Eigentlich wollte die Stadt Bergisch Gladbach ihre Parkautomaten umrüsten, den Bargeld-Schacht entfernen und eine EC-Karten-Funktion einbauen. Bargeldzahlungen sollten nur über einen Umweg möglich bleiben. Darauf konnte sich der zuständige Ausschuss aber nicht einigen und beschloss, die teuren Automaten gleich ganz abzuschaffen. Wir erklären, wie es dazu kam, was es für die Bürger:innen bedeutet – und warum sich die CDU damit nicht abfindet.
Gleich zweimal ist es Markus Bollen gelungen, den Ausschuss für Infrastruktur, Umwelt, Sicherheit und Ordnung (AIUSO) zu einer Kehrtwende zu veranlassen und die Pläne der Stadtverwaltung zu schreddern. Im März, als die Stadt das Bargeld bei der Bezahlung von Parktickets abschaffen wollte, und der sachkundige Bürger der Grünen das „Pickerl“ nach Wiener Vorbild durchdrückte. Und jetzt wieder, als die CDU in Sachen Bargeld noch nicht zufrieden war und der Ausschuss auf Bollens Vorschlag hin beschloss, die Parkscheinautomaten ab dem 1.1.2026 ganz abzuschaffen.
Dahinter verbirgt sich ein (für Bergisch Gladbacher Verhältnisse) großer technologischer Sprung, allerdings aus Versehen. Aber auch eine grundsätzliche Debatte darüber, was gute Lokalpolitik leisten muss. Daher schauen wir uns die Sache noch einmal in Ruhe an und beantworten die wichtigsten Fragen.
Vorab: Was bedeutet das für Autofahrer:innen?
Der Beschluss von Dienstagabend schreibt der Verwaltung vor, ab dem 1.1.2026 die Parkscheinautomaten in der ganzen Stadt abzubauen. Wer auf öffentlichen Parkplätzen parken will, kann die Gebühr unmittelbar nur noch per App auf einem Smartphone bezahlen. Dazu werden Hinweisschilder mit QR Codes aufgestellt.
Die einzige Möglichkeit, weiterhin mit Bargeld zu bezahlen, bietet das sogenannte Pickerl nach Wiener Vorbild: Interessenten suchen eines der drei Bürgerbüros der Stadt auf, kaufen dort ein Gutscheinheft mit Parktickets, die sie hinter die Windschutzscheibe legen.
Die Stadt soll jedoch versuchen, weitere Verkaufsstellen für die Pickerl (offiziell: „Plus-Ticket“) zu finden. Ein Auftrag, den die Stadt jedoch schon im Voraus für „wirtschaftlich nicht vertretbar“ erklärt hatte.
In der Beschlussvorlage führt die Stadtverwaltung aus: Zudem entsprechen die Gegebenheiten vor Ort nicht den urbanen Strukturen größerer Städte wie z.B. Wien.
Im Verhältnis zur zu erwartenden Nachfrage steht der wirtschaftliche Nutzen eines solchen Systems in keinem vertretbaren Verhältnis.“
Im Details: Die Argumente gegen eine Ausweitung der Verkaufsstellen
„Ein breiteres Netz von Verkaufsstellen wäre mit erheblichem Verwaltungsaufwand und zusätzlichen Kosten verbunden. Die teilnehmenden Verkaufsstellen behalten einen Anteil der Einnahmen aus dem Parkticketverkauf ein. Die Abrechnung, Kontrolle und logistische Betreuung der Verkaufsstellen (z. B. Vertragsgestaltung, Belieferung mit Tickets, Rückläufe, Nachdrucke) verursachen laufende personelle und organisatorische Aufwände.
Die Möglichkeit, mit Kredit- oder EC-Karte (kontaktlos, per Funk-Chip) zu bezahlen, wird gestrichen.
Das wäre ein technologischer Sprung in die Zukunft, hieß es am Dienstag im Ausschuss. Allerdings verbunden mit einem sehr altmodischen Konzept.
Der Beschluss wurde mit den neun Stimmen von Grünen, SPD und FWG gegen sechs Stimmen von CDU und AfD gefasst, die FDP enthielt sich. Der Ausschuss hat für das Thema das Entscheidungsrecht, eine weitere Beschlussfassung im Stadtrat ist nicht vorgesehen.
Auch rechtlich und technisch spreche nichts gegen das Projekt, bestätigt die Stadt auf Nachfrage.
Ob das Vorhaben aber tatsächlich in dieser Form umgesetzt wird, ist dennoch nicht sicher. Dazu weiter unten mehr.

Warum wird überhaupt über die Automaten diskutiert?
Die Stadtverwaltung sieht sich in einer Notlage, weil sie die Parkschein-Automaten nach eigener Einschätzung ab dem kommenden Jahr nicht mehr bewirtschaften kann. Hauptargument ist das Problem, dass sich kein Dienstleister mehr findet, der die Automaten regelmäßig leeren will. Der aktuelle Vertragspartner habe seinen Abgang zum Jahreswechsel angekündigt, akzeptable Alternativen gebe es auf dem Markt nicht, so die Verwaltung.
Früher hatte die Stadt eigene Beschäftigte losgeschickt, um die Parkgroschen einzusammeln. Doch nachdem es dabei zu einer Unterschlagung kam, weigern sich die Stadt-Bediensteten, diese Aufgabe zu übernehmen und sich damit Verdächtigungen auszusetzen. Zwar gilt ein Vieraugen-Prinzip, aber das wiederum treibt den Personalaufwand in die Höhe.
In der Beschlussvorlage führt die Stadtverwaltung diesen Punkt sehr ausführlich aus: „Eine Leerung der Parkscheinautomaten durch Mitarbeitende der Stadtverwaltung scheidet unter mehreren Gesichtspunkten aus:
Zum einen wurde mit Ratsbeschluss vom 20.06.2023 im Zuge des ursprünglichen HSK-Maßnahmenvorschlags 02.320.24 entschieden, eine Durchführung des Leerungsgeschäfts in Eigenregie nicht weiter zu verfolgen.
Zum anderen sind die ortsansässigen Banken nicht bereit, die zwei Mal pro Woche einzuliefernden erheblichen Bargeldmengen aus den Parkscheinautomaten zu zählen. Sie bedienen sich selbst inzwischen externen Dienstleistern.
Weiterhin wäre aufgrund der aus Sicherheitsaspekten zwingend notwendigen Aufgabenteilung der Wartung der Parkscheinautomaten einerseits und des Leerungs- und Zählgeschäfts andererseits auch eine kombinierte Aufgabenwahrnehmung im eigenen Hause nicht möglich.
Personal, dass die Aufgabe hausintern mit einer noch nicht geklärten organisatorischen Anbindung wahrnehmen könnte, ist überdies nicht vorhanden. Die erforderlichen neuen Stellen müssten ausgeschrieben werden, wobei die aktuellen Erfahrungen im kommunalen Bereich zeigen, dass es nicht realistisch ist, geeignetes Personal für eine derartige Aufgabe zu finden.
Unter Berücksichtigung von Urlaubs- und Ausfallzeiten und des Vier-Augen-Prinzips müsste darüber hinaus flexibel mit vier Personen kalkuliert werden, die entsprechende Personalkosten mit sich ziehen würden.“
Im Detail: Warum die Stadt die Leerung nicht selbst übernimmt
Hinzu kommt, so die Stadt, dass die Automaten immer häufiger Opfer von Vandalismus oder Betrug werden: Anstatt Geld einzuwerfen komme es immer wieder vor, dass Unbekannte den Geldschlitz blockieren und den Automaten so außer Betrieb setzen – um dann einen entsprechenden Zettel ins Auto zu legen und sich die Gebühr zu sparen.
Für Wartungen und Reparaturen hat die Stadt im vergangenen Jahr 49.000 Euro ausgegeben. Weitere 90.000 Euro für die Entleerungen und noch einmal 25.000 Euro für das Papier und Ersatzteile. 164.000 Euro pro Jahr, die ab 2026 weitgehend ersatzlos eingespart werden könnten. Und auch die einmalige Umrüstung der Automaten, die auf 265.000 Euro veranschlagt wird, kann sich die Stadt nach dem neuen Stand nun sparen.
Zudem erwarte die Stadt Einsparungen durch einen geringeren Verwaltungsaufwand.
Allerdings ist die Vermietung von Parkplätzen für die Stadt dennoch ein gutes Geschäft: 1.584.678,31 Euro hat sie im vergangenen Jahr eingenommen. Trotz der Ausfälle durch die mutwillig gestörten Geräte.
Die Argumente der Grünen
Hauptargument der Befürworter:innen für die Abschaffung der Möglichkeit, vor Ort bar zu bezahlen, sind die Kosten. Eine Stadt, die sich in akuter Finanznot befindet, jeden Euro für freiwillige Leistungen zweimal umdrehe und in allen Bereichen sparen müsse, könne sich einen solchen Luxus zugunsten einer kleinen Gruppe der Bürger:innen einfach nicht leisten.
Mit dem Bezahlen per Handy-App stehe eine einfache, bequeme und dank der minutengenauen Abrechnung auch für die Nutzer:innen günstige Alternative zur Verfügung. Wer ein Auto bedienen könne, käme auch mit dem Handy-Bezahlen klar – das belege die Erfahrung, die in vielen anderen Städten gesammelt worden sei.
In der Beschlussvorlage verweist die Stadtverwaltung auf folgende Städte:
„Düsseldorf, 630.000 Einwohner: Im Zuge neuer Anwohnerparkgebiete, die in diesem Jahr in Düsseldorf eingeführt werden sollen, will die Stadt zu den bestehenden 500 Parkscheinautomaten 400 weitere anschaffen. Die neuen Automaten sollen nur noch bargeldlos betrieben werden. Das Handyparken soll weiter möglich sein.
Flensburg, ca. 97.000 Einwohner: Bis Ende 2025 wird es nur noch möglich sein, mit Karte oder über die Smartphone-App zu bezahlen, wie es bereits an einigen Parkplätzen in Flensburg mit guten Erfahrungen der Fall ist.
Hilden ca. 56.000 Einwohner: Im Rat der Stadt Hilden wurde im September 2024 einstimmig beschlossen, an den städtischen Parkscheinautomaten nur noch eine Zahlung per Karte anzubieten.“
Im Detail: Beispiele von Städte, die Bargeld einschränken
Allerdings: Der Anteil der Park-Einnahmen, die per Handy bezahlt werden, steigt in Bergisch Gladbach zwar an, liegt aber bislang bei nur einem Viertel, erklärt die Stadt auf Nachfrage. Das Handy-Parken war in Bergisch Gladbach vor neun Jahren eingeführt worden.
Aus dem archiv
Den Parkplatz mit dem Handy bezahlen
Kleingeld war gestern – ab sofort können Autofahrer auch in Bergisch Gladbach auf allen 1600 öffentlichen Parkplätzen mit dem Mobiltelefon zahlen und minutengenau abrechnen. So funktioniert es.
Für alle, die weiterhin mit Bargeld bezahlen wollen, gebe es künftig mit dem Pickerl eine gute alternative Möglichkeit. Zudem, ergänzen die Grünen, stelle der Abbau der Automaten einen wichtigen Schritt zum Bürokratieabbau und zur Vereinfachung von Verwaltungsabläufen dar.
Die SPD hält sich in der Debatte weitgehend zurück und bezeichnete den Vorschlag der Grünen als guten Kompromiss.
Die FWG befürwortet den Übergang zum reinen Handy-Parken, die Tickets auf Papier könnten allenfalls eine Übergangslösung sein.
Die Argument der CDU
Die CDU dagegen hält die Pickerl-Lösung weder für ausreichend noch für praktikabel („Damit kommen wir doch in die Heute-Show“). Sie pocht energisch auf eine angemessene Option, die Parkgebühr bar zu bezahlen. Bürgerfreundlichkeit sei dabei das entscheidende Argument.
Dabei gehe es aber um sehr viel mehr: Das Bezahlen am Automaten sei eine der wichtigsten und häufigsten Interaktionen zwischen Bürger:innen und Stadt, erläutert CDU-Ratsmitglied David Bothe. Wenn sich hier die Stadt bürgerunfreundlich zeige, beschädige das auch das Vertrauen in Verwaltung und Politik, und letztendlich in die Demokratie.
Wer spontan parken wolle, werde künftig keine Möglichkeit mehr haben, vor Ort einfach mit Bargeld oder Karte zu zahlen. Das sei „das Gegenteil von serviceorientierter Kommunalpolitik“, so die CDU-Fraktion.
Da bei vielen App-Anbietern zusätzliche Gebühren anfielen, mache die Handy-Nutzung das Parken „unnötig teuer und kompliziert“. Zudem schade die Entscheidung der Attraktivität der Innenstädte für auswärtige Besucher:innen.
Die CDU wolle durchaus eine zukunftsgerechte, barrierearme, bürgerfreundliche und wirtschaftliche Weiterentwicklung der Parkraumbewirtschaftung, betont auch Martin Lucke als Sprecher der CDU im AIUSO. Dabei müsse es aber digitale und analoge Bezahlmöglichkeiten geben.
Konkret könne das mit dem System vieler niederländischer Städte umgesetzt werden, bei dem automatisch die Nummernschilder erfasst werden und man anschließend an einem Automaten unter Angabe des Nummernschildes bar oder bargeldlos bezahlen kann. Auch interaktive Parkuhren seien eine Option. Und wenn die Kosten zu hoch seien, können man ja auch noch mal über die Höhe der Parkgebühren reden.
Um eine gute Lösung im Konsens zu erarbeiten, schlägt die CDU im Ausschuss vor, die Entscheidung zu vertagen und kurzfristig einen interfraktionellen Arbeitskreis einzuberufen. Nach einer längeren Sitzungsunterbrechung lehnen Grüne, SPD und FWG die Vertagung aber gegen das Votum von CDU, FDP und AfD ab.
Der Vertreter der AfD beharrt in der Debatte darauf, dass es einfach nicht gehe, das Bargeld abzubauen.
Die Vertreterin der FDP zeigt sich überzeugt, dass man keine Einzelhändler finden werde, die die Pickerl verkaufen wollten; auch sie plädiert für eine Vertagung und die Suche nach einer wirklich zukunftsweisenden Lösung.
Das Plädoyer der Verwaltungsspitze
Die beiden Beigeordneten Thore Eggert (FDP) und Ragnar Migenda (Grüne) verfolgen die in Teilen chaotische Debatte zunehmend konsterniert – und werfen die Frage auf, ob Bergisch Gladbachs zu echten Reformen und Einsparungen in der Lage sei.
Zunächst ergreift Migenda im Namen des Verwaltungsvorstands das Wort. Es habe doch jeder verstanden, dass die Standards zu hoch seien, es an Geld und Personal fehle. Deutschland sei zwar ein Hightech-Land, man verhalte sich aber nicht so – das Handyparken per QR Code sei im Ausland schon oft die Regel und funktioniere. Bei den Parkautomaten könne man nun eine erhebliche Summe einsparen, und tue es dann doch nicht.
Eggert verweist noch einmal auf die guten Erfahrungen anderer Städte; dort habe sich gezeigt, dass die Bürger:innen Veränderungen akzeptierten. Die Nutzung von EC-Karten sei ein Übergang zur rein digitalen Lösung – aber sinnvoll, weil eben doch nicht jeder ein Smartphone besitze. Aber er selbst wäre auch mit dem „große Schritt“ zum Handyparken einverstanden.
Werden die Automaten tatsächlich abgebaut?
Ob die Entscheidung des AIUSO wirklich umgesetzt wird, bleibt zweifelhaft. Und ist, ebenso wie der Beschluss am Dienstagabend, eine politische Entscheidung.
Die Grünen stehen klar zum Abbau der Parkscheinautomaten: „Man muss es nur einmal ausprobieren und etwas Neues wagen“, sagt Fraktionsschefin Theresia Meinhardt.
Bei der SPD geht die Fraktionsführung vorsichtig auf Distanz. Er werde das Thema in der Fraktion diskutieren, kündigt der Vorsitzende Klaus Waldschmidt an. Er selbst halte lange Übergangsfristen für erforderlich. Gleichzeitig legt er die Hürden für eine Abschaffung der Parkautomaten hoch: Zuvor müsse „ein dichtes Netz von Verkaufsstellen für die sog. Park-Pickerl“ geschaffen werden, „damit auch Menschen, die nicht digital bewandert sind, nicht ausgeschlossen werden“.
Die CDU will die Entscheidung über kurz oder lang zu Fall bringen. Sie prüfe gerade, ob der Rat die Entscheidung noch an sich ziehen kann, sagt Lucke: „Sollte dies möglich sein, werden wir dies beantragen.“ Und er sieht eine zweite Option: „Sollte es nach der Wahl entsprechende Mehrheiten geben, werden wir den gestern getroffenen Beschluss aufheben.“
Am 14. September werden in Bergisch Gladbach Stadtrat und Bürgermeister neu gewählt. Der Wahlkampf hat längst begonnen.

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Richtig, an ältere Menschen wird nicht gedacht. So wird man aus dem Stadtbild vertrieben. Das bummeln und Einkaufen wird auf andere Orte verlagert die freundlicher im Umgang sind.
Grundsätzlich finde ich apps wie EasyPark sehr gut. Als Alternative sollte eine Barzahlung aber immer noch möglich sein. Ein Zwang zur Handy-Nutzung ist nicht zielführend und grenzt einen Teil der Bevölkerung aus.
Die Geschichte nimmt eine überraschende Wende: https://in-gl.de/2025/05/27/spd-und-gruene-wollen-parkautomaten-eine-schonfrist-geben/
Eine erneut wunderliche Diskussion: Es gibt – auch nach Abschalten der städtischen Parkuhren – genug Möglichkeiten, gegen bar oder per EC zu Parken in Gladbach, Bensberg oder Schildgen.
Ausgangspunkt war, dass die Stadt keine Möglichkeit sieht, ab 2026 Bargeld einzusammeln. Da haben unsre Grünen schon mit dem “Pickerl” dagegen gehalten und erreicht, dass es doch eine Möglichkeit gibt, ohne Handy ordnungsgemäß zu parken – eben mit den in den Bürgerbüros (auf kleinen Vorrat) zu kaufenden “Pickerl”. Zugleich ist dies endlich – nur für die Mehrheit – ein Schritt in Richtung Digitalisierung.
Zurück zu denen, die angeblich “abgehängt” werden – es gibt in der Innenstadt 5 (fünf) Parkhäuser, die Bargeld akzeptieren (im MKH-P geht es nur mit Bargeld!) – ebenso 2 Parkhäuser in Bensberg – in Schildgen kann auf dem Schild sogar ohne Gebühr geparkt werden.
Wenn hier ein Vertreter der CDU bei einem soclhen Thema mit einer Gefährdung des Vetrauens in die Demokratie argumentiert, halte ich das durchaus für problematisch. Weiter unten wird immerhin doch noch anerkannt, dass derzeit keine Mehrheit für die eigene Pro-Auto-Politik vorhanden sei.
Wenn man bei Autothemen eine Demokratiegefährdung sehen will, dann eher bei der Unfähigkeit der Mehrheit, sich gegen die Autolobby durchzusetzen.
Kaum beachtet, aber bemerkenswert: Im Beitrag des Bürgerportals findet sich ein Hinweis darauf, dass die CDU erstmals Bereitschaft zeigt, über eine Erhöhung der Parkgebühren zu sprechen – als Ausgleich für den hohen Verwaltungsaufwand. Das ist bemerkenswert, denn ein solcher Schritt wurde in den letzten 25 Jahren im Stadtrat regelmäßig blockiert – von fast allen Fraktionen. Sämtliche Anträge zur fairen Anpassung der Gebühren an finanzielle Notwendigkeiten, Umweltziele und allgemeine Preissteigerungen wurden bislang konsequent abgelehnt (auch von den GRÜNEN). Dass nun ausgerechnet die CDU Gesprächsbereitschaft signalisiert, ist neu – und vermutlich nicht mit ihrem Koalitionspartner FDP abgestimmt, der sich bisher stets als Autofahrerpartei profiliert hat. Zuletzt wurden die gebühren im letzten Jahrtausende angepasst.
Doch auch in der aktuellen Debatte wird das Auto weiterhin bevorzugt – mit subventionierten Parkplätzen und ohne Rücksicht auf die klimaschädlichen Emissionen, die selbst kurze Fahrten zum Einkauf verursachen. Die GRÜNEN wiederum scheinen zu vergessen, dass Klimaschutz und die Folgen des Klimawandels enorme Kosten verursachen. Dennoch halten sie an den über 25 Jahre alten, niedrigen Parkgebühren fest – während Fahrpreise für Bus und Bahn jährlich um 5 bis 10 % steigen. Das passt nicht zusammen.
Ein weiterer Hebel zur Kostensenkung wäre der Abbau des faktischen Überangebots an Parkplätzen. Freiwerdende Flächen könnten sinnvoller genutzt werden – für sichere Wege für Fußgänger und Radfahrer, für Grünflächen, mehr Verkehrssicherheit oder dringend benötigten, bezahlbaren Wohnraum.
Natürlich ist es sinnvoll, die Parkraumbewirtschaftung zu modernisieren. Entscheidend ist aber eine umfassende Reform: mit klimagerechten Gebühren, die sowohl sozial verträglich als auch wirtschaftlich tragfähig sind – und einen echten Beitrag zur Verkehrswende leisten. Das war und ist alles seit Jahrzehnten nicht der Fall und auch das jetzt beschlossene neue System wird diesen Anforderungen nicht Mal annährend gerecht, sondern bleibt im alten Autofahrer:innendenken stecken.
Mit dem digitalen Parksystem der Apps bezahlen die Kunden pro Nutzung an den Parkanbieter. Der aktuelle Standardpreis für Kund:innen, die z. B. bei dem größten Anbieter und Marktführer EasyPark Deutschland (2200 Städte) registriert sind, beinhaltet eine Servicegebühr: Diese zahlen in Bergisch Gladbach 15 % (mindestens aber 49 Cent) der Park- oder Ladegebühren für jeden begonnenen Park- oder Ladevorgang. Faktisch bedeutet dies bei einer Parkzeit von 30 Minuten in Parkzone 2 eine Verdopplung der Parkgebühren durch die Hintertür und die Kunden zahlen es. Das ist ja so schlimm nicht, aber der Stadtrat sollte wissen, dass er damit eine Gebühreerhöhung einführt, von dem ein Teil nicht in die Stadtkasse fließt, je nach Anbieter gewählt wird.
Bei angenommenen 185.000 digitalen Parkvorgängen würden die App-Anbieter mehr als die besagten 90.000 € jährlich einnehmen, ohne dass die Stadt davon profitieren könnte. Der Kunde zahlt die 0,49 € aber an EasyPark, wie wir sehen. Besser wäre es, wenn die Kunden diese Gebühren an die Stadt zahlen würden.
Die Firma „Parkster“ berechnet ihren App-Nutzern nichts, sondern rechnet ihre Kosten mit der Stadtverwaltung ab. Bei jedem über die App abgerechneten Parkvorgang gehen 2 % an das schwedische Unternehmen.
An dieser Stelle sei betont, dass es auch Parkapp-Anbieter gibt, die andere Gebühren erheben. Auch gibt es durchaus Vorteile, die ich hier nicht ausführe.
Wenn es der Mehrheit im Stadtrat tatsächlich nur um das Geld geht, sollten sie sich nach mehr als 25 Jahren endlich mal zu einer Gebührenerhöhung in der Parkraumbewirtschaftung durchsetzen. Das jetzige Preismodel mit exakt den gleicher Gebührenhöhe stammt aus dem letzten Jahrtausend. Und das ist keine Redensart, sondern entspricht den Fakten.
Die aktuelle Praxis in Bergisch Gladbach privilegiert ein Verkehrsmittel, das für 30 % der CO₂-Emissionen in Städten verantwortlich ist. Es ist beschämend, dass die Stadt und der Stadtrat bei den Parkgebühren seit mehr als 25 Jahren (Vierteljahrhundert) untätig bleiben, während die Fahrgäste des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) im gleichen Zeitraum Jahr für Jahr Preiserhöhungen von insgesamt mehr als 60 % hinnehmen mussten. Das Deutschlandticket ist zuletzt um +20 % teurer geworden und weitere Preiserhöhungen sind angekündigt.
Beim Kurzstreckenticket VRS gab es seit 2000 sogar eine Verdopplung des Preises um 100 %, sodass der Preis für eine Fahrt von 4 Stationen (ca. 6-8 Minuten) heute bei 2,70 € liegt. Das bedeutet, dass 1 Minute Fahrt rund 0,30 € kostet, während Autofahrer für weniger als 0,02 € pro Minute parken können.
Diese Schieflage ist nicht nur ökonomisch fragwürdig, sondern auch klima- und sozialpolitisch verantwortungslos. Die implizite Subvention des Autoverkehrs durch unterkalkulierte Gebühren belastet zudem auch die Haushalte, die kein Auto besitzen (können oder wollen), denn diese finanzieren indirekt die Folgekosten von CO2-Ausstoß, Lärm, Feinstaub und Flächenversiegelung mit. Bei den viel zu niedrigen Parkgebühren in Bergisch Gladbach handelt es sich um eine Quersubventionierung auf Kosten der Allgemeinheit – ein klarer Verstoß gegen das Äquivalenzprinzip.
Ich bin Parkapp-Nutzer der ersten Stunde und Radfahrer. In den letzten Jahren benutze ich die App paybyphone. Smartphone-Parken ist die beste Lösung bei der Bewirtschaftung öffentlicher Parkflächen.
Das ist die eine Seite. Die andere ist, dass es nun mal Menschen gibt, die kein Smartphone haben oder die auf dem Smartphone keine Abbuchungsfunktionen installieren wollen, die das Smartphone als Telefon begreifen und kein Interesse an der Installation unzähliger Apps haben oder die gerne die Freiheit der Entscheidung haben möchten, welches Zahlungsmittel sie jeweils benutzen, so wie es an jeder Ladenkasse möglich ist. Die Tatsache, dass derzeit die meisten Parkvorgänge mit Bargeld bezahlt werden, obwohl seit Jahren die Smartphonelösung existiert, spricht für sich.
Diesen Bedenken versuchen die Initiatoren der Abschaffung der Parkuhren mit dem sog. Pickerl zu begegnen. Das würde mit Einschränkungen nur dann funktionieren, wenn flächendeckend Kaufmöglichkeiten vorhanden wären. Die Beschränkung auf Bürgerbüros ist realitätsfremd, wie hier schon mehrfach begründet. Wahrscheinlich würde bald der Rat darüber diskutieren, den Erwerb von Pickerls nur nach Anmeldung per Smartphone beim Bürgerbüro zu ermöglichen (Satire).
Die Pickerllösung hat aber weitere Mängel: Vorratshaltung, Pickerl vergessen, auswärtige Besucher:innen.
Mein Eindruck ist, dass die Entscheidung ideologisch begründet ist. In den Argumenten für die Abschaffung der Barzahlung zeigt sich eine Gleichgültigkeit gegenüber Personenkreisen, die man in anderen Zusammenhängen ausdrücklich unter den Etiketten Barrierefreiheit, Inklusion oder auch nur der Freiheit, sich entscheiden zu können, schützt. Den Autoverkehr zu bändigen ist wichtig. Für eine mit ÖPNV teilweise schlecht versorgte Stadt mit großem Einzugsbereich ist ein eher reflexhaftes Agieren bei der Lösung der Probleme unangemessen.
Jetzt ist mal die Schwarm-Intelligenz gefragt: Welche Park-App ist für Bergisch Gladbach und/oder allgemein am besten geeignet? Welche erfüllt die Anforderungen in Sachen Benutzerfreundlichkeit, Datenschutz und Kosten am besten?
Kommt drauf an.
Für mich wird der Datenschutz sowieso viel zu hoch gehangen und behindert uns allmählich immer mehr.
Ist ein anderes Thema.
Von der Benutzerfreundlichkeit her haben weder ich noch meine Freunde alle Ü70 irgendwelche Probleme mit der Handhabung oder Einrichtung der EasyPark oder auch der Parkster App gehabt.
OK, wir stammen noch aus der Generation die sich die Nächte mit DOS um die Ohren schlug, weil nicht nur die Mouse.com fott war. Vielleicht sind wir deshalb etwas fitter in der ganzen digitalen Welt unterwegs als die jüngere Generationen. :-)
Parkster ist mit Einschränkungen ohne Gebühren nutzbar.
EasyPark fordert Gebühren oder eine Pauschale.
Ich habe mir aber mal die Mühe gemacht die Gebühren in Bezug zu den eingesparten Kosten zu stellen, die sich durch die genaue Abrechnung in Gegenüberstellung eines Parktickets ergibt, welches mit festen Zeiten arbeitet.
Auch eine Günstigerrechnung Gebühren/Pauschale wurde ausgewertet.
Kleine Exceltabelle machts möglich. Gut für die grauen Zellen. Mein persönliches Soduko.
Ergebnis, die Mehrbelastung durch die Gebühren bei EasyPark waren unter dem Strich wenige Cent.
Lösung :
2 App’s nehmen
Da wo Parkster angeboten wird, Parkster ohne Gebühr nutzen.
Ansonsten EasyPark. Die paar Cent Mehrbelastung gebe ich gerne für meine Bequemlichkeit aus.
Pauschale 2,99€ lohnt in meinem Fall nicht.
Datenschutz.
Google habe ich mit dem Smartphone immer bei mir. Die Wetter Apps wissen auch wo ich bin.
Mein PKW dokumentiert und analysiert wirklich jede kleinste Fahrt. Hat mir aber bei letzten Versicherungsabrechnung 20 % Rabatt gebracht.
Lidl+ nein habe ich nicht. Wenn ich permanent sehe wie die App bei den Vorgängern an der Kasse nicht funktioniert und man in der Schlange aufgehalten wird
Und wenn Parkster jetzt weis, dass ich in Refrath am Freitag für 12 Minuten und 0,00€ geparkt habe………
Jetzt wissen es alle, die diesen Beitrag lesen. Viel Spaß mit der Erkenntnis;-)
Herrlicher Kommentar! Alles richtig beschrieben.
Danke für die Mühe, die Sie sich gemacht haben.
Beim Thema Datenschutz bin ich allerdings anderer Meinung, und solange der Gesetzgeber derselben Ansicht ist, erwarte ich auch von den App-Anbietern, dass sie nichts abgreifen, sammeln und weitergeben, was sie nichts angeht.
Wenn Ihnen persönlich gleichgültig ist, wo Sie Ihre Daten verteilen, dann ist das Ihr gutes Recht, aber keine valide Basis für allgemeingültige Feststellungen. Und vermutlich ist Ihnen auch bewusst, dass es nicht der eine Parkvorgang ist, der beim Sammeln interessiert, sondern das Gesamtbild, das sich aus zahlreichen Datenpunkten ergibt.
Die Aussage, dass der Datenschutz zu hoch gehängt wird und irgendwelchen Fortschritt behindert, stammt ursprünglich aus der Lobbyarbeit derjenigen, die nach Belieben absaugen und damit Geld verdienen wollen. Deren PR scheint also tatsächlich zu verfangen.
Super Kommentar lieber Herr Sobotta. Ihrem tollen Kommentar habe ich außer meiner vollen Zustimmung nichts hinzuzufügen!
Nach meinem Informationsstand, auch aus dem Rathaus, versucht man entsprechend der grünen Ideologie und Unterstützung vom mittlerweile hoch unbeliebten Bürgermeister Frank Stein mit solchen Maßnahmen den Verkehr ganz aus der Stadt zu bekommen. Ohne Handy kann man dort nicht mehr parken (von diesen absurden Park-Pickerl abgesehen). Hat man es vergessen oder mal nicht dabei – kein Parken. Fähren die Menschen als Konsequenz nicht mehr dorthin – egal, so was hat die Grünen noch nie interessiert. Das alles passt zu 100 % in die Grün-Steinsche absurde Verkehrspolitik wie Fahrradstraßen in Refrath, Laurentiusstraße, völlig desolate Straßen etc.. Da kann man nur hoffen das die Bergisch Gladbacher von dieser Politikkaste endlich die Nase voll hat und im Herbst endlich wieder vernünftige sachliche Politik für Bergisch Gladbach wählen.
„… versucht man (…) mit solchen Maßnahmen den Verkehr ganz aus der Stadt zu bekommen“
Nicht Ihr Ernst, oder? Da werden die Hartgesottenen eher schwarz parken, als sich das heilige Blech vermiesen zu lassen. Das alles ist ja auch kein Beinbruch. Wenn die Sache datensparsam realisiert wird und eine funktionierende Alternative für Smartphone-Abstinenzler existiert, ist das komfortabler und schneller, als jedesmal zum Automaten zu laufen und Kleingeld rauszukramen.
“..ist das komfortabler und schneller, als jedesmal zum Automaten zu laufen und Kleingeld rauszukramen..”. Drucker, einfach mal vorher richtig durchlesen, bevor du wieder losplapperst. “Dazu werden Hinweisschilder mit QR Codes aufgestellt.” Doch, du musst jedesmal loslaufen und am Automat oder einem Schild den QR Code scannen. Dann die APP bedienen etc.. Das geht keinesfalls schneller als wie derzeit. Ganz besonders bei GLs drittklassigen Internetnetz.
Auch wenn die Debatte hitziger wird, behandeln Sie einander bitte mit Respekt. Zur Sache: Wer bereits eine App hat, muss nicht über den QR Code gehen. Der informiert lediglich über die allgemeinen Bedingungen und leitet bei Bedarf zu den verschiedenen Apps weiter. So die Planung.
@D Wellmann: „einfach mal vorher richtig durchlesen, bevor du wieder losplapperst“ – ein hervorragender Ratschlag, dessen Beachtung ich Ihnen wärmstens empfehlen darf (und nein, wir sind nicht per „du“). Über die QR-Codes sind wir in der Diskussion schon lange hinweg.
Tatsächlich würde das neue beschlossene Konzept die Bevorzugung von Autos als primäres Verkehrsmittel in diese Stadt nichts ändern. Weiterhin wird der Schaden, der durch Einkaufsfahrten entsteht oder die Kosten für den Bau und Erhaltung der Parkflächen, (Licht, Zufahrten, Schilder, Kontrollen, ..) werden nicht in die Berechnung berücksichtigt. Auch ein so modernisierte Konzept ohne Gebührenerhöhung wird unter dem Strich den Haushalt mehr belasten als Einnahme bringen. Ich würde für den Beschluss des Stadtrats setzen: UNGENÜGEND (Thema verfehlt!”
Sie sind bemerkenswert schlecht informiert.
Nach allem, was ich höre, ist Frank Stein in der Stadt beliebt – dass er nicht zur Wiederwahl antritt, wird weithin bedauert. Die Beliebtheit dürfte unter anderem daran liegen, dass unter seiner Ägide als Kämmerer und dann Bürgermeister Dinge angepackt wurden, die zuvor jahrzehntelang liegengeblieben sind: Sanierung und Neubau von Schulen, Bau neuer Kitas, Komplettsanierung von Straßen… Und nein, das bedeutet keineswegs, dass plötzlich “alles Gold” sei in Bergisch Gladbach – es bleibt viel zu tun.
Die hochemotionale Diskussion über ein so lebensentscheidendes Thema wie ‘Parkautomaten’ zeigt m.E. vor allem, dass wir in unserer Stadt keine ernsthaften Probleme haben. Auch meine erste Reaktion war skeptisch, s.u. – aber da noch nichts wirklich entschieden ist, wäre vielleicht etwas weniger Schnappatmung angezeigt.
Natürlich müssen ältere Menschen, Gehbehinderte etc. die Innenstadt auch weiter mit dem Auto erreichen können. Gleichzeitig zeigen Erfahrungen aus anderen Städten, dass weniger Autoverkehr ein Gewinn ist – sowohl in Sachen Aufenthaltsqualität als auch für ansässige Geschäfte. Wer die Zentren von Gladbach, Refrath und Bensberg vergleicht, stellt fest, dass nur Bensberg mit massivem Leerstand zu kämpfen hat. Was haben Refrath und Gladbach, was Bensberg nicht hat? Tipp: fängt mit “Fußgänger” an und hört mit “zone” auf.
Die Geschäfte REWE, dm, Rossmann, Bäckereien, Blumenladen, KODO, Apotheken etc. befinden sich NICHT in Fußgängerzonen! Auch hier bitte, bevor man losplappert, erst einmal richtig informieren.
Sorry, hier nochmal in einfacher Sprache: In Refrath und Gladbach gibt es Fußgängerzonen ohne Autos. Viele Menschen mögen das, weil es nicht so laut ist und Kinder spielen können. In der Nähe gibt Geschäfte, wo man einkaufen kann.
Ich finde die Diskussion dreht sich zunehmend im Kreise und wird, durch den im Kommentar von Herrn Nuhn eingefügten Satz: – „ An sich sollte der „85-jährige“ sinnvollerweise seinen Führerschein längst abgeben haben wenn er „vernünftig“ wäre…“ – Längst abgegeben, vernünftig? Ich weiß nicht was Sie hier geritten hat, aber für mich am Thema vorbei und vorsichtig ausgedrückt unsachlich.
Meine Ansicht zum Thema:
Parken mit Handy-App ist sinnvoll. Hierbei sollten keine Kosten für den Nutzer entstehen (bereits in Parkgebühr enthalten). Die App muß die Erfordernisse der DSVGO erfüllen. Die App sollte überall gelten (keine Insellösung wie z.B: bei Ladesäulen) Abstimmung über den Deutschen Städtetag erforderlich.
Zeitgenaue Parkgebühr. Möglichkeit der Verlängerung der Parkzeit.
Die Stadt sollte den Bürgern, die für die Nutzung des App Hilfe benötigen, kostenlosen Support anbieten.
EC-Kreditkartenzahlung sollte alternativ möglich sein.
Parkpickerl sollte wegen der vielen aufgezeigten Probleme nicht in betracht gezogen werden.
Bargeld für Parken sollte er Vergangenheit angehören.
Danke Frau Breideneichen…., Ihrem Argument ist was abzugewinnen…., wie will „dieses Land“ digitalisiert und fortschrittlich werden wenn immer alles „rückblickend“ versucht „schön geredet“ zu werden. Unsere europäischen Nachbarn denken nach vorne. Wir in Bergisch Gladbach wollen das auch der 85- jährige noch mit den Erfahrungen der Fahrschulzeit mit „DM“ (€) den Parkautomat bedienen kann, koste es was es wolle (trotz Haushaltsproblematik). An sich sollte der „85-jährige“ sinnvollerweise seinen Führerschein längst abgegeben haben wenn er „vernünftig“ wäre….
Im übrigen glaube ich das wir „die Älteren“ in Sachen Smartphone| App‘s – Umgang eher unterschätzen…..
Also vor und nicht zurück…..,Parkautomaten weg und dafür Ladesäulen hin !
Sehr geehrter Herr Nuhn,
Ihre Aussagen finde ich zum Teil unmöglich.
Vielleicht sollten Sie mal bedenken, welchen technischen Fortschritt die alten Menschen mitgemacht haben. Und nicht jeder hat Lust oder auch das Verständnis für diesen “neuen Kram” von Smartphone mit Hunderten von Apps. Das heißt aber lange noch nicht, dass diese Personen vernünftigerweise ihren Führerschein bereits abgegeben haben sollten. Vielleicht überdenken und ändern Sie Ihre Meinung auch wieder, wenn Sie kurz vor diesem Alter sind. Aber vermutlich sind Sie dann ja schon mit einem selbstfahrenden Fahrzeug unterwegs. Viele ü80jährige fahren sicherer als manch ein 30jähriger, parken besser ein (haben das ja noch gelernt) und sind mit Bedacht unterwegs.
Guten Morgen, ich habe sehr interessiert die Diskussion hier verfolgt und bin dankbar für den Austausch der meist sachlichen Argumente. Ich würde gerne drei Gedanken anfügen.
Ich nutze schon lange eine App zum Bezahlen der Parkvorgänge. Das führt dazu, dass die Zahlungen auf meinem Konto und damit in meiner Buchhaltung sichtbar werden. Ich habe dadurch einen besseren Überblick über die Kosten, die mein Auto tatsächlich verursacht. Das ist natürlich nur ein Nebeneffekt. Ich fand ihn dennoch spannend.
Wenn ich das hier alles lese, beschleicht mich der Verdacht, dass es eigentlich nicht um Parken geht, sondern um Veränderungen. Ich will das nicht bewerten, denn in Zeiten multipler Krisen möchte der Mensch verständlicherweise festhalten und keine zusätzliche Verunsicherung. Das geht mir ebenso. Vielleicht sollten wir aber zumindest mal in uns gehen und uns ehrlich fragen, -jeder für sich-, ob das nicht der eigentliche Hintergrund ist und wie wir damit umgehen wollen.
Um solche Veränderungen etwas leichter zu gestalten: Könnten wir einen Pilotparkplatz schaffen? Könnten wir es ausprobieren? Es gibt aktuell fünf Parkhäuser, die mW noch mit Bargeld bezahlbar sind. Es gibt also genug Alternativen. Lassen wir uns doch mal darauf ein und testen, ob es gelingen kann.
Parkautomaten
Warum werden Senioren immer diskreminiert, wenn es um Technik geht? Warum sollen nur Senior*innen Probleme bei der Handybedienung haben? Alles eine Frage des ‘wollen’!!!!!
Moderne Techniken, welche in anderen Ländern längst im Einstz sind, werden in Deutschland immer so lange diskutiert, bis keiner mehr weiß um was es überhaupt geht. So machen wir unser Land nicht zukunftstauglich.
Ich hoffe, die Abschaffung der Parkautomaten wird umgesetzt. Die Pikerl-Lösung ist mit Sicherheit durchführbar.
@CDU: Glaubt ihr wirklich, das die Demokratie gefährdet wird, wenn ein technisches Gerät aus dem letzten Jahrhundert abgeschafft wird? Glaubt ihr wirklich, es hilft dem Fortschritt, wenn ihr jetzt schon ankündigt, dass ihr bei einem Wahlerfolg wieder alles wie früher macht? Wo ist da eure, so oft erwähnte, Technologie-Offenheit?????
Leider ist der Kommentar verrutscht. Ich möchte anmerken, dass es außer Parkscheinautomaten noch ganz viele andere Parkmöglichkeiten in der Innenstadt gibt.
Viele andere Argumente kann ich nicht nachvollziehen. Ich denke viele Menschen haben eher kein passendes Bargeld dabei, als ihr Handy vergessen. Besonders vorteilhaft ist auch, dass man den Parkvorgang in einer App abbrechen kann, wenn man kürzer geparkt hat, als man ursprünglich dachte. Ich zahle mit App mittlerweile deutlich weniger an Parkgebühren und bekomme keine Tickets mehr, wenn es beim Arzt länger dauert als gedacht.
Für mich der ausschlaggebende Punkt, meine Sachen nur noch online zu ordern. Und der Wochenmarkt sieht mich dann auch nicht wieder. Nur weiter so…
Guten Morgen Herr Schönenborn,
wenn man auf den Wochenmarkt möchte, kann man doch wunderbar beim Bergischen Löwen parken.
Wo bleibt bei dem Vorhaben, die Parkscheinautomaten abzuschaffen, die Barrierefreiheit und die Gleichbehandlung aller Menschen? Wie kommt ein Gast von außerhalb an das „Pickerl“, wenn er nicht zu den Öffnungszeiten der Bürgerbüros in die Stadt anreist? Das gesamte Vorhaben wird dazu führen, dass die Einnahmen durchs Parken weniger werden. Und bei dem bestehenden Personalmangel ist die Stadt schon jetzt nicht in der Lage, für Recht und Ordnung im öffentlichen Raum zu sorgen. Nicht nur Gier frisst Hirn, sondern auch pure Verzweiflung aufgrund von Notstand.
Schafft die Parkgebühren komplett ab, macht Freiparken und holt euch die Kohle über die Grundsteuer bei Industrieunternemen. Dann habt ihr auch Bürokratieabbau. Und erzählt mir nix von Ungerechtigkeit, alles Scheinheilig!
Bergisch Gladbach ist also auf dem Weg, das Bargeld abzuschaffen und beginnt dafür mit den Parkscheinautomaten. Die Erfindung des Handys ist nicht mehr rückgängig zu machen und in den meisten Fällen sogar von Vorteil für jeden Einzelnen. Hat aber die Stadtverwaltung, getrieben von den beiden Beigeordneten darüber nchgedacht, wie viel Gefahr und finanzieller Verlust von den Smartphones ausgeht, inzwischen weltweit verübt, wie viele ältere Menschen keins besitzen oder damit nicht umgehen können und vielleicht auch nicht wollen. Unser Bevökerung wird immer älter und irgendwann werden die Smartphonenutzer das Alter der heutigen älteren Generation erreichen. Dann mag jeder elektronisch ausgebildet sein odersich mindestens damit erfolgreich beschäftigen können. Heute nenne ich das Vorgehen der Verwaltung Diskreminierung.
Über € 1,5 Mio. Einnahmen bei Kosten von über € 250.000. Bleiben da 1,25 Mio übrig oder haben die rechnerischen Lösungen, die Adam Riese fand, keinen Bestand mehr? Diese Diskussion ist unsinnig, vor allem, wenn man nicht wissen lässt, was die Demontage kosten würde, wenn man schonEinsparungen behauptet. Alle Vorschläge, angeblich die Zukunft zu riskieren, wenn man nicht der Verwaltung folgt, ist Hybris in reinster Form. Allerdings strebt man ja an, dien MIV zugunsten von Fahrrädern aus der Staddt zu vertreiben, was ähnliches Wunschdenken ist wie die hier dargestellte Form der Parkautomatenabschaffung. Sollte der Trend anhalten, von der Verwaltung unter Anfüherung Herrn Migendas so viele Straßen wie eigentlich unmöglich zu Fahrradstraßen zu vergewaltigen, wie es mit Siegen- und Hasenstraße geschehen soll, ziehen die Menschen um, scheint es mir hochbrotnotwendig, dem Rat, dem tatsächlichen Entscheider der Stadt, das Thema zu überlassen.
Angeregt von der Debatte über das Thema „Abschaffung der Parkscheinautomaten“ habe ich ganz spontan die App easyPark auf mein Smartphone geladen. Erst nachdem ich alle erforderlichen Daten preisgegeben habe, wurde mir deutlich, dass mit Nutzung dieser App eine monatliche Gebühr fällig wird. Nun nutze ich die gebührenpflichtigen Parkplätze in Bergisch Gladbach höchst selten, noch nicht einmal jeden Monat. Umgehend habe ich versucht, die App wieder zu löschen, geht angeblich nicht sofort. Ich bedaure schon jetzt, dass ich den Versuch überhaupt gestartet habe.
Das ist mir neu, dass EasyPark eine verpflichtende Grundgebühr hat.
Ich nutze diese App schon seit ca. 2 Jahren.
Es gibt verschiedene Preismodelle.
Eins davon (EasyPark small) ist ohne Grundgebühr – dafür mit einer Servicegebühr pro Parkvorgang.
Da hat sich auch nichts dran geändert. Eine verpflichtende Grundgebühr gibt es nicht.
Da ich die Servicegebühren mit den ” eingesparten” Gebühren verrechne, die sich aufgrund der genauen Abrechnung ergeben, fallen die Servicegebühren nicht ins Gewicht.
Monatliche Grundgebühren rechnen sich für meine Nutzung nicht. Muss man sich halt bei der Einrichtung der App entscheiden. Kann man aber auch in der App wohl ändern.
Bei der Parkster App geht’s auch ohne Servicegebühren, dafür hat man aber auch weniger Parkplätze zur Verfügung.
Ich benutze EasyPark ebenfalls seit vielen Jahren und habe noch nie eine monatliche Grundgebühr bezahlen müssen.
Vielleicht gibt es das als Zuatzoption für Vielpark, die dann womöglich unterm Strich Geld sparen, aber auch soetwas ist mir in der App noch nie angezeigt worden.
Ich weiß nicht, wie solche Mythen immer entstehen, bin aber jedesmal fasziniert davon, wie problemorientiert leider viele Menschen in unserem Land denken. Wer es nicht schafft, eine einfach zu bedienende App auf seinem Handy einzurichten, wird im Zweifel auch bei der Führung eines Fahrzeugs in einer brenzligen Situation überfordert sein.
Davon abgesehen ist es auch für ältere Herrschaften ein Vorteil, wenn sie nicht mehr den Parkautomaten suchen und dorthin laufen müssen oder spontan die Parkzeit über die App verlängern können, wenn der Einkauf dann etwas länger gedauert haben sollte.
Und wie Hr. Migenda so richtig sagt: die Stadt muss sparen und es gibt sicher sinnvollere Wege, das Geld zu investieren, als wie in den 70er Jahren Münzautomaten aufzustellen, damit ein kleiner Kreis an möglicherweise durch eine App überforderten Personen sich nicht umgewöhnen muss.
Olaf – “Wer es nicht schafft, eine einfach zu bedienende App auf seinem Handy einzurichten, wird im Zweifel auch bei der Führung eines Fahrzeugs in einer brenzligen Situation überfordert sein.”
Das ist aber ein sehr gewagte Behauptung. Diese Bereiche haben überhaupt nichts miteinander zu tun. Es geht darum, dass es Menschen gibt, die kein Smartphone haben, keins wollen oder die nicht möchten, dass Kennzeichen und Zahlungsverkehr über Apps registriert werden usw. Es geht auch darum, wie man das Parken bezahlt, wenn man das Smartphone zuhause vergessen hat.
Und was machen aktuell Menschen die kein Bargeld haben, keins wollen oder es zuhause vergessen haben?
Mit der Girokarte bezahlen.
Die Entscheidung sollte überdacht werden (von ‘überdenken’, nicht von ‘überdachen’;-).
Die Abschaffung der Parkautomaten würde die meisten Menschen, die ich kenne, vom Parken in der Innenstadt ausschließen. Nicht weil sie zu blöd sind, sondern weil sie keine Lust haben, für jeden alltäglichen Handgriff eine App zu installieren und ihre Daten preiszugeben. Für die Bürger:innen wird es dadurch nicht komfortabler, sondern komplizierter und riskanter: Wie sollen sie ihre Unschuld beweisen, wenn das System eine Fehlfunktion hat – Beispiel Supermarktkassen? Wozu immer weitere Datensammlungen, deren Sicherheit niemand garantieren kann?
Die Stadt kann diese bedenkliche Entwicklung nicht “im Alleingang aufhalten”, aber sie sollte sie zumindest nicht befeuern. Bürgerfreundlichkeit ist wichtiger als Arbeitsersparnis der Verwaltung!
“Die Abschaffung der Parkautomaten würde die meisten Menschen, die ich kenne, vom Parken in der Innenstadt ausschließen.”
Das ist doch super! Dann kann ich mich zu Fuß und mit dem Rad sicherer in der Stadtmitte bewegen (ohne das Risiko, angefahren zu werden), und bisherige Kfz-Parkplätze können in Fahrradabstellmöglichkeiten und Grünflächen umgewandelt werden.
Womöglich geht es den Befürwortern der Smartphonezahlung von Parkgebühren genau darum: der Autonutzung Steine in den Weg zu legen, um klimafreundliche Mobilität zu fördern.
Das wäre ein unterstützenswertes Ziel – aber der Zwang zur App würde selektiv vor allem Ältere und weniger technikaffine Menschen ausschließen. Das wäre nicht nur ungerecht, sondern träfe auch besonders diejenigen, die weniger gut mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind.
Es gibt nicht nur Menschen, die wenig technikaffin sind (und das sind nicht nur Senioren), sondern auch diejenigen, die nicht möchten, dass irgendein Appbetreiber Profile erstellt, wann wer wo wie lange mit welchem Fahrzeug parkt. Zudem aus den AGB von Parkster: “Parkster kann zur Überprüfung der Bonität des Nutzers bei Wirtschaftsauskunfteien oder Kreditversicherungsgesellschaften Informationen über Kreditwürdigkeit einholen.”
“Ich habe doch nichts zu verbergen” ist naiv und auch kein sachliches Argument gegen das Sammeln von Daten. Sicher geben wir schon jede Menge Daten täglich, aber ich möchte nicht schon für so simple Alltagshandlungen wie das Parken (oder jeden kleinen Einkauf) gezwungen werden, mit meinen Daten zu bezahlen, sondern selbst entscheiden, wann ich das in Kauf nehme.
Das alles nur mit altmodisch, rückständig und Angst vor jeder Veränderung abzutun und sich selbst modern zu finden, ist ein bisschen zu kurz gedacht.
1.584.678,31 € einnahmen.
Autmaten abschaffen und keine kosten! guter Punkt der Stadt.
einmal mehr wird das bezahlen auf die Hardware des Kunden abgeschoben.
es ist mehr der Gedanke, der mich nervt, dass das Mobiltelefon all diese funktionen übernehmen muß,, um beweglich zu bleiben. Da Parken funktiniert z.T. nur noch mit vorab registrierung.
wer nur mal sporadisch spontan ein Auto parken muß und das nicht routinemäßig macht, muß viel geduld invstieren. es ist keine frage des alters…
Für mich sieht es genau umgekehrt aus. Ich bin froh, dass ich inzwischen nur noch mein Handy mitnehmen muss und damit alles machen kann:
– Mein Auto öffnen, losfahren und am Parkort abschließen
– Das Parkticket bezahlen
– Im Geschäft mit GooglePay oder ApplePay die Bezahlung erledigen
– Nach Hause fahren
– Zuhause die Haustür per App öffnen
Kein lästiges Mitnehmen mehr von Haustür-Schlüssel, Autoschlüssel, Portemonnaie mit Karten und Bargeld.
Und ja, all das ist sicher. Bezahlen per GooglePay oder ApplePay ist sogar sicherer als Bargeld (das ist weg, wenn man es verloren hat) oder per Kreditkarte (da habe ich nach meinen Reisen in die USA immer wieder ein paar Wochen später komische Abbuchungen erlebt. Die sind weg, seitdem ich bei den letzten beiden Male konsequent die Plastikkarte nicht mehr eingesetzt habe. Meine Frau hat sie benutzt und prompt wieder komische Abbuchungen erlebt).
Und wer jetzt Sorge hat, dass seine Parkorte von einem App-Anbieter gespeichert und missbraucht werden könnten, der sollte erstmal nachschauen, ob er auch entsprechend konsequent nur noch mit VPN ins Internet geht, an seinem Handy die GPS- und Ortungsfunktion komplett deaktiviert hat, dasselbe in seinem Auto getan hat, wenn es jünger als 6 Jahre ist, nur im Inkognito-Modus seines Browsers surft und bei wirklich keinem einzigen Social Media Anbieter ein Konto hat (ja, da zählt auch WhatsApp mit dazu).
Und wie schon richtig gesagt: selbst wenn Bergisch Gladbach das letzte gallische Dorf bleiben sollte, welches sich nicht beugt. Spätestens wenn man dann mal woanders parken möchte, wird man an der Nutzung einer App in ein paar Jahren nicht mehr vorbei kommen. Warum bis dahin warten und solange sinnlos Steuergelder verschwenden?
„Und wer jetzt Sorge hat, dass seine Parkorte von einem App-Anbieter gespeichert und missbraucht werden könnten, der sollte erstmal nachschauen (…)“
Warum? Wird der App-Anbieter dadurch vertrauenswürdiger? Das wird er nur, wenn er transparent macht, was er an Daten, sammelt, auswertet und weitergibt.
„konsequent nur noch mit VPN ins Internet geht“
Check. In fremden WLANs immer, dem eigenen Provider muss man einen Vertrauensvorschuss geben.
„die GPS- und Ortungsfunktion komplett deaktiviert hat“
Check. Kostet zu viel Akku und bringt nur beim Navigieren einen Nutzen.
„dasselbe in seinem Auto getan hat, wenn es jünger als 6 Jahre ist“
Check. Ist etwa doppelt so alt. Fährt also nur und versucht nicht zu denken.
„nur im Inkognito-Modus seines Browsers surft“
Wozu? Der sorgt nur dafür, dass keine Daten auf dem Gerät gespeichert werden.
„bei wirklich keinem einzigen Social Media Anbieter ein Konto hat“
Check. Bringt keinen Nutzen, macht nur konfus und konfrontiert einen ständig mit dummem Zeug.
Dies ist eine Antwort an den Kommentar von “Drucker”:
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“„nur im Inkognito-Modus seines Browsers surft“
Wozu? Der sorgt nur dafür, dass keine Daten auf dem Gerät gespeichert werden.”
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Zwar scheinen Sie sich mit dem Thema Datenschutz wirklich ernsthaft auseinandergesetzt zu haben, wie Ihre relativ konsequente Deaktivierung der meisten Datenkraken zeigt. Beim Thema Cookies und anderen von den Browsern gespeicherten Daten scheinen aber noch kleinere Wissenslücken zu bestehen, sonst hätten Sie nicht diese Rückfrage gestellt.
Dennoch ist Ihr Nutzerverhalten eher die seltene Ausnahme. Die meisten Leute, die sich über mangelnden Datenschutz beim Thema Park-App hier beschweren, können vermutlich bei keinem einzigen der von mir aufgelisteten Punkte mit “Check” antworten.
Ich habe regelmäßig auf Facebook Kommentare gesehen, wo sich Nutzer über mangelnden Datenschutz aufgeregt haben. Und in ihrem Profil dann sogar das Geburtsdatum enthalten war. Genau mein Humor.
Ich persönlich halte Datenschutz zwar auch für sehr wichtig, habe aber leider vor der Realität kapituliert. Ohne GoogleMaps zum Beispiel wäre mein Leben deutlich schwieriger. Und inzwischen schadet sich Deutschland in vielen Bereichen mit überzogenen Anforderungen. Wenn man eine Diskussion über eine nützliche Verbesserung (z.B. in einem Förderverein) schnell und effektiv abwürgen möchte, muss man nur noch “das lässt die DSGVO nicht zu” in die Runde werfen und das Thema ist sofort tot. In einigen Bereichen sind wir weit über das Ziel hinausgeschossen, gleichzeitig bringt es aber selbst ein Großkonzern wie VW mit einem signifikanten Anteil im Staatsbesitz fertig, ein Backup der Bewegungsdaten seiner Kunden unverschlüsselt auf einem Server im Netz abzulegen.
Irgendwann werden auch Sie nicht um die Anschaffung eines neuen Autos herumkommen und spätestens dann wird allein schon wegen der automatischen Notruffunktion nach einem schweren Unfall Ihr Standort nicht mehr verborgen bleiben. Dass die Park-App ihn dann auch kennt, macht dann faktisch keinen wirklichen Unterschied mehr. Aber die Stadt spart eine Menge Geld, welches für sinnvollere Zwecke eingesetzt werden kann. Ein Blick z.B. nur in die Schulgebäude der Stadt reicht aus, um den Ernst der Lage sofort zu sehen.
„Beim Thema Cookies und anderen von den Browsern gespeicherten Daten scheinen aber noch kleinere Wissenslücken zu bestehen, sonst hätten Sie nicht diese Rückfrage gestellt.“
Eine rhetorische Frage. Ich weiß schon recht genau, was Browser speichern und wozu das dient. Tatsächlich sorgt der „Inkognito“-Modus (bzw. „Privat“-Modus, wie er z.B. bei Firefox oder Safari heißt) lediglich für eine Spurenbereinigung auf dem eigenen Rechner im Sinne der glaubwürdigen Abstreitbarkeit. In Hinsicht auf Cookies wird zwar die Kontinuität der Verfolgung unterbrochen, aber andere Trackingtechniken wie etwa Browser-Fingerprinting verhindert der Modus nicht. Auch stehen die Metadaten dem Hoster (und einem Packet-Sniffer im selben Netz) nach wie vor vollständig zur Verfügung. Und wer sich im „privaten“ Modus bei einer der großen Plattformen wie Google, Facebook und Konsorten anmeldet, der hat sowieso die Privatheit gleich wieder aufgegeben. Wenn es tatsächlich auf Anonymität ankommt, ist ein VPN das Mittel der Wahl, der „Inkognito“-Modus nimmt einem dann bloß die Mühe ab, Cookies und den Browserverlauf direkt nach der Sitzung zu löschen.
„Dennoch ist Ihr Nutzerverhalten eher die seltene Ausnahme.“ – Das mag sein, ist aber kein Grund, den Gedanken des Datenschutzes gleich ganz aufzugeben.
„muss man nur noch ,das lässt die DSGVO nicht zu‘ in die Runde werfen und das Thema ist sofort tot“ – Das liegt dann aber an der Ignoranz der anderen, denn bis auf das, was die DSGVO ausdrücklich verhindern soll, ist nahezu alles mit ein wenig Gehirnschmalz nach wie vor möglich. Die Forderung nach Transparenz und Datensparsamkeit ist eigentlich recht einfach zu erfüllen – wenn man es will.
Handyparken habe ich bisher zwangsweise nur einige sehr wenige Male im Ausland genutzt, dort, wo es wirklich nicht anders ging. Ich weiß nicht, welche Anbieter in GL zur Verfügung stehen und habe grundsätzlich kein Interesse daran diverse Anbieter-Apps zu installieren und überall meine Fahrzeugdaten oder Zahlungsdaten anzugeben. Die Apps, die hier funktionieren, sind nicht unbedingt kompatibel mit denen anderer Städte Deutschlands oder im Ausland.
Was, wenn das Handy verloren geht oder gestohlen wird oder wenn man es zuhause vergessen hat? Was bei denjenigen, die zwar ein Handy, aber kein Smartphone nutzen? Es gibt weiterhin auch Menschen, die gar kein Handy besitzen und auch keins anschaffen wollen.
…”Die beiden Beigeordneten Thore Eggert (FDP) und Ragnar Migenda (Grüne) verfolgen die in Teilen chaotische Debatte zunehmend konsterniert – und werfen die Frage auf, ob Bergisch Gladbachs zu echten Reformen und Einsparungen in der Lage sei.”…
Nun ist also der böse, altmodische Autofahrer dafür verantwortlich, dass es nicht zu Einsparungen kommt? Ich habe ab und an den Eindruck, dass Geld für eigentlich Unnötiges aus dem Fenster geworfen wird, z.B. dieses “Selfie-Herz” oder, keine Ahnung ob es das immer noch gibt, die vielfältigen gedruckten Infobroschüren/Flyer, die stapelweise in städtischen Gebäuden auslagen. Man könnte auch, wie zur Zeit der durch den Ukraine-Krieg verursachten Energiekrise, die Beleuchtung von Gebäuden wieder abschalten oder deutlich reduzieren, das wird sicher auch einen ordentlichen Einspareffekt haben. Auch wenn durch Parkautomaten Kosten entstehen, sollte man nicht vergessen, dass den Ausgaben auch Einnahmen durch das Parken gegenüberstehen, im letzten Jahr über 1.400.000 Euro, eine beträchtliche Summe, die der Autofahrer in die Stadtkasse gezahlt hat. Zum Glück gibt es in GL auch noch nicht-städtische Parkhäuser und zum Glück gibt es den Onlinehandel, der viele Fahrten in die Stadt überflüssig macht.
Zitat:
und überall meine Fahrzeugdaten oder Zahlungsdaten anzugeben
Zitat:
zum Glück gibt es den Onlinehandel, der viele Fahrten in die Stadt überflüssig macht.
Beim Onlinehandel hätte ich mehr Probleme meine Zahlungsdaten bekannt zu geben. Ich fahr lieber in die Stadt. Habe aber keine Lust dann nach Kleingeld zu kramen oder festzustellen,dass ich zuwenig Kleingeld habe
Bei Parkster habe ich übrigens keine Zahlungsdaten bekannt gegeben.
Funktioniert über Rechnung
Walther Sobotta – Richtig, beim Onlinehandel gebe ich auch meine Daten an. Ich möchte meine Daten aber nicht in xy verschiedenen Park-Apps angeben. Parkster z.B. hat keine so große Abdeckung, wie Easypark. Mit fehlendem Kleingeld hatte ich noch keine Probleme.
wie gut, dass Autofahrende noch andere Kosten tragen, außer Parkgebühren
was für einseitige immer gleiche Ausführung, Herr S. – diese werden durch stetige Wiederholung nicht richtiger
Lieber Herr Buchen,
Schlauerweise vergessen Sie in ihrem Beitrag die Möglichkeit der Bargeldzahlung für die Parkkarten aus den Geschäften. Die Chancen der Gastronomie, z. B. Parkscheine beim Besuch anzubieten werden auch ermöglicht. Zusammefassen muss man allerdings: wer digitalisieren will und dadurch erhebliche Einsparungen generiert modernisiert die Stadt nachhaltig. In diesem Sinne rückständige beharren weiter auf Bargeld. Da wo das schon lange praktiziert wird gibt es auch kaum Beschwerden.
Lieber Herr Freitag,
ich habe in meinem vorherigen Beitrag bei der Beschreibung der „gar keine Parkautomaten mehr sondern nur per App und vorher in den Bürgerbüros zu kaufende Pickerl“ Lösung die Geschäfte als Bezugsquelle für die Pickerl nicht genannt, weil es gestern die Einschätzung der Verwaltung gab, dass diese kein Interesse am Verkauf der Parktickets haben werden und somit nur die Bürgerbüros als Verkaufsstelle übrig bleiben.
Diese Einschätzung kann ich nachvollziehen. Warum sollte ich als Händler den Extra-Aufwand des Verkaufs von Parktickets auf mich nehmen? Wie aufwändig wird das mit der Abrechnung mit der Stadt? Oder ist die Erwartungshaltung, dass die Händler in Vorleistung gehen und Pickerl-Blöckchen von der Stadt kaufen, um sie dann 1:1 an Menschen, die parken wollen, weiterzuverkaufen? Oder denken Sie an eine Lösung, wo ein Teil des Verkaufspreises bei den Händlern verbleibt? Dann wäre die Pickerl-Lösung ja auch keine Nullsummenspiel für die Stadt sondern es würden hierfür wieder Kosten entstehen. Nach dem Beschluss gestern im Ausschuss sind auf jeden Fall mehr Fragen offen als zuvor, wo man noch über Parkautomaten mit Karten-Bezahlfunktion diskutiert hat.
Zu guter Letzt: Wie habe ich mir denn nun den Kauf der Pickerl aus Kundensicht vorzustellen? Wir haben in Bergisch Gladbach zwei unterschiedliche Parkzonen (Parkplätze in der Innenstadt sind z.B. teurer pro Stunde als etwas außerhalb -> wer die App nutzt sieht ja die beiden Tarifzonen sehr deutlich). Werden dann also in Bergisch Gladbach in Zukunft zwei unterschiedlich farbene Pickerl verkauft und ich muss schauen, welches nun das richtige ist und auf welchem ich händisch meine Ankunftszeit aufschreiben muss? Und kann ich diese Pickerl einzeln kaufen? Oder erwartet man von mir, dass ich ein Blöckchen mit 10, 20 oder mehr Pickerl kaufe?
Es wäre gut gewesen, wenn wir gemeinsam eine sinnvolle Lösung gefunden hätten, die das Bezahlen mit App, Karten und auch Bargeld mit vertretbarem Aufwand für die Bürgerinnen und Bürger ermöglicht hätte. Das Angebot von unserer Seite gab es dazu.
Lieber Christian,
man könnte natürlich auch neue Automaten anschaffen, die auch über eine Möglichkeit verfügen, mit der ec-Karte zu zahlen und die Gegenfinanzierung darüber sicherstellen, dass die Brötchentaste abgeschafft wird. Ich wäre dafür zu haben.
Den Erwerb von „Pickerln“ ausschließlich in den Bürgerbüros halte ich für wenig praktikabel.
Da müssen die Händler schon mit ran. Wir das genau funktionieren kann, kann man bestimmt bei der Stadt Wien erfragen.
Auch für die zwei unterschiedlich bepreisten Parkzonen gäbe es eine einfache Lösung: Nur noch ein einheitlicher Tarif für die ganze Stadt – das bitte flächendeckend.
Aber auch das kann man bestimmt in Wien schauen, wie die das regeln.
Wo wäre denn das Problem, wenn Händler für den Pickerl-Verkauf entlohnt werden? Die Kosten dafür können doch trotzdem geringer sein als die Kosten der Barzahlung am Automaten. Der ÖPNV-Ticketverkauf an Kiosken funktioniert doch auch.
“Das Angebot von unserer Seite gab es dazu.” Dazu finde ich allerdings nichts im Artikel. Im Artikel sehe ich eher Andeutungen, dass man über eine Verzögerungsstrategie das Thema über den Wahltermin ziehen will. Wie sollte denn ganz konkret die sinnvolle Lösung aus CDU-Sicht aussehen? Könnte es nicht sogar sinnvoll sein, das Parken unattraktiver zu machen? Ist halt eine politische Frage.
Übrigens wird die CDU bei den derzeitigen Mehrheitsverhältnissen nicht gebraucht.
In ganz Wien finden Sie keinen Parkscheinautomaten. An jeder Ecke kann man ein Pickerl kaufen, die Ankunftszeit ankreuzen und den Parkschein innen an die Windschutzscheibe legen. Kein Mensch zwingt jemanden zum Kauf eines SmartPhones. Die neuen Parkscheinautomaten sollten 270.000.- Euro kosten, wahrscheinlich mit Installation am Ende etwas mehr. In den neuen Automaten würde die Zahlung mit Bargeld wegfallen, damit die Störanfälligkeit sinkt und keine Kosten 90.000.-Euro jährlich für die Leerung anfallen. Also ist per Automaten KEINE Barzahlung mehr möglich, das hat die CDU übersehen, das Bezahlen am Automaten sei eine der wichtigsten und häufigsten Interaktionen zwischen Bürger:innen und Stadt, erläutert CDU-Ratsmitglied David Bothe, das fällt auch mit den neuen Automaten weg! Damit man aber auch weiterhin seine Gebühren bar bezahlen kann, wozu die Verwaltung rechtlich verpflichtet ist, wird das Wiener System hier als Alternative eingeführt. Das kann aber nur funktionieren, wenn die Geschäftsleute mitmachen und ihren Kunden das Ticket im Laden anbieten. Wenn die sich dagegen sträuben, muss man sie fragen, warum sie Parkplätze vor dem Geschäftseingang haben wollen. Auch wenn das Pikerl System altmodisch anmutet, es ist simpel, bürgerfreundlich und funktioniert. Das Bezahlen der Parkgebühr auf digitalem Wege ist die Zukunft. Für beides braucht man keine teuren und störanfälligen Automaten.
Ich habe grundsätzlich nichts gegen das Handyparken. Das ist komfortabel und zeitsparend.
Zwei Fragen stellen sich allerdings: Zum einen, ob die Alternative für Menschen ohne Smartphone wirklich flächendeckend angeboten werden kann. Das ist vor allem bei spontanen Fahrten interessant, denn es wird niemand dann erst einmal ins Bürgerbüro marschieren und sich da Ewigkeiten anstellen. Oder andererseits vorbeugend eine Vorratspackung Tickets bezahlen, die dann auf unbestimmte Zeit im Küchenschrank liegen. Die Zahl der Verkaufsstellen müsste also auf ein hohes Niveau gebracht werden, ehe diese Lösung angeboten werden kann.
Zum anderen wüsste ich gerne, wie datensparsam das Parken mit der App ist. Welche Daten werden durch wen eingesammelt, in welcher Weise ausgewertet, ggf. weitergegeben und wo bzw. wie lange gespeichert? Auch das muss geklärt und transparent gemacht werden.
Es muss letztlich gewährleistet sein, dass nur die minimal notwendigen Daten erhoben und über die kürzestmögliche Dauer gespeichert werden und dass die Daten für nichts anderes als für die unmittelbare Abwicklung des jeweiligen Parkgeschäfts verwendet werden. Alles andere würde darauf hinauslaufen, den Nutzer vor die Wahl zwischen einer komfortablen Methoden mit Datenabgabe einerseits und einer umständlichen, dafür anonymen andererseits zu stellen. Im Online-Handel werden derartige Mechanismen als „Dark Pattern“* bezeichnet und sind u.a. wettbewerbsrechtlich aus guten Gründen höchst angreifbar.
* https://de.wikipedia.org/wiki/Dark_Pattern
Was machen denn die Nicht-Bergisch Gladbacher, die nach den Öffnungszeiten der Bürgerbüros parken wollen/müssen und ein Pickerl kaufen müssen? Die Öffnungszeiten der Büros in Bensberg und Refrath ist eh reine Glückssache. Das sollte dann ja auch ein Heft sein, oder? Für einmal parken soll man sich also eine Handvoll Parkscheine kaufen. Sorry, aber wer kam auf so eine wenig durchdachte Idee???
Ich gehöre auch zur älteren Generation und liebe das Handyparken.
Unsere heutigen modernen PKW sind doch sowieso schon alles rollende PC.
Wer mit den ganzen Assistenssystemen in den PKW klar kommt, der sollte auch mit dem Handyparken klar kommen.
Ich ärgere mich inzwischen über Parkplätze wo ich noch gezwungen bin, mein Kleingeld zusammen zusuchen. Dann habe ich eine feste Ablaufzeit die ich unbedingt einhalten muss.
Wie bequem ist es im Wartezimmer beim Arzt, wenn es mal wieder länger dauert, einfach die Parkzeit weiter zu stellen. Oder man sitzt mit Freunden zusammen in Köln im Restaurant und der Abend wird mal wieder etwas länger.
Parkzeit bequem verlängern und fertig.
Obwohl der Abend in Kölle schlug mit 24 € Parkgebühren zu Buche…. anderes Thema.
Digital wäre natürlich auch Kameraparken möglich. Das Kennzeichen wird erfasst und man erhält eine Rechnung oder bei hinterlegter Karte eine Abbuchung vom Parkplatzbetreiber.
Klappt z.B in Norwegen hervorragend mit den ganzen Mautgebühren.
Einmal Karte hinterlegt und man kümmert sich um nichts mehr.
Liebe CDU
Als älterer Mitbürger rate ich Euch. Geht mal mit dem Fortschritt. Die Welt wird digitaler und moderner.
Haben wir schon vor vielen Jahren als die ersten Grossrechner mit den Lochkarten kamen gelernt.
Danke!
Es ist lächerlich, dass ein so einfach zu lösendes Thema, das zu deutlichen Geldeinsparungen führt, von der Politik so auseinandergenommen wird. Wo ist das Problem, seine Parkgebühren mit dem Handy zu bezahlen? Für mich eine absolut praktikable Lösung. Sollte die CDU dafür Sorgen, diese Entscheidung so zu blockieren, wie angekündigt, kann man dieser Partei nur noch Weltfremdheit attestieren.
Volle Zustimmung! Es beschwert sich heute ja auch niemand, dass es keine Telefonzellen mehr gibt, an denen man mit Bargeld telefonieren kann.
Es ist ein Schritt in die richtige Richtung: Deutschland soll moderner und digitaler werden. Aber wenn man jedes entsprechende Projekt schon im Kleinen verhindert, wird das nichts.
Hallo Hilde,
die CDU hat überhaupt kein Problem damit, dass Parkgebühren mit dem Handy bezahlt werden können. Im Gegenteil: es war vor knapp 10 Jahren ein CDU-Antrag im Stadtrat und ein beharrliches Einwirken auf die Stadtverwaltung seitens der CDU-Fraktion, was am Ende dazu geführt hat, dass das “Handyparken” als zusätzliche Möglichkeit zum Bezahlen in Bergisch Gladbach eingeführt wurde. Ich selbst nutze auch seit vielen Jahren die App auf meinem Smartphone dafür.
Aber es geht nicht um mein eigenes Nutzungsverhalten, sondern um das der Bürgerinnen und Bürger in dieser Stadt. Und 3/4 der Parkeinnahmen werden nach wie vor mit Bargeld am Parkautomaten bezahlt. Die Diskussion im Ausschuss hat damit angefangen, dass die Parkautomaten auf Kartenlesegeräte umgerüstet werden sollten, so dass man an den Automaten mit Karte bezahlen kann. Als CDU-Fraktion waren wir für die “auch mit Karte” (neben Bargeld) Lösung. Andere Fraktionen wollten eine “ausschließlich mit Karte” (ohne Bargeld) Lösung. Nun ist es am Ende durch Grüne, SPD und Freie Wähler Gemeinschaft eine “gar keine Parkautomaten mehr sondern nur per App und vorher in den Bürgerbüros zu kaufende Pickerl” Lösung geworden. Und das kritisieren wir!
Unabhängig vom eigenen Nutzungsverhalten muss man einfach akzeptieren, dass nicht alle Menschen ihre Parkgebühr mit dem Smartphone bezahlen wollen. Als Mitglied des Stadtrates akzeptiere ich das nicht nur, sondern berücksichtige das auch bei den zu treffenden Entscheidungen. Und an uns “schon lange die App nutzenden” hier in der Runde: Wir dürfen in Zukunft aus einem weiteren Grund unser Smartphone mal nicht aus Versehen zu Hause liegen lassen. Dann riskieren wir nämlich wohl bald ein Knöllchen…
Ich bin fassungslos. Gut, dass wir die bürgerfreundliche und kopfklare CDU haben.
Die “EasyPark” App z.B. zeigt bei der Auswahl der Parkdauer bis 15 Minuten Kosten von 0,- EUR an und berücksichtigt damit die “Brötchentaste” automatisch.
Hier scheint ein grundsätzliche Missverständnis zur Brötchentaste vorzuliegen.
Brötchentaste: An allen Parkscheinautomaten kann 15 Minuten lang gebührenfrei geparkt werden. Hierzu ist ein Ticket ohne Geldeinwurf zu lösen. Sofern die Parkzeit über 15 Minuten hinausgeht, wird die Gebühr von Beginn an fällig.
https://www.bergischgladbach.de/parken-in-bergisch-gladbach.aspx
Welche Handy-App ist das? Ich nutze Parkster, und bei einer geplanten Parkdauer von 15 Minuten werden die voraussichtlichen Kosten mit 0 € angegeben. Also exakt die Abbildung der “Brötchentaste” digital. Zudem kostet der Parkvorgang dort als registrierter Benutzer keine Zusatzgebühr, solange man keine Komfort-Funktionen extra dazu bucht.
easypark kostet zwar Gebühren, aber die 15-Freiminuten sind dort auch enthalten!
Eine typische, nicht zu Ende gedachte Entscheidung und ein Beispiel wo Digitalisierung zum Zwang wird. Es ist eine Sache an den Automaten die Bargeldzahlung abzuschaffen, etwas anderes komplett auf das Smartphone zu setzen. Wer sein Handy mal vergisst, die App des Anbieters nicht auf dem Handy hat, Besucher aus dem Ausland z.B., kann nicht zahlen und wird es dann vielleicht auch nicht. Ich bin kein Verfechter des Bargelds, aber auch die Option EC /Kreditkarte zu streichen ist erschreckend weltfremd.
Diesen Satzteil unterstreiche ich: “die Option EC /Kreditkarte zu streichen ist erschreckend”. Dass die Stadtverordneten “weltfremd” sind, glaube ich jedoch nicht.
Einige Stadtverordnete bzw. sachkundige Bürger möchten also die Bürger zur Handybenutzung zwingen und das Bargeld abschaffen. Mit weitgehenden Betrugsmöglichkeiten über QR-Codes, für die es wohl noch keine Verhinderungsmöglichkeiten gibt und auch nicht geben wird, wenn man sich die Häufigkeit der Betrüge über das Internet anschaut. Darüber kann man nur fassungslos sein. Hoffentlich kann dieser unausgegorene Schnellschuss in dieser Ratsperiode noch verhindert werden!
Hier fehlen nur noch die Hinweise “Das gab es früher nicht!”, “Nur Bares ist Wahres!”, “Weg mit dem modernen Kram!” etc.
Übrigens haben Sie etwas Gravierendes übersehen: Man will uns Bürger nicht zur Handy-Nutzung zwingen, sondern sogar zur Anschaffung eines Smartphones! Nun werden Sie vielleicht verdutzt feststellen, dass Ihnen der Unterschied (noch) gar nicht bewußt ist. Da Sie aber anscheinend einen PC bedienen können, sollte Ihnen die Suche nach den Unterschieden im Internet möglich sein.
Was sollen die persönlichen Angriffe hier?
Ich finde die Parkautomaten nicht besonders bürgerfreundlich, da sie nicht minutengenau abrechnen. Seit Jahren bezahle ich per Handy und bin sehr zufrieden damit. Man kann die Parkdauer bequem per Smartphone verlängern, wenn ein Termin länger dauert, oder auch sofort beenden, wenn man früher zurück ist.
Ich kann die Parkster-App empfehlen, sie funktioniert zuverlässig und ist ohne Zusatzgebühren.
Bezahlen mit der Unterstützung von QR-Code?
https://www1.wdr.de/nachrichten/easypark-quishing-parken100.html
Auszug aus der Quelle:
Das Unternehmen “EasyPark” warnt vor gefälschten QR-Codes an Parkplätzen. Betrüger wollen so offenbar Kundendaten abgreifen. Die QR -Codes werden dabei mit Aufklebern auf die Original-Schilder geklebt und sind optisch kaum vom Original zu unterscheiden.
Der gefälschte QR-Code sieht täuschend echt aus. In seiner Mitte ist das Unternehmenslogo von EasyPark aufgedruckt, darunter steht “Scan & Pay”. Wer den Code jedoch mit seinem Handy abscannt, gelangt auf eine gefälschte Internetseite. Autofahrer müssen dort Parkzone, Kennzeichen und Parkzeit angeben und werden dann dazu aufgefordert, ihre Kreditkartendaten einzugeben. Auf diese haben es die Betrüger offenbar abgesehen.
Noch Fragen???
Noch Fragen? Ja – wie kann man sich schützen? Laut Easy Park so: “Echte QR-Codes sind immer in unsere Schilder integriert und nicht als einzelne Aufkleber angebracht.” Und wer auf Nummer Sicher gehen will, solle zum Bezahlen am besten die App des Unternehmens nutzen. Hier sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass es wirklich die echte App ist, runtergeladen von einer vertrauenswürdigen Software-Plattform, wie zum Beispiel dem Play Store von Google oder dem App-Store von Apple.“
Quelle: WDR https://www1.wdr.de/nachrichten/easypark-quishing-parken100.html
Keine Frage, aber ein Hinweis: Wer als GLler ein Smartphone besitzt, scannt keinen QR-Code, sondern lädt sich die App des Anbieters aus dem Store und nutzt sie. Nicht-Ortsansässige (w/m/d) nehmen sich ein wenig Zeit und machen das genauso; ist mir in Thüringen auch so gegangen. Welches Problem besteht also?
Zitat aus dem Artikel: “Wer auf öffentlichen Parkplätzen parken will, kann die Gebühr unmittelbar nur noch per App auf einem Smartphone bezahlen. Dazu werden Hinweisschilder mit QR Codes aufgestellt.”
So ist es geplant. Entweder man hat schon eine App, dann kann man die nutzen. Oder man folgt dem QR Code, kommt dann wahrscheinlich auf eine Info-Seite der Stadt, auf der die Optionen erläutert werden, kann sich eine App aussuchen und die herunterladen.
Vor und während der Umstellung wird die Stadt zudem eine umfangreiche Info-Kampagne starten, hatte sie bereits angekündigt