Tobias Nabben und Forster überzeugten im Grand Prix und holten den Großen Preis von Bergisch Gladbach. Foto: AileenHügging/Kleinefeinefotowelt/RV Hebborner Hof

Trotz starker Konkurrenz hat Tobias Nabben, der Pferdewirtschaftsmeister aus Bottrop, mit einer herausragenden Grand Prix-Kür zum zweiten Mal den Großen Preis bei den Bergisch Classics gewonnen.

Es war schon sein zweiter Titel nach 2021 beim Großen Dressurpreis von Bergisch Gladbach  – aber müde vom Titelholen bei den Bergisch Classics ist Tobias Nabben noch lange nicht.  Im Sattel des schwarzbraunen Hannoveraner-Wallachs Forster tanzte sich der Pferdewirtschaftsmeister aus Bottrop im Grand Prix zum Sieg und verriet hinterher: „Die Bergisch Classics sind etwas ganz Besonderes! Ich bin richtig froh, hier auch mit einem zweiten Pferd auf der Siegertafel stehen zu dürfen“, sagte Nabben und kündigte schon mal an: „Wir kommen wieder.“

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Mit einer starken Kür bestätigten der 37-Jährige und sein Pferd Forster ihre Wertnoten aus der Qualifikation am Vortag, setzten sich als drittletztes Starterpaar an die Spitze und verdrängten damit auch die Westfälische Meisterin Sophie Büschgens aus Warendorf auf Platz zwei, die mit ihrem Oldenburger Wallach Jannemann gleich zum Auftakt der Kür-Nacht unter Flutlicht ihre Extraklasse im Dressur-Viereck gezeigt hatte.

Knapp dahinter musste sich die Rheinische Vizemeisterin Paulina Holzknecht auf Entertainer diesmal mit Rang drei zufriedengeben. Die Solingerin konnte das Ergebnis der beiden mit ihrem 16 Jahre alten Hengst aus niederländischer Zucht nicht mehr knacken. 

Schiergen überzeugt beim Hebborner Dressurchampionat

Vorjahressieger Heiner Schiergen aus Krefeld konnte diesmal kein Ticket für den S***-Grand Prix lösen, brillierte aber dafür am Sonntag beim Hebborner Dressurchampionat, einem Intermediaire I auf S**-Niveau, mit gleich zwei seiner Schützlinge: Der Hannoveraner-Wallach Dancing Elvis piaffierte auf Rang eins, der zehnjährige niederländische Hengst Kathmandu rangierte dicht dahinter auf Platz drei.

Reitsportlerinnen und Reitsportler lobten die Atmosphäre bei den Bergisch Classics auf dem Hebborner Hof: Dressurprüfungen fanden in allen Leistungsklassen statt. Foto: Annika Blömer Fotografie/RV Hebborner Hof

Auch im Prix St. Georges auf S*-Niveau hatte Schiergen tags zuvor mit seinen beiden Erfolgspferden die Platzierungen eins und zwei belegen können – dicht gefolgt von Christina Konings, die sich im Sattel ihrer Rappstute Milady wiederum im Championat mit einer überzeugenden Vorstellung den verdienten Rang zwei sichern konnte.  

Black Motions: Sechs stolze Friesen in der Quadrille begeisterten das Publikum. Foto: Aileen Hügging / Kleinefeinefotowelt / RV Hebborner Hof

Viel Applaus bei der Sport- und Shownacht

Die Sport- und Shownacht unter Flutlicht aber war einmal mehr der Höhepunkt der Dressurtage auf dem Hebborner Hof, wo der Reiterverein zum 30. Mal Gastgeber der Bergisch Classics sein durfte. Bis auf den letzten Platz füllten sich die Zuschauerbereiche unter den weißen Pagodenzeltdächern schon am frühen Samstagabend.

Dancing Horses: Emilia Schlotterbeck demonstrierte mit ihren Pferden Dressur in völliger Freiheit. Foto: Annika Blömer Fotografie/RV Hebborner Hof

Riesen Applaus gab es für Emilia Schlotterbeck und ihre „Dancing Horses“, die sie mit einer Freiheitsdressur ganz ohne Sattel präsentierte. Harmonie in der Bewegung lieferten auch die sechs stolzen Friesen, vorgestellt mit einer Quadrille von der Reitergruppe Black Motions aus Dormagen. 

Die Turnierleiter Peter Lautz und Matthias Beggerow zogen nach drei Tagen zufrieden Bilanz und dankten vor allem den Sponsoren und ehrenamtlichen Helfern, ohne die ein Turnier dieser Größenordnung gar nicht möglich wäre: Die Bergisch Classics seien wieder ein Fest des Pferdesports, das Jahr für Jahr mit hohem Niveau glänzen könne – mit mehr als 20 Dressurprüfungen von E wie Einsteiger bis zum Grand Prix in der schweren Klasse.   

Springtage folgen am nächsten Wochenende

Schon ab Donnerstag geht es weiter auf dem Hebborner Hof mit den Springtagen im Rahmen der Bergisch Classics: Vier Tage lang dreht sich dann sportlich alles um die Springreiterei.

Der Nachwuchs im und unter dem Sattel tritt zuerst an, zuletzt messen sich die Besten beim Großen Preis von Bergisch Gladbach, dem Sonja-Kill-Gedächtnisspringen. Die Veranstalter freuen sich, Teilnehmern und Zuschauern für spannende Wettbewerbe vom 21. bis 24. August beste Bedingungen bieten zu können.

Journalistin, Zeitungsredakteurin, Pressewart für den Reiterverein Hebborner Hof e.V.

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