Der Belgier Marc Boes war an diesem Wochenende nicht zu schlagen: Auf Union Jack holte er den Großen Preis von Bergisch Gladbach. Foto: Alex Scherer / Lightwork Photography

Der belgische Nationenpreisreiter Marc Boes aus Korschenbroich war an diesem Wochenende einfach unschlagbar. Die Bergisch Classics erlebten zum 30-Jährigen einen Zuschauer-Run.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Reitvereins Hebborner Hof

Glanzvoll ging es zu am Finaltag der Bergisch Classics auf dem Hebborner Hof und nach vier Tagen hochklassigem Reitsport. Die Sonne schien pünktlich zum ersten Durchlauf beim Großen Preis von Bergisch Gladbach, dem Sonja-Kill-Gedächtnisspringen, vom wolkenlosen Himmel auf den Turnierplatz – Petrus meinte es im 30. Austragungsjahr der Bergisch Classics ganz besonders gut mit den Reiterinnen und Reitern beim RV Hebborner Hof.

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14 Paarungen kamen ohne Abwürfe aus dem ersten Durchlauf ins Stechen, doch der Zeitschnellste der ersten Runde blieb am Ende auch der Sieger der Gesamtwertung: Marc Boes ließ sich an diesem Sonntag die Führung nicht mehr aus der Hand nehmen und schlug nicht nur die Konkurrenz, sondern auch sich selbst.

Ehrenrunde für den Doppelsieger: Marc Boes sicherte sich vor der Konkurrenz die Plätze eins und zwei beim Sonja-Kill-Gedächtnisspringen c/o Alex Scherer/Lightwork Photography

Auf Union Jack, einem erst acht Jahre alten Westfalen-Hengst, eilte der belgische Nationenpreisreiter aus Korschenbroich am Niederrhein fehlerfrei durch den Parcours zum Sieg. Und als wäre die Erstplatzierung nicht schon Erfolg genug, sicherte sich der 62 Jahre alte Springveteran im Sattel seiner Stute Jacoba Stud Imosa auch noch Rang zwei mit nur wenigen hundertstel Sekunden Rückstand und ebenfalls ohne Fehler – dafür mit mehr als fünf Sekunden Vorsprung vor den Verfolgern dieses Stechens.

Keine Chance für Hendrik Dowe: Der Vorjahressieger kassierte mit zwei seiner Nachwuchspferde je vier Strafpunkte und musste sich am Ende mit Rang fünf hinter dem Drittplatzierten Sascha Schreinemacher vom RV Gut Eichhof und Thomas Kuck (Platz vier) vom RV Laurensberg, dem Sieger von 2022, geschlagen geben.

Die beiden Amazonen des gastgebenden RV Hebborner Hof, Anna Maxi Althoff und Chantal Hebbel, erwischten beide nicht den richtigen Tag und mussten im anspruchsvollen S**-Parcours schon in der ersten Runde aufgeben.

Champion Marc Boes gehört im Übrigen als Teilnehmer seit langem zur sportlichen Stammbesetzung bei den Springwettbewerben der Bergisch Classics und zeigte sich dieses Jahr auch in anderen Prüfungen in Bestform. Nach seinem gelungenen Doppelsieg sparte er nicht mit Lob für die Veranstalter: „Von Turnieren wie diesem gibt es vielleicht zwei Handvoll in Deutschland“, sagte Boes über die Bergisch Classics. „Die Bedingungen sind einfach unglaublich, ein Rundum-Top-Turnier.“

Sprach’s, und wirbelte im Galopp noch zweimal zur Ehrenrunde rings um den Parcours, begleitet vom Klatschmarsch der vielen hundert Reitsportbegeisterten im Publikum – die Zuschauerränge waren bis auf den letzten Platz besetzt.

„Die Bergisch Classics sind einmal mehr ein Fest des Pferdesports, das in seiner Tradition und seinem hohen Niveau großartig ist“, sagte Schirmherr Wolfgang Bosbach.

Turnierleiter Peter Lautz, Matthias Beggerow (v. l.) und Schirmherr Wolfgang Bosbach feierten mit dem Publikum 30 Jahre Bergisch Classics. Foto: Katrin Voss

Turnierleiter Matthias Beggerow hat als Vereinschef beim Reiterverein Hebborner Hof die Entwicklung des Turniers von den Anfängen auf der grünen Wiese bis zum Großsportereignis mit internationaler Beteiligung von Beginn an begleitet. „Unser Ziel war es, immer anspruchsvoller und besser zu werden“, sagte er bei einem Blick zurück auf 30 Jahre Turniergeschichte.

Dass die Turniertage auf dem Hebborner Hof längst ein Klassiker im Reitsportkalender von NRW geworden sind, daran hätten Beggerow und sein Organisationsteam unermüdlich mitgewirkt, hob Peter Lautz hervor, Vizepräsident des Pferdesportverbandes Rheinland und Hausherr auf dem Hebborner Hof.   

Zufrieden können die Aktiven vom gastgebenden Reiterverein auch mit den Ergebnissen ihrer eigenen Reiterinnen sein, denen zahlreiche Platzierungen bis in die schwere Klasse glückten. Allen voran Franziska Zimmermann, Ausbilderin und Trainerin auf dem Hebborner Hof, die mit Nachwuchspferden in den Springpferdeprüfungen der Klassen A, L und M nicht weniger als sechs Platzierungen nach Hause reiten konnte.  

Journalistin, Zeitungsredakteurin, Pressewart für den Reiterverein Hebborner Hof e.V.

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