Foto: Stadt Bergisch Gladbach

Die Planung für eine Route, die Pendler mit dem Rad schnell nach Köln bringt, geht Schritt für Schritt voran. Bei einer Öffentlichkeitsveranstaltung der Stadt stand jetzt das Teilstück der Hauptroute vom Finanzamt bis zur Gierather Straße auf der Agenda. Mit Blick auf die nächste Sperrung der S 11 soll wenigstens die Beschilderung rasch angebracht werden.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Stadt Bergisch Gladbach

Die Stadt Bergisch Gladbach treibt die Planung der RadPendlerRoute weiter voran. Rund 90 Bürgerinnen und Bürger nahmen an einer Öffentlichkeitsveranstaltung im Bergischen Löwen teil und brachten ihre Hinweise, Anregungen und auch kritischen Fragen in einen Workshop mit Verwaltung und Fachplanern ein. Im Fokus stand das Teilstück der künftigen Hauptroute von der Gierather Straße bis zum Bereich Finanzamt.

Bürgermeister Marcel Kreuz begrüßte die Teilnehmenden und betonte die Bedeutung des Projekts für eine zukunftsfähige Mobilität in Bergisch Gladbach und die direkte Verbindung nach Köln. In der anschließenden Arbeitsphase wurde engagiert und teilweise kontrovers diskutiert. Die eingebrachten Beiträge werden nun systematisch ausgewertet und in die weiteren Planungsschritte einbezogen.

Im Übergang zur Vorplanung

Die RadPendlerRoute befindet sich aktuell am Übergang von der Grundlagenermittlung zur Vorplanung. Der vorangegangene Beteiligungsprozess ist abgeschlossen. Auf dieser Basis erarbeitet die Verwaltung nun gemeinsam mit dem Planungsbüro die Vorplanungen für die einzelnen Streckenabschnitte. Die Ergebnisse sollen noch in diesem Jahr im Ausschuss für Mobilität und Verkehrsflächen vorgestellt und zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Die im Rahmen der Veranstaltung sowie der Online-Beteiligung eingegangenen Hinweise werden dokumentiert und fachlich geprüft. Im Juni ist eine weitere öffentliche Veranstaltung geplant, bei der die ausgearbeiteten Vorplanungen vorgestellt werden, bevor sie in den politischen Gremien beraten und beschlossen werden.

Bürgerinnen und Bürger können sich weiterhin aktiv einbringen: Die Online-Beteiligung läuft noch bis Freitag, den 27. März unter www.bergischgladbach.de/radpendlerroute-beteiligung.

Provisorische Beschilderung geplant

Vor dem Hintergrund der für dieses Jahr angekündigten dreimonatigen Sperrung der S-Bahn-Linie S11 arbeitet die Verwaltung derzeit mit Hochdruck an einer provisorischen Beschilderung der bereits bestehende Wegeführung der zukünftigen RadPendlerRoute.

Damit soll Pendlerinnen und Pendlern frühzeitig eine Orientierung und alternative Verbindung angeboten werden – auch wenn die endgültigen Ausbaustandards der Route noch nicht vollständig umgesetzt sind.

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Zweites Gleis der S 11 soll 2031 gebaut werden

Seit 15 Jahren hofft Bergisch Gladbach auf ein zweites Gleis für die S 11, doch bislang wollte keiner der Verantwortlichen ein Datum für den Baustart oder gar die Fertigstellung nennen. Jetzt hat Dezernent Ragnar Migenda indirekt einen Zeitplan erkennen lassen. Für den Bau muss Bergisch Gladbach allerdings für bis zu anderthalb Jahre auf die S-Bahn verzichten.

Hintergrund: Die RadPendlerRoute ist Teil eines interkommunalen Projekts im Rheinisch-Bergischen Kreis. Insgesamt entstehen vier Routen, die den rechtsrheinischen Raum mit Köln verbinden. Für Bergisch Gladbach umfasst das Konzept eine Hauptroute sowie eine ergänzende Nebenroute nach Bensberg. Weitere Informationen zum Projekt sind verfügbar unter www.bergischgladbach.de/radpendlerroute.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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  1. Es ist doch wohl selbstverständlich, dass man solch eine Route auch vor Ort sichtbar macht. Was gibt es da zu diskutieren?

  2. Zur Planung der Radroute kann man sich nur wundern. Die Ineffizienz von Verwaltung und Planung für ein solches Projekt wird hier wieder mal besonders aufgezeigt. Was für ein irrer Aufwand und Instanzenweg.
    Schlossstraße, Laurentiusstraße und Altenberger Domstraße lassen grüßen.

    1. “Was für ein irrer Aufwand und Instanzenweg.”
      Da haben Sie wohl recht! Jahrzehnte haben die “Obersten” in B-GL gefühlt unser Steueraufkommen NUR in AUTOinfrastruktur versenkt.
      Dadurch hat man eben jetzt einen gigantischen Nachholbedarf bei anderen Bedarfen, u.a. bei der, warum auch immer, vernachlässigten, praktisch nicht vorhandenen FAHRRADinfrastruktur, beim Bau bzw. der Instandsetzung von gammelig gewordenen, vernachlässigten Bildungs- und Freizeiteinrichtungen für die Kinder/Heranwachsenden Generationen.

      Das sollten Sie/die ältere Generation jetzt auch mal eine Zeit lang aushalten können!
      Und wenn alle älteren B-GLer das auch großzügig unterstützen würden, ginge es sicher auch manchmal schneller voran.