Die Belkaw-Geschäftsführer Harry Gersabeck und Silke Katharina Berger. Christan Knieps / BELKAW

Der Krieg gegen Iran, die Schließung der Straße von Hormus und die Unruhen auf den globalen Energiemärkten wirken sich auch auf die Konditionen der Belkaw für Neukunden aus. Das Gas kommt jedoch vor allem aus Norwegen, die Lieferungen sind langfristig abgesichert. Bestandskunden müssen daher nicht mit Preiserhöhungen rechnen.

Auch bei der Belkaw, dem regionalen Versorger für Gas, Strom und Trinkwasser, spielt die Weltpolitik eine große Rolle.  „Wir kontrollieren jeden Tag die Entwicklungen am Markt und die Nachrichten zu den Geschehnissen“, sagt Ko-Geschäftsführerin Silke Katharina Berger. 

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Mit dem Krieg gegen den Iran ist die Straße von Hormus für die gesamte Schifffahrt geschlossen. Das habe weitreichende Auswirkungen auf die Öl- und Gasmärkte, denn 20 Prozent des globalen Öl- und Gasbedarfs werden in dieser Region gefördert und dann durch die Straße von Hormus an die Kundenländer verschifft, erläutert die Belkaw in einer Mitteilung. Indirekt sei auch die Strompreisentwicklung betroffen – weil einige Kraftwerke den Strom mit Gas erzeugen. 

Ein Großteil der Öl- und Gasmengen gehe nach Asien, das sei durch langfristige Verträge geregelt. Nun aber könnten diese nicht bedient werden und die asiatischen Länder müssten sich kurzfristig mit Gas und Öl eindecken. Das treibe den Preis weltweit – und ist auch an den deutschen Tankstellen zu beobachten.

Beim Gaspreis ist die Lage jedoch anders. Wie viele andere Energieversorger in Deutschland beziehe nd die Belkaw ihr Gas vor allem durch Pipelines aus Norwegen – und ist durch langfristige Verträge gesichert.

 „Wir haben unsere Mengen für 2026 weitestgehend beschafft und die Prozesse für 2027 laufen auch schon“, berichtet Ko-Geschäftsführer Harry Gersabeck. Der schwankende Preis wirke sich deswegen nicht auf Bestandskunden mit ihren Festpreisverträgen aus. 

Die Angebote für Neukunden berücksichtigten dagegen die aktuellen Preisentwicklungen und würden ständig angepasst. Die Belkaw achte in der Preiskalkulation darauf, finanzielle Risiken für die Kunden zu minimieren und gleichzeitig die eigene Stabilität zu sichern, betont Berger.

Neue Kunden können Festpreisverträge zur Zeit nur über über 12 Monate abschließen und nicht wie sonst auch über 24 Monate. Davon, so die Belkaw-Geschäftsführung, profitierten beide Seiten: Die Kunden, weil sie sich nicht langfristig an Preise binden, die möglicherweise in ein paar Wochen oder Monaten wieder sinken. Und das Unternehmen müsse die Mengen für zwei Jahre nicht jetzt bei den hohen Preisen beschaffen. 

Zu der Verantwortung des Grundversorgers gehöre es auch, die Energieversorgung von Kunden anderer Energieversorger sicherzustellen, falls diese insolvent gehen. Dass viele der sogenannten „Discounter“ der Energiebranche Krisen nicht überleben, habe die letzte Gaskrise gezeigt. Sobald ein „Discounter“ seine Kunden nicht mehr beliefern kann, sei die Belkaw als Grundversorger für diese zuständig. Auch darauf sei das Unternehmen bereits vorbereitet und könne gewährleisten, dass auch die Energieversorgung ohne Unterbrechung gesichert ist. 

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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