Aileen Wichmann ist Nachhaltigkeitsmanagerin im Rhein-Kreis Neuss und berichtet von ihren Erfahrungen. Foto: Georg Salzburg

Für eine nachhaltige Zukunft unter Beteiligung aller Menschen sollte der Klimaschutz quer durch alle gesellschaftlichen Schichten mobilisieren. Dafür gibt es bewährte Konzepte – die auf Einladung der Klimafreunde im Kreishaus von zwei Experten vorgestellt werden. 

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Klimafreunde RheinBerg

Schrankenlos, hemmungslos, gnadenlos – so haben wir uns angewöhnt, den Planeten auszubeuten. Und das soziale Fundament der Gesellschaft auszuhöhlen gleich mit. Nun ist bekannt, dass der Planet keine unerschöpflichen Ressourcen bietet und dass Vertrauen und Gerechtigkeit der Kitt unserer Gesellschaft sind.

Sich zu anderen Planeten aufmachen (z.B. zum Mars) kann nicht die Lösung für uns alle sein. (Manchem scheint es attraktiv, zumindest durch den Erwerb einschlägiger Aktien ein bisschen daran zu schnuppern.)

Aufbruch in eine Zukunft für ALLE.
Vortrag und Gespräch
30.06.2026, 18.30 Uhr
Kreishaus
Am Rübezahlwald 7, 51469 Bergisch Gladbach

Anmeldung bitte unbedingt über www.klimafreunde-rheinberg.de (begrenzte Teilnehmerzahl)

Welche sind unsere Optionen: ein „Weiter so“ mit fatalen Folgen oder ein mutiger Wandel hin zu Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit?

2022 veröffentlichte der Club of Rome seinen Bericht „Earth for all“, wo die 5 notwendigen Kehrtwenden beschrieben werden, die die Menschheit braucht um das Leben auf diesem Planeten  weiterhin lebenswert zu gestalten (- oder doch zum Mars?). Im Jahr 2024 wurden diese Vorgaben vom Wuppertal-Institut als „Earth for all – Deutschland“ herausgebracht.

Die AutorInnen von „Earth for all“ richten den Fokus auf mögliche Strategien und Maßnahmen zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen für unser Land. Und das natürlich innerhalb der planetaren Grenzen und unter Bewahrung der Schöpfung.

Die Oxford-Ökonomin Kate Raworth hat u.a. diese Grenzen definiert, wozu sie als Modell das Bild eines Donuts konstruiert. Die „Donut-Ökonomie“ und die 17 Globalen Nachhaltigkeitsziele der UN sollen jedoch mehr als theoretische Modelle sein.

Kommunen entwickeln ganzheitliche Strategien

Ca. 30 Kommunen weltweit tragen bereits dazu bei, auf dieser Basis eine ganzheitliche Strategie zu entwickeln. Diese Strategie will ökologische, soziale und ökonomische Aspekte gleichermaßen berücksichtigen und als Dach für neue Maßnahmen, Ideen und bereits bewährte Konzepte fungieren. Zu diesen Kommunen gehört auch der Rhein-Kreis Neuss.

Der Klimafreunde Rhein-Berg e.V. hat für den 30. Juni 2026 zwei Fachleute für diese Themenbereiche eingeladen, um über die Chancen zu sprechen, die derartiges Handeln für eine Kommune bedeuten kann:

  • Aileen Wichmann ist Nachhaltigkeitsmanagerin im Rhein-Kreis Neuss
  • Hans Haake Senior Researcher am Wuppertal Institut und einer der Hauptautoren des Buches E4A Deutschland

Und schließlich: Retten wir die deutsche Wirtschaft, sorgen wir für ein würdevolles Leben für alle oder stoppen wir den Klimawandel?

Im besten Falle gelingt es uns nach Vortrag und Austausch im Gespräch diesen vermeintlichen Widerspruch aufzulösen. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich mit den großen Denkmodellen und ihren Handlungsoptionen vertraut zu machen.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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