Fotos: Gymnasium Herkenrath

Statt Schulbuch setzten Schülerinnen und Schüler der Klasse 10c des Gymnasiums Herkenrath Virtuelle Realität ein, um sich mit dem Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau auseinanderzusetzen. Mit der 360°-Dokumentation „Inside Auschwitz” des WDR erlebten sie Geschichte auf eine neue, eindringliche Weise.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Klasse 10c des Gymnasiums Herkenrath

Im Geschichtsunterricht hatten wir, die Klasse 10c, die Möglichkeit eine besondere Erfahrung zu machen. In der Reihe zum Nationalsozialismus beschäftigten wir uns unter anderem mit der Verfolgung, Ausgrenzung und systematische Ermordung von Jüdinnen und Juden während der NS-Zeit.  Besonders im Fokus stand dabei das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.

Um uns mit diesem historischen Ort, seiner Geschichte und den Schicksalen der Menschen dort näher auseinanderzusetzen, arbeiteten wir aber nicht wie üblich mit unserem Geschichtsbuch, sondern setzten Virtual-Reality Brillen (VR-Brillen) ein. 

Mit diesen Brillen schauten wir uns die 360° Dokumentation „Inside Auschwitz“ des WDR an, in der drei Zeitzeuginnen von ihren Erlebnissen in Auschwitz berichten. Die Technologie ermöglichte es, dass wir uns innerhalb der Dokumentation im KZ selbst umschauen und so das Gefühl bekommen, selbst vor Ort zu sein. Dadurch war das Thema viel anschaulicher und durch das Erleben der neuen Technik konnte die Motivation, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, gesteigert werden.

Auch wenn das Schauen der Doku zeitaufwendig war und das neuartige mediale Erlebnis die Ernsthaftigkeit des Themas anfangs ein wenig überschattete, haben wir dennoch viel über diesen Ort und das Leid der Menschen dort gelernt. 

Uns hat diese Erfahrung gezeigt, dass der sinnvolle Einsatz von digitalen Medien helfen kann, komplexe und herausfordernde Themen besser zu vermitteln. Danke an Digital Making Places (DMP) des Rheinisch-Bergischen Kreises für das Bereitstellen der VR-Brillen.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

2

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Meiner Meinung nach sollte ein Besuch in Auschwitz oder einer anderen Holocaust-Gedenkstätte für alle Schüler verpflichtend sein.
    Wir haben damals eine freiwillige Fahrt nach Krakau unternommen, an der sich ca. 20 Schüler beteiligt haben und eindrückliche Erfahrungen vor Ort erleben durften. Diese Erfahrung will ich nicht mehr missen, der Besuch hat mich nachhaltig berührt.

    Eine virtuelle Erfahrung ersetzt natürlich nicht das vor Ort sein, aber eine schmerzliche Wahrheit ist auch, dass sich viele Familien eine solche Exkursion nicht mehr leisten können. Also, tolles Projekt und bestimmt ganz klasse umgesetzt.