Vor dem Rathaus wird die Laurentiusstraße erneuert. Foto: Redaktion

Es sieht aus wie eine Bannmeile rund um das Rathaus, es sind jedoch nur die Absperrungen für den Umbau der Laurentiusstraße: Seit diesem Montag ist der innerstädtische Schleichweg gesperrt, das Parkhaus am Marien-Krankenhaus nur über einen langen Umweg zu erreichen.

Absperrbaken, soweit das Auge reicht. Das Rathaus ist weiträumig umstellt, zum Wirtshaus am Bock und der angrenzenden Boutique führen sauber abgezäunte Wege, die Straße weiter hinauf ist ausgestorben. Seit Montag ist die Laurentiusstraße für die seit langem geplante Sanierung und Umgestaltung vom Marktplatz bis zur Einfahrt ins MKH-Parkhaus gesperrt.

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Damit ist auch die innerstädtische Verbindung von der Paffrather Straße zur Odenthaler Straße gekappt. Oben an der Kreuzung der Paffrather Straße / Stationsstraße steht eine dezente Bake und ein Hinweisschild, dass man hier in eine Sackgasse hineinfährt.

Unten am Marktplatz dürfen nur noch die Busse und Taxen über die Busspur zum Turbokreisel rausfahren. Die Autofahrer:innen, die den Hinweis ignoriert hatten, müssen vor der Absperrung am Charly-Vollmann-Platz auf der Straße drehen, für größere Fahrzeuge wird es eng. Einige der Verirrten biegen dann rechts in die Dr.-Robert-Koch-Straße ein und geraten in die nächste Sackgasse.

Die Sperrung der Laurentiusstraße ist zwar in den Navigationssystem zum Teil bereits berücksichtigt, manche führen offenbar dennoch mitten in die Baustelle hinein.

Wer ins Parkhaus des Marien-Krankenhauses will, erreicht das nicht über die Dr.-Robert-Koch-Straße, sondern nur über einen langen Umweg. Wer etwa von der Paffrather Straße kommt, muss über die Stationsstraße zum Driescher Kreisel, über die Gohrsmühle und den Turbokreisel zur Hauptstraße, in die Odenthaler Straße und über die enge Straße Im Broich zur Laurentiusstraße.

Daher sollte die Sperrung weiträumig umfahren werden, von Nord-Westen kommend am besten über die Straße Am Stadion und dann durch den Stadttunnel.

Auch der Schleichweg über den Buchmühlen-Parkplatz ist gesperrt; wer das unauffällige Sackgassen-Schild an der Kreuzung zur Hauptstraße verpasst und an der Buchmühle vorbei Richtung Laurentiusstraße fährt, landet auf dem sehr engen Straßenstück vor der Absperrung und muss wenden.

Hintergrund der Umleitungen ist die seit langem geplante und nach wie vor hoch umstrittene Umgestaltung der Laurentiusstraße. Nachdem Ideen für eine Fahrradstraße geplatzt waren, soll die Straße jetzt vor allem Fußgänger-freundlicher gestaltet werden, zu Lasten der Stellplätze für Autos.

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Die Bauarbeiten schreiten in drei Abschnitte bergan, insgesamt wird mit einer Dauer von knapp einem Jahr gerechnet.

Die Bauabschnitte im Detail

Abschnitt 1: Konrad-Adenauer-Platz bis zur Zufahrt Parkhaus (voraussichtlich bis Februar 2026)

Abschnitt 2: Zufahrt Parkhaus bis Am Broich

Abschnitt 3: Am Broich bis Ecke Odenthaler Straße

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Hallo Thomas, hallo Schildgen,
    für mich ist es nicht so wirklich selbstverständlich, dass dort die Polizei zuständig ist. Es handelt sich nach meinem Wissensstand um Privatgelände des MKH.

    1. Das kommt wohl drauf an, wo die dann stehen. Meistens an der Nr.16a, da wäre ich mir nicht sicher, ob das Privatgelände ist.

      1. Sie haben jedoch eben vom fließenden Verkehr (für den die Polizei verantwortlich ist) geschrieben. Nun schreiben Sie wieder von stehenden Fahrzeugen (für die dann die Stadt zuständig ist). Und der Bereich vor dem Haus Dr.-Robert-Koch-Straße 16a ist nach meinem Wissensstand auch im Privateigentum.

  2. Thema Schleichweg: Seit die Laurentiusstraße zu ist, wird völlig ungeniert am Marienkrankenhaus vorbei gefahren und das Durchfahrverbot ignoriert. Getreu dem Motto, wenn ich meine normale Strecke nicht fahren kann, dann darf ich auch Verbote ignorieren.
    Gerade wenn dann gleichzeitig Fahrzeuge von oben und unten kommen steht man erstmal blöd da, rangiert rum UND blockiert dabei die Zufahrt für die Rettungswagen. Mal ganz zu schweigen von den Fußgängern, die am Eingang zum Krankenhaus und am oben an den Parkplätzen kreuzen müssen…
    Könnte man gerne mal kontrollieren und ein paar mahnende Worte sprechen, ist schließlich ein Krankenhaus.

      1. Ab und an steht ja mal die Polizei dort und hält dann die entsprechenden Leute an. Aber wahrscheinlich Fachkräftemangel….

      2. Für den fließenden Verkehr wäre “man” wohl die Polizei. Dachte, das wäre aus dem Kontext klar… natürlich nicht das Bürgerportal oder das Krankenhaus.

  3. Guten Abend,
    Ich weiß es wird vermutlich wenige interessieren oder gar etwas ändern wollen, aber das Sackgassen Schild in Höhe der Spielhalle bringt nichts! Es kommen alle paar Minuten Autos die Buchmühle Straße hoch und müssen mühsam wenden, zum Teil in einem Haushinterhof. Gut, ist lustig anzusehen, aber bin trotzdem dafür hier eine andere Lösung für die Beschilderung zu finden.. wir sind ja gerade erst am Anfang.

    1. Das hatten wir gestern nicht nur berichtet, sondern auch die Stadtverwaltung dazu befragt. Bislang ohne Antwort.

  4. Prima, dass es endlich losgeht!
    Wir hätten uns ein paar Jahre erbitterter Diskussionen sparen können, aber manchmal nimmt man halt nicht den einfachen, geraden Weg. Am Ende zählt das Ergebnis: mehr Platz und Aufenthaltsqualität für Fußgänger, bessere Bedingungen für Geschäfte und Cafés. Die ‘untere’ Paffrather Straße wird ebenfalls in Kürze umgestaltet – dann fehlt eigentlich nur noch die untere Hauptstraße, um die Ausweitung und Aufwertung der Innenstadt komplett zu machen.

  5. Gestern abend wurde im Fernsehen darüber berichtet, dass unsere Laurentiusstraße nun eine “Wohlfühlstraße” werden soll. Das hat bei mir einen außerordentlichen Heiterkeitsanfall ausgelöst. Da hat man sich aber jetzt etwas richtig Gutes für unser Stadtbild einfallen lassen. Für den ganzen Aufwand und die Kosten kann der steuerzahlende Bürger dann nach Abschluss der aufwendigen Arbeiten zu Fuß zum Tätowierer und in die Shisha-Bar schlendern. Das ist wirklich toll !!!

    1. “Für den ganzen Aufwand und die Kosten kann der steuerzahlende Bürger” Verstehe ich jetzt nicht. Werden/wurden bisher nicht immer gerne mit immensen Steuermitteln die Fahrbahnen und nebenbei die Fußgängerwege (für diejenigen, die, aus welchen Gründen auch immer, keinen PKW besitzen) saniert?

      Ganz zu schweigen, von den Steuermitteln, die turnusmäßig und ohne Verstand in die immer hässlicher werdende Fußgängerzone mit links und rechts Bankfilialen, Billigbekleidung-Shops, Telekommunikations-Anbietern verpulvert wurden.

      Lach- oder Heiterkeitsanfälle sollen übrigens sehr förderlich für die Gesundheit sein!

      1. Ach Ulla, da geht es doch gar nicht drum. Aber zum Zwecke der Transparenz von Seiten der Verwaltung einfach mal einen Kostenvergleich zwischen diesem Gesamtumbau und einer normalen Sanierung zu benennen, wäre doch sicherlich mal in dieser Sache sehr erhellend gewesen. Zum Vergleich ziehen Sie heran, dass bei der notwendigen Sanierung der Fußgängerzone schlampig gearbeitet wurde. Dieser hinkt doch, nicht wahr?

      2. “Kostenvergleich zwischen diesem Gesamtumbau und einer normalen Sanierung”
        Um einen seriösen “Kostenvergleich” dieser Straßensanierung mit einer früheren Straßensanierung (zuzüglich der Preissteigerungsrate wg. zwischenzeitlich gestiegenen Lohn- und Materialkosten u.a.) hinzubekommen, muss man m. E. das Projekt erst einmal fertiggestellt, also endabgerechnet haben.
        Und das “schlampig gearbeitet” wurde habe ich auch nicht behauptet.
        Die Arbeiten wurden perfekt ausgeführt, genau so, wie man sie bestellt hat.

      3. Die Verwaltung hatte im Prozess mehrfach daraufhingewiesen, dass ein solcher Vergleich keinen Sinn macht, aus zwei Gründen:

        Auch bei einer „normalen Sanierung“ müssen die neuen Regeln eingehalten werden, was Mindestbreiten von Gehwegen, Barrierefreiheit, Kennzeichnung von Dooring-Zonen etc. angeht.

        Zudem soll ein erheblicher Teil der Kosten durch eine Förderung des Landes übernommen werden. Die würde bei einer weniger zukunftsfähigen Umgestaltung wegfallen.

      4. Der Vergleich hätte schon einen Sinn. Wenn man bei einer Entscheidung zwischen Sanierung und Umbau die in beiden Fällen durch identische notwendige Maßnahmen entstehenden Kosten abzieht, dann hat man die Mehrkosten der teureren Maßnahme. Natürlich zunächst nur kalkulatorisch, aber das ist ja ohnehin die Basis, auf der Investitionsentscheidungen getroffen werden. Interessant wäre es in jedem Fall und möglicherweise wäre aus der Kostendiskussion damit die Luft raus.

      5. Auch bei einer „normalen Sanierung“ müssen die neuen Regeln eingehalten werden, was Mindestbreiten von Gehwegen, Barrierefreiheit, Kennzeichnung von Dooring-Zonen etc. angeht.
        Das ist nicht richtig. Bitte prüfen Sie exakter!

      6. Diese Aussage hat die Stadtverwaltung wiederholt vorgetragen, mit Blick auf Laurentiusstraße und Altenberger-Dom-Straße – und ist bislang nicht bezweifelt worden. Wenn Sie andere Informationen haben geben Sie uns gerne konkrete Hinweise, dann gehen wir dem nach.