An der Kreuzung der Schlebuscher Straße geht es ab Montag nur rechts ab. Wer aus Odenthal in Richtung Ortsmitte Schildgen, Köln oder Gladbach fahren will, soll die Umleitung über Schlebusch nehmen. Foto: Stadt GL

Mit drei Wochen Verzögerung wird die Altenberger-Dom-Straße nun doch zur Einbahnstraße: ab Montag wird eine Fahrspur für die Sanierung gesperrt, der Verkehr aus Odenthal in Richtung Ortszentrum weiträumig über Leverkusen umgeleitet. Ob und wie der Schleichverkehr aus den Wohngebieten in Nittum herausgehalten werden soll, ist nach wie vor nicht bekannt.

Update: Sehr spät am Freitagabend hat die Stadt dann Antworten geliefert, hier finden Sie den aktuellen Stand.

Update: Bis Freitagabend haben wir von der Stadtverwaltung keine eindeutige Antwort zum Start der Maßnahme erhalten; ebensowenig über die Regelung für die Anwohnerstraßen. Nach Angaben für betroffene stehen an der Kreuzung Schlebuscher Straße/Nittumer Weg Einbahnstraßen-Schilder bereit. Laut Stadt will die Baufirma erst in der kommenden Woche bei einer Baustellenbesprechung einen Bauzeiten- und -ablaufplan vorlegen.

Die Hauptverkehrsader durch Schildgen, die Altenberger-Dom-Straße, wird ab Montag für voraussichtlich rund neun Monate in Fahrtrichtung Süden gesperrt. Eine Nachricht, die die Stadt Bergisch Gladbach ohne weiter Ankündigung auf einer verborgenen Seite der städtischen Homepage knapp verkündet:

„Ab dem 09.02.2026 werden die Arbeiten unter Einbahnstraßenregelung in Fahrtrichtung Odenthal fortgeführt. Die Umleitung des Individualverkehrs wird über Leverkusen geführt und entsprechend ausgewiesen. Der Linienverkehr sowie der Radverkehr werden über den Nittumer Weg und Zehnweg umgeleitet.“

Notwendig wird diese Regelung, weil die Altenberger-Dom-Straße zunächst im nördlichen Abschnitt zwischen Leverkusener Straße und Schlebuscher Straße saniert wird.

Warum und was gebaut wird

Ziel der Baumaßnahme ist nach Angaben der Stadt, die grundlegende Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur sowie die Verbesserung der Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit im Abschnitt zwischen Leverkusener Straße bis zur Schlebuscher Straße.

Im Rahmen des Projekts seien unter anderem folgende Arbeiten vorgesehen:

  • Parkstreifen: Anpassung und Erneuerung der Beläge einschließlich erforderlicher Tragschichten, Anpassung an moderne straßenbautechnische Anforderungen, auch um sogenannte Dooring-Unfälle zu vermeiden helfen
  • Erweiterung des Straßenbegleitgrüns als Beitrag zur Klimaanpassung
  • Fahrbahn: Erneuerung der Asphaltdecke sowie – falls technisch notwendig – des gesamten Straßenaufbaus. Verwendung einer helleren Deckschicht, um weniger Hitzebildung im Sommer zu erzielen
  • Geh- und Radwege: Neubau bzw. Erweiterung mit Pflasterbelägen und einem taktilen Leitsystem für eine höhere Barrierefreiheit und mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer.

Die Sperrung war eigentlich schon für Anfang Januar geplant, war dann aber kurzfristig aufgeschoben worden – weil Protest der Bewohner:innen benachbarter Wohnviertel laut geworden war.

Sie hatten drauf hingewiesen, dass diese weiträumige Umleitung unweigerlich dazu führen würde, dass der Autoverkehr Abkürzungen über die Nittumer Straße und den Zehntweg nehmen und die ohnehin schon stark belasteten Anwohnerstraßen blockieren werde.

Daher war die Sperrung zunächst zurückgestellt und zunächst nur im Bereich des südlichen Gehwegs gearbeitet worden (mit eigenen Problemen). Die Zeit, hatte die Stadtverwaltung angekündigt, solle genutzt werden,  um ein Konzept zu erarbeiten, wie der Umleitungsverkehr durch den Nittumer Weg und Zehntweg verhindert werden kann.

Ob es ein solches Konzept gibt und wie es aussieht, ist bislang nicht bekannt. Auf entsprechende Fragen des Bürgerportals von Donnerstagvormittag reagierte die Stadtverwaltung bislang nicht.

Der Hinweis in der knappen Mitteilung auf der Website, der Linienverkehr werde über den Nittumer Weg und Zehnweg umgeleitet, deutet jedoch darauf hin, dass es keine technischen Barrieren sondern allenfalls Schilder mit einem Durchfahrtverbot geben wird.

Erneut weisen Betroffene drauf hin, dass die neue Regelung für eine Entfernung von rund 400 Metern eine Umleitung von fast acht Kilometern vorsieht. Daher sei absehbar, dass jede mögliche Abkürzung genutzt werde.

Bei der letzten Anpassung der Pläne hatte die Stadtverwaltung um Verständnis für die Planänderungen geworben, sich für die Geduld der Bürger:innen bedankt und eine frühzeitige Information angekündigt.

Zur Sache: Die Wupsi informiert detailliert und konkret

09.02.2026, Betriebsbeginn bis vsl. Sommer 2026

Aufgrund einer Baumaßnahme im Bereich der Altenberger-Dom-Str. in Berg. Gladbach-Schildgen müssen die Linien 222, 434, N42 und E227 ab dem 09.02.2026, Betriebsbeginn bis vsl. Sommer 2026 in Fahrtrichtung Berg. Gladbach (Linie 222, N42, E227) bzw. Köln (Linie 434) umgeleitet werden.

Linie 222 Richtung Berg. Gladbach:
Die Linie wird in Richtung Berg. Gladbach zwischen der (H) „Hummelsheim” und (H) „Schildgen Kirche” umgeleitet. Die (H) „Rothbroicher Str.” und „Brahmsstr.” entfallen. Stattdessen werden die Ersatzhaltestellen “Humperdinckstr.” (auf dem Nittumer Weg) und “Wagnerstr.” (auf dem Zehntweg) angefahren.
Baustellenfahrplan Linie 222 (Umleitung Schildgen gültig ab 09.02.2026, Umleitung Schlebusch bereits vorher gültig)

Linie 434 Richtung Köln-Mülheim und N42 Richtung Berg. Gladbach:
Die Linien werden in Richtung Köln-Mülheim (434) bzw. Berg. Gladbach (N42) zwischen der (H) „Scharrenberg” und (H) „Schildgen Kirche” umgeleitet. Die (H) „Brahmsstr.” entfällt. Stattdessen werden die (H) „Rothbroicher Str.” sowie die Ersatzhaltestellen “Humperdinckstr.” (auf dem Nittumer Weg) und “Wagnerstr.” (auf dem Zehntweg) angefahren. 
Baustellenfahrplan Linie 434 (Umleitung Schildgen gültig ab 09.02.2026, Umleitung Köln-Dünnwald bereits vorher gültig)

Linie E227 Richtung Berg. Gladbach:
Die morgendliche Fahrt der Linie E227 (7:16 Uhr ab Rothbroicher Str.) startet für den Zeitraum der Baumaßnahme an der (H) Brahmsstr. (Fahrtrichtung Odenthal) und hält anschließend an der (H) Rothbroicher Str. (Fahrtrichtung Leverkusen). Anschließend werden die Ersatzhaltestellen “Humperdinckstr.” (auf dem Nittumer Weg) und “Wagnerstr.” (auf dem Zehntweg) angefahren, bevor die Linie ab der (H) “Schildgen Kirche” den regulären Linienweg aufnimmt.

Zum Hintergrund

Der Umbau dieses 2. Abschnitts zwischen Leverkusener und Schlebuscher Straße war 2022 gegen die Stimmen von CDU und AfD beschlossen worden, nachdem die Pläne mehrfach angepasst worden waren, um den Interessen des Rad- und Autoverkehrs gerecht zu werden.

Noch deutlich heftiger umstritten war der 1. Abschnitt zwischen Kempener und Leverkusener Straße, der Entwurf war im September 2025 mit den Stimmen von Grünen, SPD, FWG und AfD beschlossen worden. Im aktuellen Straßenbauprogramm der Stadt, das bis Ende 2027 reicht, ist diese Maßnahme nicht enthalten.

Die Deckensanierung der Leverkusener Straße ist für dieses Jahr geplant.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

29

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Die Katze ist aus dem Sack… An der Einmündung Schlebuscher Str./Nittumer Weg stehen nun Einbahnstraßen-Schilder. Frei sind Linienverkehr und Fahrräder. Man darf nicht mehr von der Schlebuscher in den Nittumer. Heißt: Um als Anwohner (wie bei mir die Duisbergstr.) nach Hause zu kommen, muss ich nun 6,5 km Umweg fahren. Vielen Dank für Nichts. Wie kann man uns Anwohner so gängeln?

    Da ist es ja fast einfacher über Kalmünten zu fahren, um dann von der Voiswinkeler zu kommen…. Aber das dürften unsere Nachbarn in Kalmünten auch nur so lala finden ;-)

    1. Ich fühle mich als Anwohner nicht gegängelt. Nachvollziehbare Regelung und ich werde mich damit für den Zeitraum der Baumaßnahme arrangieren können. Ohne Schmerzen geht es eben nicht.

      Vielleicht kann das ja sogar so bleiben. Würden endlich den nervigen Durchgangs-Schleichverkehr in dieser Richtung durch den Nittumer Weg unterbinden.

      1. Des einen Freud des anderen Leid, könnte man meinen. Hier rücken Freud und Leid aber noch ein bisschen enger zusammen, wenn Anwohner den Durchgangsverkehr einerseits verhindern möchten andererseits von den damit einhergehenden Durchfahrtsverboten betroffen sind. Das St. Floriansprinzip funktioniert in diesem Fall nicht mehr so richtig. Vielleicht wäre es daher besser, einmal über den eigenen Tellerrand zu schauen und die mit dem Gezanke darüber, wer durch welche Straßen fahren soll oder darf, verschwendete Energie in Überlegungen zu einem sinnvollen, möglichst vielen Bürgern gerecht werdenden Konzept zu stecken.

      2. @Elena – bin nicht sicher worauf Sie hinauswollen. Ich habe kein Problem mit der geplanten Umleitung. Wie gesagt: Die “Schmerzen” kann ich aushalten.

        Das generelle Konzept für den Durchgangsverkehr aber liegt in der Nutzung einer doppelt klassifizierten Landesstraße, die nach der Sanierung für alle Verkehrsarten deutlich bessere Konditionen bietet als heute:

        Die Altenberger-Dom-Str. – und ganz bestimmt nicht eine relativ schmale Tempo 30 Wohnstraße mit alternierenden Parktaschen, enger Bebauung und demnächst einem anliegenden Kindergarten.

        Florian oder Tellerrand spielen dabei keine Rolle.

  2. Das stimmt der Zehntweg hat schon viele Löcher . Auch für mich als Radfahrerin schon eine Herausforderung . Aber auch der Nittumer Weg hat schon sehr gelitten durch den ganzen Verkehr der die Abkürzung nimmt . Die Busse werden dort keine Freude haben durchzufahren, weil die Autofahrer weiterhin durchdüsen und Stau verursachen werden von allen Seiten.

    Und wenn ich bedenke, dass die Baustelle mit dem Kindergarten am Nittumer Weg auch weitergeht, dann gute Nacht. Mein Mann und ich haben schon so manches mal gedacht, dass es besser wäre, wenn der Nittumer Weg beruhigt werden sollte und nur für Anlieger frei, weil es ist oft eine Zumutung wenn Lkws und die ganzen Autos durchrattern.

    Besonders wird es eine noch größere Zumutung, wenn dann der Kidergarten fertiggestellt ist und die ganzen Mamis mit den Autos keine Parkmöglichkeiten haben um die Kinder abzugeben. Also alles gut durchdacht dann kann man den Zehnt – und Nittumer Weg nach dem Altenberger Dom Strassen Projekt auch in Angriff zur Reparatur .

    1. Die Anwohner vom Nittumer Weg regen sich über den Verkehr in ihrer Straße auf, dazu kann ich nur sagen, dass ich im letzten Abschnitt vom Hoppersheider Weg in der verkehrsberuhigten Zone wohne. Es kommt hier permanent vor, dass diese Straße als Abkürzung genutzt wird um von der Leverkusener Straße zur Altenberger-Dom-Str. Richtung Dünnwald zu fahren, um nicht durchs Dorf fahren zu müssen. Ganz besonders merkt man das, wenn auf der Leverkusener Straße Baustellen sind, wie zuletzt erst. Spielen können die Kinder schon lange nicht mehr auf der sogenannten Spielstraße, weil sich auch nie an die Schrittgeschwindigkeit gehalten wird. Das interessiert jedoch niemanden. Es gibt auch keine Ausweisung dass sie nur für Anlieger ist.

      1. Kinder auf Spielstraßen – das ist ja fast so zeitgemäß wie Telefonzellen oder Wählscheibentelefone. Auch die auf Gehsteigen drapierten Bobby Cars aus den 70ern sollen wohl suggerieren, dass hier gespielt wird, aber in Wirklichkeit sind sie eher Deko für Autofahrer auf der Abkürzungsroute. Schrittgeschwindigkeit? Offenbar ein Mythos. Eine „Spielstraße“ ist heute nur noch ein hübsches Wort fürs Navi – klingt nett, meint aber Durchgangsverkehr mit Kindermotiv.

  3. Vielleicht sollte man vorab die zahlreichen Schlaglöcher im Zehntweg reparieren, bevor man die Linienbusse da durchfahren lässt. Schon jetzt muss man an einigen Stellen Slalom fahren um sich nicht irgendetwas am Auto zu beschädigen. Und ich glaube nicht, dass sich die Mehrheit der Autofahrer an Verbotsschilder halten wird. Die werden weiterhin munter durch den Nittumer und Zehntweg fahren. Wer soll das denn auch 24/7 kontrollieren?????

  4. Auch jetzt wirkt das Vorgehen der Verwaltung wieder planlos. Dass in der Ankündigung der Verwaltung auf der Homepage zunächst der 9.2.2025 als Beginn der Einbahnführung erwähnt wurde, ist nur eine Petitesse, passt aber ins Bild. Die Arbeiter vor Ort, der Bürgerverein musste einen der Smileys plötzlich innerhalb Stundenfrist abbauen, meinten, so eine Chaosbaustelle hätten sie selten gehabt. Es bestätigt sich mir genau das Bild, welches sich seit Beginn der Planungen zeigt. Die Folgen für unseren Ort sind in keinster Weise seriös ermittelt worden. Ob hier beispielsweise die Finanzierung dieses Bauabschnittes sattelfest steht, ist meines Wissens nach, zumindest nach außen, nicht kommuniziert. Ich kann mich nur erinnern, dass der Verwaltung Fehler bei der Fördermittelbeantragung für diesen Abschnitt passiert sind. Aber das wird der Pressesprecher der Verwaltung, der hier oft mitkommentiert, sicher wissen.

    1. Die verantwortlichen Personen, die dieses Debakel hier im Ort produzieren, scheinen sich in keinerlei Hinsicht über mögliche Auswirkungen Gedanken gemacht zu haben. Hier wird offenbar unter großzügiger Ignoranz der Realität ein Projekt durchgezogen, ohne abschließende Planung. Das Ziel, im Herbst fertig zu sein, halte ich persönlich für realistisch, wenn man berücksichtigt, dass bislang keine Jahreszahl genannt wurde…

      Die Umgehungsstrassen (bspw. Nittumer Weg, Hoppersheider Weg, Zehntweg, Fahner Weg, Voiswinkeler Str., Kalmüntener Str.) sind ja nun jetzt bereits teilweise kritisch belastet bzw. werden als Rennstrecken genutzt… Und auch hier sehe ich eine Verantwortung bei den Beteiligten, dass die Verkehrssicherheit von Kita- und Schulkindern gewährleistet wird…

  5. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob man den schwarzen Peter immer den Straßen- oder Baustellenplanern der Stadtverwaltung unterschieben sollte. Bei der ADS handelt es sich um eine der Hauptverkehrachsen Bergisch Gladbachs mit einem hohen Verkehrsaufkommen. Der Vorschlag der Stadtverwaltung sah zunächst eine Sanierung im Bestand und somit eine deutlich schnellere und weniger eingreifende Maßnahme vor. Diese Idee wurde im Rat mit der Mehrheit von Grünen, SPD, FWG und FDP gekippt und auf Initiative der Radverbände die jetzige Variante durch diese Mehrheit durchgesetzt.

    https://in-gl.de/2022/11/23/eine-vierte-variante-fuer-altenberger-dom-strasse-schildgen-bergisch-gladbach/

    1. Da mag man Ihnen zustimmen, aber auch wenn die Verwaltung weniger invasive Umbauten vorgeschlagen hatte, aber die Rot/Grüne Ratsmehrheit mithilfe der Freien Wähler die ganz große Lösung beschlossen hat, entbindet das die Verwaltung nicht davon, verlässlich, vorausschauend und vorsichtig zu planen und nicht auf einmal festzustellen: Huch, da ist ja eine Schule; Huch, die Grundstücke gehören uns ja gar nicht; Huch, da ist es ja viel zu eng; ………

    2. Herzlichen Dank für diesen wichtigen Hinweis, den ich gerne mit der umfangreichsten und wichtigsten Maßnahmen – den durchgehend neuen breiten, barrierefreien und normgerechten westlichen Geh-/Radweg – ergänzen möchte:

      “Dem zweiten Teil (Hochbord bergauf prüfen) stimmte dann auch die CDU zu.”

      Über Ihre Schlussfolgerung in Bezug auf den “schwarzen Peter” hingegen kann ich nur noch schmunzeln.

    3. Wer ist eigentlich mit „Radverbände“ gemeint? Ich kenne nur den ADFC, dessen omnipräsentes Social Media Management auch hier auf InGl die Wortführerschaft der Maßnahmenbefürworter innehat. Provelo sind, so weit ich weiß, nur zwei/drei Personen. Gibt es da noch jemanden?

      1. “Maßnahmenbefürworter” “Gibt es da noch jemanden?”

        Nun ich finde schon, dass Sie bedenkenlos auch alle diejenigen “nicht organisierten”, die als Radwege-Befürworter auftreten bzw. die, die nicht lediglich aus rein ideologischen oder egoistischen Gründen Radwege-Gegner sind (wie Sie und Ihr Kleinst-Anwohner-Stadtteil-Verein z.B. ), beruhigt zu den Befürwortern dazuzählen dürfen/können.

        Ich persönlich, auch wenn ich sie womöglich nur selten nutzen werde, habe nichts gegen Radwege (warum auch?) sondern befürworte sie unbedingt.

      2. Liebe Frau oder Herr Ulla,
        Bei Ihnen gibt es nur schwarz oder weiß. Ich bin aus Überzeugung Mitglied des ADFC und habe erst einmal in meinem 62 jährigen Leben nicht grün gewählt. Mir werden hier ständig an den Haaren herbeigezogene Dinge unterstellt. Ich bin vor allem gegen den Wegfall der straßenbegleitenden Parkplätze und den Ersatz durch Radwege in unserem Ortszentrum. Ich finde, das darf man auch als Grünwähler und ADFC-Mitglied sein. Ich bin nämlich, von mir aus aus ideologischen Gründen, unbedingt für den Schutz und den Erhalt unseres Nahversorgungszentrums. Die Aggressivität, der ich hier bisweilen ausgesetzt bin, erschreckt mich.

      3. “Ich bin vor allem gegen ….” Gegen was denn noch???

        Jetzt wird mir auch langsam klar, warum so viele Straßen und Wege in Bergisch Gladbach (alle Stadtteile!) als in sehr schlechtem, abgenutzten oder heruntergekommenen Zustand bemängelt werden.
        Einen solchen Anwohner-Aufstand (Sie eingeschlossen), wie aktuell in Schildgen, fabriziert man tatsächlich nicht gerne, wenn man keine Wähler verlieren möchte.

        Eine wirklich unangenehme Situation/Arbeit. Und damit man die nicht selbst erledigen muss und selber an den Pranger gestellt wird, überlässt man sie dann doch lieber, bei Gelegenheit, dem politischen “Gegner” und stimmt dann auch mal, scheinbar halbherzig, oder nur ein “bisschen” dafür, häufiger mal gegen eine Straßenbau-Maßnahme.

        Und wenn man dann gleichzeitig auch noch in das empörte Geschrei der Anwohner mit einstimmt und auf die Stadtverwaltung mit einprügeln kann, ist alles perfekt.
        Macht man so verantwortungsvolle “Politik”???

      4. @Christoph Lehner
        “Die Aggressivität, der ich hier bisweilen ausgesetzt bin, erschreckt mich.”

        Nun sind Sie selbst – meiner bescheidenen Beobachtung nach – bisher auch nicht gerade dadurch aufgefallen, die Debatte in irgendeiner Form zu versachlichen.

      5. Liebe Frau oder Herr Ulla,
        Ich bin Bürger unserer Stadt, engagiere mich für diese ehrenamtlich und kann bei nichts in der Stadt mitabstimmen. Ich kann nur wählen gehen. Meine politische Heimat sind die Grünen. Und einen Aufstand oder Geschrei kann ich nicht feststellen.

      6. Thomas Boschen.
        Sie werden von mir keine persönlichen Angriffe gelesen haben. Hier im Kommentar auch noch alle Sachgründe episch auszubreiten, geht nicht. Daher gebe ich hier meine Meinung manchmal pointiert wieder. Ich selbst bin hier als krank, besessen, dumm etc. betitelt worden.

  6. Die Stadt Bergisch Gladbach hat also ein eigenes Darknet??? Interessant!

    “…Eine Nachricht, die die Stadt Bergisch Gladbach ohne weiter Ankündigung auf einer >>>verborgenen<<< Seite der städtischen Homepage…"

    Vielleicht sollte man mal an der Kommunikation arbeiten? Die Info über die Einrichtung eines Baustellenmanagements wurde damals groß kommuniziert: https://in-gl.de/2014/08/13/hoeller-uebernimmt-bergisch-gladbachs-haertesten-job/

    Wenn man sich das Datum anschaut, könnte man rückblickend glauben, dass es sich um einen Aprilscherz gehandelt hat:

    "Um die Baustellen im Stadtgebiet verkehrsgerechter zu koordinieren und unnötige Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmer zu vermeiden, ist zum 1. April 2014 eine neue Stabstelle im Fachbereich für Recht, Sicherheit und Ordnung der Stadt Bergisch Gladbach geschaffen worden."

  7. Jetzt mal ganz ehrlich, diese Anwohner und Anwohnerinnen sind so unangenehm! Das sind die Ersten die sich beschweren, dass die Stadt nichts saniert und modernisiert und jetzt setzt die Stadt die Planungen um mit Vorteilen für alle Verkehrsteilnehmer und es wird wieder genörgelt. Ich hoffe der Schleichverkehr nimmt absichtlich zu, nur damit diese Menschen merken, dass sie nicht das Zentrum der Welt sind.

    1. So ein Kommentar kann auch nur von jemandem kommen der selber noch nie von so einer Situation betroffen war und dann noch unter einem Pseudonym verstecken. Ich wohne zwar nicht in dieser Straße und mich ärgert diese Umleitung von ca 8km minimum 20 Minuten gegen 400m höchstens 5 Minuten auch. Aber die Anwohner verstehe sehr gut

  8. Als Anlieger der “alten” Musiker-Siedlung (Brahms-, Bruckner-, Haydn-, Bach- und Offenbachstraße) sollen wir nun ca. 9 Monate vom Ortskern abgetrennt werden. Wir haben nur diese eine Möglichkeit über die Altenberger Dom Straße zu unseren Häusern zu gelangen. Um nach Schildgen Mitte zu kommen, muss es für uns möglich bleiben, den Zehntweg und Nittumer Weg zu benutzen. Eine Umleitung über Schlebusch ist unzumutbar!

    1. Abgesehen davon, dass Sie innerhalb von wenigen Minuten zu Fuß in den Ortskern gelangen, ist doch im Artikel die Rede davon, dass es gerade keine technischen Barrieren geben wird. Wenn durch Schilder ein Durchfahrtverbot erteilt wird, können Sie davon ausgehen, dass dort ein “Anlieger frei” angebracht sein wird. Hier von “vom Ortskern abgeschnitten” zu sprechen, ist wohl eine Übertreibung.

      1. Das ist so nicht ganz richtig. Wenn Frau Becher mit dem Auto in den Ortskern von Schildgen möchte, was sie weder zu rechtfertigen, noch mit guten Argumenten zu begründen hat, dann ist gezwungen, die Umleitung über Schlebusch zu nehmen. Denn Anliegerin von Zehntweg und Nittumer Weg ist sie nicht.

      2. Ich denke von „Rennstrecke“ kann nicht die Rede sein, wenn sogar die Buslinien umgeleitet werden und alle anderen auch die Abkürzung nehmen, wird es einfach nur ein Stauchaos. Als Anwohner kann man froh sein wenn man überhaupt aus der Siedlung raus kommt, egal welche Richtung.

      3. Es gibt auch ältere Menschen in unserer Siedlung, die NICHT zu Fuß in den Ortskern gelangen können! Für diese Personen ist das ein sehr großer Einschnitt. Außerdem handelt es sich nicht um ein paar Tage, die zu überbrücken sind, sondern um Monate.

  9. Die Stadt macht es sich hier außergewöhnlich einfach!

    Als Auftraggeber der Baustelle ist sie hier letztlich aufgrund der zu erwartenden Lärmbelästigung und Gefährdung der Anwohner im Zehntweg und Nittumer Weg der Inverkehrbringer neuer Gefahren.

    Der Zehntweg wird quasi zur Rennstrecke (gerade, keine parkenden Autos, keine Hubbel).

    Als Anwohner erwarte ich hier von der Stadt wirksame Schritte un diese Gefährdung auszuschließen indem verhindert wird, dass Nicht-Anlieger diese Wege als Abkürzung nutzen.