Hendrik Dowe und Askala NRW setzen zum Sprung über den Wassergraben an. Fotos: Alex Scherer/Lightwork Photography

Beim Springturnier der Bergisch Classics hat das Publikum spannende Wettbewerbe auf dem Hebborner Hof gefeiert. Hendrik Dowe war mit drei Pferden angereist, eines hatte die Nase weit vorn. Einige der Kreismeisterinnen kommen aus den eigenen Reihen des Reitvereins Hebborner Hof.  

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Reitvereins Hebborner Hof

Für Hendrik Dowe war es diesmal ein Auftritt nach Maß. Drei Pferde brachte er mit zum Großen Preis von Bergisch Gladbach, eines hatte die Nase ganz weit vorn. Der Springreiter aus dem Westmünsterland setzte sich beim Höhepunkt der Bergisch Classics  schon im ersten Umlauf an die Spitze des Starterfelds, das mit 48 Teilnehmern in den S**-Parcours ging.

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Die  Stangen werden dabei auf 1,45 Meter Höhe gelegt, keine leichte Aufgabe also. Aber Dowes erst acht Jahre alte Erfolgsstute Askala NRW meisterte die Hürden in einer makellosen Runde und in Bestzeit.

Für den Großen Preis, das Sonja-Kill-Gedächtnisspringen am Sonntagnachmittag, hatte sich Dowe viel vorgenommen. Schon bei einer Springprüfung  der Klasse S* am Mittag hatten sich der 35-Jährige und die Stute im Besitz der Odenthaler Westfalenzucht-Förderer Ursula und Joachim Rosendahl mit einem Null-Fehlerritt auf Rang zwei platziert – gleich hinter Thomas Kuck vom RV Laurensberg aus Aachen.

Doppelnull-Erfolg für Dowe, der für den Zucht-, Reit-  und Fahrverein Heiden antritt: Denn mit Dracon, siebenjähriger Westfalenhengst  und ebenfalls im Besitz der Familie Rosendahl, sicherte er sich  zudem noch Platz vier gleich hinter Cedric Wolf, dem diesjährigen Deutschen Vizemeister der Springreiter. So sah also Dowes Warmlaufen für den großen Auftritt aus. 

„Es war sehr anspruchsvoll heute, lange nicht geschenkt, sehr schnell im Stechen“, kommentierte er bei der Siegerehrung und lobte sein Pferd. Askala habe schon über die gesamte Saison einen super Job gemacht. In Hebborn mobilisierten Pferd und Reiter alle Reserven, ins Stechen hatten es zehn Paarungen geschafft: Am Ende meisterte die braune Westfalenstute auch dort nicht nur sprunggewaltig und fehlerfrei den Parcours, sondern ließ in rasantem Tempo auch die nachfolgende Konkurrenz hinter sich.

Dowe verwies damit  Sören Suppert im Sattel des Holsteiners Can Tici auf Platz zwei, gefolgt von Franziska Müller, Rheinische U25-Meisterin aus Hückeswagen, die gleich zwei ihrer Schützlinge auf die Plätze drei und vier reiten konnte.

Vereins-Amazone Anna Maxi Althoff, gerade erst für ihre Erfolge im Sattel mit dem Goldenen Reitabzeichen geehrt, verlor wertvolle Sekunden, als ihr Enzo am Steilsprung vor den Zuschauerrängen ins Stocken geriet, und musste danach Fehlerpunkte wegen Überschreitung der Zeit hinnehmen.  

Rotröcke bei der Sport- und Shownight mit dem Besuch der Rheinlandmeute. Foto: Alex Scherer/Lightwork Photography

Nicht selbstverständlich sei es, ein so hochklassiges Turnier wie dieses über zwei lange Wochenenden auf nationaler Ebene auf die Beine zu stellen, sagte Hendrik Dowe nach der Jagd durch den Parcours und richtete einen Dank ans Publikum: „Hier trifft man auf ein volles Haus und tolle Stimmung.“

Diese Atmosphäre wissen viele zu schätzen: Reiter aus dem Rheinland und ganz NRW zeigten sich begeistert über beste Rahmenbedingungen. Bei mehr als 20 Prüfungen in allen Leistungsklassen ging es um Schleifen und Platzierungen. „Das Feedback unter den Teilnehmern ist ausgesprochen positiv“, freute sich auch Vereinschef und Turnierleiter Matthias Beggerow.

Die Gastgeber vom Reiterverein Hebborner Hof sorgen an den Turniertagen mit mehr als hundert Helfern und Ehrenamtlichen für einen reibungslosen Ablauf. 

Foto: Alex Scherer/Lightwork Photography

In die Siegerlisten eintragen wollten sich bei ihrem Heimturnier natürlich auch die Aktiven aus den Reihen Reitervereins Hebborner Hof – allen voran Franziska Zimmermann, die in dieser Saison eine ganze Reihe von Nachwuchspferden vorstellt. Der Lokalmatadorin sicherte sich gleich mehrfach Platzierungen in Springpferdeprüfungen der Klassen A, L und M.

Alle Ergebnisse unter http://www.hebbornerhof.de

Auch Vereinskollegin Chiara Heider konnte  mit jüngeren Schützlingen unterm Sattel punkten.

Die jeweils ersten Plätze schafften in Springprüfungen der Klasse L Lisa Marie Müller mit Flinstone, in der Klasse M* Allison Rehbronn mit Ixelle ma Bell sowie Sabine Keßler mit Bimm Balou K.

Die Sieger der Kreismeisterschaften des Reiterverbands Bergisch Land. Foto: Alex Scherer/Lightwork Photography

Eine Nullrunde legte Chantal Hebbel-Schneider im Sattel von Hauts Insurance in der S*-Klasse zurück – die dazugehörige Zeit reichte für Platz zwei. Lisa Marie Müller und Sabine Keßler holten mit ihren Erfolgen auch den Titel  der Kreismeisterin ihrer Leistungsklasse.

In der Mannschaftswertung konnte das Team Lisa Marie Müller, Zoe Welling, Mara Wißkirchen und Paula Erdmenger jedoch die Amazonen vom RST Leichlingen-Witzhelden nicht von Rang eins verdrängen.

Der stellvertretende Vorsitzende des Kreisreiterverbands Bergisch Land Norbert Sandrock  gratulierte den Siegern. Von den Turniermachern auf dem Hebborner Hof könne man sich einiges abgucken, meinte Sandrock mit Blick aufs  kommende Jahr. Dann werden die Meisterschaften in Witzhelden ausgetragen. 

Journalistin, Zeitungsredakteurin, Pressewart für den Reiterverein Hebborner Hof e.V.

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