In der Schlossstraße erinnern neue Stolpersteine an zwei ukrainische Zwangsarbeiter. Sie gehen auf Recherchen von Schülerinnen und Schülern des Otto-Hahn-Gymnasiums zurück. Sie waren dabei auf ein bis heute nicht vollständig aufgeklärtes Kriegsverbrechen im Schlosspark Bensberg gestoßen. Ihre Arbeit macht die Schicksale von Konstantin Wladimirow und Walery Winogradow und anderer Zwangsarbeiter in Bergisch Gladbach sichtbar.
Schlagwort: Nationalsozialismus
VR-Brillen im Unterricht: Herkenrather Schüler erkunden Auschwitz virtuell
Statt Schulbuch setzten Schülerinnen und Schüler der Klasse 10c des Gymnasiums Herkenrath Virtuelle Realität ein, um sich mit dem Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau auseinanderzusetzen. Mit der 360°-Dokumentation „Inside Auschwitz” des WDR erlebten sie Geschichte auf eine neue, eindringliche Weise.
Villenkolonie Frankenforst: Verdrängte Wahrheiten in bevorzugter Lage
Eine verbotene Liebe, Enteignungen durch die Nazis, die Vertreibung der Villenbesitzer in den eigenen Hühnerstall – das Buch der Frankenforsterin Rosine De Dijn „In bevorzugter Lage“ ist eine Anatomie der Erinnerung: Im Bensberger Villenviertel Frankenforst zeigt sich die Tragödie der zwei Weltkriege wie unter einem Brennglas, verdichtet auf wenige Fassaden und Familiengeschichten.
Gedenken an die NAPOLA im Schloss: „Jahre später trage ich hier das Erbe“
Seit gestern weisen zwei Stelen auf einen schwarzen Fleck in der Geschichte des Bensberger Schlosses hin: Hier hatten die Nazis eine ihrer „Nationalpolitischen Lehranstalten“ unterhalten, Jugendliche zum Hass erzogen und zwei Zwangsarbeiter ermordet. Eine Geschichte, die Schüler:innen des OHG ausgegraben und aufgearbeitete hatten. Und den Impuls für die Mahnmale gegeben hatten.
Die Vergangenheit bleibt
Zum 80. Jahrestag des Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert Klaus Hansen die Konzentrationsaußenlager hier in Bergisch Gladbach und an die Verbrechen in den letzten Tagen des Kriegs. Aber auch an die mutigen Frauen und Männer, die noch Schlimmeres verhinderten.
Trauer um Ehrenbürgerin Philomena Franz
Im Alter von 100 Jahren ist Philomena Franz gestorben. Die Auschwitz-Überlebende hatte viele Jahrzehnte lang für die Verständigung und Versöhnung zwischen Sinti, Roma, Juden und Deutschen gekämpft – und war seit etwas mehr als einem Jahr Bergisch Gladbachs Ehrenbürgerin. Am Mittwoch ist sie in ihrer Wohnung friedlich eingeschlafen.
Pogromnacht: „Was hätte ich tun sollen?“
In einer Gedenkveranstaltung am Holocaust-Mahnmal im Park der Villa Zanders wurde am Mittwochabend an die Opfer der Reichspogromnacht 1938 gedacht. Michael Zalfen vom Städtepartnerschaftsverein Ganey Tikva und Bürgermeister Frank Stein setzten Zeichen gegen das Vergessen. Schülerinnen und Schülern der IGP stellten eine entscheidende Frage – und lieferten eine Antwort.
Mahnwache macht auf Angriffe auf Asylsuchende aufmerksam
Die traditionelle Mahnwache der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und des DGB zur Pogromnacht findet in Heidkamp statt, in der Nähe eines „wilden Konzentrationslagers“, in dem Oppositionelle und Juden gefoltert worden war. In diesem Jahr richten die Veranstalter die Aufmerksamkeit vor allem auf Angriffe auf Asylbewerber in der Gegenwart.
„Wer sich kennt, hasst sich nicht“
Die Ausstellung „Jüdische Biografien“ im Himmel un Ääd in Schildgen zeichnet das Schicksal von Opfern des Holocausts in Bergisch Gladbach und in der Partnerstadt Ganey Tikva nach. Bei einer weit reichenden Veranstaltung zur Eröffnung machten Kinder der Leidtragenden deutlich, wie die Erlebnisse in der Nazi-Zeit bis heute nachwirken. Und eine Versöhnung dennoch möglich ist.
Stein gratuliert Philomena Franz zum 100.
Die Ehrenbürgerin Philomena Franz wird 100 Jahre alt. Bürgermeister Frank Stein gratuliert ihr bei einem persönlichen Besuch – und erinnert an das Lebenswerk der Holocaust-Überlebenden.
„Mit zwei kleinen Kindern durch Auschwitz“
Frank Beer ist Chemiker und arbeitet bei einer Behörde, doch seit mehr als zehn Jahren veröffentlicht er immer wieder Bücher über Zeitzeugenberichte aus dem Holocaust. Dafür wird der Bergisch Gladbacher jetzt ausgezeichnet – und trägt einen Zeugenbericht vor.
Schüler:innen führen durch Wander-Ausstellung über Anne Frank
Die Wanderausstellung „Lasst mich ich selbst sein“ zum Leben Anne Franks kommt in die Nelson-Mandela-Gesamtschule. Im Rahmen des KulturScout-Projektes des Kreises waren Schüler:innen zu „Peer Guides” ausgebildet worden, sie führen nun durch die Ausstellung – und setzen sich mit dem Thema Diskriminierung auseinander.
„Der 9. November ist auch eine Mahnung für die Gegenwart“
Schon zum 31. Mal erinnern der DGB und der Verband der Nazi-Verfolgten in Bergisch Gladbach mit einer Mahnwache an die Reichspogromnacht: am Samstag, 13. November, auf dem Gelände der Kirche St. Joseph in der Nähe des ehemaligen Stellawerks.
Gemeinsam gegen Rassismus und Fremdenhass stehen
Am kommenden Dienstag gedenken der Städtepartnerschaft Ganey Tikva – Bergisch Gladbach e.V. und Schüler:innen der IGP der Novemberpogrome gegen jüdische Menschen. Alle Bürger:innen sind zu der Veranstaltung am Holocaust-Mahnmal im Park der Villa Zanders eingeladen.
„Wenn wir hassen, verlieren wir. Wenn wir lieben, werden wir reich.“
In einer ergreifenden Feierstunde ist Philomena Franz die Ehrenbürgerwürde der Stadt Bergisch Gladbach verliehen worden. Bürgermeister Frank Stein zeigte in seiner Laudatio auf, warum die Auschwitz-Überlebende und lebenslange Verfechterin von Liebe und Aussönhung, diese Auszeichnung mehr als verdient hat. Eine besonderes Kompliment erhielt die 99-Jährige jedoch von zwei anderen Ehrenbürgern.
„Ich musste für Himmler singen“
Philomena Franz ist Sinti, Musikerin, Tänzerin, Autorin. Und Auschwitz-Überlebende. Zweimal flüchtet sie aus dem KZ, wird zum Schein hingerichtet, entgeht nur knapp der Gaskammer. Im Gespräch mit dem Bürgerportal schildert die künftige Ehrenbürgerin der Stadt Bergisch Gladbach Szenen aus ihrem Leben, die auf drastische Weise zeigen, welches Grauen die Nazis über ihre Familie gebracht haben.
Ganey-Tikva-Verein will NS-Opfern ein Gesicht geben und ruft Protest hervor
Zum Gedenken an Erich Deutsch, der von den Nationalsozialisten im KZ ermordet worden war, hat der Ganey-Tikva-Verein in Schildgen eine Stele mit dem Porträt des Mediziners enthüllt. Die Gedenkfeier nutzte der Verein, um ein weiteres Mal die Gedenkkultur in der Stadt zu kritisieren. Das blieb nicht ohne Widerspruch.
Ganey-Tikva-Verein hält mit Stele Gedenken an Nazi-Opfer wach
Erich Deutsch hatte zuletzt in Bergisch Gladbach gelebt und wurde vom NS-Regime im KZ Theresienstadt ermordet. An seinem Wohnort in Schildgen stellt der Ganey-Tikva-Verein eine Stele des Künstlers Helmut Brands auf – und will damit den Impuls zu weiteren Mahnmalen geben.
Das Projekt „Enthüllung“ erinnert an NS-Opfer
Acht Stolpersteine erinnern in Bergisch Gladbach an acht Personen, die von den Nazis verschleppt und ermordet wurden. Auf Initiative des Ganey-Tikva-Vereins wollen nun Künstler einen neuen Impuls zum Gedenken an die NS-Opfer geben und besondere Portraits dieser Menschen schaffen. Den Auftakt macht Helmut Brands.
„Erinnern und Handeln“: zum 30. Mal ganz anders
Seit 30 Jahren organisiert Walborg Schröder die Mahnwache „Gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus, für Toleranz und soziale Gerechtigkeit“ in Bergisch Gladbach. In diesem Jahr verhinderte Corona eine öffentliche Veranstaltung, daher dokumentieren wir eine Botschaft von Walborg Schröder.
9. November 1938 – „Wir werden nicht vergessen!“
Der Kreisverband der Linken hat am 14. November in kleiner Besetzung und stillen Gedenken eine Blumengesteck an der Gedenktafel Stellawerk in Bergisch Gladbach abgelegt, um an die Reichspogromnacht und die Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken.
Der Mann mit dem Hammer: Trauerrede für einen alten Freund
Die Skulptur, die 85 Jahre lang das alte Arbeitsamt an der oberen Hauptstraße zierte, stellt einen nationalsozialistischen Arbeiter dar. Dennoch ist er für unsere Autorin, die er Zeit ihres Lebens begleitet hat, ein „alter Freund”. Mit dem Abriss des Gebäudes verschwand der Mann mit dem Hammer, nun ist er im neuen Arbeitsamt ausgestellt. Friederike Naroska hat ihn besucht, und eine jämmerliche Gestalt gefunden.
Freundeskreis poliert „Stolpersteine” in der Gronauer Gartensiedlung
Auch in der Gartensiedlung Gronauerwald gibt es drei Stolpersteine, die an die Opfer der Nazidiktatur erinnern und auf ihre Geschichte aufmerksam machen. Der Freundeskreis der Siedlung hat die Aktion #GlanzstattHetze aufgegriffen, die Steine gesäubert, Erinnerungen ausgegraben und der Personen gedacht, hier hier deportiert worden waren.
Rassendiagnose: Zigeuner
Rund 500.000 Sinti und Roma fielen dem Rassenwahn der Nazis zum Opfer. Im Kreishaus zeigt eine Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma den Völkermord auf.
Jung und Alt gedachten der Reichspogromnacht 1938
Auf Einladung des Ganey-Tikva-Vereins haben 80 Menschen der Pogromnacht gedacht. Das Gedenken an die Judenverfolgungen der Vergangenheit wurde mit Warnungen für die Zukunft verknüpft.
Ganey Tikva-Verein gedenkt der Pogromnacht
Der Ganey Tikva-Verein belebt eine Tradition und gedenkt am Holocaust-Mahnmal vor der Villa Zanders an die Pogromnacht – als Erinnerung an die Verbrechen der Nazi-Zeit und als Zeichen gegen Rechtspopulismus. Die Mahnwache in Heidkamp findet zuvor statt.
Charly Vollmann erzählt: Wie Gladbach davon kam
Eigenhändig hatte er verhindert, dass ein Freitag im April 1945 für Bergisch Gladbach zum Unglückstag wurde. Hier erzählt Charly Vollmann, wie er mit den Amis und einer verängstigten Stadtführung verhandelte. Und die Stadt vor dem Beschuss rettete.
Zeitzeugin fordert Einsatz für Freiheit und Demokratie
Auf Einladung des Ganey Tikva-Vereins berichtete Rodica Jung über ihre Erinnerungen an die Nazizeit und den Kommunismus. Daraus leitet sie wichtige Botschaften für die Gegenwart ab.
Presseschau 6.8.2014
Schluss mit Ponys auf der Kirmes. (Noch) keine Genehmigung für Kunstrasen Refrath. Keine Wettbürosteuer. Mehr Einbrüche, weniger Aufklärung. Vikar für Bensberg. Mehr Rentner in Sozialhilfe. Muslime können Schützen werden, nur nicht in Schildgen.
Denkmal – drüber nach!
Manche Denkmäler in Bergisch Gladbach tragen Inschriften, die unbedingt einen Kommentar erfordern. Ihre Texte sind schon lange nicht mehr zeitgemäß. Ein Appell an Stadtrat und Bergischen Geschichtsverein – und eine Absage an das Heldentum.
Auf der Suche nach Bergisch Gladbachs Stolpersteinen
In Gronau und Heidkamp liegen sechs der acht Stolpersteine, die an Opfer der Nationalsozialisten in Bergisch Gladbach erinnern. Wer möchte, kann sie bei einer Wanderung durch diese Stadtteile besuchen. Eine Fotoreportage.
Ein Stolperstein für Gertrud Stockhausen in Bärbroich
Die Mutter des Komponisten Karlheinz Stockhausen hatte im Schulhaus in Bärbroich gewohnt und wurde von den Nationalsozialisten ermordet. Gunter Demnig erinnert an ihr Schicksal – und erfüllt damit den Wunsch einer jungen Forscherin.
Presseschau 30.11.2013
CDU will Bergischen Löwen vor der Schließung retten. Noch eine Runde im Stadtwerke-Poker. Neuer Anlauf für Partnerschaft in Polen. Starke bergische Köpfe.
Presseschau 11.3.2013
Wolf und Himperich nehmen Clavigo die Organisation der Bensberger Stadtfeste ab. Fischmauer ist Vergangenheit. Wenig Chancen für Privatschulen. SV 09 rutscht in Richtung Abstieg.
Was Sie über Agnes Miegel wissen müssen
Agnes Miegel ist nicht nur Namengeberin einer Refrather Straße – sie hatte sich als Dichterin auch in die Nähe der Nazis begeben. Nun liegt die Forderung nach einer Umbenennung erneut auf dem Tisch.
