vorschlag von Herrn Felsch finde ich aber überhaupt nicht zielführend.
        Wenn wir das Müllproblem versuchen dadurch zu lösen, dass immer mehr Leute dafür bezahlt werden sollen, die den Müll / Unrat aufzuräumen, den manche, aus welchem verächtlichen Grund auch immer, nicht bis zur nächsten Mülltonne zu tragen bereit sind, werden wir das Vermüllungsproblem nur vergrössern.
        Wer hat deren Argumente noch nicht gehört: —>”DIE werden ja dafür bezahlt, also dürfen DIE auch was dafür tun”.

      3. Liebe Ulla, da stimme ich Dir teilweise zu. Es kann eigentlich nicht angehen, daß die Allgemeinheit für die Umweltsünden bzw. Faulheit Einiger die Kosten tragen muss.

        Aber was tun? Als ersten Schritt mehr Müllbehälter aufzustellen finde ich schon mal vernünftig.

        Wer dann immer noch seinen Müll in der Umwelt oder seinen Haus-/Sondermüll in den öffentlichen Abfallbehältern entsorgt, der sollte mit einer empfindlichen Geldstrafe “umerzogen” werden.

        Das wäre meine Vorstellung einer gerechten Umweltpolitik in diesem Bereich. Dazu müsste die Verwaltung nicht unnötig aufgebläht werden, sondern nur das Ordnungsamt mit entsprechenden Befugnissen ausgestattet werden.

        Eventuell müssten mehr Mitarbeiter “für die Straße” eingestellt werden, was aber meines Erachtens gleich einen mehrfachen Nutzen (Stichwort: Öffentliche Sicherheit) mit sich bringen würde.

      4. Ach so, Sie kommen aus Thüringen?
        “umerzogen” “müssten mehr Mitarbeiter “für die Straße” eingestellt werden”
        Die Stasi-Methoden scheinen bei Ihnen wohl großen Eindruck hinterlassen zu haben?

        “kann eigentlich nicht angehen, daß die Allgemeinheit für” dies und das “die Kosten tragen muss”

        Sie vergessen sicherlich gerne, wieviel die “Allgemeinheit” seit 1991 an Kosten tragen musste mit dem “Solidaritätszuschlag” um die zusätzlichen Aufgaben in den neuen Bundesländern zu finanzieren? Aber gern geschehen!
        Und nun zeigt sich, dass wir als Gegenleistung jede Menge “Protestwähler” dafür bekommen haben.

        Wissen Sie, auch wenn beim “Aufbau Ost” bestimmt nicht alles rund gelaufen ist, aber diese Leute kann ich wirklich nicht verstehen.

        Vergleichbar: wenn man in eine Gaststätte eingeladen wird, alles nimmt/isst was reingeht und sich im nachhinein über ein misslungenes Essen beschwert.

      5. @ Ulla

        Ohne den Nutzer Ralf in Schutz nehmen zu wollen (um Himmels willen, nein): Mit Ihrer “Analyse” der Nachwendezeit begeben Sie sich auf ganz schön dünnes Eis. Bleiben Sie besser bei Themen, bei denen Sie sich auskennen.

      6. Liebste Ulla, jetzt verwirren Sie mich aber vollends.

        Eben noch gegen das Vermüllungsproblem, jetzt plötzlich gegen die Ossis. Das ist ja eine klassische 360 Grad Wende à la Baerbock. Das hätte ich von Ihnen nicht erwartet…

        Und nein, ich komme nicht aus Thüringen. Es wäre allerdings für mich eine Option dort hinzuziehen. Erfurt zum Beispiel ist eine sehr schöne, saubere Stadt.

        Also wenn es nach Ihnen geht, müssten die Ossis vor den Wessis auf die Knie gehen und vor lauter Dankbarkeit deren Stiefel küssen? Und natürlich brav die “demokratischen” Parteien wählen.

        Dummerweise kennen sich die Ossis sehr gut mit der sogenannten Demokratie der Linken Sozen aus. Denn auch sie haben in einem “demokratischen” Staat (Deutsche DEMOKRATISCHE Republik) gelebt und gelitten. Sie erkennen frühzeitig die Parallelen zur damaligen und zur heutigen Demokratie.

        Diese Sensoren fehlen bei uns Wessis leider, weshalb wir uns willig von den “demokratischen” Parteien an der Nase herumführen lassen. Schauen Sie sich doch einfach das Ergebnis der Politik der letzten Jahrzehnte an:

        Deutschland ist pleite und überschuldet. Die Sozial-, Kranken- und Rentenkassen wurden geplündert. Die Wirtschaft ist ruiniert, die Industrie geht ins Ausland. Und auch viele Fachkräfte (270.000 jährlich) verlassen das sinkende Schiff.

        Aber was soll’s. Weiter so!
        Et hätt noch immer jot jejange.

        Immer wieder die für diese Misere Verantwortlichen weiter wählen und dann wird es irgendwann schon wieder besser werden. Ganz bestimmt…

    2. Wo ist Ihr Problem? Wenn eine Entscheidung tatsächlich nur mit den Stimmen der AfD durchzubringen wäre, dann ist sie wahrscheinlich tatsächlich nicht so gut, wie anfangs gedacht. Dann ist man schon gut beraten, noch einmal genau hinzuschauen.

      Und genau hinschauen sollten auch Sie: Herr Kreutz hat nicht gesagt, dass er grundsätzlich zurückrudert, wenn die AfD mit ihm zu stimmen droht, sondern es ist für ihn „eine Option, die Entscheidung zurückzuziehen“. Dass etwas eine Option ist, bedeutet, dass man es in Betracht zieht und gegen andere Optionen abwägt, und eben nicht, dass es von vorherein als Konsequenz gesetzt ist. Ihre Interpretation ist also eine unzulässige Verkürzung der Aussage.

      1. Wo ist ihr Problem? Sie setzen schon voraus, dass eine Entscheidung (von Kreutz) tatsächlich nicht so gut ist, wenn die AfD zustimmt. Ich bemerke eine unzulässige Voreingenommenheit bei Ihnen.

        Ich habe mir ganz genau angeschaut, was er gesagt hat. Er sagte, wenn er eine für ihn vernünftige Entscheidung trifft, diese jedoch nur mit Stimmen der AfD durchbekommt, dann ist ihm seine Entscheidung doch nicht mehr so wichtig. Lieber lässt er sich auf einen faulen Kompromiss mit den anderen “Demokraten” ein, nur um weiterhin die unliebsamen Konkurrenz außen vor zu lassen.

      2. Ralf, was sagen Sie nun! Ich habe mir auch das Rede-Duell angeschaut. Herr Felsch ist offensichtlich ein verkannter Ökofanatiker.

        16 !! neue Mitarbeiter verspricht er für uns einzustellen, nur um uns und die Natur vom Straßenmüll und Hundekot/-beutel zu befreien. Und vielmehr Mülltonnen soll es obendrauf auch noch geben.
        Nur, womit die Stadtgemeinschaft all das bezahlen soll, dass hat er leider noch nicht sagen wollen.

      3. Ralf, wenn Sie sich genau angeschaut haben, was er gesagt hat, warum lassen Sie es dann nicht beim wörtlichen Zitat und versuchen stattdessen eine abwertende Bedeutung hineinzudichten?

        Dass ich der AfD gegenüber voreingenommen bin, das haben Sie schon richtig erkannt. Das kann einfach nicht ausbleiben, wenn man die Äußerungen ihrer Funktionäre und Vertreter zur Kenntnis nimmt:
        https://netzpolitik.org/2025/verdachtsfall-rechtsextremismus-wir-veroeffentlichen-das-1-000-seitige-verfassungsschutz-gutachten-zur-afd/#2021-02-22_BfV_AfD_Folgegutachten

      4. Hallo Herr Drucker :-)

        Uff… Sie wollen mich jetzt tatsächlich dazu bringen 1000 Seiten eines Gutachtens durchzulesen, welches von einer Behörde erstellt wurde, die der Regierung (also der Konkurrenz der AfD) unterstellt ist.

        Ein Gutachten, welches von ALLEN Medien (ok, außer dem ÖRR und linken Printmedien) bereits als lose Zitatensammlung von öffentlich zugänglichen Meinungsäußerungen verrissen wurde.

        Von diesen Zitaten einige zwar geschmacklos sein mögen, aber nicht für ein Parteiverbot ausreichen.

        Wissen Sie, das ist so ähnlich, als würde bei einem Autounfall ein Gutachten von einem Gutachter erstellt, der “zufällig” verwandt ist mit dem Unfallgegner. So etwas ähnliches ist mir übrigens tatsächlich mal persönlich passiert.

        Aber ich tue Ihnen den Gefallen und werde mir dieses “Gutachten” mal durchlesen. Bis ich das geschafft habe, wird die Stichwahl allerdings vorbei sein…

      5. „der Regierung (also der Konkurrenz der AfD)“ – Ich hätte nicht gedacht, dass Ihr Weltbild derart vereinfacht ist. Immerhin ist damit klar, aus welcher Filterblase Sie kommen.

      6. Lieber Drucker,
        aber es ist doch so einfach.

        Man muss sich doch nur anschauen, was die “demokratischen Parteien” alles so veranstalten, um die AfD nicht an ihren Futtertrog kommen zu lassen.

        Das fängt an bei “demokratischen” Zusammenschlüssen von Wahlverlierern mit Unterstützung der Linken in Thüringen, um dem Wahlgewinner AfD ein Schnippchen zu schlagen. Noch nicht einmal ein Landtags-Vizepräsident wurde der AfD gegönnt.

        Und geht bis zum “demokratischen” Ausschluss von AfD-Kandidaten, wie soeben in Ludwigshafen passiert. Joachim Paul wurden sehr gute Chancen prognostiziert Oberbürgermeister von Ludwigshafen zu werden. Das konnten die “demokratischen” Parteien natürlich nicht zulassen.

        Der Wähler hat diesen unzulässigen Eingriff in die Demokratie mit einer hohen Zahl von Nicht-Wählern (70%) und ungültigen Stimmen (fast 10%) quittiert.

        Aber so etwas wird in ihrer Filterblase wohl nicht wahrgenommen…

      7. Wenig überraschend: Regierungsämter sind ein Futtertrog, an den man heranmöchte, und wenn es damit nicht so klappt, ist man das jammernde Opfer. Schöner hätte man den Politikansatz der Rechtsextremen nicht vorführen können.

      8. Wie Sie meinen Herr Drucker…

        P.S. Die Bürgerpartei GL empfiehlt aktuell zur Stichwahl: “Nein zur SPD-Manipulation. Besser Felsch wählen.”

        Ist die Bürgerpartei GL damit auch ein Fall für den Verfassungsschutz?

      9. Alles klar, jetzt kommen Sie mit Derailing, einer weiteren Trolltaktik. Wenn Sie einfach Langeweile haben, dann gehen Sie woanders spielen. Und wenn Sie im Auftrag Ihrer Partei unterwegs sind, dann setzen Sie mich eben auf die Liste derjenigen, die nach der Machtergreifung interniert oder an die Wand gestellt werden, und gut ist es.

      10. Lieber Drucker, wäre schön wenn Sie in Deutschland auch die deutsche Sprache benutzen würden. Derailing musste ich erst mal googeln…

        Sie meinen also, ich würde vom Thema ablenken.

        Hatten Sie eigentlich schon auf meine Fakten bezüglich der systematischen Ausgrenzung der AfD geantwortet? Oder auf die Fakten der katastrophalen Politik der “demokratischen” Parteien in den letzten Jahrzehnten? Oder haben Sie stattdessen immer nur auf die “böse” AfD derailt? Überlegen Sie mal gründlich…

        Wenn “meine Partei” (zur Abwechslung mal wirklich) demokratisch in die Regierung gewählt wurde, dann würde ich es machen wie Erika Kirk. Ich vergebe Ihnen. Denn Sie wissen nicht, was Sie tun…

      11. Hallo Ralf,
        vielleicht sollten Sie selbst dann ebenfalls nur deutsche Worte verwenden. “Kompromiss” (von Ihnen in einem vorherigen Kommentar geschrieben) ist nicht “deutsch”, die Wortherkunft liegt in der lateinischen Sprache.

      12. @Ralf, 24.9.25, 18:00
        Bitte nutzen Sie dann auch für die Begriffe googeln, demokratisch, Politik, katastrophal usw. auch deutsche Bezeichnungen! Wirklich überflüssig, ihre Belehrung!

      13. Erwarten Sie da lieber mal nichts Rationales oder eine konsistente Argumentation, das war reine Trollerei – vorsätzlich disruptives Verhalten.

      14. Hallo Drucker, nicht so viele Fremdwörter bitte. Da muss Ralf doch googlen, was “Rationales”, “konsistente Argumentation” und “disruptives Verhalten” ist.

      15. Hallo die Herren Nüm, Donner usw.
        Mir widerstrebt zwar, diesem Herrn zur Seite zu springen, aber er hat in dem, was die Verwendung von Fremdwörtern angeht, durchaus Recht.

        Z.B. wenn ich Texte lesen/verstehen möchte zu Themen, die mich durchaus interessieren, die jedoch manches Mal mit derart vielen Fremdwörtern durchsetzt sind, dass auch ein Nachschlagen nicht mehr hilft, finde ich das total schade.

        “Gemeinschaftlich” kann man doch nur haben / denken, wenn ALLE (die wollen und interessiert sind) auch ALLES verstehen können.

        Nicht jeder kennt viele Fremdwörter da nicht jeder Latein in der Schule gehabt hat.
        Vielleicht ist DAS auch die Ursache für das “Gefühl” abgehängt,
        ausgegrenzt zu sein?
        Hat man nicht bereits festgestellt, die AfD-Wähler oder viele von denen seien “ungebildet” und somit leichte Beute für AfD Extremisten wie Höcke & Co?

      16. @Ulla: Das würde ja in letzter Konsequenz bedeuten, Beiträge nur noch in einfacher Sprache* zu schreiben. Dabei gehen aber Details in der Bedeutung verloren. Ich halte mehr davon, wenn man im Verlauf einer Diskussion die Gelegenheit erhält, seinen passiven Wortschatz zu erweitern.

        Das Problem ungebildeter AfD-Wähler ist auch weniger, dass sie einzelne Wörter nicht verstehen, sondern dass sie komplexe Sachverhalte nicht begreifen und sich von den scheinbar einfachen Erklärungen rechtsextremer Rattenfänger an der Nase herumführen lassen, auch wenn da gelogen wird, dasss sich die Balken biegen. Diese Leute haben eben ein sehr schlichtes Weltbild.

        @Anno Nüm: Der versteht das alles schon sehr gut, der Verweis auf Fremdwörter war lediglich der Versuch, einen Angriff zwecks Deligitimierung zu führen. Oder einfach ausgedrückt: Sich dumm stellen, um den anderen schlecht dastehen zu lassen und dessen Aussage gleich mit abzuräumen. Hat nicht funktioniert, aber versuchen kann man es ja mal.

        * https://de.wikipedia.org/wiki/Einfache_Sprache

  2. Der Artikel klingt nicht sachlich und objektiv, wie ich das von einem journalistischem Medium erwarten würde.

    1. @ Anno Nüm
      @ L. Donner

      Ich bitte um Entschuldigung für die entstandene Verwirrung. Bitte missverstehen Sie mich nicht falsch.

      Mit deutscher Sprache meinte ich natürlich auch alle Begriffe, die inzwischen “eingedeutscht” wurden. Wie z.B. Googeln oder Kompromiss usw. Aber “derailing” ist definitiv weder ein deutscher noch ein eingedeutschter Begriff.

      Ich wollte wirklich keinen Shitstorm (diesen Begriff belasse ich mal lieber im Englischen) auslösen.

      Vielen Dank für Ihr Verständnis.

    2. @ Anno Nüm

      Genau so sieht es bei euch aus. Villa Kunterbunt und Derailing ohne Ende. :-)

      Wer eine konsistente Argumentation vermisst, der sollte erst mal Argumente liefern.

      Schönen Tag noch und nicht vergessen:
      Am Sonntag Felsch wählen, damit es mit Bergisch Gladbach nicht noch weiter bergab geht.

      1. Moin zusammen,

        eigentlich wollte ich gar keinen Kommentar mehr abgeben, um euch nicht mit meiner Unwissenheit zu langweilen.

        Aber mir ist gerade langweilig und ich dachte, dann kann ich hier auch noch etwas rumtrollen. Denn ein Troll fühlt sich unter Trollen nun mal am wohlsten. :)

        @ Ulla
        Du hast Recht! Es haben bereits viele “Experten” festgestellt, dass AfD-Wähler dumm wie Stroh sind. Darüber hinaus hat kürzlich der NDR in seinem Medienmagazin “zapp” feierlich eine Studie präsentiert, die beweisen soll, dass rechts denkende Menschen unter einer Gehirn-Anomalie leiden. Diese verunmöglicht leider eine faktenbasierte Entscheidung.

        Ok, diese Studie sagt auch, dass diese Anomalie klitzeklein ist und nur bei einer eingeschränkten Gruppe festgestellt wurde. Aber das sind ja nur Nebensächlichkeiten. Für den NDR und zapp ist es eine glasklare Tatsache! :)

        @ Drucker
        Es ist nicht nett, Menschen die nicht Ihrem hohen Intellekt entsprechen, von einer Diskussion auszuschließen, nur damit Sie mit Ihrem erweitern Wortschatz glänzen können. Gar nicht nett…

        Auch ist es nicht nett mich als Ratte zu bezeichnen. Aber das kenne ich ja schon von unserem Bundespräsidenten…

        Als professioneller Hobby-Psychologe empfehle ich Ihnen mehr frische Luft und ganz viel Sonne! Gegebenenfalls auch in Form von Vitamin D Präparaten. Das soll gut helfen bei akuter Paranoia (“Machtergreifung”, “Internierung”, “an die Wand stellen”).

        Sagt jedenfalls mein Psychiater. Ich würde Ihnen auch einen empfehlen. Anschließend kann man wieder klarer denken…

        So, das reicht jetzt aber. Ich wünsche allen ein schönes und erholsames Wochenende.

      2. Hallo Ralf, “Als professioneller Hobby-Psychologe empfehle ich Ihnen”
        Sie leiden meines Erachtens qualvoll unter Minderwertigkeitskomplexen!

        Lt. AI “Strategien zur Überwindung von Minderwertigkeitskomplexen:
        -Stärken und Schwächen anerkennen:
        Erkenne und notiere dir deine Stärken und Erfolge, denn diese besitzt jeder Mensch. Akzeptiere auch, dass Schwächen und Fehler zum Leben dazugehören.
        -Negativen Glaubenssätzen entgegenwirken:
        Führe dir bewusst positive Affirmationen vor, um negative Denkmuster zu durchbrechen.
        -Vergleichen mit anderen einstellen:
        Höre auf, dich mit anderen zu vergleichen, da dies oft zu einem falschen Selbstbild führt und der äußere Schein nicht die Realität widerspiegelt.
        -Selbstwert stärken:
        Kümmere dich gut um dich selbst und tue dir Gutes. Lerne, dich selbst zu lieben, anstatt auf die Anerkennung von außen zu warten.
        -Ziele visualisieren:

        Setze dir klare, erreichbare Ziele und arbeite Schritt für Schritt daran, sie zu verwirklichen.
        -Unterstützung suchen:
        Sprich mit Vertrauenspersonen oder suche professionelle Hilfe bei einem Psychologen. Eine Psychotherapie kann dir helfen, die Ursachen der Komplexe zu ergründen und neue Verhaltensweisen zu erlernen.
        -Gesunde Lebensweise pflegen:
        Eine abwechslungsreiche Ernährung und regelmäßige Bewegung unterstützen ein positives Lebensgefühl und können das Selbstwertgefühl stärken.
        -Auf die eigenen Bedürfnisse achten:
        Es ist wichtig, auf sich selbst zu achten und auch mal Nein zu sagen, um das eigene Wohlbefinden zu fördern. “

      3. Ulla, er hat doch selbst geschrieben, dass er einen Psychiater konsultiert. Irgendwann wird das wohl helfen.

      4. Die sind bekanntlich auch nicht alle gleich begabt (trotz Studium und medizinische Fremdwörter verwendend) bzw. teilweise ziemlich zwielichtige Anhänger von irgendetwas.
        Vielleicht sollte er mal wechseln.

      5. Wobei sich immerhin nur der „Psychiater“ nennen darf, der auch ein Medizinstudium absolviert hat. Allerdings kann er sich dann natürlich, wenn er Psychotherapie anbietet, auch irgendeiner Schwurbel-Glaubensrichtung anschließen. Insofern: Wo Sie recht haben, haben Sie recht.

  3. Interessanter Beitrag über Marcel Kreutz! Gefällt mir, wie er offen auf die Menschen eingeht und die Stadt im Blick hat. Besonders die Themen Schulen, Kitabaus und Mobilität scheinen gut durchdacht. Wie wird er denn konkret die Schulwegsicherheit verbessern? Ich habe gehört, dass einige Maßnahmen in der Vergangenheit nicht so effektiv waren. Trotzdem bleibt es spannend zu sehen, wie er das anpacken will. Ein solider Ansatz für die Verbindung von Beruf und Familie zeigt auch seine Verantwortungsbereitschaft. Weiter so mit den informativen Artikeln!