Die Paffrather Frittenbude hat eine lange Geschichte, seit 1969 hat sie den Stadtteil und die Stadt mit Currywurst, Schaschlik, Fritten und Hähnchen versorgt. Nach einigen Jahren des Leerstands übernahm die langjährige Mitarbeiterin Sonja Grell den beliebten Bergisch Gladbacher Imbiss Anfang 2023 und wagte den Neuanfang unter altem Namen. Seit Sonntag ist der beliebte Betrieb mit dem gelben Hahn geschlossen. Nun für immer.

Die Freude war groß, als die beliebte Paffrather Frittenbude nach einigen Jahren des Leerstands im Februar 2023 wiedereröffnet wurde. Doch nun verkündet Pächterin Sonja Grell kurzfristig die Schließung des Traditionsimbiss mit dem gelben Hahn als Markenzeichen.

„Liebe Kunden, leider mussten wir unsere geliebte Paffrather Frittenbude für immer schließen … mit uns als Pächterin/Team“, ist auf einem Schild auf der Eingangstür zur Frittenbude zu lesen, datiert auf den 22. Juni. „Wir bedanken uns für Ihre Treue und wünschen Ihnen nur das Beste! Herzlichst, Ihre/ Eure Sonja Grell mit Team.“

Schon im April musste der Imbiss wegen eines Wasserschadens knapp drei Wochen geschlossen bleiben. Im Januar hatte das Team die Einschränkung der Öffnungszeiten bekannt gegeben: Montag und Dienstag wurden als Ruhetage eingeführt.

Sonja Grell tut es besonders leid, dass sie sich aufgrund der Umstände nicht richtig von ihren Kunden verabschieden konnte und auch zu den Gründen der Schließung im Moment nichts sagen kann, erläutert sie im Gespräch mit dem Bürgerportal. Hintergrund sind aber ganz offenbar Differenzen mit der Vermieterin. 

Die zwei Ruhetage habe sie nach zwei Jahren unter Volldampf eingeführt, um sich und das Team zu entlasten. Gleichzeitig habe sie auf Kundenwunsch am Sonntag schon um 12 Uhr geöffnet.

Sonja Grell. Foto (Archiv): Thomas Merkenich

Sie sei „unendlich traurig, aber auch stolz“ auf das, was ihr Team geleistet habe. Auch wenn es für den Imbiss eine Nachfolge gebe, werde es ganz anders werden, sagt Grell: „Das Herzblut und die Liebe, die ich in diesen Lebenstraum gesteckt habe, wird kein anderer in dieser Form geben können – und das werden die Menschen spüren.“ Eine Einschätzung, die u.a. in zahlreichen Facebook-Kommentaren geteilt wird. 

Hinweis der Redaktion: Wir hatten Sonja Grell zunächst nicht erreicht und ihre die Stellungnahme am Dienstag nachgetragen.

Die Paffrather Frittenbude war eine über die Grenzen der Stadt bekannte Institution. Neben Pommes und Schnitzel in verschiedenen Variationen, Fleisch-Schaschlik, Hähnchen und Currywurst standen Nieren-Schaschlik, Reibekuchen, Hühner-Frikassee sowie Gurken-, Bohnen-, Nudel- und Kartoffelsalate auf der Speisekarte.

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So wie früher: Sonja Grell macht die Paffrather Frittenbude wieder auf

Nicht nur Generationen von Schüler:innen haben hier ihren Hunger gestillt: Die Paffrather Frittenbude mit dem gelben Hahn war eine über die Grenzen der Stadt bekannte Institution. Und die kehrt zurück: Am 1. Februar öffnet mit Sonja Grell eine langjährige Mitarbeiterin des Imbiss die Tore. Beim Angebot setzt sie auf bewährte Klassiker – und heiß begehrte Rezepte der Imbiss-Gründer.

Kurz & knackig: Frische Fritten, alte Rezepte

Schon die Ankündigung hatte für Furore gesorgt: Seit Mittwoch ist die Paffrather Frittenbude unter neuer Leitung wieder geöffnet. Zum Start haben wir uns selbst überzeugt, was dran ist am legendären Ruf der Frittenbude.

Gerta und Helmut Parsch gründeten die Paffrather Frittenbude 1969. Zunächst mit einem Verkaufswagen, drei Jahre später mit einem Kiosk auf dem Paffrather Dorfplatz. Im Juni 1985 zog die Paffrather Frittenbude am heutigen Standort an der zentralen Kreuzung in Paffrath ein. Und versorgte bis 2018 eine große Zahl an Stammkunden. 2018 übernahmen Pächter, die glücklos agierten und im Sommer 2022 den Imbiss schließen mussten.

Ein Blick zurück: Fotos von der Wiedereröffnung 2023. Fotos: Redaktion

Anschließend stand es einige Zeit lang leer. Im Februar 2023 wurde die Frittenbude wiedereröffnet: Die langjährige Mitarbeiterin Sonja Grell wagte den Neustart, nachdem Freunde und Bekannte sie geradezu bekniet hätten, die Frittenbude wieder zu eröffnen, wie sie damals im Gespräch mit dem Bürgerportal schilderte. Die gelernte Fremdsprachensekretärin hatte 25 Jahre im Betrieb der Familie Parsch mitgearbeitet und kannte den Imbiss und alle Rezepte.


Hinweis der Redaktion: Unter unserem Beitrag von 2023 haben bereits einige Leserinnen und Leser ihre Kommentare zur erneuten Schließung veröffentlicht.

ist seit 2024 Redakteurin des Bürgerportals. Zuvor hatte die Journalistin und Germanistin 15 Jahre lang für den Kölner Stadt-Anzeiger gearbeitet. Sie ist unter anderem für die Themen Bildung, Schule, Kita und Familien zuständig und per Mail erreichbar: k.stolzenbach@in-gl.de

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  1. @ Ulla,

    300 gr Dinkel & 200 gr Weizen
    300 ml lauwarmes Wasser
    15 g Salz
    60 gr Hefe frische Würfel

    Hefe im Wasser auflösen.
    Alles zusammen mit dem Mixer kneten von Hand dauert mir zu lange.
    Solange bei der Teig eine glatte Masse wird kann je nach Mehl 10 15 Minuten dauern.
    Die Rühr Schüssel mit einem großen Teller abdecken.
    Gute Stunde gehen lassen.
    Nochmals durchkneten jetzt von Hand mit Mehl an den Händen.
    Aus der Menge ca 8 Brötchen formen.
    Auf ein Backblech mit Backpapier verteilen, Körner auf die Brötchen verteilen muss aber nicht.
    Feuchtes Küchentuch,Handtuch über die Brötchen legen nochmals 20 Minuten gehen lassen.
    Ofen Umluft 230° vorheizen.
    Teller,ich habe eine Edelstahl Schüssel mit Wasser auf den Boden des Ofen stellen.
    Es muss im Ofen feucht sein.
    Die Brötchen bei meinem Ofen sind es 16 Minuten backen.
    Die Brötchen auf einem Gitter abkühlen lassen.
    Guten Appetit.

    Glg

    1. Versuchen Sie mal längere Gehzeiten, z.B. bis zu 24 Stunden im Kühlschrank, anschließend noch eine bis mehrere Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen – das Ergebnis wird Sie überraschen. Sie brauchen weniger Hefe, der Geschmack gewinnt, die Krume wird elastischer und die Brötchen bleiben länger frisch. Das verschafft Ihnen einen großen Vorteil gegenüber Fabrikbrötchen und Flilialbäckereien, die oft mit einer zu kurzzeitigen Teigführung arbeiten.

  2. Das ganze ist schon traurig besonders sollte sich es um die Höhe der Miete handeln. Bin da Kunde seit eigentlich Ende der 70 er natürlich noch auf der anderen Seite. War klar das man eher als Kundschaft die alten hat und die nicht mehr werden und die meisten inklusive mir lange nicht mehr so oft hin sind. Und Hoffnung auf einen guten Imbiss hab ich null da in Bergisch Gladbach oder Leverkusen leider nur ganz viel Durschnitt ist und man schon nach Köln muss was ja auch beim Bäcker ähnlich ist. Das da ein Asiatischer Imbiss wegen der IGP laufen könnte kann sein mit langweiligen Brautnudeln in der Box .Aber vielleicht läuft es auch wie mit der Bäckerei in Heidekamp wo glaube ich bis jetzt kein neuer drin ist.

    1. Nein steht leer, dafür gibt’s in Heidkamp aber reichlich Friseure. Kann ich aber nicht beurteilen, ich gehe immer noch in Refrath zum gleichen über 20 Jahre schon.

      Es gibt in Heidkamp aber auch keinen Metzger, Gemüseladen,keine Post, Bank mit Menschen, Blumenladen, und und und….

      Aber bald da werden viele Augen leuchten ;-)) einen schönen Aldi.

      Und Immer noch KEINE neue Brücke im Wald aber das ist eine ganz andere Geschichte, die Stadt Bergisch Gladbach überlegt noch ob es ein Naturschutz Gebiet ist oder wird.

      Dafür gibt’s eine perfekte Anbindung an die Öffentlichen Verkehrsmittel mit der Straßenbahn von Bensberg nach Köln perfekt.

  3. Früher war es da top, die besten Hähnchen…..aber seit Jahren schon nicht mehr gut und das Personal eher gelangweilt. Schade

    1. Dann waren Sie offensichtlich in den letzten 28 Monaten nicht mehr dort essen! Schade, denn nun werden Sie auch jetzt nicht mehr in den Genuss der besten Grillhähnchen und Co. kommen. Und die Stimmung war ebenfalls immer top.

  4. Die Schließung ist höchst bedauerlich!

    Dass es „eine Nachfolge“ gibt, könnte darauf hinweisen, dass es um höhere Pacht gegangen sein könnte. Lassen wir uns überraschen, mit welchem Angebot die Nachfolge uns Kunden beglückt.

    Frau Grell: DANKE FÜR IHR ENGAGEMENT UND ALLES GUTE FÜR IHRE ZUKUNFT !

    1. Lieber, Bensberger,

      eine höhere Pacht kann nur durch höhere Preise oder minderer Qualität kompensiert werden.
      Das mit dem Nachfolger wird spannend.
      Vielleicht die Wurscht & den Bremsklotz mit Blattgold eingehüllt.
      Vielleicht aber auch ein China Imbiss da möchte ich aber nicht wissen wo die Enten herkommen.
      Die Chinesen lassen ja auch schon Lebensmittel im Hochhaus in Nährlösung wachsen. Die Pflanzen haben nie Sonne oder Erde gesehen.

      Ach…. wie Biolek so schön sagte…..ein echter Mistkratzer muss es heute aber sein. Das Huhn.

      Ich war letzte Woche in Bensberg einmal runter und wieder rauf…..habe einen Bäcker gesucht.
      Keinen gefunden.
      So einen Bäcker wie ich ihn von früher kenne.
      Ich werde wohl alt.

      1. In der Nähe von Lidl an der Kölner Straße, gegenüber der Einmündung Neuenweg gibt es einen, der ist ganz ordentlich.

      2. “So einen Bäcker wie ich ihn von früher kenne.”
        Noch viel früher hat man seine Brote / Brötchen selber gebacken! Kennen Sie das noch?
        Wenn Sie doch gerne brutzeln, versuchen Sie es spaßeshalber auch mal mit dem Backen, wie damals!
        Aber keine Back-Fertigmischungen nehmen!
        Ich meine so richtig mit Hefe oder Sauerteig, schön mit den Händen geknetet.

  5. @Redaktion
    ” und jetzt ist Sonja Grells bravouröser Versuch gescheitert, die Paffrather Frittenbude zu retten. ”

    Mitnichten!

    1. Im Juni 1985 zog die Pafri gegenüber, an den jetzigen Standort.
      40 Jahre später, im Juni – ist unsere vielseits geschätzte Bude, bedauerlicherweise, völlig überstürzt, wieder geschlossen.

      “hausgemacht” !
      ob dieses Agieren wirklich im Sinne der GründerInnen ist, die Beiden dies gutheißen würden?

      Der sehr gelungene, sehr mutige Schritt, in voller Verantwortung, gelebtem und geliebtem Engagement von Sonja Grell.
      Mit alter Rezeptur, mit Fachwissen und Sachkenntnis, mit ihrem Team, welches zum Teil auch damals bereits mitarbeitete, mit Freundlichkeit,
      “Herzblut & Liebe”. Viele liebe Menschen habe sich sehr gefreut, den Imbiss voller Dankbarkeit wieder sehr gut angenommen und sehr zu schätzen gewusst.
      2 Jahre und 5 Monate

      vorbei.

      vieles andere hier ist Spekulation, teils ‘Thema verfehlt’ – kein Bezug zum Artikel

      Meine Zeilen in Würdigung an Sonja & Team