Von 1901 bis 1910 befand sich die Zweigstelle der Kreissparkasse in Bergisch Gladbach andere damaligen Gronauer Str. 161 - heute ist das die Ecke Hauptstraße / Poststraße gegenüber der RheinBerg Galerie. Foto: KSK Köln

Zum 125. Geburtstag der Filialen der Kreissparkasse Köln in Bergisch Gladbach, Overath und Odenthal lässt das Geldinstitut die Geschichte hier vor Ort Revue passieren und zeigt historische Fotos. Das Jubiläum wird am Montag mit einem ganztägigen Aktionstag in den Geburtstagsfilialen gefeiert.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Kreissparkasse Köln

In Bergisch Gladbach, Overath und Odenthal blicken die Filialen der Kreissparkasse Köln in diesem Jahr auf eine 125-jährige Geschichte zurück. Dies verdeutlicht eindrucksvoll, wie stark die Kreissparkasse Köln im Rheinisch-Bergischen Kreis verwurzelt ist und wie verlässlich sie das Leben vor Ort – ob wirtschaftlich oder privat – seit Generationen mitprägt. 

Die Jubiläen stehen ganz im Zeichen von Beständigkeit, Kundennähe und dem Wandel von klassischen Vermögensbildungsformen wie dem Sparkassenbuch hin zu modernen, digitalen Angeboten und Dienstleistungen.

Weit über ein Jahrhundert haben diese drei Sparkassenstandorte wirtschaftliche Krisen sowie gesellschaftliche Umbrüche überdauert und garantieren – in eine über die Jahrzehnte gewachsene und aktuellen Bedürfnissen und Entwicklungen stets angepasste Vertriebsstruktur eingebunden – eine verlässliche flächendeckende Versorgung aller Bevölkerungsgruppen im Rheinisch-Bergischen mit Finanzdienstleistungen.

Von lokalen Annahmestellen zum regionalen Netzwerk

Die Geschichte der drei Jubiläumsfilialen ist eng mit der 1856 gegründeten Kreissparkasse Mülheim am Rhein verknüpft. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert entsprach die Kreissparkasse Mülheim mit der Errichtung von Zweig- und Annahmestellen in Orten wie Odenthal und Overath dem wachsenden Bedürfnis der Städte und Gemeinden im Landkreis Mülheim, ihren Bürgerinnen und Bürgern den langen Weg zum damaligen Sitz der Sparkasse in der Kreisstadt, dem heutigen Kölner Stadtteil Mülheim, zu ersparen.

In den 1920er Jahren befand sich die Kreissparkasse in einem Anbau des „Zanders Konsum“ in der damaligen Wilhelmstr. 44. Foto: KSK Köln

Am 8. März 1923 kam es dann zu einer für die Kreise im Umland der Stadt Köln bis heute bedeutenden Veränderung. Die damaligen Landkreise Köln und Mülheim am Rhein schlossen sich zu einem Sparkassenzweckverband zusammen und vereinigten ihre beiden Sparkassen, die Spar- und Darlehenskasse des Landkreises Köln und die Kreissparkasse Mülheim am Rhein zur Kreissparkasse der Landkreise Köln und Mülheim in Köln – die Geburtsstunde der heutigen Zweckverbandssparkasse Kreissparkasse Köln, zu der nun auch die Kassenstellen der Sparkasse in Bergisch Gladbach, Overath und Odenthal gehörten.

Nach Eingemeindung der Kreisstadt Mülheim 1914 nach Köln blühte Bergisch Gladbach zum neuen wirtschaftlichen Zentrum des Kreises auf. Dies galt ab der Zusammenlegung der Landkreise Mülheim und Wipperfürth 1932 ebenso im neu gebildeten Rheinisch-Bergischen Kreis.

Die Bergisch Gladbacher Sparkassenfiliale entwickelte sich parallel zum dadurch beförderten wirtschaftlichen Aufschwung und dem Aufstieg der lokalen Papier- und Fertigungsindustrie der seit 1932 neuen Kreisstadt ebenfalls erfreulich.

Innenansicht der Zweigstelle in den 1930er Jahren, damals bereits an der Ecke der heutigen Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße und Hauptstraße. Foto: KSK Köln

In den eher ländlicheren Strukturen von Overath und Odenthal förderten die Filialen die Vermögensbildung, sicherten die Bargeldversorgung und ermöglichten Handwerkern und Landwirten erstmals den Zugang zu verlässlichen Kleinkrediten, ohne auf private Geldverleiher angewiesen zu sein.

Wirtschaftsmotor für Industrie und ländlichen Raum

Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Währungsreform von 1948 entwickelten sich die Kreissparkasse Köln im Rheinisch-Bergischen Kreis allgemein, aber auch an den Standorten Bergisch Gladbach, Overath und Odenthal, von der ursprünglichen Institution zur Vermögensbildung zu einem wichtigen Faktor für das regionale Wirtschaftswunder.

Darin spiegeln sich sowohl die Erfolge von Wiederaufbau, Modernisierung und lokaler Verwurzelung, wie auch von unternehmerischer Weitsicht. Die Sparkasse wurde zum modernen Universalkreditinstitut, zum wichtigen Finanzierer des Wohnungsbaus und des Mittelstands.

Der Weg zum modernen Beratungszentrum

Die Sparkassenzweigstelle von 1950 glich kaum noch jener aus dem frühen 20. Jahrhundert – und das heutige Bild unterscheidet sich wiederum völlig von dem der Nachkriegszeit. An allen drei Standorten – Bergisch Gladbach, Overath und Odenthal – reagierte die Kreissparkasse kontinuierlich auf den Wandel von Technik, Zeitgeschmack und Kundenbedürfnissen. Über die Jahrzehnte hinweg zeigte sich dies in regelmäßigen Um- und Neubauten sowie modernen Ausstattungen.

Die Zweigstelle an der Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße Ende der 50er Jahre. Foto: KSK Köln

Die Entwicklung führte von der einstigen Beratung in der Wohnstube oder dem Amtszimmer hin zur Kassenhalle mit jener langen Theke, die Kunden und Sparkassenangestellte räumlich voneinander trennte. Die Theke wurde dann abgelöst von einer schusssicher verglasten Kassenbox mit Servicebereich und separater Beratungszone sowie einzelnen Beraterzimmern.

Heute ist die Kassenbox vielerorts verschwunden. Beratung und Service erfolgen zum Teil an der gleichen Stelle, und für die persönliche Beratung nutzt man in der Regel entsprechende Rückzugsmöglichkeiten.

Durch den forcierten Ausbau von SB-Angeboten seit den 1980er Jahren gehört heute auch ein SB-Foyer zum aktuellen Standard, nicht nur in Bergisch Gladbach, Overath und Odenthal.

Zudem sind viele Entscheidungen im Kundengeschäft, die zuvor zentral bei der Hauptstelle erfolgten oder für die die erforderlichen Spezialisten nur dort saßen, durch Verlagerung von Kompetenzen auf kundenbetreuende Stellen vor Ort, im Laufe der Zeit immer mehr dezentralisiert worden.

Die Standorte in Bergisch Gladbach, Overath und Odenthal wandelten sich so von reinen Kassenstellen zu modernen Beratungszentren. Vermögens-, Baufinanzierungs-, Kredit- und Immobilienberatung können die Kunden heute flexibel in ihrer Nähe in Anspruch nehmen. Damit trägt die Kreissparkasse Köln dem wachsenden Wohlstand in der Bevölkerung Rechnung wie auch der zunehmenden Komplexität von Finanzprodukten und einer immer schnelleren technischen Entwicklung.

Wandel und Digitalisierung im 21. Jahrhundert

Auf den sich immer schneller vollziehenden Wandel der Kundenbedürfnisse reagierte die Kreissparkasse Köln nach der Jahrtausendwende mit einer strategischen Neuausrichtung, die Innovation und lokale Verbundenheit vereint. Neben dem kontinuierlichen Ausbau digitaler Services und leistungsstarker Apps setzt das Institut weiterhin auf ihr Filialnetz.

Durch die Kombination aus zentralen Regional-Filialen und mobilen Service-Angeboten bleibt die physische Präsenz im ländlichen Raum gewahrt. Gepaart mit einem starken Fokus auf der nachhaltigen Finanzierung des Mittelstands, verknüpft die Kreissparkasse Köln so bis heute ihre über mehr als hundert Jahre gewachsene Kundennähe nahtlos mit den Anforderungen einer digitalen Finanzwelt.

Einladung zum Mitfeiern am 29. Juni 2026

Die Jubiläen zum 125-jährigen Bestehen der Kreissparkasse Köln in Bergisch Gladbach, Overath und Odenthal werden am Montag, den 29. Juni 2026 mit einem ganztägigen Aktionstag in den Geburtstagsfilialen gefeiert, zu dem alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen sind.

Jeder Besucher erhält ein kleines Präsent. Für das leibliche Wohl ist an dem Tag auch gesorgt. Zudem gibt es ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen.

Die KSK betreut in ihrem Geschäftsgebiet – dem Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Rheinisch-Bergischen Kreis und Oberbergischen Kreis – rund 1 Millionen Menschen in allen Fragen rund ums Geld. Sie bietet ein umfassendes Finanzdienstleistungsangebot für Jedermann – für Schüler und Studierende,...

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