Katharina Kaul und Uta Vossebrecker bilden den neuen Vorstand des Inklusionsbeirats. Foto: Privat

Der neue Inklusionsbeirat mit zahlreichen neuen Mitgliedern hat eine neue Vorsitzende gewählt und den neuen Aktionsplan Inklusion verabschiedet. Zum ersten Mal sind auch Menschen mit Lernbehinderung vertreten.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Stadt Bergisch Gladbach

Der neu besetzte Inklusionsbeirat der Stadt Bergisch Gladbach hat sich am Mittwoch im Ratssaal des Rathauses Bensberg konstituiert. In einer dreistündigen Sitzung kamen die neuen Mitglieder des Beirats, ihre jeweiligen Stellvertretungen sowie beratende Mitglieder aus dem Seniorenbeirat und den politischen Fraktionen zusammen, um den offiziellen Start in die neue Wahlperiode zu vollziehen. In der letzten Sitzung des Stadtrates wurden die Mitglieder, vorgeschlagen von verschiedenen Institutionen, Organisationen und Gruppierungen, in diese Funktion gewählt.

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Mehr Stimmen, mehr Perspektiven

Durch die Erweiterung des Gremiums von ursprünglich 9 auf nun 13 Plätze wird die Vielfalt der Stadtgesellschaft noch besser abgebildet. Neben erfahrenen Mitgliedern bringen zahlreiche neue Mitglieder frische Perspektiven ein.

Besonders hervorzuheben ist die starke Selbstvertretung unterschiedlicher Behinderungsformen – ein klares Zeichen für gelebte Partizipation. Erstmals sind auch Menschen mit Lernbehinderung vertreten. Damit wird ein bedeutender Schritt hin zu mehr Sichtbarkeit und Teilhabe getan. Auch der Beirat selbst arbeitet jetzt verstärkt mit einfacher und Leichter Sprache, so zum Beispiel in den Vorlagen und dem neuen Aktionsplan.

Die Mitglieder wählten Katharina Kaul, Vertreterin der Katholischen Jugendagentur, einstimmig zur neuen Vorsitzenden des Inklusionsbeirats. Zu ihrer Stellvertretung wurde – ebenfalls einstimmig – Uta Vossebrecker, Vertreterin der Städtischen Max-Bruch‑Musikschule, gewählt.

„Inklusion ist keine freiwillige Zusatzaufgabe, sondern Grundvoraussetzung für eine Stadtgesellschaft, in der alle Menschen selbstbestimmt leben und teilhaben können. Dass so viele verschiedene Perspektiven und Formen der Selbstvertretung jetzt aktiv im Beirat verankert sind, ist ein starkes Signal. Gemeinsam wollen wir Barrieren abbauen, Sichtbarkeit schaffen und die Belange von Menschen mit Behinderung konsequent in kommunale Entscheidungen einbringen“, beschreibt Katharina Kaul die Ziele des neuen Beirats. 

Bürgermeister Marcel Kreutz eröffnete die Sitzung und dankte allen Engagierten für ihren Einsatz in Vereinen, Initiativen und Organisationen – und nun auch im Beirat. Er betonte die Bedeutung dieses Engagements für eine vielfältige, lebenswerte und zukunftsfähige Stadt.

Neuer Aktionsplan verabschiedet

Um die Beratungsfunktion gegenüber Politik und Verwaltung wirkungsvoll wahrzunehmen, benannte der Inklusionsbeirat seine Vertreterinnen und Vertreter für die Ausschüsse des Stadtrats. Damit wird gewährleistet, dass die Perspektiven von Menschen mit Behinderung in relevanten Entscheidungsprozessen systematisch eingebracht werden.

Der Beirat setzt die Arbeit seines Vorgängergremiums nahtlos fort. Ein wichtiger Meilenstein der Sitzung war der Beschluss des neuen Aktionsplans Inklusion. Dieser wird im Ausschuss für Soziales, Wohnungswesen, Demografie und Gleichstellung von Frau und Mann (ASWDG) und im Stadtrat vorgestellt und zur Beschlussfassung vorgelegt.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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